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27.05.2007, 01:46
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#17 (permalink)
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Registriert seit: 26.04.2006
Beiträge: 2.680
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Zitat:
Zitat von pere und ich war nicht dabei!
Seit zwei Jahren spricht sie nicht mehr mit mir, aus Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann und nun hat sie geheiratet!
Ich bin völlig fertig, könnt nur heulen
Liebe Grüße
Petra, die grad neben sich steht und nix versteht |
als petra das schrieb, war es schon sehr spät und in der nacht
sieht alles schlimmer aus als im tageslicht...
ich nehme sogar an, dass sie sich schon darüber ärgert, dass sie so viel
von ihren sorgen preis gegeben hat...
doch verstehe ich, dass sie in diesem moment einen arm gebraucht hätte,
der sie umfasst und halt gibt... -der schlief wahrscheinlich schon-...
trotzdem finde ich es sehr mitfühlend von euch, wie ihr reagiert habt
und das tut ihrer seele sicher gut, aber löst nicht das problem.
petra und ihre tochter müssen es ganz alleine lösen, denn
nur sie wissen, um was es wirklich geht.
alles was ihr schreibt, außer das von api und reseda,
habe ich ihr schon vor monaten gesagt...
und ich hoffe, sie hat die kraft über ihren schatten zu springen...
liebe grüße von kathi
(die ALLES versuchen würde, denn ihre tochter ist ihr leben)
__________________ "jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht" (Einstein) |
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27.05.2007, 03:35
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#18 (permalink)
| | Moderator
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.313
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Liebster Zwilli,
ich habs bewußt hier eingestellt! Weil ich glaube, dass es derart Probleme oder Konflikte oft in Familien gibt....
Ich danke euch allen für die Anteilnahme und Ratschläge!
Liebe Grüße
Petra, die trotz Dünger nicht immer ernten kann
__________________ Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen. Johann Wolfgang von Goethe |
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27.05.2007, 06:39
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#19 (permalink)
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Registriert seit: 17.03.2007 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 102
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Hasst du gemerkt auch ich habe dich ganz doll in den Arm genommen.
Fahre hin und klär es.Ich habe bei meinen Eltern zu lange gewartet jetzt sind es über 12 Jahre her und da klappt nichts mehr.Sucht euch einen neutralen Ort und redet über das Problem.
Ich wünsche dir gaaaaaaaaaaaaaanz viel erfolg,wir sind alle in deinem Herzen.
__________________  Niemand weiß alles und keiner weiß nichts |
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27.05.2007, 11:36
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#20 (permalink)
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Registriert seit: 03.09.2006
Beiträge: 2.545
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Hallo Petra,
es tut mir sehr sehr leid für dich. Bei uns wars genau umgekehrt. Meine Schwiegermutter
( bereits verstorben ) hatte es damals nicht für nötig gehalten zur Hochzeit Ihrer Tochter
zu kommen. Meine Frau hat zwar gesagt das sie damit umgehen kann, aber ich weiß das
es Ihr sehr wehgetan hat. Und genau dafür habe ich sie gehaßt ( die Schwiegermutter ).
Wer meiner Frau weh tut, darf nicht mit meinem wohlwollen rechnen!!!!!!!!!!
Aber egal, es geht hier um Dich und DEINE TOCHTER.
Was auch passiert sein mag, gib dir eine Ruck und gehe auf sie zu, auch wenn das sehr
schmerzhaft enden kann. Aber du hast es zumindestens probiert.
WIR HABEN NUR DIESES EINE LEBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe Grüße Bernd |
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27.05.2007, 12:55
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#21 (permalink)
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Registriert seit: 12.04.2007 Ort: Oberbergischer Kreis
Beiträge: 168
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Hallo
das ist antürlich ziemlich hart!
kann nachvollziehen das du ziemlich fertig bist. (indenarmnehmundtröstenddrück)
aber vielleicht leidet deine Tochter auch darunter und traut sich nach all der Zeit nicht den ersten Schritt zu machen, wünsch ihr doch einfach mal alles gute zur Hochzeit, und mach damit den ersten Schritt, vielleicht biegt sich dann alles wieder ein...
Ich weiß natürlich nicht was bei euch vorgefallen ist, und es ist ja auch nur so eine Idee...
