 |
|
21.02.2008, 14:06
|
#1 (permalink)
| | | Keimsperre für Hokkaidokürbisse?
Hallo,
ein mir bekannter Gärtnermeister erzählte mir neulich, Hokkaidokürbisse würden gentechnisch (oder einfach nur durch Züchtung?) so manipuliert, dass die Kürbisse, die man zum Essen kauft, durch einen Keimschutz nicht fortpflanzungsfähig wären, nämlich gar nicht keimen könnten.
In der Tat habe ich schon seit vier Tagen einige Kerne in einer Schale mit feuchter Watte und da tut sich gar nichts.
Ist das ein Märchen oder gibts sowas? Ich habe im Netz nichts darüber gefunden.
Gruss franc | |
| |
21.02.2008, 14:33
|
#2 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.096
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hallo Franc,
ich nehme immer die Samen aus meinen eigenen Hokkaidos und hatte noch keine Probleme damit.
Liebe Grüße
Petra, die sie aber in Anzuchterde steckt und nicht in Watte packt 
__________________ Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen. Johann Wolfgang von Goethe |
| |
21.02.2008, 14:41
|
#4 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.096
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hallo Franc,
also den ersten Hokkaido hab ich mal vor Jahren gekauft und seither nehme ich die Samen immer aus der eigenen Ernte.
Liebe GRüße
Petra, die grad nicht weiß, wie lange sie zum Keimen brauchen
__________________ Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen. Johann Wolfgang von Goethe |
| |
21.02.2008, 23:54
|
#6 (permalink)
|
Registriert seit: 01.07.2006 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 931
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hi, franc,
von einem Keimschutz habe ich auch noch nie gehört - ich habe letztes Jahr aus aufbewahrten Kernen gekaufter Kürbisse tadellos Hokkaidos gezogen. Habe die Kerne allerdings in einen Blumentopf gepflanzt, von Anfang an.
Und, egal wie: ist es nicht ein bißchen zu früh, schon Kürbisse vorzuziehen? Oder sollen die ins Gewächshaus? Sonst wird das nämlich schwierig!
LG, Tina. |
| |
22.02.2008, 09:47
|
#7 (permalink)
|
Registriert seit: 14.08.2007 Ort: Bayern
Beiträge: 38
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hallo Franc,
ich habe letztes Jahr aus gekauften Kürbissen Pflanzen gezogen. Hat toll geklappt. Habe sie Ende Februar im Zimmergewächshaus vorgezogen und es sind prächtige Pflanzen geworden. Habe allerdings von einem Bekannten gehört, dass er Hokkaidos und Zucchini als Hybrid-Saatgut gekauft hat. Wenn du so einen Kern erwischt, geht nächstes Jahr leider nichts mehr...
Viele Grüße
Hibiscus |
| |
22.02.2008, 12:08
|
#8 (permalink)
| | | AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für eure Tips!
@Hibiscus:
Ich glaube das hatte der Gärtnermeister gemeint: Hybridsaatgut. Was hats damit auf sich?
...
Jetzt habe ich grad was im Netz gefunden: Samensterilität: Samen, die nicht keimen
Alles klar.
Gruss franc | |
| |
22.02.2008, 12:23
|
#9 (permalink)
|
Registriert seit: 25.12.2007
Beiträge: 176
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Eine Hybride ist eine Kreuzung von unterschiedlichen Rassen oder Arten. Maultier aus Pferd und Esel ist das bekannteste Beispiel - übrigens in der Folgegeneration auch nicht "keimfähig".
Bei F1-Hybriden ist es so, dass das Saatgut der nächsten Generation zwar wohl keimfähig ist, aber sozusagen "ökonomisch steril" da die extra herausgezüchteten Eigenschaften nicht mehr gewährleistet sind. Ob es allerdings auch unkeimfähige Hybriden gibt (jetzt mal von Terminatorsorten abgesehen) weiß ich nicht genau.
