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Alt 09.03.2008, 14:57   #1 (permalink)
 
Benutzerbild von blitz
 
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Riesa
Beiträge: 724
Standard Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Hallo Gartenfreaks.

Mich beschäftigt folgende Frage:

In dem Thread:

http://www.hausgarten.net/gartenforu...ferdemist.html (Düngung mit Pferdemist)

schreibt ein Forumsmitglied, das Mist auf keinen Fall auf Gemüsebeete eingegraben werden soll. Da ich untergraben von Mist aber seit meiner Kindheit bei allen Gärtnern in meiner Umgebung gesehen habe kann ich mir nicht vorstellen, daß sich alle so geirrt haben sollten.

Was denkt Ihr darüber???

Viele Grüße Blitz.

Siehe auch hier:

http://www.hausgarten.net/gartenforu...71-post15.html

das ist der entsprechende Beitrag der mich verwirrt.
__________________
"Wer Träume verwirklichen will, muß wacher sein und tiefer träumen als Andere." Karl Foerster

Geändert von blitz (09.03.2008 um 15:09 Uhr).
blitz ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 09.03.2008, 15:05   #2 (permalink)
 
Benutzerbild von Willem
 
Registriert seit: 25.12.2007
Beiträge: 176
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Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Frischer Mist im Frühjahr auf Möhren- und Zwiebelbeeten ist wohl ungünstig wegen der Möhren- und Zwiebelfliegen und Maden, da die sich da gerne ansiedeln. Aber im Herbst, wenn er noch verrotten kann, sollte das kein Problem sein, wobei es auch Leute gibt, die meinen, man sollte auf Feldern, wo Möhren, Zwiebeln und ähnliches angebaut werden, im Vorherbst keinen frischen Mist ausbringen.

Es besteht ja auch noch ein Unterschied zwischen frischem Mist und Rottemist.
Willem ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2008, 15:32   #3 (permalink)
 
Registriert seit: 22.01.2008
Beiträge: 129
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Ja, wie gesagt, ich vergrabe Mist immer, wie man auch auf den Bildern denke ich gut sehen kann. Ich würd das auch nie anders machen. Ich habe auch noch nie gefaulten oder gegärten Mist wieder hochgeholt. Wie ich bereits geschrieben habe, dürfte dann ja auch kein Landwirt den Mist unterpflügen.
Gruß Martin!
MartinK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2008, 06:51   #4 (permalink)
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 213
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Ich bin auch der Meinung, dass man Mist im Herbst ungeniert einarbeiten kann. So hat es meine Mutter (Landwirtschaft) über Jahr hinweg praktiziert. Die Ernte war stets gut. Bei bestimmten Sorten wie z. B. Radi wäre ich etwas vorsichtig und im Frühjahr würde ich auch keinen Mist mehr untergraben; außer im Mistbeet, wo dann eine dicke Schicht Humus darauf kommt.

jomoal
jomoal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2008, 17:54   #5 (permalink)
 
Registriert seit: 05.05.2007
Ort: Augsburg
Beiträge: 99
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Hallo ihr

wie es aussieht, bin ich wohl die einzige, die Mist nicht ins Gemüsebeet gräbt.


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Ich habe auch noch nie gefaulten oder gegärten Mist wieder hochgeholt.
Nun, über dieses Stadium haben ihm bereits die Mikroben hinweggeholfen, die seine Existenz dort unten anlockte. Grob gesagt sind es zu einseitige Bodenverhältnisse, die den Wurzeln der Kulturen geboten werden. Sie wachsen zu fett, ihr Bindegewebe ist schwach und sie bieten leichte Beute und Angriffsfläche für Schädlinge. Bei Möhren und Zwiebeln leuchtet das einigen ja bereits ein.


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Wie ich bereits geschrieben habe, dürfte dann ja auch kein Landwirt den Mist unterpflügen.
Gruß Martin!
Ganz recht, sollte er auch nicht.
Wieso steht eigentlich fest, dass nicht falsch sein kann, was immer schon so gemacht wurde? Ich darf daran erinnern, dass in der Landwirtschaft dann ja auch chemische Spritzmittel gegen allerlei Krankheiten und Schädlinge eingesetzt werden. Beides würde vielleicht gar nicht in diesem Ausmaß auftreten, wenn der Mist vorher verkompostiert worden wäre. Die Biobauern behandeln Mist übrigens anders, als konventionelle Landwirte. Kann mich nur nicht mehr genau erinnern, wie. Aber ich kann mich informieren, wenn das gewünscht wird.

