Thema: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück

  1. #1
    Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Hallo zusammen,
    Ich bin seit heute angemeldet, da ich mein "Problem" bisher nicht wiedergefunden habe.
    Zunächst zu mir...ich bin Mitte 30 und im vorvergangenen Jahr mit meiner Familie in unseren Neubau im Rhein-Moselgebiet gezogen.
    Aufgrund einiger "Unregelmäßigkeiten" beim Bau (soll hier aber kein Thema sein), bleiben nun diverse Arbeiten an mir selbst hängen. Ich würde mich dabei durchaus als geschickt bezeichnen, mir bleiben dafür jedoch meist nur die Wochenenden. Großartige Grüne Erfahrung habe ich jedoch nicht.
    Nun aber zu meinem Anliegen. Ich mache mir zurzeit Gedanken, wie der Garten gemacht werden soll. Mein größtes Problem ist hierbei dass der Boden total mit "Unkraut" durchzogen ist (siehe Anhang). Wie gehe ich dabei am besten vor, wenn auf den größten Teil später Rasen kommen soll?
    Ich persönlich habe nichts gegen glyphosatfreie (!!!) Unkrautvernichter (z.B. Vorox Unkrautfrei). Wann macht Mulchen, hacken, Fräsen Sinn und in welcher Reihenfolge?
    Bis zur nächsten Aussaatphase ist ja noch etwas zeit...
    Ich hoffe ich habe zunächst einmal genug Infos geliefert, wenn was fehlt, bitte einfach reklamieren.
    Vielen Dank auf jeden Fall schon einmal für alle Hinweise.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück-20171021_132020.jpg  

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  2. #2
    Avatar von Supernovae
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Hallo und willkommen hier.
    Wenn du jetzt in dieser Ansicht weiter nach unten scrollst sind ganz viele ähnliche Themen.
    (die Suche empfinde ich hier auch als schwer...)

    Prinzipiell würde ich ja als Wiesenbesitzer sagen: Fräsen, zwei drei Wochen warten, nochmal fräsen, dann Gründüngung/Mulch/Vlies aufbringen und dann bis zum Frühling vergessen...

  3. #3

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Danke für den ersten Tipp. Eine Gründüngung in form von gelbsenf wurde bereits in diesem Frühjahr gesetzt und im Spätsommer gemäht, liegt also bereits dazwischen.
    Würde Unkrautvernichter vor dem ersten Fräsen was bringen? Dann müsste man doch nur noch das nicht verrottende Zeug absammeln (Wurzeln und größere holzige teile).
    Welche gründüngung würde vor dem Winter noch Sinn machen?

  4. #4
    Avatar von Supernovae
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Zitat Zitat von FlixXxer Beitrag anzeigen
    Würde Unkrautvernichter vor dem ersten Fräsen was bringen? Dann müsste man doch nur noch das nicht verrottende Zeug absammeln
    Mit Unkrautvernichter kenne ich mich nicht aus und möchte das auch nich

    Über den Winter kannste auch Spinat legen...😉

  5. #5
    Avatar von Pyromella
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Erspare dir und deinem Boden den Unkrautvernichter. Wieso willst du im Herbst Kräuter vernichten, die im Frühjahr aus dem Samen im Boden sicher wieder austreiben?

    Ich hätte ja den Gelbsenf nicht gemäht, sondern weiter wachsen gelassen, aber dafür ist es nun zu spät.

    Wenn der Boden schon so gerade ist, wie du ihn nachher haben willst, kannst du, der ja in recht mildem Klima wohnt, es noch mit Winterraps als Gründüngung versuchen, das ist der einzige, den ich für eine Aussaat bis Oktober gefunden habe (Quelle) und vorher mal so einige Kräuter vom Rand mähen oder von Hand rauszuziehen, damit sich z.B. das gelbe Jacobs-Kreuzkraut, was ich meine auf deinem Bild gesehen zu haben, nicht weiter ausbreitet.

