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28.10.2010 15:50 #1Hilfe, mein Baum verliert seine Rinde!
Hallo an alle,
unser Baum verliert am Stamm unten seine Rinde. Ist das eine Mangelerscheinung? Oder eine Krankheit? Jetzt ist ja immer wieder mit Frost zu rechnen, schadet das dem Baum an der "offenen" Stelle?
Über jeden Tip freue ich mich.
LG garfield
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05.11.2010 08:35 #2
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AW: Hilfe, mein Baum verliert seine Rinde!Hallo Garfield,
würde an Deiner Stelle mal 'nen Förster fragen. Die begehen die Waldbestände und schauen u.a. auch nach kranken Bäumen etc. Wenn Du keinen in der Nähe hast (oder mal beim Forstamt anrufen), mal bei einer Baumschule nachfragen. Erst Wahl wäre bei mir aber ein Förster.
Viel Erfolg.
Viele Grüsse
Petra
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05.11.2010 08:53 #3AW: Hilfe, mein Baum verliert seine Rinde!
Hallo Garfield,
vielleicht hast du ja in deiner Bekanntschaft einen Landschaftsgaertner, wenn das mit dem Foerster und der Baumschule nicht klappt.
Allerdings befuerchte ich, dass der Baum gefaellt werden muss. Wenn es anders sein sollte, freue dich.
Die Rinde wird sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit vom ganzen Stammumfang loesen. Sieht so aus, als waere da schon eine heftige und irreparable Pilzinfektion im Gange. Aber lass den Fachmann sprechen.
Gruesse
Harry
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06.11.2010 08:13 #4AW: Hilfe, mein Baum verliert seine Rinde!
Rußrindenkrankheit breitet sich aus
In Köln breitet sich am Bergahorn die Rußrindenkrankheit aus. Der Erregerpilz kann auch Menschen gefährlich werden - daher muss die Stadt nun mindestens 500 Bäume fällen. Es droht noch Schlimmeres: Jeder siebte Baum in Köln ist ein Bergahorn.

Der Pilz befällt die Rinde des Baumes, die anschließend aufreißt. Der Baum verliert sein Laub und stirbt schließlich ab. (Bild: Gauger)

Der Pilz befällt die Rinde des Baumes, die anschließend aufreißt. Der Baum verliert sein Laub und stirbt schließlich ab. (Bild: Gauger)
In Köln breitet sich am Bergahorn die Rußrindenkrankheit aus. Sie wird durch einen Pilz verursacht, der nicht nur dem Baum, sondern auch dem Menschen gefährlich werden kann. Der intensive Kontakt mit den Pilzsporen kann eine Entzündung der Lungenbläschen auslösen, die nach Angaben von Prof. Gerhard Wiesmüller vom Gesundheitsamt sogar zu lebensbedrohlicher Atemnot führen kann. Daher muss die Stadt befallene Bäume fällen.
Hitze macht Bäume anfällig
Der Pilz ist nicht neu, in Deutschland tritt die Rußrindenkrankheit jedoch erst seit wenigen Jahren auf. „Ausbreitung und verheerende Wirkung des Pilzes haben sich in Folge des Klimawandels verstärkt“, berichtet Dr. Joachim Bauer vom Kölner Grünflächenamt. „Es handelt sich um einen Schwächepilz, der nur Bäume befällt, die ohnehin angegriffen sind“, erläutert der Fachmann. Zunächst welken die Blätter, die danach abfallen, bevor die Rinde aufreißt und eine ausgedehnte schwarze Fläche freigibt, die wie Ruß aussieht. Am Ende stirbt der gesamte Baum ab.
Etwa 14 Prozent des Kölner Forstgebiets sind von Bergahornen bedeckt. Die Stadt hat inzwischen 500 befallene Bäume entdeckt, ist sich aber sicher, dass die Zahl weiter ansteigt. Zwar wurde auch schon einmal ein Befall in Gremberg festgestellt, davon abgesehen ist bislang aber nur das Linksrheinische betroffen, vor allem Vogelsang, Ossendorf und Bocklemünd. Auch im Kölner Süden mache sich der Pilz inzwischen breit.
Er bildet eine Vielzahl von Sporen. Werden die Sporen eingeatmet, können sie eine allergische Reaktion hervorrufen. Gefährdet seien in erster Linie Menschen, die bereits mit einer allergischen Grunderkrankung zu kämpfen hätten, erklärt Wiesmüller. „Die Patienten leiden sechs bis acht Stunden nach Kontakt mit dem Pilz unter Fieber, Reizhusten, Abgeschlagenheit und Atemnot“, berichtet der Experte.
Die Symptome könnten Stunden, seltener auch Tage, Wochen oder sogar Monate andauern. Vor dem Gang in die freie Natur zu warnen, wäre jedoch übertrieben - dazu sei die Gefahr zu erkranken zu gering, sagt Wiesmüller.
Gefährdet sind jedoch auch die Waldarbeiter, die dem erkrankten Baum mit der Säge zu Leibe rücken. Sie müssen daher Atemschutz tragen. Anschließend wird das Holz verbrannt. Die Stadt warnt eindringlich davor, abgestorbene Bergahorne als Brennholz zu verwenden, da das Zerkleinern große Sporenmengen freisetzt. Wer einen befallenen Bergahorn entdeckt, kann sich unter Telefon 221-3 84 17 an das Kölner Grünflächenamt wenden.
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