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03.10.2007 21:26 #1Baumchirurgie - wie mach ich das?
Hallo, ihr!
Ich habe seit kurzen einen Kleingarten, in dem ein uralter, riesiger Aprikosenbaum steht (Marillenbaum in Ö genannt *g*). Er trägt wunderbar aromatische Rosenaprikosen...und sein Schatten ist herrlich.
An seiner Westseite ist eine alte Schnittstelle, wo ein dicker Ast früher mal schräg geschnitten wurde, ohne weiter behandelt worden zu sein.
Jetzt beginnt das Holz dort krümelig zu werden und so bildet sich langsam ein Loch. Ich habe Sorge, dass auch der gesunde Stamm betroffen wird ...
Was kann ich selbst tun?
Oder soll ich besser einen Profi kommen lassen? Hab gehört es gibt die Baumchirurgie...
Der Baum ist mir sehr wichtig und wegen seines Alters auch sehr wertvoll.
Danke für Infos! - Birgit
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03.10.2007 21:46 #2AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
wo bist den zuhause?
im Raum Wien kenn ich einen, der Dir helfen könnte
niwashi, der leider kein Dendrologe ist ...
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04.10.2007 10:10 #3AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Hi Birgit,
Ho Dir 'ne Profi. In diesem Fall (Fäulnisprozesse schon vorhanden) soll Diagnose, Behandlungsmethoden/Prognose vor Ort geklärt werden.
SG,
Mark
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04.10.2007 15:44 #4AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Danke euch für die Antworten!
Hab auch den Eindruck, dass professionelle Hilfe gut ist...
Niwashi, das ist ja toll, wenn du jemand aus dem Raum Wien weißt, der/die helfen kann!
Der Garten ist am Schafberg ... 17. Bezirk in Wien ...
Bin dir dankbar, wenn du mir jemand vermitteln kannst!
Liebe Grüße, Birgit
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23.01.2008 16:21 #5AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Ich habe nun mit einem Professionisten geredet - zuerst mal am Telefon. War interessant!
Er meinte, dass vor 10 Jahren noch die Schnittstellen in professioneller Arbeit "versiegelt" wurden. Doch mittlerweile ist man völlig davon abgekommen , weil unter dieser Schicht sich Pilze und Bakterien entwickeln und das Versiegeln so den Baum schädigt.
Steinobstbäume würden an sich selbst gut die Schnittstellen verheilen...nur Aprikosenbäume tun sich da schwer.
An sich kann man gar nichts machen, wenn das Holz in der Schnittstelle zu verfallen beginnt...
Er wird noch kommen, um den Baumlive anzuschauen, aber wahrscheinlich bleibt es dabei: ich kann den Baum nur lassen.
Allerdings möchte ich jetzt meinen Marilli gern mit Baumhomöopathie unterstützen, dass er besser damit zurecht kommt. Mich mal erkundigen, wer sich da gut auskennt.
Alles Liebe - Birgit
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23.01.2008 18:41 #6AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Hallo
ich würde bis ins gesunde Holz zurückschneiden,und mit Wundwachs verstreichen.
gruß hermann
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13.05.2009 22:59 #7
- Registriert seit
- 13.05.2009
- Beiträge
- 1
AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?Ich denke ich bin zwar schon zu spät, aber evtl. hilft es ja noch.
Hermann hat wie mir scheint keinen blassen Schimmer von Bäumen.
Bis in das gesunde Holz zurückschneiden ist so ungefähr das dümmste was man machen kann. Wer das heute noch praktiziert sollte sich einen anderen Job suchen, bzw. im Garten lieber auf Radieschenn umsteigen.
Bäume sind sehr gut selber in der Lage Fäulen abzuschotten. Der eine mehr der andere weniger. Aprikosen leider weniger. Die Faulstelle so belassen wie sie ist. Wenn man jetzt bis auf das gesunde Holz zurückschneidet, öffnet man damit automatisch den Fäuleerregern einen Zugang zu tiefer liegendem Holz und die neue Schnittstelle wird wohl auch kaum kliner werden als die alte.