    Dann kannst du nächstes Frühjahr die Fläche umfräsen, gerade ziehen, einsäen und walzen und dann durch eine vernünftige Düngung und Bewässerung den Rasen so stärken, dass du ohne Unkrautvernichter auskommst. (Zu diesem Thema gibt es dann unzählige Threads, lies dich mal durch die Abteilung des Rasenforums, der Winter ist ja lang genug.)


    Liebe Grüße, Pyromella

  6. #6

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    Frage AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Ok...also fräsen, harken, ansammeln, warten, nochmal fräsen, harken und dann Spinat bzw. Winterraps sähen? Wäre das ein Ansatz?

  7. #7

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Vergiß Unkkrautvernichter komplett, weil er einfach nichts nützt.

    Im Boden sind so viele Samen, dass nächstes Jahr wieder überall Unkraut sein wird.

    Bestimme die Unkräuter die da so wachsen, dies ist hilfreich weil

    - viele Unkräuter Zeigerpflanzen sind, welche zwar nur grob aber doch aussagekräftig etwas über deinen Boden veraten können. z.b. wie Nährstoffreich, wie sauer bzw. wie alkalisch er ist, ob nass oder ehr trocken usw.

    - prüfe wie gut Wasser versickert. Eines der Hauptprobleme für Rasen ist Staunässe.
    Bei starkem Regen darf keine Pfütze entstehen, sondern das Wasser muss direkt und sofort versickern. Ansonsten muss evt sogar eine Drainage gelegt werden oder zumindest viel Sand eingearbeitet werden.

    - zweimal zackern würde ich auch vorschlagen und dann in Ruhe lassen.

    - Bodenprobe nehmen und entweder selbst oder über Labor prüfen. Vor allem die Zusammensetzung ist dabei interessant (Lehm, Humos, Sand) und natürlich der PH-Wert

    Was sehr gut gegen Unkraut hilft ist von Hand umgraben. Davei werden grobe Schollen ausgehoben und auf den Kopf gelegt also das Grüne nach unten. Damit unterdrückst du zuverlässig 90% des Unkrautes.
    Danach einfach so grobschollig liegen lassen und erst im Frühjahr zackern.

    Wie oben schon erwähnt ist die beste Unkrautverhütung ein gesundes Gras

  8. #8
    Avatar von Pyromella
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Zitat Zitat von FlixXxer Beitrag anzeigen
    Ok...also fräsen, harken, absammeln, warten, nochmal fräsen, harken und dann Spinat bzw. Winterraps sähen? Wäre das ein Ansatz?


    Ich bin kein Rasenspezialist, aber der Oktober ist schon weit fortgeschritten. Ich würde das Warten und nochmal Fräsen und Harken überspringen. Einmal Fräsen, Harken, absammeln, dann mit Winterraps einsäen - alles weitere dann im Frühjahr.

    Was noch an Beikräutern neben dem Winterraps hochkommt, fliegt beim Fräsen im Frühjahr vor der Grasaussaat raus. (Und es wird deutlich weniger hochkommen, als wenn du die Fläche über den Winter brachliegen hättest.)

  9. #9

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Das klingt doch nach nem passablen Plan.
    Dann will ich mal schauen, wo ich eine Fräse herbekomme. Gibt es dabei was zu beachten? Und vor dem Fräsen die großen unkräuter absensen?

  10. #10

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Wie gesagt Handumgraben wäre besser aber

    Wenn es denn die Fräse sein muss, dann muss vorher das Gröbste entfernt sein sonst frißt sich die Fräse ständig fest. Wähle einen feuchten Tag nimm eine Grabgabel und dann mit Wurzel raus.

    Nur Absensen würdest du wohl immer noch Ärger mit den Wurzeln haben.

    Da fragt sich bloss wieso man nicht gleich von Hand umgräbt.

