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15.05.2008, 16:07
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 15.08.2007
Beiträge: 9
| Mehltau an Apfelbäumen
Hallöchen,
ich hab ein Problem mit meinen Apfelbäumen, das ziemlich nach Mehltau aussieht! Leider kann ich nicht sagen, ob es sich um den echten oder den falschen Mehltau handelt, da das Krankheitsbild - jedenfalls für mich als Laien - nicht eindeutig erkennbar ist! Kann mich da jemand beraten? Die Blätter weisen sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite einen ganzflächigen kreideweißen Belag auf.
Wahrscheinlich sind die Bäume sowieso schon geschwächt, da sie letztes Jahr starken Monilia-Befall hatten. Deshalb bin ich nicht sicher, ob ich Pilzmittel spritzen soll oder nicht...
Kann es schaden zu spritzen, auch wenn man nicht sicher ist, um welche Art von Pilz es sich handelt? Und welche natürlichen Alternativen zur "Chemiekeule" könnte es in diesem Fall eventuell geben?
Im Voraus schon mal danke für eure Antworten  |
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15.05.2008, 22:27
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#2 (permalink)
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Registriert seit: 20.03.2008 Ort: Oberallgäu
Beiträge: 159
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Hallo,
der Unterschied ist eingentlich ganz einfach zu sehen. Falscher Mehltau befindet sich NUR auf der Blattunterseite, die Blätter verformen und verfärben sich, oberseite ist aber nicht verpilzt. Bei Dir hört sich das nach dem echten an, gerade wenn der Baum geschwächt ist, würde ich spritzen. Das schadet dem Baum nicht, sondern hilft ihm gegen die Krankheit..
LG Lisa |
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16.05.2008, 00:46
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 15.08.2007
Beiträge: 9
| AW: Mehltau an Apfelbäumen
Danke für die schnelle Antwort
Vorhin hab ich mir die Bäume nochmal genau angeguckt und leider festgestellt, dass neben dem - dann wohl echten - Mehltau auch noch starker Sternrußtau- und Raupenbefall vorliegt
Das wirft nun wieder neue Fragen auf:
1.) Ich hab mir nun "Ectivo-Pilzfrei" besorgt. Sterben davon automatisch auch die Raupen? Ich weiß nicht, was für Raupen es sind, aber sie haben schon ziemlich viele Nester gebaut...
2.) Müssen die befallenen Triebe zurückgeschnitten werden? Wenn ja, wie weit? Und dann besser vor dem Spritzen oder danach?
3.) Sind Pilzkrankheiten denn eigentlich grundsätzlich ansteckend, und wenn ja, wie greift der Pilz dann über?
Sämtliche Rosen haben Sternrußtau, und mein Johannisbeerbaum ist jetzt auch schon an einem Pilz eingegangen (den konnte ich aber nirgends finden, sah aus wie dicke rötliche Warzen überall an den Ästen)! Überhaupt sehen die meisten Pflanzen in meinem Garten alles andere als gesund aus, als würde sich da eine "Seuche" durchziehen ...
Bin jetzt echt ratlos...  |
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16.05.2008, 11:13
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 13.04.2008
Beiträge: 92
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Das scheint dieses Jahr auf Grund des zu milden Winters eine echte Plage zu sein.
Man liest viel davon zZ im Netz. Bei uns und unserem Nachbar ist es dieses Jahr auch so das fast alles befallen ist, selbst die Neupflanzungen von diesem Frühjahr.
Was die Verbreitung von Pilzen angeht, das wird über den Wind gemacht, der verteilt die Sporen und die nisten sich dan da ein wo sie hängenbleiben.
Vor dem Spritzen zu beschneiden halte ich für sinnvoll, dann sieht man besser ob es was gebracht hat oder nicht. Es sollten da ja keine neuen Blätter die Symptome zeigen. Ich persönliche mache es bei den kleinen Bäumchen auf Empfehlung des Gartencenter vor dem zweiten Spritzen, damit mehr Blattmasse vorhanden ist die den Wirkstoff aufnehmen kann.
Und gegen die Raupen wird dir das Ectivo nicht helfen. Aber schaden wirds auch nciht...  |
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16.05.2008, 12:24
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 15.08.2007
Beiträge: 9
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Danke für die Tips
Werd´s mal ausprobieren mit der 2-fachen Spritzung. Mal sehen, wie es sich entwickelt!
LG, Dina |
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16.05.2008, 22:20
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 20.03.2008 Ort: Oberallgäu
Beiträge: 159
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Hallo,
generell hat Jensen recht, aber... Ich bin manchmal der Auffassung, daß unsere Gärten zu stark bewirtschaftet werden, ohne sich um das Gleichgewicht mit der Umwelt zu kümmern. Daher finde ich generell wichtig, vorbeugend zu handeln. Es gibt so viele natürliche Stärkungsmittel für die Pflanzen, bei Pilzinfektionen ists die Schachtelhalmbrühe. Würde ab dem nächsten Jahr damit versuchen, die Pflanzen zu stärken. Es ist kein Wundermittel, aber unsere Uromas haben den wohl nicht ohne Grund verwendet 
LG Lisa |
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17.05.2008, 22:21
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 15.08.2007
Beiträge: 9
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Hi Lisa,
ja, das stimmt auf alle Fälle, und deshalb habe ich auch bereits Brühen / Jauchen angesetzt 
Schließlich muss es gar nicht erst so weit kommen, dass "richtige" Chemie nötig wird ...
