Hallo drulli,
du schriebst:
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Unser neues Haus hat eine Dämmfassade (12 cm Styropor) + Putz + weisse "körnige" Farbe..... Eine solche Pflanze macht sicher nicht vor der Wand halt.....
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Natürlich stellt keine Kletterpflanze ihren Wuchs ein, nur weil etwas - z.B. eine Wand - im Weg ist? Einige beginnen erst mit dem Höhenwuchs, wenn sie auf so ein aufwärts gerichtetes "Hindernis" stoßen....
Du musst unterscheiden, ob du von Direktbewuchs mit einem Selbstklimmer ausgehen willst, oder von Gerüstkletterpflanzen sprichst. Alles was selbst klimmen kann (Haftwurzelkletterer- Trompetenwinde, Efeu Kletterhortensie usw., Haftscheibenranker - Arten/Sorten von Wildem Wein) wird deine künftige Pergola weitestgehend ignorieren und die Wand bewachsen. Dabei ensteht u.U. ein gewisses Risiko, dass der mehrschichtige Fassadenaufbau aufgrund des zusätzlichen Gewichtes irgendwo und irgendwie versagt. Der Einfachheit halber - und da du offenbar ohnehin eine Gerüstkletterpflanze verwenden willst, gehe ich darauf nicht näher ein.
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Ist es realistisch, sie dort ständig zu beschneiden, oder schaden solche Kletterpflanzen dem doch recht weichen Material nicht?
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Berührung der Fassade durch Triebe ist an sich noch kein Problem. Ein solches entsteht in deinem Fall eigentlich erst, wenn eine Kletterpflanze direkt (Gewicht, Windlast, Zwängung) oder indirekt (über eine unzulänglich dimensionierte Kletterhilfe) gewisse Kräfte auf eine Fassade/Wand ausüben kann. Da bei Gerüstkletterpflanzen und glatten Wänden Gewicht und Windlast nicht übertragen werden können, ist in diesem Fall auf die Konstruktion der Klettrerhilfe zu achten. Wichtig ist hierbei vor allem, dass Stützen/Streben, die parallel zur Wand angeordnet sind, einen so großen Abstand aufweisen, dass es nicht zur Zwängung von Trieben kommen kann. Welche Abstände einzuhalten sind, ergibt sich aus dem künftigen maximalen Triebdurchmesser.
Ein weiterer möglicher Gefahrenpunkt sind eventuelle Wandanschlüsse der Kletterhilfe (Pergola). Diese müssen ausreichend steif ausgeführt sein und gegen eindringende Feuche dauerhaft dicht sein.
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Welche Pflanzen würden sich den am besten eignen?.....
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Für Pergolen empfehle ich bevorzugt Rankpflanzen (d.h. Kletterpflanzen, die mit Ranken klettern, wobei Ranken "Greiforgane" und nicht Triebe bezeichnen) oder Spreizklimmer. Rankende und spreizklimmende Arten sind eher zur horizontalen Ausbreitung geeignet als schlingende Arten.
Welche kletternden Arten aber im Einzelfall empfehlenswert sind, ergibt sich u.a. aus der Größe der Pergola. Wenn die Wuchsstärke etwa dem verfügbaren Wuchsraum entspricht, reduziert sich der Pflegeaufwand.
Generell ist eine Markise praktischer - das muss ich gestehen, obwohl eine solche mir niemals eine begrünte Pergola ersetzen könnte. Aber mit ein paar Unannehmlichkeiten letzterer sollte man leider rechnen. Wuchernder Wuchs, z.B. von Knöterich wird schnell lästig. Insektenflug während der Blüte oder mit Fruchtreife ist auch mitunter störend - leider auch bei Reben (hier auch Fliegen, wenn reife Trauben verletzt werden - Wespenfraß, Platzen).
Frühe und kurze Blüte ist in diesem Fall von Vorteil - gegen Insekten bei Reife süßer Früchte hilft entweder Verzicht auf entsprechende Pflanzen oder (leider meist mit eher mäßigem Erfolg) regelmäßiges frühes Abernten.
Die wirklich ideale Pflanze habe ich noch nicht gefunden - irgendeine temporäre Nutzungseinschränkung und/oder ein erhöhter Arbeitsaufwand ist wohl unvermeidlich mit einem übergrünten Freisitz verbunden.... Also muss jeder selbst für sich entscheiden, was er als ideal empfindet. Als Hilfestellung dazu mag folgender Link dienen:
Kletterpflanzen-Übersicht/Beschreibungen
Grüße
TB