Wir sind jedoch beim Hausgarten. Da ist vieles möglich, was in der Landwirtschaft nicht geht.
Wenn ihr gesundes Gemüse im Mistbeet habt, dann Glück gehabt, von mir aus auch über viele Jahre.
Ich sage auch nicht, dass das Verderben des Gartens hiermit besiegelt wäre. Nur ist die Gefahr eben groß, sich Schädlinge zu holen, es Krankheiten leicht zu machen und der Geschmack lässt auch zu wünschen übrig.

Mir ist das schon allein zu viel Arbeitsaufwand, drum grabe ich überhaupt nicht um, geschweige denn auch noch Mist hinein. Ich weiß, dass unsere Großväter das immer gemacht haben, jedoch griffen sie auch dankbar zu den Fläschchen und Dosen...

Übrigens schmeckt auf Mist Gewachsenes nach Mist, man probiere das nur mal bei Kohl aus. Wenn ich Blumenkohl oder Rosenkohl koche, riecht man das nicht im ganzen Haus. Der Geschmack ist einfach prima, so auch bei allem anderen Gemüse und Obst bei Kompostdüngung.

Ich habe immer schon alles mögliche zuerst ausprobiert, bevor ich meine Meinung bildete. Die Sache mit dem Mist werd ich nicht mehr anders machen, dazu ist mir der gewachsene Boden in den Beeten mitsamt seinen Völkern zu schade. Das funktioniert fast von selbst, ich gebe nur reifen Kompost dazu jedes Jahr, ansonsten lasse ich alles möglichst in Ruhe, außer oberflächlich lockern, aber wirklich äußerst oberflächlich. Feine Sämereien brauchen feinkrümelige Erde, kleine Setzlinge auch. Später im Jahr wird mit dem Unkrautentfernen auch nochmal gelockert. Das war es dann. Kein Umgraben, kein Eingraben!

Grüße
Amiga
Amiga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2008, 18:07   #6 (permalink)
 
Registriert seit: 05.05.2007
Ort: Augsburg
Beiträge: 99
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Hallo Martin
machst du das jedes Jahr so wie auf den Bildern gezeigt?
Warum würdest du das nie anders machen, kannst du Gründe nennen?

Auf den Bildern sieht man einfach das Unterste nach oben geschaufelt und das ist für das Bodenleben ein Katastrophe. In den oberen 10 bis 20cm leben nämlich Mikroorganismen, die Luft brauchen und all die Verhältnisse, die in der Oberschicht herrschen. Die vertragen auch die schnell wechselnden Wärme- und Feuchtigkeitsunterschiede, was die Tierchen in der unteren Schicht nicht so gut ab können, sie kommen aber wiederum mit weniger Sauerstoff aus. Wenn du diese Schichten umkehrst, stirbt das Bodenleben zunächst einmal ab, um sich mühsam über längere Zeit hinweg wieder zu formieren und sich wieder einzufinden. In der Zeit lässt die Fruchtbarkeit deines Bodens nach. Du füllst aber genau dann mit Mist auf, und die Pflanzen greifen eben danach, mit all den Folgen, die ich oben beschrieben habe.

langer Rede - kurzer Sinn: Ich hab es früher auch mal wie herkömmlich gemacht, mir dann einiges angelesen und ausprobiert. Ich kann nur jedem empfehlen, zu probieren und ein feines Gefühl für die Gartenerde und seine Bewohner zu entwickeln, man ist überrascht.

