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Alt 10.05.2007, 13:50   #1 (permalink)
andiypsilon
 
Beiträge: n/a
Standard Kuper- oder Kunststoffrohre



Hallo Zusammen,

habe öfter schon gehört das es mittlerweile auch die möglichkeit gibt, bei der Wasserinstallation Kunststoffrohre zu benutzen.

wo kann ich mehr darüber erfahren, ohne meinem Installateur auf die nerven zu gehen?
Wo bewegt sich das Kunststoffrohr im gegensatz zu herkömmlichen kupfer.
wie ist die verarbeitung?

viele grüße und schonmal danke schön
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Alt 10.05.2007, 14:47   #2 (permalink)
 
Benutzerbild von Rhoener55
 
Registriert seit: 27.07.2006
Ort: Bayer. Rhön
Beiträge: 1.387
Standard AW: Kuper- oder Kunststoffrohre

Hallo Andy,

Da gibt's viele verschiedene zugelassene Kunststoffröhre für die Trinkwasserinstallation.
Zur Preise kann ich nichts sagen, da soviel Hersteller/Materialien. Früher wo Kupferleitungen generell gelötet wurde hat die geklebt Kunststoffe viel Montagezeit eingespart - jetzt wo fast nur noch Pressfittinge verarbeitet werden ist der Montageersparnis nicht mehr so groß.

Link zur Kunststoffrohr: Der Kunststoffrohrverband e.V. - Produktübersicht - Trinkwasser-Installation

Du wirst mehr Sani-Fachleute treffen im HaustechnikDialog - Heizung, Klima, Sanitär, Haustechnik (ins Forumbereich Sanitär/Brauchwasser).

Gruß,
Mark
Rhoener55 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2007, 06:44   #3 (permalink)
 
Benutzerbild von Rohrverleger
 
Registriert seit: 17.03.2007
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 101
Standard AW: Kuper- oder Kunststoffrohre

Die Preise sind fast gleich und die Verarbeitung kommt auf das Produkt an.Am meisten wird aber gepresst.In manchen teilen von Deutschland kann kein Kupfer eingesetzt werden---sollte man sich vorher erkundigen ( Lochfraß)
__________________
Niemand weiß alles und keiner weiß nichts
Rohrverleger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2007, 12:48   #4 (permalink)
bru
 
Beiträge: n/a
Ausrufezeichen AW: Kuper- oder Kunststoffrohre

Zitat:
Zitat von andiypsilon Beitrag anzeigen
Hallo Zusammen,

habe öfter schon gehört das es mittlerweile auch die möglichkeit gibt, bei der Wasserinstallation Kunststoffrohre zu benutzen.

wo kann ich mehr darüber erfahren, ohne meinem Installateur auf die nerven zu gehen?
Wo bewegt sich das Kunststoffrohr im gegensatz zu herkömmlichen kupfer.
wie ist die verarbeitung?

viele grüße und schonmal danke schön
Hi,

zu Preisen kann ich auch nichts sagen, aber Fakt (gibt's auch handfeste Untersuchungen drüber...) ist, das neue Kupferrohre in dem ersten Jahr kupfer absondern und diese von Verbraucher (je nach verwendung...) mitgeschluckt werden.
Kupfer:
Ähnlich wie bei Blei kommt es zu einer Trinkwasserbelastung durch Kupfer meist erst durch den Transportweg des Wassers durch das hausinterne
Leitungssystem. Bei Kupfer sind es aber nicht die alten, sondern gerade die neuen Rohre, die eine Gefahr darstellen können. Bevor sie eine Art Schutzschicht ausbilden, können neue Kupferrohre größere Mengen des Metalls an das Wasser abgeben.
Weiches und/oder relativ "sauberes" Wasser erhöht in der Regel die Gefahr hoher Kupferwerter, da die Metallgabe aus den Rohrleitungen dadurch
begünstigt wird.
Da Kupfer lange Zeit als vollkommen ungefährlich galt, wurden vor ca. 30 Jahren die bedenklichen Bleirohre gegen Kupferrohre ausgetauscht. Doch wie Paracelsus vor mehr als 500 Jahren treffend bemerkte:
Allein die Dosis macht das Gift!
Kupfer gilt als sog. essentielles Spurenelement. D.h. wir brauchen es für viele wichtige Stoffwechselvorgänge, sind aber auf eine Zufuhr von außen angewiesen. Dabei geht man von einem Bedarf von 30 mg Kupfer pro kg Körpergewicht beim Erwachsenen und sogar bis zu 80 mg pro kg bei Kindern aus.
·Höhere Dosen können aber insbesondere bei Kleinkindern zu Magen-, Darmstörungen bis hin zu Leberschäden führen.
·Der Grenzwert in der aktuellen Fassung der Trinkwasserverordnung liegt bei 2mg/l.
·Allerdings liegt die von der Weltgesundheitsorganisation gegebene Empfehlung bei 1 mg/l.
·Für Babys und Kleinkinder sollte der Gehalt sogar nicht höher als 0,8 mg/l sein.
Ich plädiere daher für Kunststoff.
Gruß aus Hessen.
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Alt 12.05.2007, 08:11   #5 (permalink)
 
Registriert seit: 20.03.2007
Beiträge: 24
Standard AW: Kuper- oder Kunststoffrohre

@ bru, sorry aber deine Bedarfsangaben (30mg/kg) überschreitet bei weitem die Toxizitätsschwelle!! (oder ich hab die Information falsch interpretiert; bedarf wird normalerweise pro tag angegeben, 30mg/kg ist etwa der bedarf für zwei jahre)


der tägliche bedarf liegt bei ca. 2.5 mg /70 kg (medizinischer durchschnittsbürger)


ab einer dosis von ca. 25mg/70kg treten gastrointestinale symptome auf
juppzupp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2007, 09:28   #6 (permalink)
bru
 
Beiträge: n/a
Ausrufezeichen AW: Kuper- oder Kunststoffrohre

Zitat:
Zitat von juppzupp Beitrag anzeigen
@ bru, sorry aber deine Bedarfsangaben (30mg/kg) überschreitet bei weitem die Toxizitätsschwelle!! (oder ich hab die Information falsch interpretiert; bedarf wird normalerweise pro tag angegeben, 30mg/kg ist etwa der bedarf für zwei jahre)


der tägliche bedarf liegt bei ca. 2.5 mg /70 kg (medizinischer durchschnittsbürger)


ab einer dosis von ca. 25mg/70kg treten gastrointestinale symptome auf
Hallo und guten Morgen!

Tschuldigung an alle Leser. Fehlerteufel Tut mir leid; das kommt davon wenn man(n) schnell schreibt und seinen Text hinterher nicht mehr "Korrektur liest"...
Ich habe mein Basiswissen noch mal überprüft und gesehen das hier die "Meinungen" etwas (mg) auseinandergehen. Unterschiedliche Studien und wissenschaftliche Ansichten.... diese bewegen sich jedoch im Rahmen zwischen einem täglichen Bedarf an Kupfer (bisher geschätzt...!) von, im Durchschnitt, etwa 2 Milligramm täglich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. geht für erwachsene Männer und Frauen von einem niedrigeren Bedarf aus, der zwischen 1 bis 1,5 mg Kupfer täglich liegt. Der bekannte orthomolekulare Mediziner Werbach (USA) empfiehlt eine Aufnahme von 2 bis 4 mg Kupfer pro Tag.
Trotzdem: Kuststoffrohre!
Gruß aus Hessen.
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