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  • 1 Antwort von marsusmar

Thema: Rindenmulch, ja oder nein?

  1. #1
    Rindenmulch, ja oder nein?
    Wir haben unseren Garten sehr ungepflegt übernommen und sind dabei, was draus zu machen . Allerdings wächst das "Unkraut" wie verrückt ,vor allem der Ackerschachtelhalm (der heißt doch so, oder ). Man bekommt es nicht in den Griff. Jetzt habe ich Rindenmulch verteilt...war das richtig oder eher falsch?

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  2. #2
    Avatar von Pusteblume55
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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Ok, "Asche über mein Haupt"!!!! Ich habs gesehen, es gibt etliche Themen darüber, sorry, bin neu . Werde mir gleicht erst mal alles durchlesen!

  3. #3
    marsusmar
    Gast
    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Ich hab ich für was anderes genutzt unseren Lehmboden, der nach Regen steinhart war und wo dann das Wasser an schrägen Flächen weglief, da half er und ganz nebei hat er dafür gesorgt das die Stauden es leichter hatten und schneller wuchsen, die Erde locker wurde. Das Unkraut kommt wo wir keinen RM mehr verteilen immer noch, aber weniger ist ja kaum noch Platz dafür.

    Suse

  4. #4
    Avatar von Kapuzine
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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Hallo,

    ich würde mich nicht entschuldigen. Ich bin auch erst seit Anfang des Jahres hier etwas mehr zugange. Das fiel mir auch auf, immer wenn ich ein neues Thema erstellt hatte, kommen unten dann zig links zum gleichen Thema. Die sind z.T. uralt.
    Deshalb kann man trotzdem ein neues Thema beginnen, ist nicht verboten

    Zumal es ja immer wieder neue Erkenntnisse gibt.

    Also, ich würde dir empfehlen, das Unkraut zuerst entfernen, so gründlich es geht, dann evtl. mit Hornmehl düngen, und dann den Mulch aufbringen. Ich habe gute Erfahrungen mit feinem Mulch, der verwandelt sich dann in Humus. Und du mußt auch nicht jedes Jahr mulchen.

  5. #5

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Vorsicht: Mit Rindenmulch kann man sich je nach Herkunft (z.B. Fichtenrinde aus dem böhmischen Wald) wunderbar zahlreiche Zecken = Holzböcke in den Garten holen, die dann idealerweise noch FSME in Gegenden verteilen, in denen diese nicht auftritt. Was dann mitunter nicht erkannt wird, da a) keine FSME-Gegend und b) keine kürzlichen Reisen in FSME-Gegenden.

    Deshalb lieber vom heimischen Gartenbaubetrieb, und nach der Herkunft fragen.

    Ansonsten: Schachtelhalm ist eine Zeigerpflanze für verdichteten, wenig humusreichen Boden, eventuell mit Staunässe. Ob es Acker-, Wiesen- oder Sumpfschachtelhalm ist, müsste man sich genau anschauen.

    Vorteil: Schachtelhalmbrühe kräftigt das Pflanzenwachstum.

    Nachteil: Den bekommst Du kaum weg. Und der Rindenmulch interessiert ihn auch nicht.

  6. #6

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Rindenmulch ist mir zu teuer und vor allem wie schon erwähnt nicht ganz unproblematisch.

    Ich setze lieber auf Häcksel.

    Jetzt werden viele sagen, das Häcksel viel schlimmer ist, weil dort aller Müll aus dem Garten landet - was auch stimmt.

    Vorteil von Häcksel sind die extremen Temperaturen die im Innern eines Haufens entstehen.

    Auf de folgenden Bild sieht es so aus als wäre Schimmel auf dem Häcksel
    Rindenmulch, ja oder nein?-k-h-cksel-asche-im-innern.jpg
    Tatsächlich ist dies Asche, was durch die hohe Temperaturen entsteht.

    Es können sicherlich wenige Pilzerkrankungen dies noch überleben aber bislang ist bei mir noch nie etwas problematisches passiert.

    Ferner bekomme ich es von unserem Häckselplatz umsonst.
    Rindenmulch, ja oder nein?-k-h-ckselplatz.jpg
    Seht ihr mein Fahrrad vor dem Haufen (zum Größenvergleich)

    Häcksel unterdrückt alles Unkraut , allerdings haben wir es auch 10cm dick aufgebracht. Darunter wird das Bodenleben aktiviert und der Boden wird lockerer und fruchtbarer.

