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21.01.2008, 09:06
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 619
| Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie
Hallo an alle!
Ich weiss mir keinen Rat mehr - vielleicht habt ihr einen:
Meine Grosse (knapp 4 Jahre) wurde im Alter von 1,5 Jahren fast von einem Schäferhundmischling angefallen, konnte mich noch dazwischen werfen, aber es war sehr knapp. Kürzlich wurden wir als Familie von einem freilaufenden großen Hund (größer als Schäferhund, irgend ein Mischling) aggressiv angegangen - Besitzer ein Punker, etwa 200 m weit entfernt - mein GG und ich haben beide Kinder auf den Arm genommen, aber eine Chance hätten wir bei einem echten Angriff nicht gehabt - selbst mein GG, der sonst nicht so schnell unruhig wird, hat da Angst gehabt. Vor dem letzten Ereignis hatte unsere Große schon Panik vor Hunden, aber seitdem ist es ganz aus - da darf noch nicht einmal eine Maus vorbeikommen, ohne daß sie in Panik gerät. Sie mag kaum noch raus, obwohl sie schon toll alleine Fahrrad fährt und auch gerne, aber sie hat Panik vor den Hunden, die Gassi geführt werden. Was kann ich tun? Ein Problem ist natürlich, daß sie meinen Respekt vor großen Hunden spürt, bin selber mal von einer Meute freilaufender Hunde und mal von zwei Dobermännern attackiert worden.
Habe jetzt immer ein Pfefferspray dabei - das beruhigt sie dann einigermaßen, weil sie mir vertraut, daß das hilft. Aber eine wirklich Lösung ist das nicht. Wie kann ich ihr helfen, ihr beibringen, einen potentiell gefährlichen (freilaufenden, aggressiven) Hund von einem ungefährlichen (da z.B. angeleint) zu unterscheiden? Habt ihr einen Rat für mich?
__________________ Ab 40 ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich .... |
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21.01.2008, 09:29
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#2 (permalink)
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Registriert seit: 15.07.2007
Beiträge: 2.796
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Sprich doch mal mit einem ortsansässigen Tierarzt vielleicht hat er die Möglichkeit sie mit zu einem HUndetraining zu nehmen..meine TIerärztin gibt auch Welpenunterricht und KLickertraining....so könnte sie vielleicht langsam wieder ihre Ängste abbauen...ansonsten würde ich dir noch empfehlen mal mit dem Kinderarzt zu reden es gibt sicher sehr hilfreiche Therapien..nicht scheuen ist besser als so ein Trauma nicht aufzuarbeiten...
Das tut mir aber sehr leid für euch...leider gibt es zuviele Hundebesitzer die sich einen Sch... drum kümmern wie man richtig mit Hunden umgeht!!! |
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21.01.2008, 09:39
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 619
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Danke Xena!
Mit dem Kinderarzt ist vielleicht ein ganz guter Tip. Ich muss Ende Februar ohnehin mit ihr zur nächsten Vorsorgeuntersuchung, und da werde ich das Thema auf alle Fälle mal ansprechen. Der weiss vielleicht auch, ob es spezielle Therapien dafür gibt. Bei der heutigen Zahl von Hundeattacken auf kleine Kinder gibt es vielleicht dafür schon Spezialisten .... traurig, traurig aber wahr
Mutts
__________________ Ab 40 ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich .... |
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21.01.2008, 14:29
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 15.07.2007
Beiträge: 2.796
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie An den Hundeattacken sind aber meist die Halter schuld nicht die Hunde....wenn man sich mal näher mit dem Thema HUnd - Hunderziehung und KOmmunikation befasst wird auch klar warum....nur die meisten kaufen oder holen sich einen HUnd und denken das wars...keine Training keine Info....und irgendwann passierts....
Also mittlerweile bin ich der Ansicht das jeder der sich einen HUnd zulegt erst mal einen LEhrgang und einen PRüfung machen muß...dann würde wesentlich weniger passieren...das tut mir echt leid für deine kleine...ehrlich... |
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21.01.2008, 17:58
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 27.05.2007 Ort: D, Brandenburg, LOS
Beiträge: 1.902
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Hallo Mutts,
vielleicht hinkt der Vergleich etwas - aber Deine Kinder spüren Deine und die Angst Deines GG. Da müstet Ihr evtl. ansetzen.
Genauso verhält es sich bei Hunden. Wenn unser Hund merkt das ich vor irgendwas Angst habe versucht sie mich zu beschützen. Wenn ich ihr, durch Desinteresse/Nichtbeachtung, vermittel das die Situation unwichtig/ungefährlich ist, geht sie ihrer Wege als wenn nichts wär.
Darum lasse ich (lassen wir) sie nicht merken das irgend eine Situation "bedrohlich" ist.
Aber wie gesagt es kommt immer auf den Halter eines Hundes an. Und da kann auch ein Dackel zum Kampfhund werden.
Mit den Kindern zum Hundetraining gehen, wie xena, schreibt ist eine gute Idee. Für die Kinder UND die Eltern.
Gruß Anita
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21.01.2008, 21:13
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 30.12.2007 Ort: Leipzig
Beiträge: 187
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Und auch für die Hunde ist es gut wenn Kinder bei Welpenspielen auftauchen und einfach am Rand spielen, denn nicht jeder der einen Hund sich zulegt hat auch gleichzeitig Kontakt zu Kindern.
