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21.02.2009 22:17 #1Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Ein Bekannter der in der Nachbarschaft wohnt hält nicht sonderlich viel von Gartenpflege und lässt die Natur Natur sein. Er hat im ganzen Garten Giersch!
Was könnte ich denn pflanzen damit der Garten nicht nach einer Woche gleich wieder vom Giersch überwuchert ist? Saatgut hätte ich zwar genug aber Jungpflanzen haben da ja keinerlei Chance!
Hatte in einem Beet letztes Jahr komplett ausgemistet und Taglilien und Iris gesetzt. Da dort der Wind krass durchfegte hatte ich danach eine Blasenentzündung und erstmal keine Lust mehr ja und dann kam auch schon der Winter.... aber zuvor ist das Beet trotz sämtlicher Wurzelentfernung selbst unter den darin stehenden Sträuchern war es bald übersäht von Unkraut! Das war dann wieder ein Rückschlag. Von ihm kann ich nicht erwarten, dass er da auch nur irgendwas macht - er hat da auch kein Händchen für. Höchstens das Gemüse gießen wenn überhaupt! Drum müsste der Garten auch ne Weile mal aushalten bis ich wieder hinkomme um was dran zu machen.
Würde ihm gerne ein kleines Gemüsebeet anlegen am besten mit Zucchini und anderen ertragreichen Sorten. Hat Zucchini eine Chance wenn man den Giersch zwar raus hat aber der dann (was ja immer 100 % sicher bei dem ist) wieder kommt.
Oder würdet ihr erstmal eine Gründüngung aussähen oder Bodendecker pflanzen???
Finde es halt schade, dass er den Garten so verkommen lässt und denke die Nachbarn sehen das auch nicht so gerne wenn zu denen der Giersch rüberwuchert... würde ihm da gerne was anlegen was aber auch nicht allzu aufwendig ist. Den sein Giersch wächst schon bestimmt 40 cm tief oder so
Hatte an Euyoniums und Buchs gedacht. Meint Ihr das ginge? Sommerblumen tu ich halt paar Tagetes und Co. vorziehen und im Vorgarten einsetzen. Vielleicht kann man ihn ja dann auch begeistern wenn er die Veränderung mal sieht.
LG
Cerifera
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21.02.2009 22:39 #2AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Gründüngung finde ich ein gutes Stichwort... So bietet sich beispielsweise die Blaue Lupine ideal an, diese soll nämlich Unkräuter prima unterdrücken können. Der Fachhandel bietet da größere Portionen an Saatgut an, um eine Fläche mit ettlichen Quadratmetern füllen zu können.
Grüßle, Michi
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22.02.2009 10:24 #3
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AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!Hallo Cerifera
Egal was du pflanzt der Giersch ist schneller.
Es gibt nur eine Methode dem Herr zu werden.Roud Up 3Fach konzentriert
in einem kleinen Gefäß (z.b.Twist off Glas ) und einen Pinsel.Die beste Zeit dafür
ist April,Mai ,Juni. Also du betupfst immer einige Blätter die in dein Beet einwandern dann mußt du nur noch ein bischen Geduld aufbringen und warten.
Ach ja es sollte wenigstens sechs Stunden nicht Regnen damit das Mittel nicht abregnet und Sonne dabei ist auch förderlich.
Gruß hoodia
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22.02.2009 11:02 #4
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22.02.2009 17:48 #5AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Meinst du...?

Ich bin kein Freund von diesem Chemie-scheiß. Als ich das Interesse fürs gärtnern entwickelte hab ich nen Garten übernommen, der seit mindestens 10 Jahren nichtmehr gepflegt wurde. Dementsprechend hoch war die Wildniss. Neben Giersch gediehen dort auch beispielsweise Brennesseln die größer als ich waren.
Da ich weder mein Garten, noch das Gemüse aus diesem Garten noch letztlich mich vergiften wollte erledigte ich alles via Handarbeit. Der Spaten war mein stetiger Begleiter. Hab einfach alles umgegraben und jede Wurzel aus der Erde gezogen, auch wenn sie noch so klein war. Diese Aktion hat sich ausgezahlt: Heute wächst darauf nur noch das, was ich auch darauf angebaut habe. Und das ganz ohne Chemie!
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Giersch zu den leicht entfernbaren Unkräutern zählt die auf diese Weise entfernt werden können. Ich hatte mit ganz anderen Unkräutern zu kämpen (Stichwort: Pfahlwurzler). Der Löwenzahn oder der Ackerschachtelhalm trieben mich da schon eher in den Wahnsinn...
Grüßle, Michi
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22.02.2009 18:51 #6AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Meinen Giersch, der in einem Drittel meines neuen Gartens wucherte habe ich erstmal als Jungpflanze geerntet. Schmeckt lecker im Salat. Und da ich sehr gerne Salat mag, mochte der Giersch mich garnicht. Auch, dass wir ziemlich oft umgegraben und gehäckelt haben, mochte er nicht. Wichtig ist wirklich, dass die Wurzeln beim häckeln entfernt werden.
Michi, ich mag auch keine Chemie, aber wenn man Land erstmal urbar machen muss, dann kann man auch mal auf den berühmten Pflanzenvernichter zurückgreifen. Ich verwende solche Flächen aber erstmal als Blumenbeet oder Gründüngerfläche.
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22.02.2009 19:48 #7AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Ja, davon habe ich auch schon gehört, dass der wirklich lecker schmecken soll. Werd das mal dieses Jahr auch ausprobieren, hab ja schließlich noch genug davon. Aber gibt es da nicht nen giftigen Doppelgänger...?

