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08.09.2010 17:17 #1Bodenbearbeitung nach verrottendem Holzmüll
Hallo zusammen,
ich habe gemeinsam mit meinem Freund dieses Jahr im April eine Wohnung bezogen, die auch einen recht hübsch großen Garten hat. Dieser Garten ist in zwei Hälften geteilt.
Bewohnt wurde die Mietwohnung zunächst von meinen Schwiegereltern.
Als diese vor über 10 Jahren hier einzogen, haben sie bereits eine Ladung Müll geerbt, die auf unserer Gartenseite an die Wand der Gartenbude gelehtn lag. Holzmüll und derlei.
Bisher wurde das nie angefasst. Meine Schwiegereltern hatten immer reichlich anderes zu tun und man gewöhnte sich einfach daran.
Als wir nun die Wohnung übernahmen, habe ich beschlossen, dass dieser Müll da endlich weg muss. Mit dem Vermieter vereinbart, dass wir es entsorgen und er die Gebühren bezahlt.
Stück um Stück stellten wir fest, dass es sich teilweise um alte Hausfenster handelte und altes Holz, welches nicht lasiert war. Ausgenommen eben die Fensterholzrahmen.
Zwei Abflussrohre haben wir auch dabei gehabt und einzelne Metallwinkel.
Hauptsächlich war es Holz.
Allerdings Außenholz (so wurde es an der Deponie deklariert - aber es war keine sichtbare Lasur dabei).
Der unterste Brocken war annähernd nur noch Holz - ausgenommen der zwei Abflussrohre (eines etwa 1,5m lang und ein etwa 0,5m langer gebogener). Die unteren Holzteile waren annähernd verrottet. Die konnte man kaum anfassen, da zerfielen sie. Große Brocken habe ich in Tüten gepackt und die ganz kleinen Brocken haben wir liegen lassen.
Wir wollen das meiste abschaufeln und ebenfalls noch entsorgen.
Allerdings müsste ich den gesamten Boden abtragen, wollte ich alles weg bekommen. Und ehrlich gesagt will ich mir nicht so viel Mühe machen.
Laut Deponie waren es angeblich 380kg Müll (inklusive den Metalldingen - die haben sicher locker an die 100kg gehabt).
Ich hatte ursprünglich vor, an dieser Budenwand im nächsten Jahr Feuerbohnen, Zuckererbsen und evtl. Salate nebst diverser Kräuter zu pflanzen und einzelner zum Gemüse passende Ziergewächse wie Trichterwinden usw.
Der Boden sollte zunächst wie gesagt teilweise oberflächlich abgetragen werden. Dann soll auf diese ca. 3x1m Fläche etwa 200-300kg Kompost, dazu Hornspäne und evtl. Kalk (muss noch gucken, wie es mit dem ph-Wert nach so langen Jahren verrottendem Holz aussieht - dürfte sicher recht sauer sein).
Ich bin nun nur verunsichert, inwiefern es eine gute Idee ist, bereits im kommenden Frühjahr Gemüsepflanzen hier anzupflanzen. Ist das überhaupt eine gute Idee?
Ich mache mir Gedanken wegen evtl. Farbreste usw. Aber nach so vielen Jahren ist sicher auch einiges verrottet. Und wenn wir die oberste Schicht noch abtragen und noch so viel Kompost oben aufschütten, dürfte das doch okay sein?
Der Garten steht am Hang und hat recht schweren Lehmboden. Direkt an der Bude ist der Hang mit am stärksten. Das heißt, dass recht viel Abwässer direkt abgeschwemmt worden sein müssen - in den Rest des Gartens, wo in etwa 2m Abstand bereits das Gemüsebeet beginnt, auf dem schon meine Schwiegermutter Jahr für Jahr Markstammkohl, Tomaten und Bohnen pflanzte.
Was meint ihr dazu?
Erfahrungen, Tipps?
Danke!
LG
Liz
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08.09.2010 23:23 #2
AW: Bodenbearbeitung nach verrottendem Holzmüll
Hallo Liz
Ich würde vor Anlegen eines Gemüsebeetes eine Gründüngung vornehmen.http://www.hausgarten.net/gartenforu...-pflanzen.html (Gründüngung - Welche Pflanzen?)
Hier kannst du einiges nachlesen. Wenn du dann vor dem Pflanzen oder Säen deiner Gemüse gute Gartenerde mit Kompost ausbringst, sollte eigentlich alles ok sein.
LG Katzenfee
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09.09.2010 17:17 #3AW: Bodenbearbeitung nach verrottendem Holzmüll
An Gründüngung habe ich auch schon gedacht. Habe zu Hause bereits Samen von Seradella, Luzerne, Tempo Grün von Kiepenkerl und noch paar andere rumliegen (eignen sich nämlich gleichzeitig ganz gut als Futter für meine Kaninchen).
Die Frage wäre aber dann folgende: Gründüngung wird doch für gewöhnlich so durchgeführt, dass die entsprechende Pflanze wächst und bevor sich Samenstände bilden werden sie abgeschnitten und entweder über Winter liegen gelassen oder gleich eingearbeitet, bzw. als komplette Pflanze umgegraben.
Sonst wäre es ja keine Gründüngung, wenn ich sie nur pflanze und dann entferne, ohne sie einzugraben.
Wenn nun evtl. Schadstoffe vorhanden wären, dann würde ich sie ja mit der Gründüngung wieder drin lassen. Um dieses Risiko zu umgehen, müsste ich doch theoretisch die Gründüngungspflanzen komplett entfernen. Also auch samt Wurzel.
Dann hätte ich aber sogar noch zusätzlich Nährstoffe aus dem Boden gezogen und mit der Pflanze entfernt?
Das wäre ja auch nicht wirklich hilfreich.
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09.09.2010 19:57 #4AW: Bodenbearbeitung nach verrottendem Holzmüll
Also wenn´s dir um eventuelle Schadstoffe geht,
kommst Du an einer teuren Untersuchung nicht vorbei.
Es sei denn, Du gräbst ein 3 Meter tiefes Loch und füllst es mit "sauberer" Erde wieder auf.
Grüße
Stefan, der nicht mehr an saubere Erde glaubt...
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