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Alt 22.02.2008, 02:14   #1 (permalink)
 
Benutzerbild von gabi67
 
Registriert seit: 15.06.2007
Ort: NRW
Beiträge: 1.163
Standard "Berufstätige" Mütter

Hallo Ihr Lieben,

Mütter haben immer Arbeit - daher das berufstätige in Gänsefüßchen gesetzt - aber ich bin halt auch eine Mutter, die tatsächlich arbeiten gehen kann, darf, muss, soll... wie auch immer... Das muss ja jeder für sich selber entscheiden und auf seine persönliche Lebensweise ausrichten. Nur soviel vorab, weil ich hier keine Diskussion hinsichtlich: Mütter müssen Arbeiten, Frauen an den Herd etc. anregen möchte.

Diese Frage einfach, weil ich derzeit (nee, eigentlich leider schon länger) ein berufliches Problem hinsichtlich Muttersein habe:

Ich bin 2000 in den (damals noch sogenannten) "Erziehungsurlaub" (was für ein blöder Name!!) gegangen, wegen Schwangerschaft und Geburt. Ungefähr ein halbes Jahr später habe ich stundenweise in meinem Betrieb wieder ausgeholfen, weil für mich (nur für mich persönlich) klar war, dass ich zu gegebener Zeit auch wieder dort arbeiten möchte.
Mann, das wird ja gerade alles viel länger als geplant...
Versuche eine Kurzfassung: Habe 2003 wieder angefangen,
wollte als Halbtagskraft, Chef sagt nö, kein Bedarf, entweder ganz oder zu meinen (= Chefs) Bedingungen.
Tja, da war die Wahl etwas eingeschränkt...: Ganztägig? Nee, für mich persönlich nicht, wollte mein Kind ja auch etwas erleben...)

Wie ergeht es denn anderen berufstätigen Müttern? Urlaubsvertretung für zwei bis drei Wochen, oder länger? Kolleginnen, Krankheitsvertretung und ansonsten 2 halbe Tage die Woche. Friss oder stirb und ich habe gefressen! (Schweren Herzens und mit viiiiel Organisation)!
Nun zu meiner "Nachfolgerin" - selber mittlerweile ein Kind bekommen, Desinteresse mehr als deutlich an der Firma gezeigt...usw.) aus ihrem Erziehungsurlaub (nu Elternzeit, ha...das wäre wieder ein neues Thema) zurück und schwupps.............
da gibt es auf einmal wieder eine Halbtagsstelle....
Hmmmm...

Hmmm, da bekomme ich einen dicken Hals....


Ist da nicht eine "Schräglage"? Bei mir gefühlt schon!!!

Und wie ergeht es denn anderen berufstätigen Müttern?

Bin gespannt auf Eure Antworten...

LG
Gabi


P.S. An alle Mütter, die (gerade, z. Zt. oder wie auch immer...) sich "nur" um ihre Kinder kümmern........ Ich glaube die "Gänsefüßchen" reichen, um genug Klarheit darüber zu schaffen, dass ich...ja dass ich.... ach männo, ihr wisst doch am besten, wie ich es meine... [img]http://www.cosgan.de/images
__________________
"Freunde sind wie Sterne. Man sieht sie nicht immer - aber sie sind immer da!"

Geändert von gabi67 (22.02.2008 um 02:30 Uhr).
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Alt 22.02.2008, 09:25   #2 (permalink)
 
Benutzerbild von luise-ac
 
Registriert seit: 17.04.2007
Beiträge: 2.172
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Hallo Gabi!

