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04.11.2006, 20:21
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#1 (permalink)
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Registriert seit: 06.05.2006 Ort: zuhause
Beiträge: 11.826
| Herbstgedichte
der heurige Herbst war ja eigentlich recht schön ... kann mich nicht beklagen ... dennoch möchte ich hier ein kleines Gedicht zum Besten geben
regnen tuat´s
kalt isch´s
wenn´s regnen tuat
koana will außi
wenn´s regnen tuat
d´viecha vakriachn sich
wenn´s regnen tuat
koan vogl sigsch
wenn´s regnen tuat
lei a poa würma kriachn umanand
wenn´s regnen tuat
lackn san überall
wenn´s regnen tuat
naß wersch
von obm bis untn
wenn´s regnen tuat
is decht schaißlich
wenn´s regnen tuat
oba
´s heat ja wieda auf
aus der Gedichtsammlung "han i ma oanfach so denkt"
niwashi, der weitere Gedichte nun sehen möchte ...
__________________ Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 ) |
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04.11.2006, 20:49
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#3 (permalink)
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Registriert seit: 25.09.2006
Beiträge: 1.602
| AW: Herbstgedichte H e r b s t
Es färben golden schon die Blätter sich am Baum
Und alles rüstet sich zur Ruh'.
Ich wand'le wie in einem Traum,
Schau dem Vergehen zu.
Wie ist des Schöpfers Werk so groß,
Unfaßbar seine Macht.
Was aufnimmt er in seinen Schoß,
Ersprießt in neuer Pracht.
Ein Vogellied dringt durch den Hain,
Ein Blatt fällt leis' zur Erd'.
Soll es ein Dankeslied wohl sein
Für das, was ihm beschert?
Auch ich sag´ Dank, mein Schöpfer, dir,
Daß ich dies schauen kann.
Hilf weiter in dem Sehen mir,
Mein ganzes Leben lang.
__________________ Grüßle Luna |
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05.11.2006, 02:05
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#4 (permalink)
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Registriert seit: 01.07.2006 Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 931
| AW: Herbstgedichte No birds
no bees
no flowers
no trees
no wonder:
November.
LG, Tina. |
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05.11.2006, 14:00
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#5 (permalink)
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Registriert seit: 21.08.2006
Beiträge: 7.340
| AW: Herbstgedichte Sonniger Herbsttag
Abschiedshauch durchweht die Lüfte,
Letzte Farben, letzte Düfte,
Und ein letzter holder Klang.
-Wo sind jene schönen Tage,
Da aus jedem BlüthenhageTönte Nachtigallensang?
Zwar noch blüht die letzte Rose,
Doch die bleiche Herbstzeitlose
Schimmert schon im Wiesengrün;
Sie verschlief das beste Wetter
Und nun kommt sie ohne Blätter
Sich beizeit noch auszublühn.
Träumerisch in sich versunken
Und wie von Erinnrung trunken
Liegt die Welt so blau und weit,
Sehnsuchtsvoll, mit sanfter Klage,
Still gedenkend goldner Tage
Und der schönen Rosenzeit!
Heinrich Seidel
Liebe Grüße
Mo
__________________ Liebe Grüße von
Mo Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Albert Einstein |
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05.11.2006, 14:41
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#6 (permalink)
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Registriert seit: 18.09.2006
Beiträge: 3.162
| AW: Herbstgedichte Herbstlied
Der Frühling hat es angefangen,
Der Sommer hat's vollbracht.
Seht, wie mit seinen roten Wangen
So mancher Apfel lacht!
Es kommt der Herbst mit reicher Gabe,
Er teilt sie fröhlich aus,
Und geht dann wie am Bettelstabe,
Ein armer Mann, nach Haus.
Voll sind die Speicher nun und Gaden,
Dass nichts uns mehr gebricht.
Wir wollen ihn zu Gaste laden,
Er aber will es nicht.
Er will uns ohne Dank erfreuen,
Kommt immer wieder her:
Lasst uns das Gute drum erneuen,
Dann sind wir gut wie er.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798 - 1874)
Liebe Grüße von Geli |
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05.11.2006, 14:42
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#7 (permalink)
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Registriert seit: 12.07.2006 Ort: Erlangen
Beiträge: 431
| AW: Herbstgedichte Bunt geword'ne Blätter gleiten sanft zu Boden,
der Sonne letzter Strahl erwärmt das feuchte Moos,
das kleine Eichhorn sammelt eifrig Nüsse
denn Kastanien sind zu groß.
...novembrige Grüße von der Blumenelfe 
__________________ Das Kraut kenne ich, sagte der Teufel und setzte sich in die Brennesseln. |
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05.11.2006, 15:48
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#8 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: Herbstgedichte Kindernovemberlieblingsliedgedicht: Kindergarten-Workshop
Mir kommt bei kaltem November die graue Stadt am Meer von Storm, Deichspaziergang, Ohrenschmerzen und und 2 - 3 Pharisäer zum Aufwärmen in den Sinn...
