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18.05.2010 14:29 #26AW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Also um ehrlich zu sein, wir haben uns erst beim dritten Termin mit dem Makler dafür entschieden. Wie andere bereits geschrieben haben, würde ich ebenfalls dazu raten gleich von Anfang an einen Fachmann mitzunehmen. Bei uns war es mein Schwiegervater der von Beruf Heizungstechniker ist und sich mit der Bausubstanz von Häusern recht gut auskennt.
Schon beim ersten Termin haben wir das ganze Haus von oben bis unten fotografiert. Vor allen die weniger schönen, "schwierigen" Ecken, bei denen man ein späteres Problem befürchten konnte. Ausserdem haben wir das ganze Haus vermessen und einen groben Plan gezeichnet. Geht ja nun schnell. Zu Hause haben wir dann die Daten des Hauses in ein Architekturprogramm eingegeben und somit das Haus virtuell nachgebildet. Ist zwar etwas Arbeit, lohnt sich aber unserer nach Meinung schon. Denn dadurch kann man das Haus jederzeit virtuell durchwandern und sogar schon mal einrichten. Beim späteren Umzug wussten wir schon vorher auf den Zentimeter genau welches Möbel wohin kommt. Böse Überraschungen gab es somit keine.
Jepp, absolut! Wie ich schon sagte, sowas ist kaum mit Geld zu bezahlen.
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19.05.2010 09:11 #27AW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Die Mietrendite beträgt im Schnitt, nach Abzug aller Kosten, zwischen 2 und 3,5 %. Ist also nicht die beste Anlage. Deshalb stellt ja auch der Staat Abschreibungsmöglichkeiten, zur Wohnraumschaffung, zur Verfügung. Für Denkmalgeschütze Objekte sogar bis zu 100%, weil die mehrheitlich so teuer zu renovieren sind, das die eingehende Miete nur ein Verlustgeschäft wäre.
Und natürlich zahlt die der Mieter nach und nach dein Haus/Wohnung ab. Nur benötigt man ein vielfaches an Zeit, als es mit anderen Investitionen möglich ist. Wobei bei einem Haus die zu erzielende Rendite schlechter als bei einer Wohnung ist, weil vieles nicht auf die Miete umgelegt werden kann.
Das mit dem Rechnen ist schon so eine Sache. Wenn Du eine Haus vermietet hast, dann rechne es doch einmal selber nach, was dich das Haus pro Jahr kostest. Meinen Erfahrungen nach, wird die Rendite, durch zusätzlich anfallende Kosten, im laufe der Jahre ehr noch schlechter. (sicher auch eine Frage von Glück)
Kann eigentlich jeder nachrechnen, was nach 20 Jahren, oder mehr, bei den unterschiedlichen Investitionen herauskommt
Archi
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19.05.2010 10:49 #28AW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Sorry, wenn ich deinen letzten Satz mal nach oben stelle.
Aber das hat ja auch niemand gesagt. Ja sicher kann man sein Geld gewinnbringender anlegen. (Wobei das in Zeiten von 25 Prozent Spekulanten-Rentite auch kein Wunder ist.) Aber eigentlich ging es doch nur um den Vergleich Miete - Hauskauf.
Ähm ... nochmal ... Abschreibungen sind ein völlig normer Bereich jeder betriebswirtschaftlichen Kalkulation. Die Abschreibunghöhe ist stets auf ein Jahr bezogen und richtet sich im Allgemeinen nach der Höhe des Anschaffungspreises sowie der durchschnittlichen Benutzung in Jahren. Kleinere Gegenstände wie bsw. ein Kugelschreiber kann sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, bei einen Hauskauf dagegen erstreckt sich die Abschreibungsdauer auf viele Jahre. Der Gesetzgeber hat spezielle Abschreibungzeiten erlassen, die bei Gebäuden in der Regel zwischen 40 und 50 Jahren liegen.Die Mietrendite beträgt im Schnitt, nach Abzug aller Kosten, zwischen 2 und 3,5 %. Ist also nicht die beste Anlage. Deshalb stellt ja auch der Staat Abschreibungsmöglichkeiten, zur Wohnraumschaffung, zur Verfügung. Für Denkmalgeschütze Objekte sogar bis zu 100%, weil die mehrheitlich so teuer zu renovieren sind, das die eingehende Miete nur ein Verlustgeschäft wäre.
