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03.04.2007, 21:00
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 03.04.2007
Beiträge: 4
| Unterbau Polygonalplatten falsch?
Hallo,
folgende Situation:
Wir wollen Polygonalplatten ca. 90 m² Fläche im Garten verlegen lassen. Fachfirma beauftragt, die zunächst ca. 18 m³ Mineralgemisch (körnung 32) eingenbracht und gerüttelt hat. Gelände sollte auch höher werden. Fa. hiernach in die Insolvenz gegangen.
Jetzt wollen wir andere Fa. beauftragen. Fachmann schaut sich den Aufbau an und meint: Es sind ca. lediglich 20 cm Mineralgemisch auf Mutterboden verlegt worden. Dies sei falsch, weil zunächst hätte der Mutterboden raus gemusst, dann Füllsand, dann Mineralgemisch. Jetzt bestünde die Gefahr von Frostschäden, bei richtigen Frost könnten Polygonalplatten hochkomen.
Hilfe, was jetzt. Ist das richtig?
Sind total verwirrt, was sollen wir machen? Muss die Muttererde und daher auch zunächst das Mineralgemisch wirklich raus, wie groß ist die Gefahr von Schäden? Grundstück 120 m von Straße entfernt, nur mittels Schubkarre zu erreichen!!! Sind über jede Antwort dankbar.
Grüße Konronnchen  |
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03.04.2007, 21:06
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#2 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 06.05.2006 Ort: zuhause
Beiträge: 11.450
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? naja, der Mutterboden hätte schon raus gemußt ...
Füllsand sehe ich nicht unbedingt als notwendig
sollen die Platten mit Mörtel oder mit Sand verfugt werden?
niwashi, der solche Situationen auch nicht mag, wenn ein Handwerker Konkurs geht ...
__________________ Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 ) |
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03.04.2007, 21:12
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 03.04.2007
Beiträge: 4
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo niwashi,
Platten sollen mit Pflasterfugemörtel (VDW805) verfugt werden laut Angebot des neuen Garten- und Landschaftsbauer (der zum Glück nicht so aussieht, als ob er in die Insolvenz gehen könnte  ). |
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03.04.2007, 21:14
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#4 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 06.05.2006 Ort: zuhause
Beiträge: 11.450
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? heikel ... heikel ... dazu müßte man nun die örtlichen Gegebenheiten kennen ...
niwashi, der sonst dem "Kollegen" Recht geben muß ...
__________________ Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 ) |
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06.04.2007, 12:04
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 26.11.2006
Beiträge: 13
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hi!
...Meine erste Baustelle als Landschaftsgärtner-Azubi war die Terasse einer Milchbar in Stuttgart, vor 15 Jahren....
Dort haben wir (laß mich lügen) ca 200 qm Polygonalplatten gelegt, Sandstein aus dem Odenwald.
Als Unterbau habe ich damals gelernt, 30 cm Mineralgemisch Körnung 0-32 mm einzubauen und abzurütteln. Das nannte sich "KFT" (kombiniert frostsichere Tragschicht).
Das heißt es muß keine zusätzliche Sandschicht zur Frostsicherung rein.
Die Platten haben wir in Splitt 0-8 mm Körnung gelegt und mit Flußsand 0-2 mm Körnung ausgefugt.
Vilele Grüße
Anselm |
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06.04.2007, 12:44
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 06.04.2007
Beiträge: 2
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo,
Also ich würde mir keine Sorgen machen. Wenn der Boden unter dem KFT gut verdichtet ist dann brennt da eigentlich nix mehr an. Der Mutterboden wird ja schon mit gefälle planiert das Wasser welches doch noch durch den KFT sickert spätestens dort noch ablaufen kann und nicht stehen bleibt. Werden die Platten in Mörtel verlegt und mit diesem auch ausgefugt dann ist die Oberfläche versiegelt. Wenn mit losem Material ausgefugt wird dann sind die Platten in Edelsplitt 2-8 zu verlegen. Unbedingt auf die Materialauswahl achten damit später keine Flecken auf den Platten entstehen.
20 cm KFT ist ausreichend und von der Tragfestigkeit schon für PKW´s geeignet. 30 cm KFT halte ich für völlig übertrieben. Machen wir nie und hatten auch noch nie wärend der Gewährleistungszeit reklamationen. (5 Jahre)
Frohe Ostern!
schau rein... URL einstweilen gelöscht ... bitte setze Dich mit dem Admin Marcel in Verbindung, Danke
Geändert von niwashi (06.04.2007 um 13:11 Uhr).
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09.04.2007, 21:08
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 03.04.2007
Beiträge: 4
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo Pflanzenjoker und Gartenzwerg007,
vielen lieben Dank für Eure Antworten, endlich mal Hoffnung!!!
@gartenzwerg: Mutterboden wurde leider weder verdichtet, noch Gefälle gesetzt. Fa. hat einfach mit Spaten und Schaufeln Rasenfläche entfernt und Mineralgemisch aufgetragen und am Ende einmall gerüttelt. Reicht das? Warum Gefälle beim Mutterboden? Sorry, wir sind Laien und verstehen die Begründung, also warum Gefälle im Mutterboden vorhanden sein soll, nicht.
Zur Situation unseres Hauses/Garten:
Es handelt sich um einen Bungalow mit einem Innenhof, drei Seiten von nicht unterkellerten Gebäudewänden umgeben, vierte Seite zum Nachbarn, dessen Grundstück ca. 1,50 Meter tiefer liegt, da die Grundstücke der Bungalows auf unserer Seite bauseitig höher gesetzt worden sind, also das Höhenniveau durch den damaligen Bauträger (vor ca. 35 Jahren) geändert worden ist.
