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Thema: Mischhecke so sinnvoll?

  1. #1
    Mischhecke so sinnvoll?
    Hallo,

    Ich habe eine Frage

    Wir dürfen in unserem Neubaugebiet genau 3 Hecken Arten pflanzen... Wintergruener Liguster, Hainbuche und Weißdorn...

    Wir möchten definitiv etwas blickdichtes, mit Abstrichen auch im Winter. Da wir gemischte Hecken sehr schön finden, ärgert uns die geringe Auswahl zwar ein wenig, aber was will man machen

    Könnte man aus diesen 3 Arten, oder evt. nur aus zweien davon, eine schöne Mischhecke pflanzen? Oder kann es hier Probleme geben, dass eine der Arten die ander verdrängt oder es sonst irgendwelche Gründe gibt, wieso das nicht funktioniert?

    Optisch hätten wir zwar gerne eine andere Auswahl, aber das erlaubt der bplan leider nicht... Gibt es aus eurer Sicht optisch gute Kombinationen bei unseren Möglichkeiten, oder sollte man in dieser Situation lieber nur eine nehmen?

    Vielen Dank und Gruß,
    Lea

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  2. #2

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Hallo Lea,
    ich würde eine reine Ligusterhecke nehmen.

    jomoal

  3. #3
    Avatar von Scarlet
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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Ich würde auch Liguster oder Hainbuche nehmen, Weißdorn eher weniger. Sowohl Liguster als auch Hainbuche bleiben recht dicht, wenn man sie richtig schneidet und grade Hainbuche behält oft das trockene Laub an den Zweigen über den Winter, was dann blickdicht ist.

  4. #4

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Es gibt auch wintergrüne Liguster:Ligustrum vulgare 'Atrovirens'.
    Kommt allerdings ein wenig darauf an, wo ihr wohnt (Winter!)
    Davor könnt ihr ja, wenn ihr Platz genug habt, immer noch niedrigere Mischsträucher pflanzen.


    wilde Gärtnerin

  5. #5
    Avatar von Elkevogel
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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Hallo Nexttry,
    erstmal willkommen hier
    Und schön, dass Du von der etwas eintönigen Pflanzvorschrift nicht begeistert bist Erstellt von Bürokraten am Schreibtisch die vermutlich in der mittleren Etage eines Hochhauses wohnen
    Ich würde auch zur Hainbuche tendieren.
    Entweder 1-reihig pflanzen, ganz schmal halten/schneiden und davor Vielfalt in Form von niedrigen Sträuchern, wie die wilde Gärtnerin vorschlägt.
    Alternativ wäre auch ein Staudenbeet vor der Hecke mit entsprechender Vielfalt übers Jahr ein schöner Blickfang und ein Magnet für jedes Kleingetier.
    Oder aber die Hecke 2-reihig versetzt mit etwas Abstand pflanzen und erstmal auch zwischen den Pflanzen schneiden, so dass sich eine dichte Verzweigung entwickeln kann und die Hecke irgendwann hoffentlich Vögel zum Nistbau und brüten einlädt. Davor noch Stauden und ihr habt Vielfalt im Garten und bietet Vögeln und Insekten ein kleines Paradies.
    Ach ja, die Hainbuche ist über den Winter lange einigermaßen blickdicht. Von daher würde sie den Ansprüchen genügen.

    LG
    Elkevogel

  6. #6

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Ich würde mich auch für entweder oder entscheiden. Linguster wäre für mich wohl die erste Wahl.

    Aber was ich auf alle Fälle machen würde wäre einen riesigen Aufschrei machen!!!!
    Es ist absolut unzumutbar dass Städteplaner solche Bauverordnungen machen dürfen.
    Ein Beschwerdebrief an den Bürgermeister wäre das wenigste, vermutlich auch noch Unterschriftenaktion dazu starten.

    Ferner würde ich mich an Ökovereine wenden und an mal sehn ob die Partei der Grünen von solch einem Behördenunsinn hält.

    Das Problem ist, dass auf unseren Feldern nur noch Mais angebaut. Das heißt das Bestäuberinsekten wie Biene und Co kaum noch Nahrung finden. Wenn nun unsere Gärten auch noch durch Behördenunsinn reguliert werden, dann können wir uns irgendwann von Bestäuberinsekten ganz verabschieden.