Also ganz vereinfacht gesagt ... 100 Prozent Kaufpreis geteilt durch 50 Jahre ist gleich die jährliche (in diesen Fall linieare) Abschreibung ... also zwei Prozent des Anschaffungspreises können Vermieter jedes Jahr als Betriebsausgaben von dem zu versteuernden Einkommen abziehen. Als Entgegenkommen hat der Gesetzgeber lediglich die degressive Abschreibung eingeführt, bei der in den ersten Jahren, in denen die finanzielle Belastung des Eigentümers ja besonders hoch ist, ein erhöhter Prozentsatz abgeschrieben werden kann. Dennoch ist die Abschreibungsdauer die Gleiche.
Ja, du magst zum Teil schon recht haben. Aber eigentlich können alle Instandsetzungsarbeiten wie bsw. notwendige Reparaturen ausnahmslos umgelegt werden. Lediglich werterhaltende Massnahmen ohne zwingenden Grund, bsw. wenn ein Hauseigentümer das Dach neu eindecken lässt, obwohl das alte noch in tadelosen Zustand war fallen nicht darunter. Ansonsten wird jede noch so kleine Rechnung von einen Vermieter auf die Mieter umgelegt.Und natürlich zahlt die der Mieter nach und nach dein Haus/Wohnung ab. Nur benötigt man ein vielfaches an Zeit, als es mit anderen Investitionen möglich ist. Wobei bei einem Haus die zu erzielende Rendite schlechter als bei einer Wohnung ist, weil vieles nicht auf die Miete umgelegt werden kann.
Jepp ... wobei solche Rechnungen eh sehr schwierig sind und ich denke auch, in den meisten Fällen an der Realität vorbeigehen. Denn viele "normale" Mietwohnungen sind durchaus kleiner als ein ganzes Einfamilienhaus und haben auch viel weniger Nebenräume, von einen Garten mal ganz abgesehen. Und letztlich spielt auch Dauer auch die Inflation eine nicht unerhebliche Rolle. Unser Haus hat bsw. gegen Ende der sechziger Jahre relativ wenig gekostet. Inzwischen ist trotz Krise und sinkende Immobilienwerte, die Kaufsumme in 40 Jahren auf das zigfache gestiegen. Denn nach wie vor, das ist ja das Schöne an einen Haus, die Miete ist eben einfach weg, ein Haus behält seinen Wert trotz Inflation relativ bei.Das mit dem Rechnen ist schon so eine Sache. Wenn Du eine Haus vermietet hast, dann rechne es doch einmal selber nach, was dich das Haus pro Jahr kostest. Meinen Erfahrungen nach, wird die Rendite, durch zusätzlich anfallende Kosten, im laufe der Jahre ehr noch schlechter. (sicher auch eine Frage von Glück)
Aber letztlich ist das mit der Vermietung wie mit vielen anderen Sachen. Bei einen normalen Einfamilienhaus wird man tatsächlich mit der Vermietung nicht reich, das stimmt schon. Aber schon bei einen Haus mit 4 oder 8 Wohnungen sieht das schon wieder ganz anders aus.
Übrigens ... mal eine kleine Rechnung. Hier bei uns wird derzeit ein Nachbarhaus neu vermietet. Das Haus ist Baujahr 1968, hat ca. 160m² Wohnfläche und kostet lt. Vergleich mit baugleichen Häusern nicht mehr als 140.000 Euro. Der Besitzer ist bereits von mehr als 1.000 Euro auf 700 Euro pro Monat zurück gegangen. Dennoch ergibt das allein ohne Zinsen in zwanzig Jahren mehr als 168.000 Euro, wenn auch vor Steuern. Und das bei einen Haus das 1968 kaum mehr als 150.000DM! incl. Grund und Boden gekostet hat. Wobei bisherigen Investitionen kaum der Rede wert sind.Geändert von aLuckyGuy (19.05.2010 um 10:59 Uhr)
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19.05.2010 15:55 #29AW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Ich gehe mal auf das oben genannte Beispiel ein. Hausbau 1968, 280.000 DM + 20.000 DM sonstige Kosten, davon 80.000 DM Eigenkapital, 220.000 DM Kredit zu 6,5% (damals sehr günstig) und 1,5% Tilgung bedeutet eine Laufzeit von ca. 26 Jahren bei 1.466 DM/Monat Ratenzahlung (was damals auch nicht wenig war). Danach ist es abgezahlt. Nach meinen Erfahrungen kommen jährlich 1% später bis 2% Instandhaltungskosten dazu. (die lassen wir aber mal rechnerisch weg)
Jetzt nimm mal an Du legst eisern die 1.466 DM zu 10%, bzw. In einen Aktienfond an. Dann hättest Du die Summe schon nach 10 Jahren (1978 ) zusammen und könntest schon nach 10 Jahren, mit ca. 2.500 DM, eine Vernünftige Rendite erwirtschaften und damit ein ordentliches Haus mieten.