Als unser erstes Kind geboren wurde, mußte ich danach halbtags arbeiten, da mein Mann noch studierte. Als das zweite Kind kam wurde er mit dem Studium fertig und ich konnte mich ganz den beiden Kleinen widmen. Das war eine sehr schöne Zeit. Nach fünf Jahren wollte ich dann wieder anfangen zu arbeiten, und wie das so ist, "unverhofft kommt oft", da war meine Tochter unterwegs. Wir haben dann ein Haus gekauft und 1999 sind wir dann dort eingezogen. Als meine Tochter dann in die Schule kam, konnte ich wieder an Arbeiten denken.
2000 habe ich mich bei meinem früheren Arbeitsgeber beworben und eine unbefristete Halbtagstelle bekommen, die ich zwei Jahre später auf eine Volltagsstelle aufstocken konnte. Welch ein Glück, denn mein Mann wurde damals arbeitslos.
Ich habe einfach Glück gehabt. Jetzt gibt es bei uns auch keine unbefristeten Arbeitsverträge, allerhöchstens für 2 Jahre.

Gruß Luise
__________________
Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht.
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Alt 22.02.2008, 10:08   #3 (permalink)
 
Benutzerbild von Mutts
 
Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 1.027
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Hi Gabi!
Ich hatte auch ziemliches Glück: Ich habe direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten und mein Arbeitgeber ist sehr positiv eingestellt gegenüber "Familie + Beruf" kombinieren. Ich konnte erst stundenweise anfangen und als meine Große mit 7 Monaten dann (mit etwas Vitamin B wie ich gestehen muß) einen U3 Platz in der Kita am Arbeitsplatz kriegte wieder vollzeit. Gleichzeitig wurde mir zuhause ein Telearbeitsplatz eingerichtet, so daß ich einen Teil meiner Arbeitszeit zuhause ableisten kann. Dann kam Töchterchen Nr. 2 und es ging genauso wieder - erst stunden-reduziert gearbeitet nach dem Mutterschutz und - da hatte ich wieder "Glück" - wurde mein Mann pensioniert und er konnte die Betreuung nach einem knappen Jahr übernehmen. Seitdem arbeite ich wieder vollzeit und mittlerweile hat auch meine Kleine einen Kitaplatz. Beide sind jetzt endlich - Gott sei Dank - in einer Kita um die Ecke untergebracht (nach fast vier Jahren Wartezeit ...), so daß wir für die Betreuung der Kinder nicht von hott nach hü fahren müssen ....
Durch die Telearbeit kann ich morgens (bevor die Racker) aufstehen 2-3 h arbeiten. Dann kommt gemütliches Frühstück mit Familie und ich bring die Racker in die Kita und düse dann zum Arbeitsplatz, leiste noch meine restlichen Stunden und kann meine Kleinen am frühen Nachmittag wieder abholen, so daß ich auch noch was von der Entwicklung meiner Kiddies "mitkriege".
So hat es sich bei uns ganz gut entwickelt und das Telearbeitskonzept hat mir sehr geholfen. Das ist zwar manchmal ein ganz schöner Schlauch - um 4 Uhr aufstehen und arbeiten bis die Kiddies wach werden, aber dafür kann ich nachmittags halt früh Feierabend machen.
__________________
Das Geheimnis liegt in der Sauce ...
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Alt 22.02.2008, 10:15   #4 (permalink)
 
Benutzerbild von Ontario
 
Registriert seit: 12.10.2007
Ort: NRW
Beiträge: 918
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Hallo Gaby...

Als mein ältester Sohn geboren wurde, bin ich nach den zwei Jahren Erziehungsurlaub wieder arbeiten gegangen.
Leider blieb mir keine andere Wahl, als Vollzeit und dann noch Mittagschicht. (14-22 Uhr)

Das ging erstmal zwei Jahre relativ gut. Aber als Sohnemann dann in den Kindergarten ging, hatte ich ihn grad mal noch zwei Stunden am Tag.

Da hat er sehr drunter gelitten.
Weitere zwei Jahre später wurde ich mit meinem 2. Sohn schwanger. Und kurz bevor der Erziehungsurlaub zu Ende war, war ich zum dritten (und letzten) Mal schwanger.