    Es kann gut sein, dass ich entweder eine Sondergenehmigung erbitten würde oder einfach mich über die Anordnung hinwegsetzen würde und stattdessen z.B Kornelkirsche pflanzen würde. Diese gewährt sehr früh im Jahr wichtige Nahrung weche vor allem Wildbienen aber auch anderen Bestäuberinsekten als Nahrungsgrundlage dient. Wenn dann die Behörden den Abriss der Hecke einfordern würden, dann wäre bei mir der Vorgang bei der örtlichen Tagespresse.

    Ich bin einfach der Meinung dass man sich nicht alles bieten lassen kann.

  7. #7

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Vielen Dank euch für die ganzen Antworten.

    Das unser Garten bunt gemischte Sträucher haben wird, das ist für uns selbstverständlich! Diese klinische, möglichst viel Kiesvorgarten... nein, dass ist mit Sicherheit nicht unseres. Wir hätten diese Vielfalt allerdings auch gerne von außen sichtbar... Hecke ist bei uns verpflichtend, zwischen 1,6m und 1,8m hoch, und nur die 3 genannten Sorten. Von außen eine "Vielfalt" zu Erzeugen geht also nur mit diesen drei Arten....

    Bis jetzt waren wir auch auf dem Trip, entweder Liguster oder Hainbuche, mit Tendenz zum Liguster (wächst schneller uns wird schneller blickdicht als Hainbuche, oder täusche ich mich?!). Genau handelt es sich um "Schwarzgrüner Liguster 'Atrovirens'", welcher im BPlan drin steht, der soweit mir bekannt wintergrün ist.

    Ich habe noch nicht ganz verstanden, was gegen eine Mischhecke sprechen würde. Hainbuche wechsel im Winter die Farbe, Liguster bleibt den ganzen Winter über grün (zumindest in unserer Region, Normtemperatur ist -10 Grad, also maximal warm...), und der Weißdorn bringt zumindest in 2-3 Monaten schöne Blüten ins Spiel. Eventuell stelle ich es mir zu einfach vor... sieht es optisch eventuell nicht aus? Behindern sich die Pflanzen gegenseitig? Wie gesagt, dass auf der Gartenseite noch zusätzliche Sträucher sein werden, dass gilt als gesetzt, da wir vor allem auch vielen Tieren einen Lebensraum geben wollen.

    Gruß
    Lea
    Wasserlinse gefällt das.

  8. #8
    Avatar von Elkevogel
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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Hallo Lea,

    das ist schwierig aus der Ferne zu beantworten.
    Meine persönliche Meinung:
    Ich würde Hainbuche bevorzugen, da ich den Jahreszeitenwechsel im Garten erleben möchte und nicht gerne auf eine "ímmergrüne Mauer" gucken mag. Wir haben eine kleine Hainbuchenhecke im Garten als Raumteiler und ich mag ganz besonders die sich jetzt langsam verfärbenden Blätter, die aber noch lange hängen bleiben. Und im Frühjahr suche ich jede grüne Spitze, die den Frühling ankündigt.
    Vorteil am Liguster und dem Weißdorn wären hingegen die Blüten, mit denen die Hainbuche nicht aufwarten kann.
    Weißdorn würde mir von beiden wieder besser gefallen: Laubabwerfend, kein Schnitt im Sommer und somit etwas wilderes Wachstum um im nächsten Jahr Blüten zu bekommen. Aber - das braucht Platz und wird euren Pflanzplänen im Innenbereich vermutlich widersprechen.
    Eine Mischung aus den 3?
    Stelle ich mir nicht so schön vor - aber: die Entscheidung liegt bei euch.
    Macht doch mal am PC eine Art Collage aus Bildern von den 3 Pflanzen - wie eine imaginäre Hecke und denkt drüber nach.

    Bekommt ihr über die Gemeinde wenigstens eine günstige Einkaufsmöglichkeit?
    Oder tut euch mit den Nachbarn zusammen - bei den namhaften und zuverlässigen Versendern (Horstmann & Eggert in erster Linie) gibt es immer Staffelpreise. Und ggf. lässt sich da auch noch verhandeln.