    Kaum ist das Häcksel weg, kommt nur noch mehr Unkraut

    Wichtig:
    Kapuzine hat richtig angemerkt, dass Häcksel und Rindenmulch auch viel Stickstoff für die Zersetzung verbraucht und dies dem Boden entnimmt.

    Geht es nur darum Unkraut zu unterdrücken sollte KEIN STICKSTOFFDÜNGER zgefügt werden. Höchstens um die Pflanzen die man wachsen lassen will.

    Ferner würde ich statt Hornmehl (schnell wirkend) lieber Hornspäne verwenden, weil sich das langsamer zersetzt und langfristiger wirkt, denn schließlich verbraucht der Häcksel/Rindenmulch auch den Stickstoff nicht sofort sondern über einen längeren Zeitraum.

  7. #7

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Ich befasse mich gerade mit der selben Thematik und werde wohl Rindenmulch bzw. Häcksel gegen das Unkraut in den Beeten einsetzen.

    Auf die Problematik mit den Zecken wäre ich ja nie gekommen. Gut zu wissen, dass man da auf die Herkunft achten soll. Nun habe ich gerade mal geschaut, was Rindenmulch in Berlin/Brandenburg kostet, wenn man es nicht gerade im Baumarkt kauft.

    Da wurden Preise um die 20-25 Euro je m³ veranschlagt. Ist das realistisch oder zu teuer? Kommt mir ganz schön viel vor...

  8. #8
    Avatar von Marmande
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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Hast du schon mal was von Lavamulch gehört.

    Ich habe früher auch Rindenmulch eingesetzt.
    Der riecht eklig, vergraut , die Amseln verteilen ihn überall hin, das mit den Zecken ist mir neu , danke für die Warnung, und das Unkraut kommt eh durch.

  9. #9

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Jedes Jahr hol ich häcksel in 2 Jahren waren es je um die 25 Tonnen.
    Dieses Jahr sind es "nur" 2 m3 bisher aber das Jahr ist noch lang.
    Seit ich gärtnere hatte ich noch nie Zecken.
    Wie auch. Häcksel auf einem Haufen entwickelt Temperaturen bei denen keine Zecke oder anderes Ungeziefer überleben kann.

    Siest du das weiße im Innern des häckselhaufens? Sieht aus wie Schimmel, tatsächlich ist es aber Asche und wenn der Häckselhaufen noch recht frisch ist, kannst du dir im Innern die Hände verbrennen.

    Rindenmulch, ja oder nein?-k-h-cksel-asche-im-innern.jpg

    Die Hitze tötet auch fast alle Samen und Bakterien. z.b. kann der gefürchtete Feuerbrand darin nicht überleben. Es gibt lediglich ganz wenige Sporen von Pilzen die tatsächlich bedenklich werden könnten aber in 10 Jahren ist bei uns nichts passiert.

    PS: 25 € je m3 Rindenmulch ist billig. Teuer wird höchstens bei der Anlieferung falls du es nicht selber holen kannst.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Rindenmulch, ja oder nein?-h-ckselplatz.jpg  

  10. #10

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Von Lavamulch habe ich noch nicht gehört, bzw. es gesehen. Klingt ja schon etwas exotisch und ist noch mal eine Ecke teurer, wie ich sehe.

    Das mit den Temperaturen in dem Häcksel ist ja schon verrückt. Wie dick muss das denn aufgetragen werden? Und sieht das nur im Innern so verbrannt aus, oder auch oberflächlich?

  11. #11

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Diese Lavazeugs sieht neu ausgebracht super aus. Aber ohne Unkrautvlies darunter oder ausreichend dicke Schicht wird das wohl nicht viel bringen - oder.
    Ich hab dies bei unserem Baumarkt gesehen. Die haben außen mit verschiedenen Farben Muster im Boden gemacht - Keine ahnung wie lange so etwas hält

    Nun zum Häcksel
    Ich nehme generell immer nur das Innere eine Haufens, weil dort die Hitze alls abgetötet hat. Das Häcksel sieht zunächst zwar grau aus, sobald man es aber auf dem Beet ausgebreitet hat verfliegt die Asche und es ist und bleibt auch braun.

    Das Zeug ist auch nicht eklig wie oben erwähnt, sondern das genaue Gegenteil. Ich siebe es gerne ab und mach dann den Gorbhäcksel zu den Obstbäumen als Baumscheibe und den Feinhäcksel für Wege oder zum auflockern der harten Lehmerde.