Und jetzt bin ich seit der Geburt meines zweiten Sohnes zu hause und kümmere mich hier um alles.(Kinder,Mann,Haus,Garten und Vögel) (muß "den Laden" am Laufen halten)

Ich werde (sobald meine Zwerge alt genug sind) auf jeden Fall wieder arbeiten gehen. Aber wirklich erst, wenn keiner drunter leidet. Und ich auf niemanden dauernd angewiesen bin.

Obwohl ich bis jetzt mit Zahlreichen "schiefen Blicken" klarkommen musste.

"Wie..??? du gehst nicht arbeiten??? Du hast es gut... Den ganzen Tag zu hause..."

Gut... ich bewundere Mütter, die es schaffen mit allem klar zu kommen. (Beruf, Haushalt und Familie) Und die es schaffen, nichts davon zu kurz kommen zu lassen.

Aber man wird echt schnell abgestempelt, wenn man nicht sofort wieder arbeiten geht. Hab es mir leider sehr oft anhören müssen.

Trotzdem bleibe ich "Hausmütterchen" so lange meine Zwerge noch klein sind und wir mit einem Lohn auskommen.

Danach geht es aber auch wieder rund..

Liebe Grüße
Tanja
__________________
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Alt 22.02.2008, 10:59   #5 (permalink)
 
Benutzerbild von Sonnenblume77
 
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Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Hallo, also ich bin nun seit ca. 3,5 Jahren Hausfrau und Mutter!

Als ich mit meinem Sohn schwanger war bin ich 500 km weit weg gezogen zu meinem Mann, daher erübrigt sich die Frage ob ich irgendwann wieder in meinem Büro anfangen kann.

Nun entwickelt sich aber so langsam der Gedanke, dass ich ja meinen alten Job auch von zu Hause aus machen kann. Dazu brauche ich nur einen PC, ein Telefon, ein Fax und einen Internetzugang.

Im Sommer fahre ich wieder nach Erding und werde meinen Chef besuchen und ihm ein Angebot unterbreiten wie ich mir die ganze Sache vorstelle und hoffe, dass er von seinen alten Gewohnheiten abweichen kann.

Wenn das nicht klappt werde ich mir wohl hier in der Gegend einen neuen Job suchen müssen und das wird wohl nicht so leicht sein, da keine Omas und Opas in der Nähe sind, die im Krankheitsfall einspringen könnten.

Naja, drückt mir die Daumen, dass ich von zu Hause aus arbeiten kann!

Gruß Sonnenblume
Sonnenblume77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 11:05   #6 (permalink)
 
Benutzerbild von Ontario
 
Registriert seit: 12.10.2007
Ort: NRW
Beiträge: 918
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Zitat:
Zitat von Sonnenblume77 Beitrag anzeigen
Naja, drückt mir die Daumen, dass ich von zu Hause aus arbeiten kann!

Gruß Sonnenblume

Ok... ich drück..!!

Liebe Grüße
Tanja
__________________
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Alt 22.02.2008, 11:13   #7 (permalink)
 
Benutzerbild von Mutts
 
Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 1.027
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Zitat:
Zitat von Ontario Beitrag anzeigen
Obwohl ich bis jetzt mit Zahlreichen "schiefen Blicken" klarkommen musste.

"Wie..??? du gehst nicht arbeiten??? Du hast es gut... Den ganzen Tag zu hause..."

Gut... ich bewundere Mütter, die es schaffen mit allem klar zu kommen. (Beruf, Haushalt und Familie) Und die es schaffen, nichts davon zu kurz kommen zu lassen.

Aber man wird echt schnell abgestempelt, wenn man nicht sofort wieder arbeiten geht. Hab es mir leider sehr oft anhören müssen.