Na, ich vertrete nach wie vor meine Methode. Die schweißtreibende Arbeit - so finde ich - tut gut und ich konnte die Beete direkt nach der Spaten-Arbeit noch mit Gemüse bepflanzen.
Aber in einem Punkt gebe ich Dir recht: Erstmal irgendwas pflanzen (wie Lupine) was Unkräuter unterdrückt ist nicht dumm. Zwar sind alle (oder zumindest die meisten) Wurzeln entfernt. Aber im Boden versteckt halten sich große Mengen an Samen (von Unkräutern) die dann bald keimen werden...
Grüßle von der Schwäbischen Alb, Michi
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22.02.2009 21:08 #8
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AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!hallo
das mit dem Umgraben habe ich auch erst versucht Schubkarren weise Wurzeln enfernt. Frisch gepflanzte Stauden und Büsche hoch genommen wieder Wurzeln
raus gemacht bis es nicht mehr ging .Es sollen ja auch nur ein paar Blätter damit bestrichen werden das Mittel zieht ja Unterirdisch immer weiter durch die Leitungsbahnen der Pflanze.
Gruß hoodia die Licht am Ende des Tunnels sieht
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22.02.2009 21:55 #9AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Hm... ok nicht nur dass ich auch ned so auf Chemie stehe, da ich da heuer noch Gemüse drauf pflanzen wollte. Die Mittel sind meist auch immer ultrateuer. Haben von Neudorff das Finalsan (glaub das heißt so) das Unkrautfrei. Wirkt sicherlich, aber halt wie lange

Denke ich werde es mit allen drei Methoden versuchen. Umgraben - alles raus - Gründüngung und nachher noch die letzten Reste mit Mittelchen vernichten. Habe ja in 08 gesehen wie hart das Zeug ist. Da wenn nur ein Würzelchen unter einem Strauch ist hat man in 09 wieder das ganze Beet voll.
Ist echt das Schlimmste der Giersch. Ich mag Ackerschachtelhalm und Löwenzahn lieber. Den kann man mit was Langem (z.B. Schraubenzieher oder Gemüsemesser) leicht entfernen. So habe ich letztes Jahr im Herbst alle Breit- und Spitzwegerich aus unserer Wiese entfernt. Löwenzahn waren nicht mehr so viele zu sehen. Bin gespannt ob man das Resultat dieser stundenlangen Arbeit heuer im Vorsommer sieht.
Mein Problem ist einfach, dass ich die natürliche Arbeit zwar bevorzuge aber keine Zeit dafür habe. Ganz zu schweigen von den körperlichen Macken die langsam kommen. Mit Sicherheit von der teils echt zu schweren Arbeit!
@ Michi: weiß ja ned wie alt Du bist aber ich bin 28, weiblich mit Rückenbeschwerden. Das mit dem Spaten und der Grabegabel mach ich nimmer lang mit. Ich bin schon am Überlegen mir nicht irgendeine Maschine zu kaufen!
LG
Cerifera
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23.02.2009 12:39 #10AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
ich hab mir beim Tedi Markt für 1 Euro so ein Kniekissen gekauft. Eine Gartenkralle werde ich mir auch noch anschaffen. Hast Du so eine wo man im Stehen drehen kann?
Das Problem beim Giersch ist allerdings, dass man da einen Spaten oder zumindest eine Grabegabel braucht um in die Tiefen des Erdreichs vorzudringen wo sie "lagern". Mit Hacken ist des bei dem hartnäckigen Kraut nicht getan
Aber danke für den Krallentipp! Jedes Jahr stehe ich im Sommer da und habe keine Zeit um in den Baumarkt zu fahren vor lauter Arbeit um mir sowas zu kaufen. Werde ich spätestens im März noch erledigen! Gibt es bei den Krallen qualitative Unterschiede?
LG
Cerifera
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24.02.2009 11:58 #11
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AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!Hallo Cerifera,
ich habe leider eine von den billigen Gartenkrallen, und die kann ich gar nicht empfehlen!
LG
Kiwi
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24.02.2009 12:51 #12
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24.02.2009 22:44 #13AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!

