Hallo Verena, Hallo Kiwi,
Habt Ihr neu gebaut? Wenn ja, dann solltet Ihr möglichst vor dem Verteilen des Humus den anstehenden Boden wieder lockern.
Stellt Euch vor, die ganze Bauzeit sind Maschinen herumgefahren, Leute gelaufen, Materialien gelagert und haben den Boden ordentlich verdichtet. Vor allem dort wo gefahren wurde! Wenn Ihr jetzt den Humus nur auf dem harten Boden verteilt, ist darunter Staunässe und kein ausreichender Mineralstoffaustausch.
Dann meldet Ihr euch in ca. 3 Jahren hier wieder mit der Frage, wo denn das ganze Moos herkommt, und wie Ihr es wieder loswerdet! Fragt mal Leute, die vor ein paar Jahren gebaut haben. Moos versucht als Pionierpflanze verzweifelt, unter ungünstigen Bedingungen Humus zu bilden...
Also am besten den Boden tiefgründig aufreißen lassen (manche Traktoren oder Planierraupen haben Haken, die bis 1m tief die Erde lockern können).
Dabei auf eventuelle Leitungen im Boden aufpassen!
Das durchfräsen mit einer Rasenbaumaschine (ca. 20cm tief) reicht leider nicht aus.
Das Lockern ist lediglich bei reinen Sand- oder Kiesböden unnötig, da diese kaum verdichtet werden können.
Im ersten Jahr empfiehlt sich auch eine Einsaat mit verschiedenen Gründüngungspflanzen (Senf, Bitterlupine, Phacelia etc.). Die lockern den Boden und sorgen für eine gute Struktur und neuen Humus.
Klar freut man sich auf den eigenen Rasen am neuen Haus, aber lieber im ersten Jahr einschränken und dann um so mehr Freude haben!
Die Pflanzen und Kräuter auf der Humusmiete würde ich einfach beim Verteilen mit untergraben, denn in der Erde sind jede Menge weiterer keimfähiger Samen verborgen (bis 20 Jahre lang). Wenn man sich damit auskennt, können einem diese Kräuter als Zeigerpflanzen auch sagen, wie´s dem Boden geht, was er braucht oder zuviel hat.
Gruß aus dem Allgäu!
Michael
edited weg´s Ttippfählerrn...