Thema: Bodenvorbereitung für neuen Rasen

  1. #1
    Bodenvorbereitung für neuen Rasen
    Hallo zusammen.
    Ich hab nun schon einige Threads gelesen, aber so hundertprozentig hab ich die Antworten auf meine Fragen doch noch nicht gefunden. Deswegen hoffe ich, es ist okay, wenn ich als Neumitglied direkt ein neues Thema eröffne.
    Wir sind vor 5 Monaten in unseren Neubau eingezogen und wie es dann so ist, erst Mal drinnen alles fertig machen. Gut, hat auch nicht geklappt, der Keller ist immer noch im Rohbauzustand. Aber egal, der kann auf den Winter warten, jetzt ist Draußen-Zeit. Und da sieht es noch aus wie letztes Jahr. Ein kleiner Berg mit Mutterboden (leider waren das nur ca. 5 cm des ursprünglichen Bodens) und ein großer Haufen von der Ausschachtung, der noch weg muss.
    Die danach übrig bleibende Fläche sind 400 qm Lehmboden mit ziemlich vielen Steinen drin (von den kleinen bis zu 50 cm Brocken). Bei Trockenheit wird der Boden steinhart, bei Regen haben wir tagelang kleine Seen. Es dauert bis zu einer Woche, bis die Oberfläche auftrocknet. Falls das weiterhilft, das Gebiet ist wohl ein Randausläufer eines Hochmoors. Vorne hat man uns für die Bauphase noch so Schutt hingekippt (Recycling nannten die das, also so kleingemachte Steine, da sind aber auch Tonscherben bei etc., die auch Durchmesser von ca. 10 cm haben). Angeblich sackt der verfüllte Arbeitsraum ja noch tierisch. Hat aber wohl bei dem Lehmboden nicht geklappt und jetzt sind wir zu hoch.
    Zu hoch, schöne Überleitung. Da wir sowieso schon zu hoch sind, wollen wir jetzt erst auf die benötigte Höhe baggern. Und da fragen wir uns halt: Wie tief, denn was kommt da noch drauf nachher? Soll der Lehmboden von Steinen befreit, gelockert und mit Sand vermischt werden und dann Rasen drauf? Oder einfach Mutterboden in x cm und dann Rasen? Oder sowohl Lehmboden vorbereiten und zusätzlich Mutterboden? Oder ganz was anderes? Muss das Recycling weg? Würde sich die Strategie ändern, wenn man Rollrasen nimmt? Könnte mir da einer ein paar gute Tipps zu allen Fragen geben? Würde mich unheimlich freuen. Jetzt ist nämlich noch alles möglich, weil wir die Höhen noch nicht festgelegt haben und der Bagger noch da steht. Denn davon würde ja abhängen, wie hoch wir die Randsteine setzen etc.
    Das einzig positive ist eben, daß es noch für nichts zu spät ist. Ansonsten hab ich keinen blassen Schimmer. Aber das habt ihr beim Lesen sicher schon bemerkt.
    Liebe Grüße
    Petra

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  2. #2
    Avatar von Rasenblogger
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    AW: Bodenvorbereitung für neuen Rasen
    Hallo Petra,

    Du solltest Dir vor Augen führen, dass Rasen in der Regel zwischen 40 und 80 cm tief wurzelt, einzelne Arten noch tiefer, aber gehen wir mal von 40 cm aus. Was der Rasen in dem Bereich findet ist ausschlaggebend für das spätere Erscheinungsbild. Dabei ist weniger die Qualität des Bodens ausschlaggebend, denn das kann man beeinflussen, sondern eher die Gleichmäßigkeit des Bodens.

    Solange der Bagger noch da steht, würde ich damit in jedem Fall den anstehenden Boden tiefgründig lockern, so dass Verdichtungen, die zweifellos durch den Baubetrieb vorhanden sind, aufgelöst werden. Das ist einen Sache, die, wenn man sie nicht jetzt macht, man nie wieder machen kann.

    Bei der Gelegenheit solltest Du mal an dem Boden riechen, denn der Geruch sagt eine Menge über den Zustand des Bodens aus. Guter Boden riecht neutral bis erdig, im besten Fall nach Wald. Stimmt etwas nicht mit dem Boden oder dem Wasserhaushalt, so stinkt er modrig faulig oder sogar stechend, in jedem Fall unangenehm.
    Ist der Geruch OK, dann kannst Du ganz normal mit Ansaat oder Fertigrasen beginnen. Eine Grunddüngung nicht vergessen.

    Fertigrasen hat gegenüber der Ansaat zum Einen den Zeitvorteil, weil er eben schon 1 - 2 Jahre alt ist, Andererseits braucht man keine Steine rausrechen, denn der Rollrasen deckt alles ab, während bei der Ansaat mit dem ersten Regen die Steine freigespült werden, falls sie nicht vorher ausgerecht wurden.

    Sand einfräsen ist in der Regel nicht notwendig, wenn der Boden keine Wasserproblem hat (siehe Geruch). Lehmboden ist grundsätzlich auch nicht schlecht, da er weniger Nährstoffe und Wasser benötigt. Das Recyclingmaterial würde ich allerdings wegfahren lassen.

    Ich wünsche ich Dir viel Spaß mit dem neuen Rasen.
    Geändert von Rasenblogger (16.06.2009 um 02:00 Uhr)

  3. #3

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    AW: Bodenvorbereitung für neuen Rasen
    Danke für die vielen Tipps. Und nach dem Lockern des Bodens einfach die paar cm Mutterboden wieder verteilen und dann aussäen? Die anderen in meiner Straße haben, glaub ich, alle mindestens 15 cm Mutterboden nachgekauft. Was aber ja auch nicht viel bringt, wenn Rasen 40 cm tief wurzelt.

  4. #4
    Avatar von Rasenblogger
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    AW: Bodenvorbereitung für neuen Rasen
    Natürlich bringt der Auftrag von gutem Boden immer was und je mehr man einbaut umso besser ist es für alle Pflanzen, nicht nur für den Rasen. Wobei ich aus der Ferne natürlich Deinen Boden nicht einschätzen kann, ebenso wenig den, den Deine Nachbarn haben anliefern lassen.
    Allerdings ist Rasen nicht besonders Anspruchsvoll, was den Boden angeht und mit ein paar Düngergaben mehr pro Jahr, kann man auch auf einem mageren Boden einen schönen Rasen haben.

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