AW: Eine Frage der Moral?
Ich nehme an, Du möchtest keine juristische Auskunft haben.
Anstelle einer Antwort steuere ich meine Geschichte dazu bei:
Vor vielen, vielen Jahren, ich war damals so 15 oder 16, kam ich einmal an einen Kiosk, wo ich irgend etwas kaufte. Ich weiss nicht mehr was, eine Cola oder ein Eis oder Kaugummy, irgend so etwas kleines für eine Mark. Der Kioskbetreiber war an diesem Nachmittag sein bester Kunde, er war nämlich total besoffen. Auf meinen 10,- DM Schein gab er mir ca. 12,- DM heraus.
In mir arbeitete es nun ähnlich, wie bei dir, Green.
Was tun? Nehmen oder was sagen? Ich grübelte und überlegte.....
Letztlich siegte der Anstand, oder die Moral, ganz wie Du willst.
Ich wies den Mann also darauf hin, er habe mir zuviel heraus gegeben, worauf sich dieser unglaublich freute und bedankte. Da wurde mir richtig wohl ums Herz. Wieder eine gute Tat!
Dachte ich!
Denn nun kehrte der Mann vob seiner Kasse zurück und gab mir rund 20,- DM zurück!
Was glaubst Du wohl, was ich nun genacht habe?
Ich hab's genommen und bin gegangen!
Aus zwei Gründen habe ich auch heute noch kein schlechtes Gewissen:
1.) Wer weiß, wie hoch der Schaden für den Mann ausgefallen wäre, wenn ich nochmal darauf hingewiesen hätte, dass er mir falsch herausgegeben hat?
2.) Wer sich so besoffen in seinen Kiosk stellt, der muss die Konsequenzen tragen.
Tono... konsequent moralistisch
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