Ich habe auch Uchiki-Kuri Samen von einem Kürbis, den ich irgendwo erstanden habe - ich bin mal gespannt, was rauskommt. Mache jedenfalls gerade eine Keimprobe. |
| |
25.02.2008, 00:32
|
#10 (permalink)
|
Registriert seit: 10.06.2007 Ort: nördl. von München
Beiträge: 180
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Hybriden werden nur durch Züchtung/Kreuzung erzeugt, nicht durch Gentechnik. Deshalb sind alle Hybridsamen keimfähig.
Selbstgewonnener Samen aus Hybridpflanzen haben allerdings nicht mehr die Eigenschaften der Mutterpflanze.
Bsp: Eine mehltauresistente, Zucchini (F1 Hybride), mit großen Früchten als Mutterpflanze. Die gewonnen Samen keimen in zwei verschiedene Zucchinipflanzen. Die Erste ist mehltauresistent mit kleinen Früchten. Die Zweite hat große Früchte mit extremen Mehltaubefall.
Nur der Züchter selber kennt die beiden Ur-Stammpflanzen für diese Kreuzung und nur so kann er diese Eigenschaften erzeugen.
Gruß
Andy
__________________ Rettet die Bäume .....eßt mehr Spechte. |
| |
25.02.2008, 18:08
|
#11 (permalink)
|
Registriert seit: 25.12.2007
Beiträge: 176
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Zitat:
Zitat von Erdbohrer
Bsp: Eine mehltauresistente, Zucchini (F1 Hybride), mit großen Früchten als Mutterpflanze. Die gewonnen Samen keimen in zwei verschiedene Zucchinipflanzen. Die Erste ist mehltauresistent mit kleinen Früchten. Die Zweite hat große Früchte mit extremen Mehltaubefall.
Nur der Züchter selber kennt die beiden Ur-Stammpflanzen für diese Kreuzung und nur so kann er diese Eigenschaften erzeugen.
Gruß
Andy | Fein... aber woher weiß er, ob er nicht eine kleinfrüchtige Zuchini mit extremem Mehltaubefall bekommt anstatt große, mehltaufreie Früchte?
Also, so wie das aussieht, sollte ich meinen Samen aus einem irgendwo erstandenen Hokkaido besser nicht aussäen, wenn ich vernünftigen Hokkaido haben will. Weiß ja nicht, wo der herkommt... Mal davon ab keimt da gerade ohnehin noch nix...
Wie ist denn das nächstes Jahr? Ich habe Patisson, Hokkaido und eine Kalebasse im Garten - kann ich da den eigenen Samen verwenden oder muss ich damit rechnen, dass die sich untereinander vermischen? (Sähe bestimmt lustig aus) |
| |
25.02.2008, 19:52
|
#12 (permalink)
|
Registriert seit: 10.06.2007 Ort: nördl. von München
Beiträge: 180
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Das weiß der Züchter aus vielen Versuchen. Ich habe mal einen Bericht über Bodenseeäpfel gesehen. Es dauert 15 - 20 Jahre bis eine neue Sorte auf den Markt kommt und dann weiß der Züchter noch nicht, ob der Apfel bei den Kunden ankommt.
15 Jahre Zucht und dann kauft ihn keiner, weil die Farbe, Form oder Geschmack gerade nicht dem Geschmack der potentiellen Käufern entspricht.
Genau so ist es mit den Hybriden.
Alte Sorten kennt man, der Eine mag sie, der Andere nicht. Alte Sorte bleibt alte Sorte.