Die Stadt
Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.
Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn Unterlaß;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei
Am Strande weht das Gras.
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.
__________________ Grüne Grüße - Lazy
Geändert von Lazy Gardening (06.11.2006 um 00:02 Uhr).
Grund: Irish Coffee, der kommt mir auch in den Sinn - und in den Bauch! Wenn man den Lautsprecher nicht anstellt, ist der Laternen-Link - ähm - etwas sehr witzlos...
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05.11.2006, 16:23
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#9 (permalink)
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Registriert seit: 27.05.2006
Beiträge: 866
| AW: Herbstgedichte "Herbstlicher Vers
Nun schickt der Herr das Leuchten in die Wälder.
Grellbunte Brände lodert jedes Blatt.
Wie welkt das Herz dem wandermüden Fremden,
Der nur die Einsamkeit zur Heimat hat ...
Schon fegt der Sturm den Sommer in die Gosse.
Im Park der Ahornbaum schreit blutigrot.
Der Regen weint die immergleichen Tropfen,
Und auf den Wiesen riecht es morsch nach Tod.
Da überfällt den Wandrer banges Schweigen
Und tiefes Weh um Schönheit, die verdirbt.
Herr, nimm mich fort aus diesem letzten Glühen
Und lass mich sterben, eh mein Sommer stirbt. " Das ist ( von mir gemochter ) Herzschmerz von Mascha Kaleko,
der mir zum Thema Herbst einfällt ...
kleine waldfee
die eindringlich hofft, hier keine Copyrights verletzt zu haben ...
__________________ „Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“ Albert Einstein
Geändert von kleine_waldfee (05.11.2006 um 16:25 Uhr).
Grund: Immerhin habe ich es selbst abgeschrieben ... natürlich nicht ohne Tippfehler ...
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05.11.2006, 23:56
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#10 (permalink)
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Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.613
| AW: Herbstgedichte
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!
Und wimmert auch einmal das Herz,
stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
ist gar nicht umzubringen.
Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
es steht die Welt in Veilchen.
Theodor Storm  
__________________ "jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht" (Einstein) |
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06.11.2006, 00:22
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#11 (permalink)
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Registriert seit: 30.03.2006 Ort: Zürich
Beiträge: 1.496
| AW: Herbstgedichte Dies ist des Herbstes leidvoll süsse Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt,
wenn das Kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt
Dies ist des Herbstes leidvoll süsse Klarheit.
__________________ "Die einzige Möglichkeit nie zu scheitern, ist nichts zu versuchen" |
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06.11.2006, 00:36
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#12 (permalink)
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Registriert seit: 16.04.2006
Beiträge: 1.325
| AW: Herbstgedichte schön eisig verpackt, das Kristall -
Danke schön, Belén. Google spuckt gleich Morgenstern aus; sonst hätt i müssn fragn...
__________________ Grüne Grüße - Lazy
Geändert von Lazy Gardening (06.11.2006 um 00:54 Uhr).
Grund: spuckt - wie Spucke! Spuken geh' ich jetzt - Guts Nächtle!
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06.11.2006, 11:03
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#13 (permalink)
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Registriert seit: 15.05.2006
Beiträge: 1.558
| AW: Herbstgedichte Hallo, da uns Theodor ja schon hier war (es fehlt ja noch: ans Haff nun fliegt die Möwe, wohl sein schönstes Gedicht) mir fällt noch ein:
Nu is de Harws dor, koolt is datt,
un buten newelig un natt.
Denn ward dat ruhsi. Storm un Küll,
Tiern luurn ant Heck, stahn krumm un still.
Wöt leever rinn in warme Stall,
denn swarte Wulken överall.
Und Reegen- Snee- und Hogelfloogen,
Een kann sik knapp no buten wogen.
De langen Dooge sünd vörbi,
Halvnamiddag ward schummeri.
De Sünn kummt blos no enkelt dör,
so greesig is dat butenvöör.
Un ehr man sik so recht versüht,
kummt uk denn de Wiehnachtstied. P.H.Clausen |
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06.11.2006, 11:11
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#14 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 06.05.2006 Ort: zuhause
Beiträge: 11.826
| AW: Herbstgedichte @Mutt3550
schönes Gedicht, was ist das für ein Dialekt? Platt? Friesisch?
niwashi, der nicht alles verstanden hat ... macht aber nix ...
__________________ Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes. ( Cornelius Gustav Gurlitt 1850-1938 ) |
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07.11.2006, 16:04
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#15 (permalink)
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Registriert seit: 27.05.2006
Beiträge: 866
| AW: Herbstgedichte Das ist *fast* wie Öcher Platt ... lustig.
nur buttenvöör und ruhsi musst Du mir mal übersetzen.
__________________ „Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“ Albert Einstein |
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