Sorry für unseren langen Texte, aber wir sind Greenhorns in diesem Sektor und verunsichert. Sind über jede Erklärung der Vor- und Nachteile dankbar, bitte helft uns!!!
Gruß Konronnchen |
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09.04.2007, 21:19
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 08.04.2007 Ort: bei Montabaur/Westerwald
Beiträge: 341
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo,
besteht nicht auch die Gefahr, dass die neue Firma Eure Verunsicherung und die Insolvenzgeschichte kennt und sie ausnutzt, um zu sagen, dass die andern alles grundsätzlich falsch gemacht haben. Wenn alles nochmal gemacht wird, erhöht das ja in jedem Fall seinen Auftragswert. Schwierige Sache...
__________________ Viele Grüße
Sabine |
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09.04.2007, 21:46
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 03.04.2007
Beiträge: 4
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo Sabine 68,
ja so kann man es auch sagen, der Preis ist extrem hoch, obgleich die neue Fa. sehr vertrauenswürdig ist.
Fragen über Fragen. Aber was ist richtig?
Mfg. konronnchen |
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09.04.2007, 22:19
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 08.04.2007 Ort: bei Montabaur/Westerwald
Beiträge: 341
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo,
ich kann ja nur von mir ausgehen, daher ist jeder Rat schwierig. Es gäbe die Möglichkeit eventuell eine Anfrage bei einer 3. Firma zu starten und mir die Verunsicherung nicht anmerken lassen.
Die neue Firma mag Recht haben, dass es perfekter geht, allerdings ist es auch eine Frage des Geldbeutels. Die neue Firma wird vermutlich marktwirtschaftlich denken und generell dazu raten, alles aus Ihrer Hand nochmal machen zu lassen.
Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn Ihr es darauf ankommen lasst? Ihr würdet jetzt den Rest machen lassen, der noch fehlt und sollte in den nächsten Wintern eine lange und starke Frostperiode eintreten und sollte dann wirklich ein Frostschaden auftauchen, so könnte man den ja auch nachträglich beheben lassen.
Sabine....die immer auf Ihren Geldbeutel achten muß 
__________________ Viele Grüße
Sabine |
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15.04.2007, 12:19
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 06.04.2007
Beiträge: 2
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Hallo nochmal,
also das gefälle im unterbau dient dazu das sickerwasser ablaufen kann und nicht unter dem belag stehen bleibt. wenn es im winter gefriert und wieder auftaut usw. dann können unebenheiten entstehen. ich würde der neuen firma einfach sagen das sie den vorhandenen unterbau mit einem stampfer gründlich nachverdichten sollen und dann die platten verlegen. lasst euch nicht verunsichern.
liebe grüße URL einstweilen gelöscht ... bitte setze Dich mit dem Admin Marcel in Verbindung, Danke
1. Verwarnung ausgesprochen wegen Wiederholung!
Geändert von niwashi (15.04.2007 um 14:03 Uhr).
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20.04.2007, 22:21
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#12 (permalink)
| | | AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Es gibt viele Interessante Antworten, richtig ???
Erst einmal sollte geklärt werden wo du wohnst und wie groß die frost gefahr ist.
Der richtige Aufbau sieht wie folgt aus:
1. Mutterboden raus
2. Auffüllen mit Sand oder gleichwertigen Füllstoffen
(entscheident ist das der "Füllboden" keine organischen bestanteile besitzt)
3. Tragscicht einbauen z.B. Mineral 0/32 die dicke der Schicht schwankt regional
und je nach belastung, zwischen 10 und 25 cm.
4. Die Platten müßen in 1 Korn Beton verlegt werden ca 3-5 cm, alternativ Beton
C12/15 mit stark veringertem Null-Anteil.
Bei Fragen
0172/esistnochkeinmeistervomhimmelgefallen
Der Gärtnermeister
Geändert von niwashi (20.04.2007 um 23:45 Uhr).
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20.04.2007, 22:35
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#13 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 20.12.2005 Ort: Nur ein Berg
Beiträge: 4.057
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Alder Gschäfdlhuber  |
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20.04.2007, 23:45
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#14 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 06.05.2006 Ort: zuhause
Beiträge: 11.450
| AW: Unterbau Polygonalplatten falsch? Zitat:
Zitat von Der Meister Es gibt viele Interessante Antworten, richtig ???
Erst einmal sollte geklärt werden wo du wohnst und wie groß die frost gefahr ist.
Der richtige Aufbau sieht wie folgt aus:
1. Mutterboden raus
2. Auffüllen mit Sand oder gleichwertigen Füllstoffen
(entscheident ist das der "Füllboden" keine organischen bestanteile besitzt)
3. Tragscicht einbauen z.B. Mineral 0/32 die dicke der Schicht schwankt regional
und je nach belastung, zwischen 10 und 25 cm.
4. Die Platten müßen in 1 Korn Beton verlegt werden ca 3-5 cm, alternativ Beton
C12/15 mit stark veringertem Null-Anteil.
Bei Fragen
0172/esistnochkeinmeistervomhimmelgefallen
Der Gärtnermeister | wenn so baust wie schriebst ...
niwashi, der stets mehrere Körner für den Beton verwendet ...
__________________ Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 ) |
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