Ich meine die AfA (Steuerlichen Abschreibungen), wo der Staat Dir die Möglichkeit gibt für Denkmalgeschützte Gebäude z.B. 10 x 10% die gesamten Kosten gewinnmindernd von Deinen Steuern abzusetzen. Statt Steuern zu zahlen finanziert so der Staat für Dich Mieteigentum. Das ist eine Rechnung die durchaus aufgehen kann. Allerdings auch nur wenn man schon viel Steuern zahlt und nur in Verbindung mit einer intelligenten Strategie.
Für den Normalverbraucher ist Eigentum teuer erkaufter Luxus.
Archi
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19.05.2010 21:42 #30AW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Wie ich schon sagte, es mag schon sein das es gewinnbringendere, wenn auch enorm risikobehaftete Anlageformen gibt. Aber eigentlich geht es doch lediglich um die Frage was besser ist, mieten oder kaufen.
Aber um bei deinen Beispiel zu bleiben, die Rechnung geht leider bei vielen Menschen ohnehin nicht auf. Denn meist ist es doch so, entweder man wohnt zur Miete, dann reicht das Geld nicht, um mal eben einen so grossen Betrag zusätzlich anzulegen. Kauft man dagegen ein Haus, zahlt man im Vergleich zu einer normalen Mietwohnung natürlich meist mehr monatliche Tilgung, aber dafür hat man dann nach 26 Jahren auch ein Haus und kann mietfrei wohnen, während bei einer Miete das Geld nicht nur weg ist, sondern es muss sogar noch jahrelang weiter Miete gezahlt werden.
Ach so ... ja, jetzt weiss ich erst was du meinst. Also bei Denkmalgeschützten Häusern weiss ich es nicht, aber ansonsten gibt es auser das Riestern keinerlei Förderung von selbst genutztem Wohneigentum mehr.Ich meine die AfA (Steuerlichen Abschreibungen), wo der Staat Dir die Möglichkeit gibt für Denkmalgeschützte Gebäude z.B. 10 x 10% die gesamten Kosten gewinnmindernd von Deinen Steuern abzusetzen. Statt Steuern zu zahlen finanziert so der Staat für Dich Mieteigentum.
Ja gut, wie gesagt, ich glaube im Gegenteil viel eher, das man als Mieter den Luxus der Hauseigentümer finanziert. Hab hier bei uns auch ein Beispiel, ein Nachbarhaus, seit Jahren vermietet.Für den Normalverbraucher ist Eigentum teuer erkaufter Luxus.
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21.05.2010 23:39 #31MaomiGastAW: Schlecht renoviert! Kaufen?
Hallo,
im Leben ist nicht immer alles rein nach dem Geld, bzw. den Kosten bewertbar.
Und trotzdem könnte man manchmal aber auch sagen: das Leben ist schön, aber teuer; man kann es auch billiger haben, dann ist es aber nicht mehr so schön.
Und: es gibt nicht nur 'Schwarz' oder 'Weiß'!
Grundsätzlich kenn ich 2 Typen (und natürlich jede Menge Zwischenfacetten, logo, von denen red ich aber nu nicht)
Der Eine will wenig Arbeit, sein Leben genießen und wohnt deshalb lieber in einer Mietwohnung. Zusätzlich hat er vielleicht auch weniger Geld und traut sich insgesamt nicht soviel zu (an handwerkl. Können, Möglichkeiten der Schuldentilgung...)
Der Andere will eher seine Freiheit und tun und lassen was er will (natürlich in Grenzen) Diesen 'Luxus', dieses unvergleichliche Lebensgefühl sieht er eher in einer Eigentumswohnung oder eben in einem Haus. Dafür muß er sich aber mehr einbringen.
Und es mag auch ein wenig mit Gewohnheiten zu tun haben.
Junge Leute, deren Eltern schon ein Leben klang zur Miete gewohnt haben, sind eher bereit, selbst weiterhin auch in Miete zu wohnen, als jene jungen Leute, die schon seit ihrer Geburt in einen eigenen Heim wohnten.
Ich weiß, alles Pauschalaussagen und trotzdem ist was dran.
Liebe Grüße
Maomi
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