Gruß
Amiga
Amiga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2008, 19:21   #7 (permalink)
 
Registriert seit: 22.01.2008
Beiträge: 129
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Hallo Amiga,
ich respektiere, wenn du sagst, dass Umgraben bzw. Pflügen für dich tabu ist. Doch einige entscheidende Gründe bewegen mich jedes Jahr dazu. Zunächst ist es die beste Methode Kompost/Mist und Gründünger einzuarbeiten (Reste von Gründünger erkennt man auch auf dem Foto). Ich möchte den Gründünger tief drin haben, damit er mich beim Pflanzen nicht stört. Zudem habe ich ein viel feineres Saatbett nach dem Harken (kann dir per Mail auch davon mal ein Bild schicken, der lädt die hier iwie nich hoch), weil der Boden tiefgründig gelockert ist und außerdem kann ich die Kartoffeln besser anhäufeln, da ich nicht in einem festgetrampelten Boden rumstochern muss. Ein weiterer Grund ist, dass mehr Sauerstoff an den Boden kommt und der Mist in einer Tiefe liegt, in der die Pflanzen ihm besser Nährstoffe entziehen können. Wenn der Mist zum Teil an der Oberfläche verbleibt, brennt er aus (vertrocknet quasi) und ist als effektiver Dünger unbrauchbar. Letzter Vorteil, der mir gerade einfällt ist, dass alte Wurzelreste durchtrennt werden und besser verrotten. Aber ich finde es auch interessant, welche Nachteile dadurch entstehen und wie andere Menschen jedes jahr mit dem Boden umgehen.
Gruß Martin!
MartinK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2008, 19:33   #8 (permalink)
 
Registriert seit: 22.01.2008
Beiträge: 129
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Mit den entscheidensten Grund habe ich natürlich vergessen, ...
Nach dem Umgraben habe ich weniger Probleme mit Unkraut, zumindest bin ich nicht schon im frühen Frühling andauernd am Unkraut zupfen.
Gruß Martin!
MartinK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 06:51   #9 (permalink)
 
Registriert seit: 05.05.2007
Ort: Augsburg
Beiträge: 99
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Hallo Amiga,
ich respektiere, wenn du sagst, dass Umgraben bzw. Pflügen für dich tabu ist. !
Das finde ich gut. Du musst jedoch nicht mir glauben, zu diesen Erkenntnissen sind andere gekommen, ich habe nur nachgemacht, was sie empfohlen haben. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Zunächst ist es die beste Methode Kompost/Mist und Gründünger einzuarbeiten. !
Wieso ist das die beste Methode? Ich bringe Kompost oben auf, oberflächlich eingeharkt, darauf eine schützende Mulchdecke, nachdem die Pflanzen aufgelaufen sind. Kompost ist das, was bei natürlicher Verrottung oben liegt. Im Wald gräbt auch niemand um, aber dort findest du die garste, fruchtbarste duftendste Erde überhaupt, oben gleich unter den herabgefallenen Tannennadeln.


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Ich möchte den Gründünger tief drin haben, damit er mich beim Pflanzen nicht stört.
Mit Grünmaterial tief eingegraben passiert dasselbe, wie mit eingegrabenem Mist, es gärt und fault, weil Luft fehlt. Da aber die Natur ständig reagiert um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen, erscheinen aggressive Kleinsttierchen und räumen auf. Diese Tierchen nennst du Schädlinge. Grünmasse wird abgeschnitten und bleibt nach dem Pflanzen oben liegen, so stört sie nicht, sondern schützt die Erde, in der deine Pflanzen stehen vor Austrocknung und harten Regentropfen.

Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Zudem habe ich ein viel feineres Saatbett nach dem Harken, weil der Boden tiefgründig gelockert ist
Zum Säen brauchst du kein tiefgründiges Lockern, Sämereien laufen in 1 bis 2 cm Erde an der Oberfläche auf, wohin die gesiebte Komposterde kommt. Aber mit dem Verzicht auf Umgraben hast du nicht etwa


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
festgetrampelten Boden
sondern die Lockerung entsteht ganz von selbst durch die Aktivität der Bodentiere. Diese haben aber eine ganz feine empfindliche Haut und falsche Umgebungsverhältnisse wie zuviel oder zuwenig Licht, Luft, Wärme, Feuchtigkeit töten sie. Deshalb lässt man die Bodenschichten so, wie sie gewachsen sind und schaufelt sie nicht um.

Bei Kartoffeln lässt sich die Erde ganz leicht heranziehen, weil sie abgedeckt und geschützt war, also nicht ausgetrocknet und hart geworden ist.