    Den Beitrag von thomasch unterschreibe ich in vollem Umfang
    Nur die Kornellkirsche würde ich nicht empfehlen, die zickt hier nur rum und ist immer krank und mäkelig

    LG
    Elkevogel

  9. #9

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Eine Mischhecke zu pflanzen wäre aus meiner Sicht eine "Rebellion" und ggfs. auch problematisch.

    Wenn in der Bauordnung steht Hainbuche, Weisdorn oder Linguster, dann besagt das wörtchen oder dass eben nur eine der drei Varianten gepflanzt werden darf. Das heißt, dass die Möglichkeit besteht dass du die Hecke wieder rausreissen must und vermutlich erst nachdem diese schon groß ist.

    Botanisch gesehen ist aus meiner Sicht vom Grundsatz nichts dagegen aber ob die Hecke später schön gleichmäßig wird kann zum Problem führen.
    Ohne die Pflanzen zu kennen, kann man von einem untereschidlichen Wachstumsverlauf ausgehen, wodurch sich die schnellwachsenderen - vermutlich die Hainbuche - schneller ausbreitet als die anderen und mehr Raum für sich beansprucht und die anderen demzufolge unterdrückt.

    Ich kann es mir andererseits auch interessant vorstellen wenn diese Ineinder verschlungen groß werden und bin mir sicher wenn es zum Wahstumserfolg kommen sollte sieht die Hecke viel interesanter und schöner aus alle anderen Hecken in der Nachbarschaft.

    Wenn du es machen solltest, dann must du bei der Heckenerziehung ein wenig darauf achten, dass die schnellwachsenderen Pflanzen nicht zu sehr die langsamwachsenderen behindern.

    Solltest du dich einheitliche Bepflanzung entscheiden gilt es wie folgt abzuwegen.

    Ich bin kein Fachmann bei Hecken, ggfs. meine Aussagen gegenprüfen lassen.

    Linguster:
    Linguster blüht eher NICHT! Grundsätzlich sollte er es tun, aber da er erst später blüht ist er meist schon geschnitten ehe er blühen kann. Dafür ist er immergrün und auch im Winter blickdicht. Er sieht wirklich sehr schön aus und daher wohl meine erste WAhl ..... obwohl

    Weisdorn:
    Weisdorn ist eine Blütenpracht und als Frühblüher sollte er auch als Hecke zur Blütenpracht werden. Da Weisdorn eine sehr wichtige Pflanze für Bestäuberinsekten insbesondere Hummeln ist sollte dieser eigentlich den Vorzug gegeben werden.

    Hier mein Weisdorn, dem es leider an Erziehung mangelt und sich einbildet er dürfte den ganzen Hang für sich alleine in Anspruch nehmen.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	weisdorn.jpg
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ID:	575569



    Hainbuche:
    Vermutlich die am stärksten wachsende und ihr saftiges Grün ist ebenfalls eine Augenweide. Wir haben selber ein Hainbuchhecke (gezwungenermaßen es ist die vom Nachbarn der sie zum Glück auch pflegt)

  10. #10
    Avatar von billymoppel
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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    na ja, ist doch völlig normal, dass weissdorn so aussieht...gehört sich so.

    als schnitthecke eignet der sich m.e. wirklich nicht. auf was? 1,20m?
    ich wohne ja nun in einer gegend, wo weissdorn in massen in den üblichen trocken-wald-feld-rand-trockenrasengesellschaften vorkommt - es gibt keine weissdornhecken. schlehen vielleicht und kirschpflaumen, aber weissdorn sind immer solitäre, die gern auch zu mini-bäumen werden.

    optisch schön ist aber weissdorn natürlich nicht nur zur blütezeit (auch wenn ich finde, dass es schon streng riecht), sondern auch jetzt im herbst in vollem beerenschmuck.

    persönlich würde ich denn auch zur hainbuchenhecke in ihrer veränderlichkeit neigen, ich mag sie auch im herbst/winter.
    den weißdorn würde ich, wenn, einzeln dazu setzen - aber vermutlich darfst du den dann ja auch nicht wachsen lassen...

    ist ja kaum zu glauben eine solche beschränkung auf drei arten - eine halte ich für untauglich, zwei sind ökologisch eher sinnfrei...
    wenn ich mir in den kopf gesetzt hätte, eine ökologisch sinnvolle einfriedung herzustellen - ich würde das tun. und wenn da dann einer mit dem bb wedelt, würde ich das mal öffentlich diskutieren...
    aber klar, nicht jeder hat revoluzzer-gene

  11. #11

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Wie alt ist eigentlich die Wohnsiedlung?

