Hallo,
ob nun Rettich, Senf, Lupine oder andere Gründüngerpflanzen - wenn du es brach liegen lässt, bekommst du einen Unkrautacker, den du dann wieder urbar machen müsstest, oder ständig behacken.
Du könntest auch sehr hoch mulchen - aber woher soviel Material nehmen? Städtischen Kompost vielleicht. Ist aber kein besonders erquicklicher Anblick, zumindest im Sommer.
Die Gründüngerpflanzen erzeugen ihr eigenes Mulchmaterial.
Im Grunde muss der Gartenboden ständig in Kultur und bewachsen oder gemulcht sein, um nicht zu verrohen und nicht zu verdichten und seine feinkrümelige Gare und Fruchtbarkeit zu behalten, auch, wenn du gerade kein Gemüse oder Blumen anbauen möchtest. Am Besten säst du Gründüngerpflanzen im Wechsel ein (je nach Jahreszeit Senf, Phacelia, Winterrogen etc.). Oder - viel hübscher - eine Blumenmischung für den Sommer.
Wenn ich mal gar keine Lust habe, die gesamte Fläche zu bewirtschaften, säe ich einfach auf die freien Flächen Sommerblumensamen aus der eigener Ernte, in bunter Mischung, Seidenmohn, Ringelblumen, Kornblumen, Kapuzinerkresse, Tagetes, einjähr. Sonnenhut, eine Packung Leinsamen aus der Drogerie - oder statt dessen eine Tüte Vogelfutter-Sonnenblumenkerne oder aber Kürbisse. Tagetessamen habe ich immer; einsammeln lohnt sich. Man kann auch nur Tagetes nehmen, gemischte Sorten.
Das ist preiswert und es sieht bunt aus.
Sonnenblumen und Kürbisse zehren stark, Sommerblumen wenig.
Allerdings sind es keine Tiefwurzler wie z.B. die Lupine, die Nährstoffe aus den tieferen Schichten holt (na, der Mohn vielleicht noch) und den Boden mit ihrer Pfahlwurzel lockert.
Zuerst Puffbohnen, danach Phacelia geht auch, vorausgesetzt, du magst Saubohnen.
Zwischen Puffbohnen und Kartoffeln waren bei mir die Winden nicht so massiv.
Die Fläche sollte begrünt sein, sonst hast du bald nur noch Wurzelunkräuter und darfst wieder bei Null anfangen, was manchmal, je nach Dauer der Brache, schon fast wieder einfacher ist - und billiger, wenn man (einen Bagger?) eine Motorhacke einsetzen kann.
Es besteht zwar allgemeine Einigkeit darüber, dass die Motorhacke das Übel noch vergößert und die Wurzelstücke verteilt, aber mein Nachbar benutzt eine, ich hingegen grabe und rupfe - Winde haben wir beide reichlich. Am Ende hilft nur hartnäckiges Jäten und immer schön alle Beete bepflanzen.
Landesverband - Merkblatt Bodenverbesserung durch Gründüngung Gründüngerpflanzen - Der Bio-Gärtner Gartenfreunde.de -