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Ein weiterer Grund ist, dass mehr Sauerstoff an den Boden kommt
Wie oben schon gesagt, das ist eine falsche Schlussfolgerung, denn in der Tiefe wäre mehr Sauerstoff fehl am Platze


Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
und der Mist in einer Tiefe liegt, in der die Pflanzen ihm besser Nährstoffe entziehen können.
Wieso?
Pflanzenwurzeln sind nicht in der Lage, Nährstoffe aus eingegrabenem Mist zu holen. Wurzeln können nur Lösungen aufnehmen. Bei der chemischen Düngung macht man sich das zunutze. Gelöste Nährsalze verweichlichen aber das Pflanzengewebe und es wird anfällig für Krankheiten, ebenso vergreifen sich Insekten gerne, weil die Blattmasse weich ist. Diese Insekten nennen wir dann Schädlinge.

In der Natur gibt es nur da Fruchtbarkeit, wo belebter Boden ist. Denn die Millionen Erdtierchen in einem Gramm Erde fressen und verdauen und erschließen so die Nährstoffe aus dem Boden. Erst in dieser Form sind sie für Wurzeln verfügbar.
Wenn Mist in der Tiefe liegt gibt es nichts zu erschließen, denn zuerst muss er vertilgt und verdaut werden. Dazu sind aber die anaeroben Bewohner, zu denen du den Mist gelegt hast, nicht fähig, denn der Mist ist zu scharf. Das Bodenleben um den Mist herum wird zunächst absterben und es müssen andere Organismen her (wie oben schon gesagt), deren Verdauungssystem den Mist übersteht.

Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Wenn der Mist zum Teil an der Oberfläche verbleibt, brennt er aus (vertrocknet quasi) und ist als effektiver Dünger unbrauchbar.
Man lässt Mist auch nicht auf der Oberfläche liegt, ich empfahl, ihn in den Komposthaufen miteinzubringen. Die reife Komposterde (incl. Mist) bringe ich auf die Beete und bedecke sie mit Mulch. So verbrennt nichts bei Sonne, wird aber auch nichts ausgeschwemmt bei Regen.

Zitat:
Zitat von MartinK Beitrag anzeigen
Letzter Vorteil, der mir gerade einfällt ist, dass alte Wurzelreste durchtrennt werden und besser verrotten.
Hartnäckige Wurzelreste werden auch durchtrennt neu austreiben, weniger robuste bleiben eh ohne Neutrieb, die bräuchtest du nicht noch mal durchtrennen. Was du aber durch Umgraben durchtrennst sind Regenwürmer, die entgegen einiger Meinungen das nicht überleben. Auch deshalb grabe ich nicht um.

Wie gesagt, das ist alles nicht auf meinem „Mist“ gewachsen, ich hab mir das angelesen. Durch jahrelange Praxis hat sich die Richtigkeit dann herausgestellt.

Grüße
Amiga
Amiga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 08:34   #10 (permalink)
 
Benutzerbild von Fini
 
Registriert seit: 08.10.2007
Beiträge: 1.173
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Spannend ...

Ich werd heuer mein GEmüsebeet noch herkömmlich bearbeiten ... sprich Mist eingraben .. teils weil ich meinen Garten vergrößere, teils weil ich die Engerlinge ausgraben möchte ... mit diesen Viechern ist ein sähen und ernten nicht möglich ...

In den nächsten Jahren werd ich das aber auch so wie Amiga handhaben ....

außer die Engerlinge nehmen wieder überhand und mein kleines Maulwürfchen wird dem nicht Herr ...
Fini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 14:48   #11 (permalink)
 
