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31.03.2008, 15:47
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 09.04.2007
Beiträge: 5
| Trockenmauer
Hallo, ich finde hier immer wieder Fragen zu Trockenmauern. Wenn ihr mal sehen wollt, wieviel Arbeit in einer Trockenmauer stecken kann, dann lade ich euch ein unser kleines Gartenprojekt von letztem Jahr zu betrachten. Die Steine sind direkt aus einem Steinbruch in Lindlar (Grauwacke, Bergisches Land). Angeliefert auf 14 Paletten zu 1 Tonne. Dazu kommt tonnenweise Schotter zum Hinterfüttern und Ausrichten des Mauerwerks.
Wenn ihr Fragen habt und selbst eine solche Mauer bauen wollt, könnt ihr gerne mailen, wir werden versuchen eure Fragen zu beantworten. liegenlernen
Gruss
Sybille |
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31.03.2008, 18:48
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#2 (permalink)
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Registriert seit: 27.06.2006
Beiträge: 197
| AW: Trockenmauer Hallo,
na da habt Ihr euch aber ne ganz schöne Arbeit gemacht.
Mich würde allerdings brennend interessieren, was euch das ganze (ich meine vor allem die ganzen Steine) gekostet hat.
Von der Gestaltung her schauts toll aus, aber habt ihr jetzt gar keinen Rasen mehr?
Auf jedem Fall: Daumen hoch.
Gruß |
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11.04.2008, 14:16
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 13.01.2008
Beiträge: 29
| AW: Trockenmauer Ist es bei einer Trockenmauer von ca. 50cm Höhe zwingend nötig eine Kiesschicht zu hinterfüttern, oder würde auch eine Fliesbahn langen, um zu verhindern, dass Erde durch die Fugen gespült wird? |
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11.04.2008, 22:10
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 28.08.2007 Ort: zur Zeit in Westungarn
Beiträge: 1.717
| AW: Trockenmauer Hallo Sibylle,
das habt ihr super hinbekommen und schön dokumentiert. Mir tut der Rücken schon beim Zusehen weh.
Stell mal wieder ein Bild rein im Sommer, mal sehen, wie es so weitergewachsen ist.
LG, Castellane |
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13.04.2008, 11:32
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 09.04.2007
Beiträge: 5
| AW: Trockenmauer @Holly,
der Schotter hinter einer Trockenmauer schützt die Mauer vor auffrierender Erde und damit vor Drücken die daraus resultieren. Eine Vliesbahn wird es nicht schaffen, den Drücken stand zu halten. Die Steine deiner Mauer werden sich mit den Jahren verschieben und deine Mauer instabil werden lassen. Den Schotter brauchst du auch um Unebenheiten beim Legen der Steine auszugleichen. Auf keinen Fall Erde zum Ausgleichen nehmen! Schotter (frostfest) ist eigentlich das Billigste an der ganzen Mauer und für wenig Geld beim Bausstoffhändler zu bekommen.
In einer Trockenmauer ist nur die Erde der Pflänzchen, die du während des Aufbaus hinein pflanzt. Diese Erde wird durch die Wurzeln der Pflanzen festgehalten. Es gibt also beim richtigen Aufbau mit Schotter überhaupt nichts was durch die Fugen gespült werden kann.
Zwischen den Mauerfugen darf nichts sein ausser Luft oder wenig Schotter.
Gruss
Sybille & Thomas |
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13.04.2008, 11:40
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 24.03.2007
Beiträge: 143
| AW: Trockenmauer ein schönes beispiel, wie man aus einem einfallslosen betonringe-mauerwerk etwas wirklich schönes machen kann.
bin auch gespannt auf mehr fotos
schnurr |
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13.04.2008, 23:24
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 13.01.2008
Beiträge: 29
| AW: Trockenmauer Danke Sytom.
Dann ist die Sache mit dem Flies vom Tisch. Ist der Druck bei einer Mauer von nur 50 cm wirklich so gross, dass sich die (schweren) Steine verschieben können?
LG,
Holly |
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14.04.2008, 09:05
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 09.04.2007
Beiträge: 5
| AW: Trockenmauer Holly,
dafür musst du einen Experten fragen. Wir sind "nur" Hobby-Mauerbauer und haben uns an das gehalten, was Literatur und Internet empfohlen haben.
Gruss
Sybille |
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17.04.2008, 15:28
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 13.01.2008
Beiträge: 29
| AW: Trockenmauer Zitat:
Zitat von sytom Holly,
dafür musst du einen Experten fragen. Wir sind "nur" Hobby-Mauerbauer und haben uns an das gehalten, was Literatur und Internet empfohlen haben.
Gruss
Sybille |
Danke, ich habe jetzt Drainagekies bestellt und am Wochenende gehts los. Vielleicht mache ich nach Fertigstellung auch ein Bild und setze es hier ein. |
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18.04.2008, 17:25
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 13.01.2008
Beiträge: 29
| AW: Trockenmauer Zitat:
Zitat von sytom @Holly,
Den Schotter brauchst du auch um Unebenheiten beim Legen der Steine auszugleichen. Auf keinen Fall Erde zum Ausgleichen nehmen!Gruss
Sybille & Thomas | ...aber verdichten muss ich den Kies als Fundament doch, oder? Dann kann ich ja keine Unebenheiten (zumindest der untersten Reihe) ausgleichen.