    Wenn man auf dem Feinhäcksel läuft, dann riecht dies wie feiner Waldboden und man läuft auch wie auf Waldboden. Schön weich - einfach nur toll.

    wichtig ist - wie oben bereits erwähnt - dass man zusätzlich Stickstoff düngen muss, wenn man den Häcksel in Beeten ausbringt wo etwas wachsen soll. Wenn man es zur Unkrautvernichtung zwischen Büsche legt, dann kommt der Stickstoffdünger nur zu den Büschen, dann wirkt der Stickstoffentzug im übrigen Bereich zusätzlich Unkrautunterdrückend.

    Mein hochwertiger Lehmboden in Verbindung mit dem feinen Häcksel macht meinen Boden erst so ertragreich und nach Jahre langer Bearbeitun damit ziehe ich mittlerweile nach einem Regenschauer auch Löwenzahnwurzeln ohne Werkzeug aus dem Boden raus.

    5cm sollte die Schicht mindestens betragen aber dennoch wirkt es bei schlimmem Unkraut nur bedingt.

    Als ich früher mal 20 cm Schicht im "Möchtegernwald ausgebracht hatte wirkte es mehr als 1 Jahr alles unterdrückend. Aber das würde ich nicht unbedingt im Beet machen wollen. Damals hab ich den Häcksel per Tieflader bringen lassen. 25 Tonnen

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Möchtegernwald.jpg
Hits:	811
Größe:	701,6 KB
ID:	459525

    Problem war dass es mehrere Tage dauerte bis das Zeug nach unten gebracht werden konnte.
    Wenn es warm ist zieht es Fliegen an und stinkt fürchterlich. Bis heute behaupten die Nachbarn noch es wäre Mist gewesen.

    Sobald es ausgebracht ist verfliegt der Gestank ind 2-3 Stunden und auch die Fliegen bleiben dann weg.
    Geändert von thomash (27.05.2015 um 00:45 Uhr)

  12. #12
    Lillimarlen
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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Am Samstag in der Zeitung:

    Je nach Hersteller enthält Rindenmulch unterschiedliche Konzentrationen Cadmium. Das Schwermetall wird als "sehr giftig" eingestuft, cadmiumhaltiger Staub führt zu Schäden an Lunge, Leber und Niere und steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Im eigenen gesundheitlichen Interesse und bei Anwesenheit von kleinen Kindern im Haushalt sollte insbesondere auf Rindenmulch mit grenzwertnahen Konzentrationen verzichtet werden.

    Des weiteren: Katzen mögen Rindenmulch als Toilette, Schnecken werden magisch angezogen und legen ihre Eier dort ab, manche Rindenmulche enthalten Pilze, Zecken oder Samen von Ackerschachtelhalm. Zumindest sollte man also wärmebehandeltes Material benutzen.

    Als Alternativen wurden aufgezeigt: Hanfhäcksel, Kakaoschalen, Holzhackschnitzel, Holzfaserprodukte, gehäckseltes Holz aus anfallendem Baum- und Strauchabschnitt des eigenen Gartens.

    Verschiedene Pflanzen mögen keinen Rindenmulch, zum Beispiel Schwerlilien.

    Zeitungsklugscheisser Grüßle
    Marlen

  13. #13

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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Interessant!

    Ich werde das Wochenende mal meinen Baumarkt aufsuchen und schauen was die da haben. Dann gucke ich mir so Häckselzeug genauer an und nehme einfach mal was mit.

    Probieren geht schließlich über studieren.

  14. #14
    marsusmar
    Gast
    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Eindeutig ja

    warum hab ich im Forum mehrfach dargestellt, gerne nochmal

    das war es 2008 purer Lehm auf einem ehemaligen Tagebau (bis ca 1950) für Strassenschotter aufgefüllt.

    Anhang 459870


    Dann regelmäßig Rindenmulch. Die Stauden brauchten und brauchen fast alle 3 Jahre um regelmäßig zu treiben, weswegen das Beet auch so dicht ist, anfangs hab ich sie abgeschrieben heute weiss ich das ich halt 3 Jahre warten muss.

    Das einzige was nicht drin sein soll und bei mir deswegen noch als Unkraut gilt ist Holunder.

    Ein gerade eben gemachtes Foto.

    Anhang 459872 Anhang 459871

    Suse
    thomash gefällt das.

  15. #15
    Avatar von Kapuzine
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    AW: Rindenmulch, ja oder nein?
    Suse,

    mal ein Kompliment für dein Blockhaus und das ganze drumherum, sieht einfach schön und romantisch aus

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