Registriert seit: 22.01.2008
Beiträge: 129
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Hallo Amiga,
diese Diskussion ist wirklich spannend. Du sagst zunächst, dass nicht alles auf deinen Mist gewachsen ist, aber auf meinen auch nicht. Diese Diskussion wird schon seit Jahren in der Landwirtschaft hitzig diskutiert Ich gehe deine Punkte jetzt auch einfach mal der Reihe nach durch:
1 Es ist für mich die beste Methode, weil mich nach dem Eingraben der Pflanzenreste und des Mistes diese Sachen nicht mehr stören. Ich möchte nicht beim Anhäufeln der Kartoffeln den ganzen Mist und den Dünger wieder hochholen. Wie gesagt, ich habe dadurch noch nie Beeinträchtigungen erfahren und es ist somit einfach praktischer.
2 Mein Boden weist einen gesunden Nährstoffhaushalt auf, einen guten ph-Wert und die Humusbilanz ist auch ok. Ich habe den Boden letzte Woche vor Beginn der neuen Gartensaison erst testen lassen.
3. Ich denke, dass mit dem feineren Saatbett und dem festgetrampelten Boden hast du etwas falsch verstanden. Durch das Umgraben säubere ich den Boden von Unkraut und lockere ihn zudem auf. Sagst du, dass Samen in 2cm Tiefe keimen, sage ich, dass Kartoffeln es nicht tun und Kartoffeln verabscheuen einen festgetrampelten Boden. Sicherlich lockern Bodentierchen den Boden, aber wo ich das ganze Jahr drübergelascht bin, merke ich beim Umgraben und das ist schon eine gute Verdichtung. Das zeigt sich auch bei unserem Nachbarn (Landwirt). Er bearbeitet die Hälfte seiner Flächen pfluglos und er sagt, dass das Grubbern nach der Ernte dort viel schwieriger ist, als dort, wo er im Frühjahr oder Winter gepflügt hat.
4. Dass mehr Sauerstoff an den Boden kommt ist klar. Er wird gelockert und in die Hohlräume kann Sauerstoff eindringen. Man erkennt dies auch daran, dass umgegrabener Boden wesentlich höher ist als der, der noch nicht umgegraben ist. Dass der Boden auf diese Art durchatmet kann man in einschlägigen Lexika nachlesen (für alle die keines haben, auch auf wikipedia).
5. Das mit dem eingegrabenen Mist in unerreichbare Tiefen muss man sich meiner Meinung nach etwas anders vorstellen. Wenn ich den Boden auf 30 cm ungrabe, liegt der Mist ja nicht 30 cm tief im Boden, meiner Erfahrung nach in etwa auf der Hälfte. Ich habe mir sagen lassen, dass die Pflanzen so schneller an die Nährstoffe kommen und den Boden von unten her aufwärmen (Beispiel: Pferdemist).
Es lässt sich also festhalten, dass ich mir auch nicht alles aus den Fingern sauge, aber ich trotz meines Alters auch schon Erfahrungen im Bereich Gemüsegarten gesammelt habe. Was nützen einem die besten theoretischen Erkenntnisse, wenn sie in meinem Garten nicht richtig anwendbar sind oder im Allgemeinen mit der Praxis nicht übereinkommen.
In diesem Sinne,
Gruß Martin!
MartinK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 15:40   #12 (permalink)
 
Benutzerbild von KiMi
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: Bayern
Beiträge: 966
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

kurze Abstimmung: war es falsch, Pferdemist in den Boden meines Hochbeets miteinzuarbeiten (unten)?


kurzes "ja" oder "nein" genügt



KiMi, jetzt unsicher...
__________________
LG,

KiMi



"The best way to predict your future is to create it" - Peter Drucker
KiMi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2008, 16:47   #13 (permalink)
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 213
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Sage "nein", es war nicht falsch

jomoal
jomoal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2008, 00:05   #14 (permalink)
 
Benutzerbild von blitz
 
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Riesa
Beiträge: 724
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Blitz sagt war nicht falsch.

Bleibe bei der Meinung, daß Mist eingraben im Herbst nicht falsch sein kann. Generationen von Gärtnern können nicht irren.

Viele Grüße Blitz
__________________
"Wer Träume verwirklichen will, muß wacher sein und tiefer träumen als Andere." Karl Foerster
blitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.2008, 06:33   #15 (permalink)
 
Registriert seit: 05.05.2007
Ort: Augsburg
Beiträge: 99
Standard AW: Mist im Gemüsebeet - gut oder schlecht???

Zitat:
Zitat von blitz Beitrag anzeigen
Generationen von Gärtnern können nicht irren.
Aber Blitz!! Ich darf nur an die vielen Generationen erinnern, die glaubten, die Erde sei eine Scheibe.
Amiga ist offline   Mit Zitat antworten


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