Also:

1. Der Beruf der Mutter und Hausfrau ist in meinen Augen der anstrengenste, den es gibt!
Du brauchst Dich also nicht "klein" zu fühlen

2. Ich bin ehrlich - ich drehe manchmal am Rad bei der Kombination - und wir leisten uns eine Haushaltshilfe, die uns das Grobe macht und mein (pensionierter) Mann kann halt 'ne Menge machen (kochen, einkaufen etc.) Das heißt wenn ich zu Hause bin, bin ich ausschließlich für meine Kinder da - bis zum Schlafen gehen - und das sehr intensiv (spielen, singen, toben, vorlesen, erzählen, was unternehmen etc)
Und es gibt immer Situationen, bei denen einer in der Familie unter meinem Beruf leidet. In erster Linie bin ich es selbst (denn für mich bleibt überhaupt keine Zeit), dann mein Mann (der manchmal meine Gereiztheit aushalten muß und für den ich auch nicht mehr sehr viel zeit habe) und auch meine Kiddies, die sich manchmal sicherlich mehr Zeit mit mir wünschen.
Warum arbeite ich dann überhaupt? Am Geld allein liegt es nicht. Wenn ich alles zusammenrechne (Kita, Haushaltshilfe, Fahrtkosten etc) bleibt von meinem Nettogehalt nicht viel übrig. Ich liebe meinen Beruf und ich weiß nicht, ob ich ohne ihn (nur mit Kindern) zufrieden wäre. Und ich kann meinen Kindern nur dann eine gute Mutter sein, wenn ich selbst zufrieden und (im allgemeinen) ausgeglichen bin. Außerdem habe ich den Eindruck, daß die frühe Auswärtsbetreuung meinen Kindern gut getan hat.

3. Aber ich könnte mir auch folgendes Szenario vorstellen: Ich wäre jünger und hätte zwei Kinder mehr und wäre zu Hause. Ich weiß nur nicht, ob ich dann glücklicher wäre???
Ich habe meine Mädels halt sehr spät bekommen und mehr möchte ich in meinem Alter nicht mehr und es ist nun so wie es ist und ich bin zufrieden und glücklich - und das spüren meine Kiddies, die überall als die Kinder bekannt sind, die stets fröhlich sind und lachen. Demnach kann unser Familienmodell für uns nicht so falsch sein.

Aber wenn Du glücklich bist mit Deiner Situation, dann ist diese auch richtig für Dich und Deine Kinder!
__________________
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Mutts ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 11:33   #8 (permalink)
 
Benutzerbild von Luna
 
Registriert seit: 25.09.2006
Beiträge: 1.563
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Moin !

Ich hatte damals nur ein Jahr Erziehungurlaub.(war Gesetz)

Mein damaliger Arbeitgeber ( Großlabor) mußte sich umstellen, damit er nicht Mütter verlor, also gab es einen " Jungmuttervertrag " mit reduzierten Stunden.

Mein Sohnemann hatte eine Tagesmutter.

Erst als er zur Schule kam, habe ich aufgehört zu arbeiten.

Danach war ich 8 Jahre zu Hause und habe dann, aber nur Stundenweise, wieder losgelegt.
Luna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 11:35   #9 (permalink)
 
Benutzerbild von Roxi
 
Registriert seit: 06.12.2007
Beiträge: 1.175
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Als meine Kinder klein waren, war ich voll berufstätig. Dazu muß ich sagen, dass ich alleinerziehende Mutti war.
Meine Kinder gingen in die Schule bzw. Kindergarten. Mancher Tag hatte 17 Stunden- Geld mußte verdient werden und Großeltern gab es nicht, die mich entlasten konnten.
Nach Feierabend wurde eingekauft, Essen gekocht und nebenbei sich um die Kinder gekümmert. Wenn die dann im Bett waren gings an die Hausarbeit.
Heute frage ich mich manchmal wie ich das geschafft habe, aber wenn es sein muß, geht alles.
Ein Kinderlächeln entschädigt für vieles!

