AW: Rasenmähermotor festgesessen Unter keinen Umständen den Motor erneut versuchen zu starten, er ist noch zu retten.
Da der Motor lt. deiner Beschreibung noch etwas tuckelte, und die Werkstatt meinte, er sei fest, komme ich zu folgenden Fazit:
Der Motor hat einen Lagerschaden, und zwar daß untere Pleullager auf der Kurbelwelle. Der Schaden ist zu 99% auf Ölmangel zurück zu führen.
Die Gefahr besteht bei erneuten Startversuchen, das der Motor durch bestimmte Umstände doch noch auf seine Betriebsdrehzahl kommt, dabei das Pleulauge zerstört wird, und die Bruchstücke mit hoher Geschwindigkeit das Motorgehäuse durch schlagen, und so jemand ernsthaft verletzt werden könnte, gerade weil man dann den Motor aus der Nähe anguckt.
Nun zur eigentlichen Sache. Der Motor muß zerlegt werden, was kein Problem ist, da man kein Spezialwerkzeug braucht. Vorher ist das Öl ab zu lassen. Der Motor besteht aus zwei Hälften, wobei das Unterteil bei der Demontage, nach oben zeigen sollte. Sind alle Gehäuseschrauben entfernt, zieht man das Gehäuse vorsichtig auseinander, ev. fällt einem ein Teil entgegen, das ist der Kolben von der Ölpumpe, und nicht weiter schlimm.
Mit etwas Gefummel, kann man nun das untere Pleullager auf schrauben, die Stellung des Pleul nach unten links, ist die beste Möglichkeit zum schrauben.
Da das Material des Pleul, eine Alu-Magnesium-Legierung ist, ist es weicher als das der Kurbelwelle, also kann man die Fressspuren des Pleul, auf der KW leicht entfernen, mit ganz feinen Schmirgelpapier. Nun zum Pleul, was man zur besseren Bearbeitung, wieder zusammen schraubt. Mit einem kegligen Holzstück, umwickelt mit mäßig feinen Schmirgelpapier, beseitigt man die Fressreste, den Rest macht man mit sehr feinen Schmirgelpapier fertig, und dann beginnt schon die Montage. Vorher sollte man sich eine neue Gehäusedichtung besorgen, falls die alte kaputt gegangen ist.
Vor der Montage reinigt man noch den Kolbenboden und den Zylinderkopf, von Verbrennungsrückständen, ev. auch die Ventile.
Mit dem nun wieder betriebsbereiten Rasenmäher, mähen dann sicher euere Urenkel noch.
Vor jeden mähen den Ölstand kontrollieren, mind. einmal im Jahr den Luftfilter reinigen, je nach Einsatzdauer und Belastung, alle 2 Jahre eine Ölwechsel machen.
Verbrauchte der Mäher schon vor dem Schaden viel Öl, und qualmte merkbar bläulich, lohnt sich eine Rep. dagegen kaum noch, oder man ersetzt dann gleich die Kolbenringe und den Ölabstreifring mit, wenn der Motor schon eimal offen ist.
Geändert von Bernd810 (02.10.2007 um 22:09 Uhr).
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