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12.11.2006, 17:25
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 07.08.2006 Ort: Saarlouis
Beiträge: 29
| Dachboden Isolieren
Hallo , hab folgende Frage. Mein Haus ist in den sechzigern gebaut worden . die oberen zimmer sind mit Schrägen. Die Decken sind mit so einer Art Stromatte , die dann vergibst sind. Bei den Schrägen habe ich wohl im Moment keine Chance die zu isolieren. Als "Isolierung" ist dort so eine schwarze Matte , etwa 15mm dick . dann kommt die Lattung/Ziegeln. Aufm Dachboden befindet sich zwischen den Balken direkt die vergipsten Strohmatten . Nun zur Frage . Kann ich die Zwischenräume mit Mineralwolle füllen und Latten, oder muß dort eine Dampfsperre rein. Der Dachboden ist belüftet durch zwei Öfnnungen an den beiden Gibeln . Es wir kein Wohnraum werden.
Es wäre super , wenn mir jemand weiterhelfen könnte
Gruß
Ralf |
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12.11.2006, 19:18
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#2 (permalink)
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Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 244
| AW: Dachboden Isolieren Hallo Ralfi,
diese Strohmatten nennen sich Plisterwerk, ist in den 60ern ein passender Isolierbaustoff gewesen. Wie Du schon festgestellt haben wirst reicht der Isolierwert heutzutage nicht mehr aus um Wirtschaftlich zu sein. Genau vor Deinem Problem habe ich auch gestanden.
Vor 5 Jahren bin ich das Problem auf eine etwas andere Art angegangen. Ich habe die Decken, ebenfalls mit Schrägen, erstmal 10 cm abgehängt und die dadurch entstehende Schicht mit Isolierwolle gefüllt. Das hat schon etwas gebracht, leider auch eine niedrigere Deckenhöhe, was bei mir kein Problem darstellte.
Heute, um einiges schlauer und um 5 Jahre älter habe ich das Problem im Sommer erneut angegangen und es "ordentlich" gelösst.
Mein Haus, 1964 erbaut, hatte noch das erst Dach und Plisterwerk. Ich habe 15.000 Euro investiert und habe vom Fachbetrieb das komplette Dach abdecken lassen. Danach wurde eine Dampfsperrfolie bis auf das Plisterwerk herunter eingebaut und anschliessend alles Vollsparrig (auf die gesamte Höhe der Sparren) isoliert. Darauf kam eine Unterspannbahn Delta Maxx (Achtung, Folie reicht nicht, nur wenn Du eine Luftschicht lässt und das geht wieder zulasten der Isolierung) und eine komplett neue Verlattung. Anschliessend kamen neue Dachpfannen drauf und neue Ortgänge und Kaminverkleidungen. Alles in allem ein komplett neues Dach. Hätte ich die alten Pfannen wieder legen lassen hätte ich ca. 3000,- € sparen können, ohne neue Ortgänge und ordentliche Ortgangpfannen hätten nochmal ca. 1000,- € gespart werden können. Aber das wäre, meiner Meinung nach, wieder nur Pflickschusterei gewesen was ich nicht wollte. Eine Randinformation: Meine Dachfläche beläuft sich auf gesamt 220 m² !!! Wenn Du nur den Dachspeicher Isolieren willst dann muss auf jeden Fall eine Dampfsperrfolie darunter, ohne gehts nicht, Dir verrottet das Isoliermaterial.
Bei der Isolierung solltest Du die teurere Variante wählen, diese bietet bei einer Isolierdicke von 140mm einen Isolierwert einer normalen 180mm Isolierung.
Ich denke, dass ich mit meinen Baumaßnahmen in den nächsten 10 Jahren die Kosten wieder drinn habe, hoffe ich zumindest. Aber die Heizkosten steigen und somit sollte meine Rechnung aufgehen.
Schau Dir mal Deine Dachpfannen an und überlege mal ob sich nicht ein Sturmschaden im Herbst rentieren könnte.
__________________ Frage nicht was Dein Staat für Dich tun kann,
frage lieber was Du für Deinen Staat tun kannst.
John F. Kennedy |
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13.11.2006, 07:37
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 07.08.2006 Ort: Saarlouis
Beiträge: 29
| AW: Dachboden Isolieren Hallo Genios , danke für Deine Hilfe. Aber mit der Dampfsperre habe ich (ich glaube nicht nur ich) so meine Probleme. Sie soll verhindern, dass wenn warme Luft auf kalte trifft , Feuchtigkeit entsteht, die in den Dämmstoff dringt , Richtig ?
Wenn nun hinter dem Plisterwerk  eine Dampfsperre ist und die warme Raumluft trifft auf die kalte , da die Luft dahinter kälter ist , dann entsteht doch dort die Feuchtigkeit, oder ? und wo soll die dann hin ?
Wäre es nicht besser , auf die Sperre zu verzichten und den Dachboden, über der Isolierung, mit Dachlatten zu verlegen ,zwischen denen ein kleiner Luftspalt ist, so dass die Luft zirkulieren kann ?
Gruß Ralf |
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13.11.2006, 20:31
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 244
| AW: Dachboden Isolieren Nein, Dein Dachbosen ist ja belüftet.
Dadurch das Du, auch bei alten Häusern, zwei Lattungen zwischen den Sparren und der Dacheindeckung hast, bildet sich ein ca. 5 cm (heute sind 2 * 3 cm Lattung Pflicht) Spalt durch den die Luft zirkuliert. Die Aussenluft dringt an der Traufe (da wo die Dachrinne ist) ein, bewegt sich von ganz unten bis ganzen oben zur First (da wo die Dachspitze ist) und nimmt die Kondenzflüssigkeit mit. Die Dampfsperre verhindert dabei, dass die Feuchtigkeit in den Wohnraum gedrückt wird und der Wind sich den falschen Weg sucht.
Entweder hast Du Entlüfterpfannen oder eine hochgesetzte First, ich habe letzteres. Dass heißt, meine Firstpfannen liegen zwar auf der Dacheindeckung auf, haben aber einen Luftspalt durch den die Luft nach außen dringen kann. Entlüfterziegel erkennst Du daran das diese Entlüftungslöcher auf der Oberwulst haben, da wo das Wasser nicht vom Dach abfliessen kann.
Ein Problem wird es erst dann, wenn Du Deinen Dachboden oberhalb der Raumdecken isolierst und die Sparren von der unterkannte Dachboden bis in die First isolierst, dann kannst Du keine Zirkulation mehr Sicherstellen.
__________________ Frage nicht was Dein Staat für Dich tun kann,
frage lieber was Du für Deinen Staat tun kannst.
John F. Kennedy |
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14.11.2006, 20:15
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 07.08.2006 Ort: Saarlouis
Beiträge: 29
| AW: Dachboden Isolieren Hallo Genios , vielen Dank für deine ausführliche Erklärung , du hast mir sehr geholfen
Danke
Gruß
Ralf |
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