LG Roxi
__________________



--- Etwas auf den Kopf stellen ist leicht, viel schwerer ist es etwas auf die Beine zu stellen ---
Roxi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 11:47   #10 (permalink)
 
Benutzerbild von Mutts
 
Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 1.027
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

@Roxi

Oh Mann-o-mann - Respekt!
__________________
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Mutts ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 12:11   #11 (permalink)
 
Benutzerbild von Ontario
 
Registriert seit: 12.10.2007
Ort: NRW
Beiträge: 918
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Zitat:
Zitat von Mutts Beitrag anzeigen
Also:

1. Der Beruf der Mutter und Hausfrau ist in meinen Augen der anstrengenste, den es gibt!
Du brauchst Dich also nicht "klein" zu fühlen

Danke Mutts..

Tut gut so etwas zu lesen..

Zur Zeit bin ich mit meiner Bande und meinem "Beruf" so glücklich wie es ist...

AAAABER!!!!

Auch nur, weil ich mit meinen 31 Lenzen noch jung genug bin, dass da noch mal was anderes als NUR Hausfrau und Mutter kommen wird.

Bis zur Rente möchte ich SO natürlich nicht weiter machen.
Nur.. im Moment reicht es...

Liebe Grüße
Tanja

@Roxi...

auch von mir... RESPEKT!!!

Bei meinem Großen war ich auch die ersten drei Jahre alleinerziehend. Ist nicht schön...alles immer allein zu machen.
__________________
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Ontario ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 12:28   #12 (permalink)
 
Benutzerbild von KiMi
 
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Beiträge: 835
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

@Roxi: meinen Respekt hast Du! Ich bin zwar nicht alleinerziehend, ich bin auch berufstätig. Ich habe 2 Kinder, 5 und 2 Jahre alt, und ich arbeite Vollzeit. Und es muss sein, keine Widerrede, brauch ich gar nicht wehleidig drüber zu werden, bringt eh nix.

Meine Tochter wurde damals in den USA geboren, als wir dann wieder in Deutschland waren hatte ich also keinen Anspruch auf Mutterschutz oder so. Bin dann erstmal Teilzeit arbeiten gegangen, aber weil ich dann einfach keine Teilzeit-Betreuung für meine Tochter gefunden hatte, sondern nur Vollzeit (hört sich krank an? War aber so!) hatte ich mir gedacht, naja wenn ich Vollzeit löhne, dann geh ich auch Vollzeit arbeiten. Das war auch alles in Ordnung, es war mit einem Kind gut zu schaffen und ganz aufhören zu arbeiten kam für mich persönlich nicht in Frage, ich brauche meinen Beruf schon!

das sollte man auch mal erwähnen, dass es berufstätigen Müttern nicht gerade leicht gemacht wird, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, weil einfach nicht genügend Betreuungsstellen da sind, schon gar nicht für Babies und Kleinkinder! Mittlerweile haben wir eine Tagesmutter, die von unseren Kindern "Oma" genannt wird, aber ich nehme an, sie ist ein absoluter Glücksgriff von uns, und leider keine Selbstverständlichkeit - von den Kosten mal abgesehen.

2. Kind, da habe ich gerade mal 2 Monate nach der Geburt Auszeit genommen, was mir in der Seele weh tat, aber es ging nicht anders weil der Job meines Mannes seeeeeehr ungewiss war, und bevor wir beide am Ende nix verdienen, hab ich halt schweren Herzens weitergemacht. Habe mir aber vorbehalten, zu einem späteren Zeitpunkt den Rest meines mir zustehenden Erziehungsurlaubs anzutreten.

Und es ist schwer. Mein Arbeitgeber macht mir zum Glück keine Probleme, ich habe Riesenglück, aber finanziell MUSS ich auch arbeiten gehen. Ich habe eine unbefristete Stelle, mein Mann eine unbefristete, die kann quasi jederzeit rum sein. Er arbeitet als Amerikaner hier in der US Kaserne, mit amerikanischem Arbeitsvertrag, da geht das ruck zuck!