Mein schlimmstes Erlebniss als Hunde und Welpentrainer war ein älteres Ehepaar beide leicht gehbehindert, kamen mit einem Jack Russel Welpen auf den Platz zur Welpenspielstunde, sobalt sich ein anderer Welpe näherte wurde klein Russel auf den Arm genommen, nicht mal meine Beagelhündin durfte an ihm schnuppern. Ich redete wie ein Buch auf die Leute ein, aber nichts half. Am Ende fragte ich sie dann wie sie auf die Idee gekommen sind sich einen Jack Russel anzuschaffen und sie antworteten die sind so niedlich und so klein, das Richtige für eine kleine Wohnung und außerdem sind sie ja nicht mehr so gut zu Fuß, mit so einen kleinen Hund muß man nicht so viel raus. Ich war sprachlos und empfahl ihnen dann nur noch sich mal ein Buch über diese Rasse zu besorgen.
Aber in so einem Fall gebe ich auch den Züchter der so einen Hund an so ein Ehepaar abgibt mit die Schuld, denn der ist nur auf Profit aus.
Lg Jana
__________________ Nimm Dir die Zeit, die es braucht. Dann braucht es weniger Zeit. |
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22.01.2008, 09:17
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 09.01.2008
Beiträge: 14
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Hallo Mutts, deine Kleine besucht doch sicherlich einen Kindergarten? Wir hatten im Kindergarten ein bis zweimal im Jahr Besuch von drei Hunden mit ihren Haltern bzw. Hundeführern. Das war eine ganz prima Sache. Die Kinder lernten spielerisch den Umgang mit den Tieren und bauten so gleichzeitig ihre Scheu und Ängste ab. Meine Tochter war immer ganz begeistert. Vielleicht läßt sich sowas in eurem Kiga ja auch ermöglichen.
Lieben Gruß
Bine |
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22.01.2008, 09:36
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 619
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Im alten Kiga von ihr haben sie das mal gemacht - da war sie in einer U3 Gruppe. Aber da haben sie konsequent die Kinder, die nicht mit den Tieren in Kontakt kommen wollten anderweitig beschäftigt. Das Problem ist natürlich, daß man im Kiga zuwenig Personal hat, um speziell auf einzelne Kinder und ihre Ängste einzugehen in so einer Situation. Wenn Du da drei, vier Kinder mit Berührungsängsten hast, kannst Du nichts anderes machen, als diese Kinder aus der Aktion mit den Tieren rauszunehmen. Man müßte sich ja sonst um jedes Kind einzeln intensiv kümmern. Das klappt wohl nicht.
Der neue Kindergarten von ihr ist noch größer und sie ist jetzt in der Regelgruppe, also noch mehr Kinder , noch weniger Personal als in der U3. Und da sie mittlerweile vor niedlichen Kaninchen die selbe Panik hat wie vor Hunden, halte ich so eine Situation ohne ausreichende Zuwendung eher für kontraproduktiv. Das kann sogar zum Bumerang werden, wenn der vermeintlich sichere Raum "Kiga" plötzlich auch mit Tieren aufwartet.
Da fällt mir ein: Tiere haben die da - jede Gruppe hat ein Aquarium und eine Gruppe sogar diese komischen Echsen, die heute so fast jeder hat und mir mal wieder der Name nicht einfällt. Damit hat sie kein Problem, für die übernimmt sie auch mit "Verantwortung" - Füttern etc. Wenn die da so dauerhaft ein Kleintier halten könnten, das die Kleinen mitversorgen könnten .... aber das geht wahrscheinlich wegen der Pflege über die Wochenenden nicht.
__________________ Ab 40 ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich .... |
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22.01.2008, 09:40
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 15.07.2007
Beiträge: 2.796
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Erkundige dich doch wirklich mal wo so eine Welpenschule stattfindet..die Hundchen sind da noch so klein und niedlich, daß deine KLeene die Angst bestimmt abbauen kann , wenn du auch keine zeigst....
Das funktioniert so nach dem PRinzip Desensibilisierung....wenn sie das verarbeitet hat...kannst du ja dann mal irgendwann zu jemandem gehen der einen ausgewachsenen braven verschmusten Hund hat, damit sie sieht das nicht jeder Hund auch gleichzeitig böse sein muß!!! |
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22.01.2008, 11:56
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 25.06.2007
Beiträge: 1.292
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Meine Schwester ist mit 5 Jahren vom Hund gebissen worden und hat bis heute Angst vor denen. Keine "übertrieben extreme" aber sie macht doch einen großen Bogen um jeden an dem sie vorbei muss, bis heute (36 Jahre). |
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23.01.2008, 18:12
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 04.12.2007 Ort: Hemmoor
Beiträge: 386
| AW: Tochter hat nach zwei Hundeattacken Tier-Phobie Liebe Mutts
Ich möchte Xena ganz recht geben.
Vielleicht solltet ihr mal versuchen sie ganz langsam an einen besonders gutmütigen Hund heran zu führen.
Bei uns war es genauso.Die Zwillingsmädchen unserer Nachbarn hatten panische Angst vor unserem Hund,als sie hier her zogen.
Er ist ein riesiger Schäferhund mit einer Schulterhöhe von 69 cm.Aber total gutmütig.Er sieht alle Menschen als potentielle Streichler an.Aber das sieht man ihm natürlich nicht an.Für die kleinen Mädchen wirkte er brandgefährlich.
Wir haben ihn dann an die kurze Leine genommen und die Mädels haben sich so nach und nach genähert.
Das hat natürlich eine ganze Zeit gedauert.
Aber Heute ist alles in Ordnung.Alle kommen gut miteinander aus.
Vor kurzem habe ich sogar mitbekommen,das die Eine zu einer Schulfreundin sagte:"Ach der Hund da,das ist bloß Joker.Vor dem brauchst du keine Angst zu haben!"
LG Elke  |
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