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06.01.2012 15:59 #1Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Liebe Leute,
ich brauche dringend euren Rat: Ich bin vor drei Wochen umgezogen, und der Rasen in meinem Garten - diesen Zustand kann ich gar nicht beschreiben. Aber ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte:

Jetzt weiß ich nicht, wie ich am besten daraus einen Rasen mache: Mitte/Ende April umgraben und neu aussähen? Jetzt schon umgraben und dann im Frühjahr aussähen, sobald die Bodentemperatur geeignet ist? Gar nicht umgraben, sondern im Frühjahr nur vertikutieren und neu aussähen?
Hilfe!
Ich bin für jeden Rat dankbar.
Hummeline
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06.01.2012 17:04 #2AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Hallo Hummeline,
in folgendem Link erfährst du alles Wichtige - Vertikutieren ist unnötig!
http://www.rasenblog.de/?p=200
Herzliche Grüße
von
Moorschnucke
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06.01.2012 19:40 #3AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Also mal ehrlich Moorschnucke, Du kannst nicht in jeden Thread gehen und Deinen "bloß nicht vertikutieren" Satz zusammen mit einem Link hinklatschen.
Es ist manchmal ganz ratsam, die Standardantwort von Anwälten auf Fragen jeglicher Art in Betracht zu ziehen: Es kommt darauf an ....
Bei einer bestehenden Rasenfläche kann man sicher zweifelsfrei vom Vertikutieren abraten. Allerdings ist die gepostete Grünfläche von einem "Rasen" so weit entfernt wie Köln von Berlin. Wir reden daher nicht von einer Rasenpflege, sondern vielmehr von einer Neuanlage.
Und in dem Fall befürworte ich eine ausführliche Vertikutierung (längs, quer, diagonal) samt anschließender Neueinsaat und zeitlich verzögerter Düngung.
Das habe ich ebenfalls hinter mir und bin damit bestens gefahren. Noch im Ansaatjahr eine dichte, komplett grüne, unkraut- und moosfreie Grünchfläche-
Natürlich kann man auch hergehen und den Samen direkt auf die Moos-/Unkrautfläche kippen und anschließend düngen. Nur dann kann man sich gleich von 50-70% aller Samen verabschieden. Bis die angehenden Gräser das Moos/Unkraut verdrängt haben, können Jahre vergehen. Die Geduld hätte ich definitiv nicht.
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06.01.2012 21:51 #4AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Hallo Beepo,
das ist eine ernstzunehmende Empfehlung, deren Wirksamkeit von vielen Mitgliedern hier im Forum bestätigt wurde.
Natürlich braucht es etwas Geduld, aber so manchem kommt das entgegen, denn alles andere ist mit immensem Arbeitsaufwand verbunden.
Herzliche Grüße
von
Moorschnucke
P.S. Du weißt sicher: Geduld ist die wichtigste Eigenschaft der Gärtnerin/des Gärtners.
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06.01.2012 22:47 #5AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Da muss ich Beepo schon zustimmen Schnucke.
Es sollte schon noch Rasen vorhanden sein um mit düngen
und mähen Erfolg zu haben, aber wo nix mehr ist, da ist
wohl eine Neuanlage sinnvoller.
Wie gross ist denn die Fläche?
Wäre da Rollrasen für euch eine Option?
LG Feli
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06.01.2012 22:48 #6AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Machen kannst du alles. Bei der Witterung ist es egal, ob jetzt oder im Frühjahr umgräbst. Vertekutieren geht flacher damit kriegst du die Disteln nur kaputt aber nicht raus.
Hauptsache das ganze Kraut was drin ist kommt runter, das Moos raus.
Das wird je nach Größe eine Heidenarbeit. Allerdings hilft gegen Moos auch Rasen und die Sommersonne. Was im Umkehrschluss heisst, Moos kommt von der Feuchtigkeit.
Liebe Grüße Suse
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06.01.2012 23:10 #7AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Moos kommt nicht nur von der Feuchtigkeit sondern ist
auch eine Zeigerpflanze, heisst durch düngen wird das
Moos verdrängt.
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07.01.2012 00:23 #8AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Ob bei den vielen Disteln vertikutieren das richtige Mittel ist? Dann werden die Distelwurzeln ja noch geteilt und die Dinger vermehren sich. So schnell wir der Rasen nicht dicht, dass die Disteln nicht doch evtl. wieder die Oberhand gewinnen.
Und wie sieht es mit Löwenzahn aus? Ist der auch noch auf der Fläche?
Wenn es denn wirklich unbedingt Rasen sein soll, wäre vorher vielleicht sogar ein Chemieeinsatz notwendig. Dann aber erst, wenn die unerwünschten Pflanzen wieder genug Blätter haben.
Ja, ja, Moorschnucke, ich weiß...
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07.01.2012 09:17 #9AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Wow, so viele Antworten, super!
Wie groß die Rasenfläche werden soll, weiß ich noch nicht genau – weil ich auch Stauden, Himbeeren, Kräuter, Rosen etc. pflanzen möchte. Ich muss also erst mal einen Plan machen. Ich schätze mal, dass der Rasen dann so zwischen 20 und 30 Quadratmeter haben wird.
Hallo Moorschnucke, ich bin auch der Meinung, dass man einen Rasen nicht vertikutieren muss. Ich habe das einmal gemacht und war total unglücklich, als ich gesehen habe, wie die Fläche hinterher aussah. Dann hatte Unkraut leichtes Spiel, was das Ganze natürlich nicht besser gemacht hat. Seitdem habe ich das nie wieder gemacht und der Rasen sah immer gut aus. Nur in diesem neuen Garten kann man ja durch Vertikutieren nix kaputt machen... Und ich nehme lieber einen höheren Arbeitsaufwand in Kauf, wenn ich dafür weniger Geduld aufbringen muss.