Holly |
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04.05.2008, 16:51
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 04.05.2008
Beiträge: 225
| AW: Trockenmauer Auch wenn mein Beitrag vielleicht etwas spät kommt:
Ich setze Trockenmauern meist auf ein Betonfundament. Das hat den Vorteil, dass die erste Steinreihe mit Neigung gesetzt werden kann und dadurch die ganze Mauer eine Neigung hat. Die Neigung ist erforderlich, da in den meisten Fällen von einer Seite das Erdreich dückt.
Die Mauer sollte so dick wie möglich sein. Deshalb die Steine so stapeln, dass davon nur die Schmalseite zu sehen ist. Die Kräfte, die gerade bei Hanglagen auftreten, können sehr hoch sein, so dass eine zu dünne Mauer irgendwann abgeht.
Hinter die Mauer sollte eine Drainageschicht kommen. Woraus die besteht, ist eigentlich zweitrangig, wichtig ist, dass das Regenwasser ablaufen kann und die Mauer nicht absäuft. Ich werfe die Steinsplitter und den Bruch der Steine meist hinter die Mauer.
Zwischen die Steine brauchts eigentlich nichts, man kann aber eine dünne (!) Schicht Erde auf die Lagerfuge legen.
Nebenher gesagt: Der Mauerbau ist Knochenarbeit, sucht Euch Hilfskräfte, die noch einen intakten Rücken haben. 
Steht die Mauer aber erst, wird sie bei entsprechender Pflege ein Pflanzen und Tierparadies.
Gruss
Winni |
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04.05.2008, 18:41
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#12 (permalink)
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Registriert seit: 30.03.2007
Beiträge: 6
| AW: Trockenmauer Hallo Irubis,
stimme dir in den meisten Punkten zu.
Nur das Betonfundament für die Neigung ist m.E. nicht unbedingt notwendig, ein verdichtetes Schotterbett tut das selbe.
So habe ich es zumindest bei unserer Mauer gemacht.
Gruß,
ElSer |
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05.05.2008, 08:05
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#13 (permalink)
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Registriert seit: 04.05.2008
Beiträge: 225
| AW: Trockenmauer Hallo ElSer,
ich habe mir Deinen Mauerbau mal angeguckt, sehr schön was Du dort gemacht hast. Wie alt ist die Mauer jetzt schon?
Dort wo meine Mauer jetzt steht, stand schon einmal eine Mauer. Die ist aber vermutlich schon vor 200 Jahren gebaut worden, aber im Laufe der Zeit überwuchert und zusammengebrochen. Die Überreste hab ich erstmal abgebrochen und war erschüttert, welche Steinklötze darin sassen. Als Fundament der Mauer wurden tonnenschwere Granitblöcke benutzt, die ich nur mit einer Seilwinde rausziehen konnte. Daraus habe ich mir mein privates "Stonehenge" gebaut.
Die jetztige Mauer besteht nun seit ca. 8 Jahren und ist aus Sandstein gebaut, im Sommer sehe ich quasi nichts mehr von den Steinen, denn alles wird von den Pflanzen überwuchert, wobei sich der Farn besonders breitmacht und ich ihn immer wieder zurückschneide, damit die anderen Pflanzen auch eine Chance haben.
Derzeit habe ich noch ca. 10 Tonnen Granitsteine herumliegen, die ich demnächst - wenn ich genügend Hilfskräfte habe - zum Mauerbau nutzen werde. Gefälle habe ich bei uns genügend.
Gruss
Winni |
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05.05.2008, 09:31
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#14 (permalink)
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Registriert seit: 30.03.2007
Beiträge: 6
| AW: Trockenmauer Hallo Winni,
laß doch mal sehen...
Kommt der Farn aus den Mauerfugen? Ist ihm das nicht zu trocken? Bei uns kommen bisher nur trockene Sachen aus den Fugen (Mauerpfeffer, Hauswurz,...), alles saftige wächst vom Hang her. Aber die Mauer ist jetzt auch erst 2 Jahre alt. Aber wir wollen auch weiterhin die Steine sehen, bei uns in der Umgebung hat es viele Weinbergmauern, und die gefallen mir schon sehr!
Gruß,
ElSer |
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06.05.2008, 11:52
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#15 (permalink)
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Registriert seit: 04.05.2008
Beiträge: 225
| AW: Trockenmauer Hallo ELSer,
der Farn wächst wie verrückt aus den Fugen. Aber auch die anderen Pflanzen wachsen sehr gut. Ich denke, dass das in erster Linie an den Steinen liegt, denn der Sandstein kann Wasser aufnehmen und speichern. Teilweise sind die Steine schon sehr stark bemoost, was eigentlich ein Feuchtigkeitszeichen ist.
Ich werde heute nachmittag mal ein paar Fotos machen und dann versuchen - das erste Mal - Fotos einzustellen.
Gruss
Winni |
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