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22.07.2006, 16:53
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| @Apisticus
Hallo Apisticus,
ich wollte dir nur sagen, wir füttern gerade deine Lieblinge. Die ganze Hauswand mit dem wilden Wein blüht und es summt und brummt wie eine Miniturbi(e)e. Den Bronzefenchel lieben sie auch sehr.
Erzähl doch noch 'mal, wie das mit dem Totschwärmen bei der Lindenblüte war.
Wann wird Honig eigentlich geerntet, im Spätsommer?
__________________ Grüne Grüße - Lazy |
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22.07.2006, 17:30
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#2 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus Ok lazy, I´ll try my best.
Da mir wissentlich nichts bekannt ist, dass dieses Bienensterben mal meine Bienen betroffen hätte, kann ich aus eigener Erfahrung dazu nicht sagen. Aber wenn dich das intersssiert, recherchiere ich es gerne nochmal nach. Wenn ich hier was schreibe soll es Hand und Fuß haben.
Honig wird immer geerntet, wenn die jeweilige Tracht vorüber ist und die Bienen den Nektar zu Honig verarbeitet haben. Der Honig muss auch reif sein, also einen niedrigen Wassergehalt aufweisen. Höchstens 18% nach Regel des Deutschen Imkerbundes, 20 % nach Honigverordnung. Bestimmte Sortenhonige dürfen auch darüber liegen, wie z. B. Heidehonig.
Je nachdem wo sich die Bienen befinden gibt es unterschiedliche Trachten, wie das Nektarangebot der Natur oder auch der Landwirtschaft genannt wird.
Bei mir sieht das so aus: Da ich ein Standortimker bin und mit meinen Bienenvölkern keine Wanderungen unternehme ( so nennt man das Verbringen der Bienenvölker zu einer Tracht) habe ich sicher geringeren Ertrag. Normalweise bekomme ich im Frühjahr einen Blütenhonig, der überwiegend aus Obstblüte bestehen dürfte. Aber auch alles was sonst so im April-Mai in Wald und Wiese Nektar gibt, sicher auch mal etwas Raps, aber der ist weit weg und wird von meinen Bienen eher nicht besucht aufgrund der Entfernung.
Nach dem Frühjahr setzt gewöhnlich eine kurze Trachtpause ein, in der die Bienen nichts eintragen, so dass der Honig dann geerntet werden kann. Das ist bei mir um Anfang Juni der Fall. War der Mai mild und warm ist die Ernte gut, war er kalt hat man fast nichts, da die Bienen nicht fliegen konnten.
Also wie beim Obst, was den Zusammenhang von Bienenflug und Bestäubung bestätigt. Je näher ein Bienenvolk am Obstbaum, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte auch bei schlechterem Wetter, da Bienen im Frühjahr gar nicht so weit fliegen, vor allem nicht wenn es kalt ist.
Im Juni, Juli kann bei mir die Himbeere und / oder der Wald honigen, Robinien sind auch in der nähe und...Wiese nach dem ersten Schnitt.
Ende Juli, manchmal auch früher kann dann ein zweites Mal geschleudert werden. Nach diesem Zeitpunkt gibt es nur noch wenige Trachten die sich lohnen, die man aber anwandern muss. An erster Stelle die Weißtanne die auch sehr spät noch Honig bringen kann.
Ich bin dieses Jahr gerade fertig geworden mit Honig schleudern..."abschleudern" heißt das, wenn man nichts mehr erwartet. Für mich war es ein gutes Honigjahr, was aber nicht heißen muss, dass das überall so war.
Apisticus, der jetzt noch den Schleuderraum putzen muss...klebrige Angelegenheit
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~Eleanor Roosevelt |
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22.07.2006, 18:29
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: @Apisticus Danke schön, Apisticus.
Dann hast du 2 Sorten Honig? Einen blumig-sanften vom Frühjahr, aus der Obstblüte, und einen kräftigeren aus der sommerlichen Feld-Wald- und Wiesenblüte (stelle ich mir jetzt so vor)?
Hast du eine Lieblingssorte? Ich meine, neben den eigenen? Kastanie oder Akazie (wird der Robonienhonig auch Akazienhonig genannt, oder nur der südliche, der der gelbblühenden, echten Akazie)?
Wenn ein Honig kristallisiert, ist das ein Gütemerkmal, oder ist der flüssig bleibende genauso rein? Die Freundin meines Sohnes meint nämlich, der 'dünne' sei auch verdünnt.
Bist du hauptberuflich Imker?