Ja Lieschen, es gibt auch Löwenzahn. Eigentlich gibt es so ziemlich alles. Wenn ich das richtig sehe, sind neben den üblichen Verdächtigen (Moos, Klee, Löwenzahn, Disteln, etc.) auch Erdbeerpflänzchen verteilt. Und einige mir unbekannte Pflanzen und Unkräuter. Trotzdem möchte ich keine Chemie einsetzen, schon allein, weil ich zwei Katzen habe.
Feli, an Rollrasen habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Da werde ich mich mal erkundigen, sobald ich weiß, wie groß die Fläche werden soll. Gute Idee!
Beepo, du machst mir Mut. Ich hoffe, dass meine Unkräuter nicht hartnäckiger sind als deine. Hattest du noch im Aussaatjahr gedüngt, oder erst im Jahr darauf?
Suse, das mit den tiefen Wurzeln stimmt natürlich. Vielleicht nutze ich die milde Witterung und entferne in den kommenden Wochen immer mal wieder ein paar der tiefer wurzelnden Unkräuter mit der Hand (bzw. mit einem Unkrautstecher).
Im Frühjahr leihe ich mir dann einen Vertikutierer aus und anschließend sähe ich entweder oder nehme Rollrasen. Hach, vor meinem geistigen Auge sieht der Garten schon super aus. Ich darf nur nicht aus dem Fenster schauen ...
Ganz liebe Grüße und vielen Dank für die Anregungen
Hummeline
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07.01.2012 09:43 #10AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Hallo hummeline,
wenn es nur 20 bis 30 m² werden sollen, dann ist das ganze kein Thema!
Vor allem ist dann auch Rollrasen erschwinglich.
Wir bevorzugen unsere Blümchenwiese wg. Bienchen und Hummeln, die macht daher ganz wenig Arbeit.
Herzliche Grüße
von
Moorschnucke
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07.01.2012 10:00 #11AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Die erste Düngung habe ich rund 4-6 Wochen nach der Aussaat verteilt. Es gibt auch speziellen Startdünger, der kann direkt während/nach der Aussaat aufgebracht werden. Wichtig ist es, die Samen innerhalb der ersten 4-6 Wochen immer feucht zu halten. Im Extremfall heißt das 2-3x täglich bewässern.
Vielleicht noch etwas ganz allgemeines:
Egal ob Du die Fläche nun selbst in Angriff nimmst oder Rollrasen verlegen lässt, beide Varianten haben eines gemeinsam: Sie verlangen nach kontinuierlicher Pflege um "schön" zu werden und zu bleiben.
Konkret meine ich damit 3-4 Düngegaben im Jahr, mind. 1 Schnitt die Woche während der Hauptwachstumsphase sowie eine Bewässerung in Trockenperioden.
Du solltest Dir im Vorfeld darüber im Klaren sein, ob Du gewillt bist, diesen finanziellen und zeitlichen Aufwand auch langfristig zu betreiben. Falls nicht, solltest Du ernsthaft überlegen, ob Du dieses Projekt überhaupt beginnen solltest.
Bei rund 30 Quadratmeter befindest Du Dich in der glücklichen Situation, dass Zeit und Kosten sich in Grenzen halten werden. Wenn Du z.B. auf Aldi-Dünger zurückgreifst (3,99 EUR für 120 m²) würden sich Deine jährlichen Düngekosten auf lediglich 4 Euro belaufen. Und 30m² sind schnell gemäht.
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07.01.2012 10:26 #12AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Hallo
ja wenn das nur so ein kleines Stück ist wirds ja nicht so
schlimm..... wären es ein 500qm würd es schon anderst aussehen.

Da kannst du ach viel von Hand ausgraben oder einfach abschälen
etwas neuen Boden drauf und dann einsäen.
LG Feli
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07.01.2012 10:45 #13AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Mag sein Feli, das ihr das mit Düngen hinbekommt. Aber wir düngen ja bekanntlich gar nicht und das Moos verschwindet, sobald der Boden trockener wird.
Nicht nur auf diesem Grundstück, auch auf dem, alten mit viel dunklerem Boden war das so.
So was muss man erst mal ausprobieren. Wir haben im Sommer immer alles wachsen lassen wegen der Hitze, um den Rasen hier, den wir nicht künstlich wässern konnten, nicht verbrennen zu lassen. Er hat sich dabei 12 Jahre lang jeden Juni ausgesäht. Wir wässern Rasen deswegen bis heute nicht, obwohl hier kein Feuchtgebiet ist.
Gruß Suse
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08.01.2012 10:49 #14AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werden
Guten Morgen Beepo, das mit dem Startdünger ist eine gute Idee. Sobald hier nicht mehr alles nass und aufgeweicht ist, wollte ich mir sowieso mal den Boden ansehen. Und später nach dem Vertikutieren eventuell etwas Sand druntermischen, falls er zu lehmig ist. Dann kann ich auch gleich Startdünger dazugeben.
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08.01.2012 23:48 #15
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AW: Dieses "etwas" soll ein Rasen werdenMoin, ich hatte mit einem ähnlichen Rasenstück zu tun, wir haben es mit Nachsähen und Jäten gut hinbekommen. Ich würde jetzt schon mal Unkraut ausstechen.
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