    Evt wäre es auch angebracht mal nachzufragen ob diese Beschränkung nicht aufgehoben werden kann bzw. den antrag diesbezüglich stellen. Denn solche Regularieren von Papiertigern ohne Kentnisse entwickelt sind nicht mehr zeitgemäß.

    ICh sehe auch ein ganz anderes Problem:

    Falls sich Krankheiten einschleichen sollten oder Schädlinge dann würden diese in der Siedlung sich rasch vermehren ähnlich wie in einer Monokultur.

    Diese Begrenzung ist nunmal vollkommen sinnfrei.

    Ob es sich aber lohnt mit Gemeinde und Nachbarn anzulegen und dies obwohl der TE sich offenbar mit der Auswahl anfreunden kann bleibt eine andere Frage.

  12. #12

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Weisdornhecke ist möglich, da weisdorn extrem gut Schnittverträglich ist.
    http://www.pflanzenankauf.de/Laub-Heck/LB3/LB3-5564.htm

    Aber nochmal ....
    Bei uns gibt es auch eine Beschränkung.

    In meinem Garten darf Nichts gebaut und auch kein Pool angelegt werden.

    Ich habe 1 Gartenhaus, 2 Gewähcshäuser und 1 Pool alles vom Bauamt abgesegnet und zum Teil gegen den widerspruch der Nachbarn.

    Manchmal muss man auch einfach nur fragen.

    Aber zurück zum eigentlich Thema und die Frage an Heckenexperten:

    Ist die Mischung aller drei Arten denkbar und sinnvoll, bevor wir zu sehr vom Thema abschweifen.

  13. #13

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Zurück zum Thema:
    Ich find die Mischung nicht als sinnvoll, v.a. auch deshalb, weil der Weißdorn einfach ausschert.
    Aber auch vor der Hainbuche, wenn sie nicht regelmäßig geschnitten wird, möchte ich waren. Die Hainbuchen wachsen sich ganz schnell zu Buchengröße aus. Wir haben ein Beispiel davon im Garten stehen: einen riesenhohen Baum.
    Da ist mir Liguster lieber, auch wegen der Beeren: zum Teil für die Vogelwelt, zum TEil auch für mich für Herbstgestecke und -kränze.

  14. #14

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Vergiß die Beeren bei Weißdorn und Linguster ....

    Die Hecke soll doch geschnitten werden dann bleibt keine Zeit zum Ausreifen der Früchte.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in dieser Siedlung gestattet wird, dass diese ohne Heckenschnitt wachsen dürfen.

  15. #15
    Avatar von elis
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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Hallo !

    Jetzt gebe ich meinen Senf auch noch dazu. Meiner Meinung nach ist das nur eine Pflanzempfehlung. Also das ist keine direkte Vorschrift. Zumindest bei uns in Bayern ist das so. Man sieht bei uns ganz unterschiedliche Heckenpflanzungen auch in den neuen Siedlungen. An viel befahrenen Straßen werden oft auch die Thuja Smaragd gesetzt, die braucht man nur oben schneiden, wenn sie die Größe erreicht hat die man haben will. Das ist halt auch im Winter ein guter Sichtschutz und auch ein beträchtlicher Schallschutz.
    Dann würde ich zur Hainbuche noch was sagen. Die würde ich nie als Heckenpflanze nehmen. Die wächst viel zu sparrig. Da muß man später richtig mit der Baumschere dran um sie gut einzukürzen. Ich würde die Rotbuche nehmen. Sie ist viel schöner zum schneiden, die bekommt weiche Triebe,treibt grün aus und färbt sich im Herbst rotbraun, daher der Name. Das Laub bleibt auch den ganzen Winter dran und springt richtig ab, wenn das neue Blatt durchtreibt. Man kann sie wunderbar leicht mit der normalen Heckenschere schneiden und auch sehr schmal halten, wenn man will. Sie wächst genau so schnell wie die Hainbuche, wird aber innen dichter, weil die Ästchen dünner sind. Auch die Blutbuche wäre noch schön, sie hat dunkles Laub das ganze Jahr und sonst ist sie genau so wie die Rotbuche.