Ich habe so ein romatisches Bild von Imkern, weil der Vater meiner Jugendfreundin hobbymäßig 2 Stöcke hatte, und wenn er dann mit Pfeife und Hut im Sommerblumengarten vor seinen Stöcken stand und in sich ruhend vor sich hin schmauchte und summte - das war immer ein so friedvolles Bild.
__________________ Grüne Grüße - Lazy |
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22.07.2006, 19:39
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus @ lazy
Ich kann Blütenhonig ernten, Sommerhonig, der dann aus den Blüten des Sommers stammt, Wald- und Blütenhonig, der dann eben die Sommerblüten mit Waldanteil ist und seltener mal einen reinen Waldhonig.
Im Moment habe ich die von dir beschriebenen Sorten.
Der aktuelle Honig ist immer mein Lieblingshonig. Es gibt ja auch Imker die von jedem Volk extra den Honig gewinnen, auch hier gibt es gewaltige Unterschiede im Geschmack, da jedes Volk ja individuell ein anderes Trachtspektrum anfliegt, je mach Findigkeit und Vorliebe. Ein Imkerfreund wandert mit seinen Bienen in die Pfalz zur Edelkastanie, von ihm habe ich schon ein paar Gläser gekauft, weil der Edelkastanienhonig wirklich ganz anders schmeckt als alle anderen Honige und farblich sowieso der Hammer ist. Ist aber trotzdem kein Lieblingshonig, das ist immer der von meinen eigenen Bienen, dazu habe ich einfach auch einen ganz anderen Bezug. Aber mein Blütenhonig hat einige Fans, die unter keinen Umständen einen anderen Honig essen wollen als meinen Blütenhonig. Kann ich auch gut verstehen.
Honig von Robinien wird Akazienhonig genannt. Verdünnt wird nichts, Honig darf nichts hinzugefügt werden, sonst ist es kein Honig mehr. Ob flüssig oder kristallin, hat mit der Qualtiät nichts zu tun. Beim Schleudern ist jeder Honig flüssig. Früher oder später wird jeder Honig fest, wann das geschieht hängt vom Zuckerspektrum ab und der Lagertemperatur. Honige mit höherem Glukoseanteil kristallisieren früher, Honige mit hohem Fruktoseanteil später. Daher werden nur Honige mit hohem Fruktoseanteil flüssig angeboten.
Die flüssigen Mischungen des Handels haben einen hohen Anteil von fruktosereichem und eigengeschmacksarmem Akazienhonig. Sie sind stark gefiltert und im Vakuum abgefüllt, so dass keine Kristallisationskeime wie Luftbläschen enthalten sind, so bleiben die flüssig.
Ansonsten haben auch die Waldhonige einen hohen Fruktoseanteil und bleiben daher auch lange flüssig, Blütenhonige dagegen sind meist nach ein paar Wochen fest.
Und natürlich bin ich kein Berufsimker, denn von der Imkerei kann man fast nicht leben, das machen nur ganz wenige, die Zahl liegt bei 100-200 Berufsimkern in ganz Deutschland. Ich habe12 Völker im Moment, wenn man von den Bienen leben will, dann sollte man 200 Völker aufwärts haben. Dann ist es aber aus mit der Romantik. Da kann ich mir mit meinen paar Völkern schon noch etwas davon bewahren, auch in der heutigen Zeit. Die Bienen bleiben für mich immer noch voller Wunder und kein Bienenjahr ist wie das andere.
Und nun noch was zu meinem Nick: der Ausdruck ist kein Latein, sondern eine Wortschöpfung des Wilhelm Busch
der Apisticus ist der Imker und zwar bei Wilhelm Busch....apis = lateinisch die Biene
Aus "Schnurrdiburr oder die Bienen". ... wie fliegt ihr munter ein und aus
in Imker Dralles Bienenhaus.
Das fünfte Kapitel beginnt:
So machet dem Apisticus
Die Schwärmerei gar viel Verdruß.
Apisticus sagt: soooo ist das
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~Eleanor Roosevelt |
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23.07.2006, 10:17
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: @Apisticus
Freu-strahl-Glück !
Das ist aber wirklich freundlich, daß du dir so viel Zeit genommen hast, meine Fragen alle zu beantworten. Ist ja wie bei 'werweißwas'.
Jetzt kenne ich meine Gartengäste wieder ein bißchen näher. Das macht Spaß!