Ansonsten hast du auf jeden Fall mein MItgefühl.
Wünsche dir alles gute und Gottes Segen.
LG Silke |
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27.05.2007, 18:59
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#22 (permalink)
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Registriert seit: 21.08.2006
Beiträge: 7.421
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Liebe Petra,
Ich habe dafür keine Worte, Ich kann nichts sagen....
Du weißt, ich bin in Gedanken bei Dir!
__________________ Liebe Grüße von
Mo Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Albert Einstein |
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27.05.2007, 23:58
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#23 (permalink)
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Registriert seit: 18.09.2006
Beiträge: 3.258
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet liebste petra...
ja, auch ich kenne diese situation....von verschiedenen seiten.
meine schwiegereltern waren auch nicht bei unserer hochzeit.
das verhältnis hat sich nach einem jahr etwas entspannt, nachdem
ich meinem gatten zuliebe klein bei gegeben hab.......aber sie hat
ihren sohn auch in anderen situationen im stich gelassen. mein
mann sagt immer, daß ihm seine schwiegermutter mehr mutter ist,
als es seine eigene je war.
aber ich kenne auch die andere seite....den bruder meines vaters
habe ich an seiner beerdigung kennen gelernt. er hatte keinerlei
kontakt zu seinen eltern und geschwistern. war auch nicht auf der
beerdigung seines vaters. dafür war meine oma dann auf der
beerdigung ihrer beider söhne.
petra, das leben ist unter umständen so kurz....keiner weiß ob der
andere morgen noch da ist........
auch bei uns in der familie läuft nicht immer alles glatt, aber wir
lassen es nie zu sehr eskalieren.....ab einem bestimmten punkt
tagt der familienrat....und da hat jeder eine stimme.
inzwischen kommt schon auch mal kritik von seiten der kinder an
uns.....und ich muß sagen....berechtigt.
petra, ich weiß nicht was zwischen euch war, aber nichts kann so
schlimm sein, daß man es nicht auf irgendeine art lösen könnte.
familie ist etwas ganz besonderes.....man muß leider auch mal als
eltern darum kämpfen.
kauf ein hübsches geschenk und fahr zu ihr......schenk ihr ein
lächeln....und wünsch ihr viel glück....und dann redet, redet, redet.
wenn es sein muß auch die ganze nacht.
ganz liebe grüße von geli......die an dich denkt.
__________________ Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig um schweigen zu lernen. Ernest Hemingway ....und ich kann es immer noch nicht |
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28.05.2007, 08:37
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#24 (permalink)
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Registriert seit: 15.05.2006
Beiträge: 1.620
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Hallo, diese Worte sind nicht für Petra geschrieben sondern ganz allgemein an alle Mütter erwachsener Kinder. Vielleicht bin ich die einzige die lernen mußte anders zu werden wie die Kinder erwachsen waren, und ich muß immer noch daran arbeiten. Z.B. Wenn ich mit meinen Kindern irgendwo bin, jemand stellt eine Frage an meine Tochter, muß ich mich bremsen nicht zu antworten. Ich meine auch immer noch ich muß meine Meinung zu allem dazu geben. Und so könnte ich fortfahren. Habe dieses Thema schon einmal in einem Frauengesprächskreis angeboten und siehe da, es geht sehr vielen Frauen so. Es ist ein Lernprozess über Jahre. Es gibt das Gebet einer alten Klosterfrau, ihr kennt es sicher alle, ich glaube wenn man nur ein wenig daran denkt, lernt man mit jüngeren umzugehen. Liebe Grüße von Monika |
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28.05.2007, 21:57
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#25 (permalink)
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Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 171
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet und unser sohn hat vorgestern auch geheiratet..aber wir haben es wunderbar mit unserem enkel genossen...
es war wunderschön und kann mir nicht vorstellen,,dass es überhaupt anders sein kann als im miteinander... |
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29.05.2007, 12:43
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#26 (permalink)
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Registriert seit: 31.01.2007 Ort: Westerwald
Beiträge: 1.658
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Ich habe lange überlegt, ob und was ich hier schreiben soll...
Erstmal bin ich sehr gerührt von euren vielen anteilnehmenden Worten! Ich selbst saß das Wochenende bei meiner Schwiegermutter und fand keine tröstenden Worte. Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man ohne seine eigene Mama heiraten kann.