So macht man es NICHT:
Baumchirurgie
Ich habe ein abgeschlossenes Studium in Arboristik (Baumpflege), mache das also beruflich und weiß wovon ich rede. Von Leuten die noch mit Baumchirurgie werben bitte fernhalten! Und mit der Säge fäulen ganz rausschneiden ist eine absolut inakzeptable Methode.
Also:
In Ruhe lassen, nicht dran rumprokeln, macht es nicht besser! Lieber jemand Fragen der kompetent ist und keinen "Baumchirurgen", jemanden der mit Fäulen und Pilzen bescheid weiß und dann entscheiden was gemacht werden muss. Solange keine Gefahr von dem Baum ausgeht für Personen, Verkehr, Sachen und andere Bäume lieber in Ruhe lassen.
Gruß
Lutz
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14.05.2009 10:23 #8AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Ich würde mal versuchen einen Ableger (weiß gar nicht ob das Bäumen auch so heißt) zu ziehen bzw. von einer Baumschule ziehen zu lassen, falls er eingeht hast du zumindest die Sorte für Dich erhalten.
Drück Dir die Daumen das Du noch lange Freude an Ihm hast!
LG Stupsi
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14.05.2009 10:58 #9
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- 10.08.2008
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AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?Hallo Deva,
ich würde auch nicht viel herummachen mit Deinem Baum, denn meistens ist es später schlimmer als zuvor. Kenne schon mehrere Bäume die mit einem größeren Loch schon Jahrzehnte gut überleben. Du kannst die schadhafte Stelle vor Wasser schützen aber sonst fällt mir dazu nichts besseres ein (nur lose Teile entfernen und mit Mörtel oder Beton verfüllen). Aber mach besser das, was Dir die Profis wie Lutz empfehlen.
Wenn Dir die Früchte so gut schmecken solltest Du einen Ableger nachziehen.
LG.
Georg
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14.05.2009 12:42 #10
- Registriert seit
- 09.04.2009
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- 284
AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?Hallo,
ich würd auch einen Jungbaum der gleichen Sorte nachpflanzen, wenn sie dir schmeckt. Dann hast Du schon Ersatz, wenn dein Aprikosenbaum eines Tages das zeitliche segnet.
Aprikosenbäume werden übrigens von haus aus nicht sehr alt.
Ableger heisst das bei Bäumen nicht.
Du musst entweder einen neuen Baum dieser Sorte kaufen (wenn du den Sortennamen kennst), oder einen Reiser deines baumes auf eine Unterlage veredeln (lassen).
Wurzelschosser deines Baumes sind evtl. nicht sortenecht (wenn der veredelt war).
Auch Sämlinge sind nicht sortenecht.
Gruss.
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14.05.2009 13:34 #11
AW: Baumchirurgie - wie mach ich das?
Danke euch allen für eure Antworten!


Ich habe im vorigen Jahr dann auch noch Erkundigen bei einem Baumchirurgen eingeholt, der genauso wie die meisten hier gesagt hat, dass ich nichts tun soll..mit den Argumenten, die ihr hier auch hattet.
So habe ich es auch gemacht und behandle zusätzlich den Baum mit Homöopathie (Biplantol (R)), weil neue Triebe zu welken begonnen hatten im Vorjahr und ich fürchtete, dass der Baum nun stirbt ...
Das homöopathische Mitel hat "Wunder gewirkt" - heuer ist der Marillenbaum total gesund, macht neue Triebe und ist voller noch grüner Marillen, auch mit dem stattlichen Alter von ca. 90 Jahren!
Bei der alten Schnittstelle wird schon zum Teil Holz zur Erde - darunter sehe ich jung verholzte Stränge hochlaufen...und gesunde allte Holzstellen. Bin also zuversichtlich, dass der Baum noch etliche Jahre bleiben wird!
Neuen Baum nachsetzten geht leider schwer, weil es ein Kleingarten ist und einfach der Platz fehlt ...
Danke allen! - Birgit
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