  11. #11
    Avatar von Pyromella
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Zitat Zitat von FlixXxer Beitrag anzeigen
    Und vor dem Fräsen die großen unkräuter absensen?
    Wozu das? Du willst die Wurzeln der Unkräuter raushaben. Sie oberirdisch abschneiden hilft dir nicht weiter. Zieh sie raus, der oberirdische Teil ist ein gutes Packende. (Kannst ja mit der Grabgabel lockern, wenn sie zu fest sitzen.)


    Wenn du noch einsäen willst, dann solltest du jetzt aber wirklich Tempo machen, es ist spät im Jahr und wird kalt!

  12. #12

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Umgraben mit dem Spaten ist ohnedies zielführender. Damit werden 90% des Unkrauts unterdrückt. Wirkt besser als jeder Unkrautvernichter.
    Der Trick ist, dass auch die Unkrautsamen so tief in die Erde kommen dass diese nicht mehr austreiben können.

    Grobschollig umgraben hat dabei noch den Vorteil dass der Frost die Erdschollen aufbricht und die Erde lockerer wird.

    Schon die Großeltern haben das so gemacht.

  13. #13
    Avatar von Hero
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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Thomash, du weißt aber, daß beim Umgraben Samen von unten ans Licht kommen und dann auch aufgehen?
    Vielleicht möchtest Du beim Umgraben mit dem Spaten helfen, denn das Grundstück ist doch sehr groß.

    Gibt es in der Nähe keine Bauern? Wenn man von außen mit dem Schlepper beikommt, würde ich alles pflügen und danach mit der großen Fräse durcharbeiten lassen.
    Ansonsten leih dir eine große Fräse aus, fahre mehrmals durch, ziehe das Ganze glatt und säe den Rasen ein.
    Unbedingt überprüfen, ob durch die Baumaschinen Bodenverdichtungen entstanden sind. Bodenverdichtungen werden alle Pflanzen nicht richtig wachsen lassen, egal ob Rasen oder Gehölze und Stauden. In dem Fall muß ein Bagger ran.
    Bei meinem Sohn kam der Bagger um das total verwurzelte Gelände in einem älteren Garten mit der Schaufel aufzureissen, die Wurzeln (ein voller Container) zu entfernen, den Boden tief zu lockern, die Fläche perfekt einzuebnen und brauchte dafür nur 2 Stunden.
    Danach hat mein Sohn eine Fräse ausgeliehen, ist über die Fläche gefahren und am nächsten Tag wurde der Rollrasen verlegt.

  14. #14

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    AW: Bodenvorbereitung auf dem Neubaugrundstück
    Als ich angefangen mit dem Garten hab ich 300qm so umgegraben. Es ist einfach effizienter als zackern. Hab damals 2 Tage gebraucht.

    Meine Mutter hat das mit 70 Jahren jedes Jahr gemacht.

    Damals hatten wir betonharten Lehmboden wo man nur mit der Wiegetechnik in den Boden eindringen konnte. Wenn aber die Kruste erstmal durchbrochen ist geht es am Rand deutlich leichter. ISt eine üble Schufterei aber bei einem neuen Garten würde ich es immer wieder so machen, da man ansonsten mit dem Unkraut nicht mehr fertig wir.

    Umgraben ist aber auch schädlich für das Bodenleben und so muss man schon genau entscheiden wann man besser umgräbt und wann besser nur lockert.

    Bei einer Neuanlage ist diese Diskussion überflüssig, denn hier ist Umgraben immer das Erste Wahl der Mittel und in den Folgejahren lockern meist besser.

    Bei Betonharten Lehmböden und oder sehr stark verunkrauteten Beeten ist Umgraben immer besser, mit dem Nachteil, dass man durch die Störung des Bodenlebens das Problem auf Dauer erhält.

    In diesem Fall würde ich wie folgt vorgehen:
    Im Herbst umgraben und mit Häcksel abdecken und im Frühjahr den Häcksel einarbeiten. Gilt aber nur für Gartenböden nicht für Rasenvorbereitung, denn da wäre der Häcksel kontraproduktiv. Da ist besser Herbst umgraben Frühjahr Sand einarbeiten.

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