AW: Jahrelang verwahrlosten, problematischen Garten renovieren
Hallo
ein Problem, dass du so leicht nicht beseitigen kannst, dürfte der Schatten durch die großen Bäume sein. Selbst wenn sich der Eigentümer davon trennen wollte - wenn Bäume groß und alt sind, darf man sie nicht ohne amtliche Erlaubnis fällen. Auf den Schatten wirst du dich also einstellen müssen.
Wo du zuerst anfangen willst, hängt davon ab, was dich am meisten stört, und vom bevorstehenden Ende der Vegetationsperiode. Was ist bis zum November zu schaffen und was macht man ohnehin besser im Frühjahr
Hier mein Vorschlag zum Hanggarten: Wenn der so steil und schattig ist, gibt es dafür eigentlich nur eine vernünftige Lösung, nämlich schattenverträgliche Bodendecker. Rasen mähen ist an einem Steilen Hang nicht möglich. An dieser Stelle ist das Efeu also gar nicht falsch. Ansonsten würde ich die Sträucher zurückschneiden, und Efeutriebe, die Sträucher reingewachsen sind, kappen und rausziehen. Ansonsten könntest du dort auch noch Walderdbeeren pflanzen. Dann erreichst du eine gewisse Nutzung des Hanggartens.
Damit aus dem Giersch wieder eine Wiese wird, könntest du eine Fräse einsetzen, die man im Werkzeugverleih leihen kann. Den mit der Fräse gelockerten Boden würde ich durch ein Kompostsieb sieben, damit man auch wirklich alle Würzelchen entfernt bekommt. Du könntest auch ein systemisches Gift gegen Giersch spritzen. Nach dem Fräsen oder wenn der Giersch durch das Gift abgestorgen ist würde ich den Bereich noch einige Wochen unbearbeitet liegen lassen, um zu sehen, ob der Giersch wieder durchkommt. Erst danach ist es vernünftig Rasen zu säen. Damit würde es sich anbieten, den Giersch im Herbst zu bekämpfen und im Frühjahr Rasen zu säen.
Für die Treppenstufen würde ich mir fachmännische Hilfe holen. Wackelnde Treppenstufen sind gefährlich. Und wenn man als Laie nicht weiß, wie man einen tragfähigen Untergrund schafft, werden Stufen schnell instabil. Da das Haus aber gemietet ist, wäre der Eigentümer dafür zuständig. Verhandle mit ihm und führe ihm die Unfallgefahr vor Augen. |