    Von Weißdorn als Hecke würde ich auch abraten, die wuchert rum wie wild, auch die Schlehen. Ich spreche aus Erfahrung. Wenn Weißdorn,dann in Einzelstellung, damit die Früchte ausreifen können. Bei Liguster, wenn man auf Früchte wert legt ist es dasselbe. Als Hecke und schneiden ist sie in Ordnung.

    Lg. elis
    Geändert von elis (04.10.2017 um 14:28 Uhr)

  16. #16

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Nein, du kannst das nicht einfach nur als Empfehlung hier bei uns in Bayern sehen.
    Da gibt es - je nach Gemeinde (das ist ja das Fatale, dass sich hier gewisse Büromenschen etwas ausdenken, was nicht Hand und Fuß hat, sich nicht mit den anderen Behörden, die sich in diesem Bereich wirklich konstruktive Gedanken machen, um Kontakt bemühen) solche irrsinnige Vorgaben. Das sind aber meist auch die Behörden, die hier bei uns Industriegebiete en masse ausweisen und die dazugehörigen Straßen/Parkplätze gerne genehmigen.
    Einheitsbrei pur!

    wilde Gärtnerin

  17. #17

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Oh was für eine Resonanz, ich bin beeindruckt!

    Also die 3 Heckenarten sind tatsächlich keine Empfehlung, sondern knallhart vorgeschrieben. Es handelt sich um ein Neubaugebiet, also kann man auch wenig über den bisherigen Bewuchs sagen... da war vorher nur ganz viel Mais Die Baugebiete drum herum hatten derartige Regelungen nicht...

    Zum Hintergrund, wieso diese Sachen so im BPlan stehen: Im Neubaugebiet nebenan gab es, wie eben gesagt, solch eine Beschränkung nicht. Das führte dazu, dass 70% der Personen Kirschlorbeer genommen haben, die mir, und das ist auch die Begründung für den BPlan, ökologisch als kritisch bekannt ist. Wieso man nicht trotzdem ein paar mehr Heckenarten zugelassen hat, ist dennoch ein Rätsel. Ich werde aber nochmal gemeinsam mit 3-4 Nachbarn (findet niemand gut...) auf das Bauamt zugehen!

    Manche Sachen unseres BPlans wiederum finde ich richtig gut (auch wenn es oft belächelt wird...): Wir haben verpflichtende Fledermausquartiere als Ersatz an der Fassade vorgeschrieben, der Steinkauz hat sogar ein neues, eigenes Quartier bekommen, bevor losgebaut werden durfte. Ich nehme bei den Hecken also auch stark an, dass jemand diese Entscheidung mit bestem Wissen und Gewissen im Sinne der Umwelt getroffen hat (leider daneben..).

    Eine Mischhecke würde ich tatsächlich dann erstmal ausschließen, und mich für Liguster oder Hainbuche als Hecke entscheiden (da sind die Meinungen hier ja anscheinend nahe 50:50 verteilt, hehe), und dann auf unserer Gartenseite entsprechend mit vorgesetzten Sträuchern arbeiten. Nicht die optimale Lösung, aber wohl nicht anders möglich.

    Ich bedanke mich für all die Antworten. Sollte ich etwas beim Bauamt erreichen, bekommt ihr natürlich Feedback! Ich werde dem Forum sicherlich erhalten bleiben (ob Drohung oder nicht kann sich ja jeder selbst ausmalen ), da die Gartenthemen in unserem Leben jetzt stark zunehmen werden
    Scarlet gefällt das.

  18. #18

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    AW: Mischhecke so sinnvoll?
    Dann würde ich mich für das Gespräch im Bauamt gut vorbereiten.

    Offenbar ist die Gemeinde doch ökologisch orientiert. Also sammelt die Argumente die gegen die Bepflanzung sprechen und setz auch vorher mit dem Umwelt für Naturschutz oder forstamt etc in Verbindung.

    Wenn Ihr gut vorbereitet seid müsste sich an dierser Verordnung etwas ändern lassen.

    .... und ja Kirschlorbeer wäre in der Tat nicht das richtige.

    Gibt es denn noch mehr Auflagen?

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