unsere Fagus-Hecke kränkelt. Neue Triebe hängen herunter, die jungen Blätter öffnen sich nicht richtig und pappen irgendwie aufeinander. Jetzt verfärben sich einige braun und sterben ab. Die kranken oder toten Blätter sind klebrig. Es sind, soweit ich das überblicke, beinahe alle Pflanzen der Hecke mehr oder weniger stark betroffen. Im Internet habe ich Infos zur Buchenblattlaus gefunden, mir scheint, das isses. Heute morgen habe ich die Hecke wie empfohlen mit scharfem Wasserstrahl abgespritzt, und es schwirrten tatsächlich kleine weiße Flugdinger herum.
Was kann ich tun?
Das WWW gibt zwar an, dass die Buchenpflanzen damit gut alleine klarkommen, es handelt sich aber hier um den allereresten Austrieb einer im April erst frisch gepflanzten Junghecke. Packt die das alleine? Hilft bei der Buchenblattlaus auch die Schmierseifen-Spiritus-Wasser-Spritzung, oder fliegen die Läuse dann einfach nur kurz weg und setzten sich später wieder?
Die Marienkäferlarven sind leider gerade anderweitig mit nicht fliegenden Blattläusen beschäftigt.
Anbei ein paar Fotos vom Schadbild, 2x Blattoberseite, 2x Blattunterseite. Habe ich mit meiner Vermutung überhaupt Recht?
Wir haben auch eine Buchenhecke, die jahrelang von der weissen Wollaus befallen war.
Ich würde auf gar keinen Fall Chemie verwenden, weil Du dadurch auch die Nützlinge zerstörst.
Wenn Du die befallenen Triebe regelmässig entfernst, wird sich die Hecke in den nächsten Wochen sicherlich erholen.
Wir haben übrigens mit einem zeitigem Schnitt im Frühjahr die besten Erfahrungen gemacht.
Du wirst sehen, dass sich im Lauf der nächsten Jahre immer mehr Nützlinge einnisten werden.
Unsere Hecke ist mittlerweile lausfrei.
danke, dass du mir Mut zusprichst.
Meinst du wirklich, das wird?
Wenn ich jetzt alle befallenen Triebe abschneide, ist die Hecke weg.
Dann stehen da 20m Schaschlikspieße, und das wars.
Treibt das wieder aus?
Gift will ich auch keins spritzen, wir haben den Garten voll mit Obst.
Owei.
Wir hätten vielleicht doch besser Hainbuche nehmen sollen.
*seufz
also, ich habe die Hecke jetzt gestern und heute mit Schmierseifen-Spiritus-Wassermischung behandelt, und zwar nicht gespritzt, sondern getunkt. Jeden einzelnen Zweig. Das war zwar eine Heidenarbeit, aber so konnte ich befallene Triebe besser isolieren (obwohl ... waren eh 80%) und evtl. Nützlinge aussparen. Außerdem gelangt die Flüssigkeit so besser an die Blattunterseiten.
Jetzt bin ich gespannt.
Auf einer Länge von 20m habe ich nur drei Marienkäferlarven entdeckt. In den Kräuterbeeten sitzen mehr, und es fliegen auch Marienkäfer herum. Wie viele Generationen machen die pro Saison? Kommen da noch mal Larven nach, wenn die merken, dass es sich lohnt?
update: Die Hecke steht noch und wirkt auf mich unverändert, also weder besonders erholt noch schlimmer mitgenommen.
Eigentlich ein gutes Zeichen.
Unter einigen Blättern gibt es nach wie vor das weiße, wachsähnliche Zeug.
Allerdings sehe ich mittlerweile ziemlich viele Marienkäfer und Marienkäferlarven und hoffe einfach mal das Beste.
Vielen Dank nochmal.