In meinem Fall sind die Bäume aber leider so gefährdet, dass ich nicht drumherum komme
Hm, hat es eigentlich einen besonderen Grund, weshalb du den Einsatz der Brühe erst ab nächstem Jahr empfiehlst? Ich frage, weil ich eigentlich vorhatte, sie direkt im Anschluss an die Anti-Pilz-Behandlung mit Ectivo einzusetzen... Oder wäre das insgesamt zuviel des Guten...?
LG, Dina |
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18.05.2008, 00:47
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 22.01.2008 Ort: Weinviertel
Beiträge: 90
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Zitat:
Zitat von Divina Danke für die Tips
Werd´s mal ausprobieren mit der 2-fachen Spritzung. Mal sehen, wie es sich entwickelt!
LG, Dina  | Ich bin echt entsetzt wie unbedacht Spritzmittel, um lediglich einen offenbar sterbenden Baum sein Siechtum zu verlängern, eingesetzt werden.
Wie wäre es, wenn Du eine echte Fachperson in einer Landwirtschaftskammer Deiner Nähe, oder wie immer dies bei Euch heißt- befragen würdest? Kostet nichts und Du bekommst eine passende Antwort.
Achtung Sarkasmus: Bitte beim spritzen nicht vergessen tief einzuatmen.
__________________ ... der mit seinen Bienen Cha Cha Cha tanzt! |
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18.05.2008, 21:37
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 20.03.2008 Ort: Oberallgäu
Beiträge: 159
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Zitat:
Zitat von bienenforum.com Ich bin echt entsetzt wie unbedacht Spritzmittel, um lediglich einen offenbar sterbenden Baum sein Siechtum zu verlängern, eingesetzt werden.
Wie wäre es, wenn Du eine echte Fachperson in einer Landwirtschaftskammer Deiner Nähe, oder wie immer dies bei Euch heißt- befragen würdest? Kostet nichts und Du bekommst eine passende Antwort.
Achtung Sarkasmus: Bitte beim spritzen nicht vergessen tief einzuatmen. | Hallo,
Apfelmehltau= sterbender Baum, hääää 
Das Spritzen ist eine Sofortmaßnahme, die richtig durchgeführt wohl kaum schadet (wenn man auch Bienenflugzeiten beachtet)...
Wenn ich drüber nachdenke, wie viele Millionen Quadratmeter Obstbaumfläche gespritzt werden, weil wir ja nur "schöne" Äpfel essen, dann wird MIR schlecht.
Übrigens habe ich natürlich nichts gegen sofortige Jaucheanwendung, nur wird sie wohl dieses Jahr nicht viel Wirkung zeigen...
LG Lisa |
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18.05.2008, 22:22
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 22.01.2008 Ort: Weinviertel
Beiträge: 90
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Zitat:
Zitat von flammeri Apfelmehltau= sterbender Baum, ... | So sehe ich es! Im Vorjahr Monilia, heuer Mehltau und hoffentlich wirst im kommenden Jahr nicht Feuerbrand überrascht!
Ich pflege in meinem Bienengarten mehr als 150 verschiedene Obstbäume, aber gespritzt habe ich dort wegen meiner zahlreichen Bienen noch niemals. Allerdings sind heimische Bäume Grundvoraussetzung für das gedeihen. Offenbar trifft dies bei Deiner Sorte nicht zu.
Ich wiederhole mich: nicht spritzen, sondern mit einem Bioberater den Kontakt suchen.
Josef
__________________ ... der mit seinen Bienen Cha Cha Cha tanzt! |
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19.05.2008, 23:48
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 13.04.2008
Beiträge: 92
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Also neudorff-vital obstpilzschutz ist soweit ich informiert bin aus pflanzlichen Auszügen hergestellt und hat ne Zulassung sogar für den Biogartenbau und ist nicht bienengefährlich. Also wüsste nicht was daran schädlich sein sollte, grad zur akuten Behandlung. Natürlich gibt es genug selbsthergestellte MIttelchen die evtl auch wirken, haben sie anno dazumal ja auch. aber die dienen wohl wirklich eher zu langfristigen Stärkung als bei einem akuten Befall.
Da scheiden sich die nunmal die Geister und denke es sollte jedem selbst überlassen sein welche Mittel er sich und seinen Pflanzen antun möchte. Nach Beratung im Fachhandel natürlich, nicht einfach zu irgendnem Mittel greifen.
Gruß
Jensen |
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20.05.2008, 14:26
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#12 (permalink)
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Registriert seit: 15.08.2007
Beiträge: 9
| AW: Mehltau an Apfelbäumen Danke Jensen und Lisa - ich sehe das genauso!
@ Josef: Wenn deine Bienen krank sind, guckst du ihnen dann auch lieber beim Sterben zu anstatt ihnen zu helfen...?
Wenn ich mir keine Gedanken machen würde, wie man den Bäumen am besten kurz- UND langfristig helfen kann, hätte ich mich nicht an dieses Forum gewandt
@ Josef - PS: Keine Bäume = keine Blüten = keine Bienen = kein Cha Cha Cha -> OLÉ!
LG, Dina |
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