Gruß
Andy
__________________ Rettet die Bäume .....eßt mehr Spechte. |
| |
27.02.2008, 10:01
|
#13 (permalink)
|
Registriert seit: 22.11.2007 Ort: Thüringen
Beiträge: 168
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Zitat:
Zitat von Willem Fein... aber woher weiß er, ob er nicht eine kleinfrüchtige Zuchini mit extremem Mehltaubefall bekommt anstatt große, mehltaufreie Früchte? Also, so wie das aussieht, sollte ich meinen Samen aus einem irgendwo erstandenen Hokkaido besser nicht aussäen, wenn ich vernünftigen Hokkaido haben will. Weiß ja nicht, wo der herkommt... Mal davon ab keimt da gerade ohnehin noch nix...
Wie ist denn das nächstes Jahr? Ich habe Patisson, Hokkaido und eine Kalebasse im Garten - kann ich da den eigenen Samen verwenden oder muss ich damit rechnen, dass die sich untereinander vermischen? (Sähe bestimmt lustig aus) | Stimmt.Würde ich Dir auch nicht unbedingt raten.
Man sollte stehts und immer neues Saatgut kaufen um auf Nummer sicher zu gehen.
Oder.....du hälst Ushiki Kuri Sortenrein.Bedeutet,das Du keine Fremdeinkreuzungen zulässt.Du musst also Deinen Kürbis geziehlt bestäuben!Und dafür nimmst Du dann auch wieder nicht den Pollen der gleichen Pflanze,sondern einer anderen.Sonnst bekommst von Jahr zu Jahr kleinere Früchte,weil sich Innzucht nämlich degenerierend auf die Frucht auswirkt.
Man läuft eh Gefahr einer Fremdeinkreuzung,durch das verwenden der Samen,welche von Jahr zu Jahr immer wieder von ein und der selben Pflanze(Frucht) verwendet werden.
Die Insekten allein sorgen schon dafür.Denn in Nachbars Garten wachsen sicher auch Kürbisse.Und gleiche Arten kreuzen sich nunmal untereinander.
Das Zauberwort ist also,neues Saatgut oder geziehlt befruchten.
Wenn Du Fragen dazu(geziehlte Befruchtung) hast,helfe ich Dir gern weiter.
LG Janni |
| |
27.02.2008, 19:05
|
#14 (permalink)
|
Registriert seit: 25.12.2007
Beiträge: 176
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Zitat:
Zitat von Atlantic Giant Das Zauberwort ist also,neues Saatgut oder geziehlt befruchten.
Wenn Du Fragen dazu(geziehlte Befruchtung) hast,helfe ich Dir gern weiter.
LG Janni | Danke, ich lese mich gerade in das Buch Handbuch Samengärtnerei ein... es ist toll, finde ich.
Da steht jedenfalls drin, dass sich unterschiedliche Arten nicht gegenseitig befruchten können, und ich habe nächstes Jahr einen Patisson und einen Hokkaido, und die gehören laut Buch zu unterschiedlichen Arten.
Nachbarn mit Kürbissen? Warte, ich hole mal das Fernglas raus  Unsere direkten Nachbarn haben gar nichts im Garten, aber sie sind im Herbst hungrig über den Komposthaufen hergefallen und haben meine Kürbisse plattgetrampelt...
Fall ich dieses Jahr zum Kürbis-Vermehren kommen sollte, melde ich mich nochmal diesbezüglich.
Meine Samen von letztem Jahr vom gekauften Kürbis sind geschimmelt. Da war wohl nichts mit keimfähig. |
| |
27.02.2008, 20:38
|
#15 (permalink)
|
Registriert seit: 22.11.2007 Ort: Thüringen
Beiträge: 168
| AW: Keimsperre für Hokkaidokürbisse? Zu Deinem Fernglas und Nachbarn......
Unterschätze die Insekten nicht! Bienen können locker 1 km fliegen.Und somit wäre alles in diesem Radius für Dich gefährlich.....ähm...für Deinen Ushiki Kuri 
Und das mit dem verschimmeln vom Saatgut....müssen wir aber auch noch lernen.....grins...
LG Janni |
| |
Forumregeln
| Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen. Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten. Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen. Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten. HTML-Code ist Aus. | | | | Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:37 Uhr. | | |