Wenn ich eine Möglichkeit hätte, wenigstens nur Teilzeit zu arbeiten, dann würde ich SOFORT dazu übergehen (wie gesagt, ganz aufhören, das könnte/wollte ich nicht)! Ich sehe meine Kleinen nicht so oft und intensiv, wie ich es gerne hätte. Wenn wir am späten Nachmittag heimkommen, dann muss ich ja auch noch Wäsche waschen, putzen, kochen, einkaufen, usw... ich erledige so viel es geht abends wenn sie schlafen, aber bei allem geht das nicht.


Gabi: ich kenn mich nicht aus, aber kannst Du rausfinden, wie das arbeitsrechtlich is, wegen der Halbtagsstelle. Ich meine, die kannst Du ja im Rahmen Deines Erziehungsurlaubs beantragen, oder nicht? Dann müsste der Chef doch erstmal trifftige Gründe vorlegen, warum er das nicht bewilligen kann, oder nicht?

Liebe Grüße,

KiMi, die langsam ausgelaugt is....
__________________
LG,

KiMi



"The best way to predict your future is to create it" - Peter Drucker

Geändert von KiMi (22.02.2008 um 12:36 Uhr).
KiMi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 12:34   #13 (permalink)
 
Benutzerbild von Roxi
 
Registriert seit: 06.12.2007
Beiträge: 1.175
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Danke.
Ea war schon manchmal happig, vorallem wenn einer meiner Sprößlinge krank war und die anderen 2 noch angesteckt hat.
Oh da war manchmal was los....
3x Windpocken, 3x Mums, 3x Infekt, 3x Bronchitis, 3x.....
Der Beruf der Mutter und Hausfrau ist einer der anstrengendsten und S C H Ö N S T E N.

LG Roxi
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--- Etwas auf den Kopf stellen ist leicht, viel schwerer ist es etwas auf die Beine zu stellen ---
Roxi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 12:39   #14 (permalink)
 
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Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Bayern
Beiträge: 835
Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Roxi,

Du sagst es. In der Regel fängt mein Sohn oder mein Mann mit dem Kränkeln an, meine Tochter kriegt so gut wie nie was (echt!), und am Ende hab ich's... aber ausfallen kann man ja nicht, man schleppt sich halt so durch. Mir kommt es wie so richtiger Raubbau am eigenen Körper vor... aber ich behaupte steif und fest, dass solange ich die wenige verbleibende Zeit mit meinen kids "richtig" und "sinnvoll" nutze, solange erleiden sie auch keinen Schaden. Sie lernen höchstens, dass man tun muss, was man tun muss.
__________________
LG,

KiMi



"The best way to predict your future is to create it" - Peter Drucker
KiMi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 12:41   #15 (permalink)
 
Benutzerbild von Mutts
 
Registriert seit: 25.04.2007
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Standard AW: "Berufstätige" Mütter

Zitat:
Zitat von Roxi Beitrag anzeigen
Oh da war manchmal was los....
3x Windpocken, 3x Mums, 3x Infekt, 3x Bronchitis, 3x.....
Der Beruf der Mutter und Hausfrau ist einer der anstrengendsten und S C H Ö N S T E N.

LG Roxi
Ehrlich, Roxi, so schön finde ich es nicht, wenn zwischen 12 und 4 Uhr nachts das Bett 3x vollgek.... wird, daß ich jedesmal Bett komplett ab- und Kind ausziehen, duschen, neu be- bzw. anziehen muß , anschließend mich selbst dazu - denn die K.... verteilt sich beim Trösten eines Kindes ja ratz-fatz - und das Ganze dann auch noch (bei mir) im Doppel- (bei Dir im Dreifach-) pack ....

Kinder sind toll - sie sind das Beste was einem im Leben passieren kann, aber wenn sie krank sind, wird es anstrengend ....
__________________
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