Zitat:
Zitat von Sunfreak Aber sag: Die Pflanzen mögen wohl selbstständig ranken? Wäre also quatsch wenn ich dann hergehen würde und die Pflanzen mit Draht fest binde? |
Hallo Michi,
sie wollen "selbständig winden, bzw. schlingen"! (Ob sie ranken wollen, weiß ich nicht, aber ich bin sicher, dass ihnen dazu erst einmal Ranken wachsen müssten...)
Der filigrane, krautige Trieb ist darauf angewiesen durch einen ausreichend stabilen "Kern" verstärkt zu werden - anderenfalls ist er vor keiner mechanischen Beschädigung (Abknicken) sicher genug. Anbinden alleine
kann ausreichen, um die spärlichen Triebe, die deine Pflanzen jetzt haben, zu stabilisieren, muss aker nicht. "Drumwickeln" (richtig rum) ist die weitaus bessere Lösung - ggf. (bei wirr gewachsenen Exemplaren wahrscheinlich) ist es vorteilhaft zusätzlich auch nahe der Triebspitze eine Sicherung durch lockeres Anbinden vorzunehmen. Wiederverwendbare Kabelbinder sind dafür sehr hilfreich - vor allem, wenn man wiederholt Kletterpflanzen eine Anwuchshilfe geben muss/will.
Falls du nächstes Jahr wieder den Zaun wieder mit einjährigen Kletterpflanzen begrünen willst, empfehle ich für den Holzzaun bevorzugt Cobea scandens (blattbürtige Ranken, die auch auf rauhen Flächen, z.B. sägerauhen Brettern, Halt finden) und für den Maschendraht andere Rankpflanzen, wie z.B. Wicken oder solche Schlingpflanzen, die (klein ausgepflanzt) von Anfang an sehr eng (mit kurzer Triebspitze) winden (z.B. Thunbergia alata/Schwarzäugige Susanne).
Die funktionieren am Maschendraht besser als die Ipomoea-Sorten, die mit längerer kreisender Triebspitze nach Halt suchen und daher oft im Maschendraht (o.ä.) schlechter Halt finden. Diese Empfehlung geht allerdings auch von einer Höhe des Maschendrahtzaunes < 150 cm aus. Aber wie schon im Vorposting dargestellt - eine provisorische Kletterhilfe, die Schlingpflanzen in jedem Fall den Start erleichtert, kostet kein Geld und nur sehr wenig Mühe.
Grüße
TB