Danke schön
Ich mache mir jetzt ein Hönigbrötchen mit dick guter Butter und goldenem Sonnenscheinduft darauf, nehme mir Buschs 'Humoristischer Hausschatz' und setzte mich mit Wilhelm in den Garten. Da fängt der Tag doch gleich schön an!
P.S. Wärst du sehr genervt, wenn mir noch was einfiele? Wieso gehen Bienen egentlich so viel früher schlafen als Hummeln? Wegen des Rückwegs zum Stocks vielleicht?
__________________ Grüne Grüße - Lazy |
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23.07.2006, 22:01
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus Dass Bienen früher schlafen gehen ist nicht gesagt. Die Unterschiede im Trachtflugverhalten zwischen Honigbienen und Hummeln sind nicht in der Tageszeit begründet, sondern in der unterschiedlichen Temperaturtoleranz der Organismen. Da halten die pummeligen Hummeln in ihrem Pelzmäntelchen einfach tiefere Temperaturen aus. Sie sind also in den kühleren Zeiten häufiger unterwegs, wo es den Honigbienen schon zu kalt ist, so dass diese zuhause bleiben, was aber von ihnen in wenigen Flugstunden durch ihre große Zahl mehr als wett gemacht wird.
Wenn es so warm ist wie zur Zeit und der Wald honigt, dann fliegen die Bienen noch bis es wirklich fast völlig dunkel ist. Gibt die Natur nichts her, dann bleiben sie schon früher zuhause.
Vorgestern habe ich mehrere Hummeln beobachtet, die sich aus der prallen Mittagssonne in den Schatten geflüchtet haben. Ein Pelzmäntelchen das man nicht ausziehen kann ist halt auch nicht optimal.
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~Eleanor Roosevelt |
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23.07.2006, 22:13
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: @Apisticus - sehr einleuchtend; habe mir nur noch nie vor Augen geführt, wörtlich / bildlich, daß Hummeln einen Pelz tragen, wie ein Zobel.
Daher fliegen sie auch im kalten Frühjahr schon vor den Bienen durch den Garten.
__________________ Grüne Grüße - Lazy |
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23.07.2006, 22:25
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus Honigbienen sind Sonnenvögel
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23.07.2006, 22:42
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: @Apisticus  könnte man den Lindenhonig nicht etwas kürzen? Interessant ist's doch, nun gut, speziell auch, aber wen's nicht interessiert, der muß es doch nicht lesen.
Ach, Api ...
__________________ Grüne Grüße - Lazy |
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23.07.2006, 23:38
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 30.03.2006
Beiträge: 3.999
| AW: @Apisticus Lieber Apisticus,
ich finde deinen Bericht sehr interessant und spannend.
Kann man eigentlich am Geschmack des Blüten-Honigs feststellen, welche Blüten sie angeflogen haben?
Ich habe einige Kokardenblumen im Garten und sie sind regelrecht belagert von Bienen. Es sieht so aus, als wenn sie keine anderen Blüten anfliegen.
Merkt man das dann am Geschmack?
Ich kann leider keinen,bzw. nur ganz,ganz wenig Honig essen,deshalb kann ich die verschiedenen Geschmäcker auch nicht ausprobieren.
Alles Liebe und Gute
UTE,  die das trotzdem wissen möchte
__________________ Ich bin so wie ich bin. Die einen kennen mich und die anderen können mich..... |
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24.07.2006, 11:18
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus Liebe Ute,
ich glaube nicht dass man deine wenigen Kokardenblumen aus einem Honig rausschmecken kann, selbst wenn sie gut beflogen werden. Um den Nektar für 1 Gramm Honig zu sammeln müssen die Bienen 8000 - 10 000 Blüten besuchen.
Da müsstest du also ein richtiges Kokardenblumenfeld haben, dass man da geschmacklich Kokardenblumen eindeutig herausschmecken könnte. Immerhin sind im Durchschnitt etwa 5 Millionen Blütenbesuche notwendig für 500 g Honig.
Aber man kann durchaus herausfinden, welche Pflanzen den Nektar für den Honig beigesteuert haben. Allerdings kann das der Imker nicht, dazu gibt es Spezialisten, die die im Honig enthaltenen Pollenkörner unter dem Mikroskop bestimmen und auszählen. Die Pollen bleiben den Bienen beim Blütenbesuch im Haarkleid hängen und kommen so auch in den Honig. Da die verschiedenen Blüten unterschiedliche Mengen an Pollen produzieren wird deren Häufigkeit im Honig auch noch gewichtet. So kann man recht genau sagen was das für ein Honig ist.
