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Zitat von Hundefreund Hi,
..... Klettertrompete gekauft.
..... Also bleibt nur Samenanzucht. |
Hallo Hundefreund,
du hast die unheimlich einfache Vermehrung durch Absenker vergessen.
Campsis-Arten/Sorten sind Haftwurzelkletterer, auch wenn bei einigen Sorten die Haftwurzelbildung ziemlich unauffällig ist. Haftwurzeln sind ursprünglich, also im frühen Stadium ihrer Bildung nicht von sprossbürtigen Nährstpffwurzeln zu unterscheiden. Nur die Umgebungsparameter (vor allem Feuchte und Nährstoffangebot) beeinflussen die weitere Entwicklung (Funktionsausbildung der Wurzelansätze).
I.d.R. kann man Campsis also ohne jeden großen Aufwand vermehren, indem man einen
Trieb auf den Boden legt. Dann bilden sich Wurzeln im Bereich der Nodien. Nach einigen Wochen kann man den ursprünglichen Trieb durchtrennen und hat meist mehrere Jungpflanzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verfahren klappt, lässt sich steigern, indem man direkten Erdkontakt im Bereich der Nodien herstellt (Drahtbügel, Anhäufelung)
und den Boden ggf. feucht hält (dieses Jahr wohl meist unnötig).
Jemand anders verwies schon auf die Tendenz von Campsis, aus der Wuzel zu treiben. Diese ist allerdings stark unterschiedlich und hat sicherlich mit den Boden- und Feuchteverhältnissen am Standort zu tun. Bei mir steht seit >20 Jahren eine Campsis radicans in einer länglichen, schotterbedeckten Pflanzstelle mit hartem, trockenen Lehmboden. (Da sprießt noch nicht mal "Unkraut"...). In den ersten Standjahren habe ich sie ab und an gewässert. Daraufhin bildeten sich wurzelbürtige Sprosse im feuchteren (tieferen und schattigeren) Bereich der Pflanzstelle. Diese Form der Vermehrung tritt also wohl eher in Verbindung mit Bodenverhältinissen auf, die flacheres Wurzeln begünstigen.
Grüße
TB