Hallo 

leider habe ich auch einen lieben Nachbarn, bei dem Girsch fröhlich wachsen darf.
Da ich ihn aber nicht zwischen meinen Stauden haben möchte, habe ich eine Wurzelsperre am Gartenzaun entlang eingegraben.
Dafür habe ich die gewellten grünen Beeteinfassungen (ca. 30 cm) von Gardena genommen.
Die Rolle ist günstig und damit bin ich schön um die Betonfundamente des Zauns rumgekommen bin.
Jetzt kommt kein Girsch mehr rüber und ich kann ihn bei mir im Zaum halten.
Vielleicht bringt es auch bei Dir etwas, wenn nichts mehr vom Nachbarn reinwächst.
Viele Grüße
Glashausfee




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24.02.2009 23:09 #14AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
das ist eine gute Idee, nur das Grundstück auf dem ich zugange bin ist das Giersch-Grundstück
aber die Nachbarn würden sich über Deinen Vorschlag freuen. Ich glaube ich würde meinen Nachbarn umbringen wenn der so einen Garten hätte 
LG
Cerifera
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25.02.2009 08:12 #15AurikelchenGastAW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!Wow, da bin ich aber froh daß Du nicht mein Nachbar bist, ich fürchte meine Lebenszeit wäre dann wohl vorbei.Ich glaube ich würde meinen Nachbarn umbringen wenn der so einen Garten hätte
Manchmal kann man da gar nicht gegen an, auch wenn man möchte.
Ich führe seitdem wir das Haus inklusive 800 qm Giersch gekauft haben( es sind jetzt zweieinhalb Jahre) einen Kampf gegen das Zeug, ich grabe es aber aus und weigere mich meinen Garten mit Gift vollzupumpen. Letztes Jahr habe ich die Erde duch ein Sieb geworfen um auch die Wurzeln zu erwischen.
Man bekommt sowas einfach nicht in einem Jahr weg, das dauert seine Zeit - es sei denn mit Chemie...
Gottseidank sind unsere Nachbarn da recht gelassen, die kennen unseren Garten anscheinend gar nicht anders als vergierscht....ich hab am Anfang vorsichtig nachgefragt.
Selbst wenn ich gegraben habe sieht es nach einiger Zeit wieder aus als wenn ich ihn schön gedeihen lasse.
Ich probiere es dieses Jahr mit Salat.
Mal schauen wie ihm das gefällt.Letzte verzweifelte Option: FRESSEN!!!!
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25.02.2009 20:09 #16AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Hi Aurikelchen,
aber Du machst ja was in Deinem Garten! Das finde ich auch sehr lobenswert! Leider machen viele das eben nicht so wie mein Bekannter.
LG
Cerifera
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04.03.2009 11:55 #17AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
Unter meinen Ziersträuchern hatte sich auch der Giersch stark ausgebreitet, weil der Vorbesitzer nichts dagegen getan hat.
Na ja, bin ja auch noch recht unerfahren und hab erstmal nicht viel unternommen, als abgemäht. Tiefausgraben wollte ich ihn nicht, weil ich befürchtete, die Wurzeln der Sträucher zu zerstören und Unkrautvernichter wollte ich aus dem selben Grund auch nicht benutzen.
Auf Anraten einer gartenerfahrenen Freundin hab ich im Sommer den Grünschnitt meines Rasens und im Herbst die abgefallenen Blätter der Bäume unter den Ziersträuchern verteilt und dem Giersch dadurch etwas die Luft abgegraben.
Mittlerweile ist er schon um einiges weniger geworden, aber natürlich nicht völlig verschwunden.
Ich habe mal gelesen, dass man auch Zeitungspapierlagen über den Giersch geben könnte, um ihn am Wachstum zu hindern, auch Rindenmulch soll gut sein...
Lupina
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04.03.2009 13:59 #18AW: Vergierschter Nachbarsgarten - Abhilfe!
hallo gierschjäger,
rindenmulch ist hilfreich, dadurch läßt er sich leichter rausziehn (sprech aus erfahrung). doch nur konsequentes jähten bzw. in der wiese häufiges mähen macht dem giersch den garaus. zeitung- bzw. kartonabdeckung müßte ständig sein (verdunkelung), doch giersch ist so stark, daß er sich druchgräbt.
frohes graben und jäten
fledermaus
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