Insbesondere wird dieses Verfahren eingesetzt um zu überprüfen ob ein Honig wirklich ein Sortenhonig ist, oder ob ein Waldhonig ein deutscher Waldhonig ist, oder etwa ein ausländischer Waldhonig, der als deutscher Honig verkauft werden sollte.
Dieses Verfahren ist so fein, dass man sogar unterscheiden kann ob ein Honig aus dem Elsass oder dem Schwarzwald stammt. Die Mittelgebirge unterscheiden sich in der Vegetation, trotz der Nähe. Jede Region hat ihr eigenes Pollenspektrum, daher sind Honige leicht bestimmten Regionen zuordenbar, bzw man kann sagen wo ein Honig bestimmt nicht herkommt.
Es ist gerade die Vielzahl an verschiedenen Blüten, die im Honig zu einem interessanten Zusammenspiel von Aromen kombiniert sind. Hierin liegt auch die besondere Stärke des einheimischen Honigs, der in der Aromaintensität und -vielfalt die ausländischen Honige weit übertrifft. Diese sind zusammengemischte Sortenhonige, die längst nicht diese vielen Aromen aufweisen. (Es müssen Sortenhonige sein, da die Mischung gleichbleibend sein muss, der Kunde im Discounter erwartet immer denselben Geschmack.) Ich habe ja oben schon die Beimischung von Akazienhonig erwähnt, der nur die Aufgabe hat den Honig flüssig zu halten. Damit hat man schon mal einen hohen Prozentsatz schwacharomatischen Honigs in der Mischung.
Wenn man also die Kokardenblume nicht herausschmecken kann, so kann man doch sagen, dass sich der Nektar jeder beflogenen Blume sich im Honig wiederfindet und auch die Kokardenblume ihr Aroma für ein tolles Produkt beisteuert.
Apisticus, der mal wieder weit ausgeholt hat
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24.07.2006, 12:39
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#12 (permalink)
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Registriert seit: 15.05.2006
Beiträge: 1.620
| AW: @Apisticus Hallo Apisticus, das hört sich ja herrlich an. Bei uns gibt es nur den üblichen Rapshonig und dann die Sommertracht. Mein Haushaltshonig stammt von einem Verwandten der in diesem Jahr einen etwas dunkleren Rapshonig hat weil zu der Zeit viele Löwenzahlblüten waren. Ich mag lieber Sommerhonig weil er für meine Gehirnabläufe nach Sommer schmeckt. Ist Tannenhonig nicht so ganz dunkel i.d.Farbe?Bei uns sind die Imker sehr zufrieden mit dem Ergebnis in diesem Jahr. Grüße von m. Schick doch mal deine Bienen im nächsten Jahr auf Rapsurlaub. |
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24.07.2006, 12:43
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#13 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus @ lazy
Hier jetzt noch eine kurze Erklärung zur Lindenvergiftung bei Bienen.
Lindennektar enthält für Bienen giftige Bestandteile, nämlich die Zucker Galaktose, Mannose und Rhamnose, die für die Bienen auch dann giftig sind, wenn sie im Molekül von Di- und Trisachariden enthalten sind. Insbesondere ältere Flugbienen können nach Aufnahme des Nektars sterben. Man findet dann viele tote Bienen unter den Linden. Meist ist der Schaden aber gering.
Apisticus, der auch manch spezielle Frage beantworten kann
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24.07.2006, 12:56
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#14 (permalink)
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Registriert seit: 31.05.2006
Beiträge: 1.742
| AW: @Apisticus Hallo Mutt,
ja, der Weißtannenhonig ist dunkel in der Farbe, wobei es da auch Variationen gibt, je nachdem auf welchem Boden die Tannen stehen und ob der Honig vom Anfang oder eher dem Ende der Tannentracht ist. Anfangs ist er heller, kann sogar leicht grünlich schimmern, am Ende ist er sehr dunkel.
Apisticus, der irgendwann mal mit den Bienen in die Weißtanne wandern will
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24.07.2006, 13:47
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#15 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: @Apisticus Hallo Apisticus,
gab es nicht vor 2 oder 3 Jahren ein großes Bienensterben? Wegen Milben oder so ähnlich? Haben sich die Bestände von ganz alleine erholt oder muß ein Imker dann neue Schwärme kaufen? Oder braucht man nur eine einzelne Königin?
Oder wurden die einheimischen durch asiatische oder afrikanische oder Kreuzungen ersetzt?
Hoffe, Du hast noch keine größeren Löcher im Bauch....
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