Eure Ratschläge, das Petra Kontakt suchen soll finde ich grundsätzlich richtig, aber ich habe so den Hauch einer Ahnung wie stur die Tochter sein kann und wahrscheinlich auch ist. Soll Petra sich wirklich immer wieder eine Abweisung einfangen? Kann sie damit dann auch noch umgehen? Oder ist es so nicht schon hart genug?
Ich denke, dass eine Karte zu Feierlichkeiten oder vielleicht auch nachträglich zur Hochzeit erstmal gut ist, so weiß die Tochter, dass Petra an sie denkt. Vielleicht müssen noch 2 Jahre ins Land gehen bis die Tochter einlenkt.
So wie ich hier gelesen habe scheint es ja in vielen Familien immer erst klar zu werden was man an der eigenen Familie hat wenn es schon fast zu spät ist oder sogar ganz zu spät. Ich hoffe einfach, dass die Tochter von selbst erkennt was man an der eigenen Mama hat und was niemand anders ersetzen kann!
Liebe Grüße an alle...
Eure Sonnenblume! |
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29.05.2007, 14:06
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#27 (permalink)
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Registriert seit: 28.07.2006 Ort: Frankenthal/Pfalz
Beiträge: 3.669
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Hallo meine Lieben,
nun möchte ich auch was kurz dazu schreiben,
egal, wie diese Geschichte ausgeht,
das Herz hat Narben bekommen, insbesondere das Mutterherz.
es heißt ja im Volksmund:
Verzeihen ja,
aber vergessen............
LG
Dieter, der weiß von was er redet
__________________ Lieben Gruß
Dieter, der Opa Politiker denken nur an die nächste Wahl
Staatsmänner an die nächste Generation |
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29.05.2007, 17:37
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#28 (permalink)
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Registriert seit: 12.03.2007 Ort: Sachsen
Beiträge: 7.559
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Zitat:
Zitat von Sonnenblume77 Ich habe lange überlegt, ob und was ich hier schreiben soll...
Ich denke, dass eine Karte zu Feierlichkeiten oder vielleicht auch nachträglich zur Hochzeit erstmal gut ist, so weiß die Tochter, dass Petra an sie denkt. Vielleicht müssen noch 2 Jahre ins Land gehen bis die Tochter einlenkt.
Liebe Grüße an alle...
Eure Sonnenblume! | Auf einer Art finde ich hast du recht aber was wird sein wenn in 2 Jahren einer von beiden nicht mehr ist?
Es werden so viele Worte sein die besser noch hätten gesagt werden können,müssen oder gewollt werden!
Und das von beiden Seiten!
Es währe nicht schlecht wenn beide Seiten dies hier alles lesen könnten und verstehen würden um was es im leben geht!
__________________ Gruß Gerd
Man schätzt das Leben erst dann, wenn man weiß das das Leben gleich zu Ende ist. |
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30.05.2007, 11:22
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#29 (permalink)
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Registriert seit: 21.03.2007 Ort: Deutschland / Niedersachen
Beiträge: 1.026
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet liebe petra,
als ich den thread-titel las, dachte ich "werd ich mal auch gratulieren". umso mehr tut es mir leid, was tatsächlich hinter deinem beitrag steckt!
eigentlich ist alles gesagt, aber trotzdem will ich mich anschließen und dir sagen, dass es mir sehr leid tut für dich und dass ich hoffe, dass sich das blatt doch noch wendet und ihr euch aussprechen könnt!
ein solches ereignis macht eigentlich nur deutlcih, was ohnehin traurig ist: ihr versteht euch (zur zeit) nicht...
ich weiss, wie du dich fühlst, auch wenn ich es andersherum erleben musste. ich hatte zu meinem vater mehr als 13 jahre kein kontakt (er wollte nicht) und ich hab es irgendwann aufgegeben, weil es eben auch weh tut, zu spüren, dass da kein interesse ist!
nun lebt mein vater nicht mehr und den brief an ihn, den ich (zu) lange schon auf meinem rechner hab, hat er nie bekommen...
ich wünsch dir sehr, dass sich euer verhältnis wieder einrenkt!
fahr zu ihr und rede mit ihr und lass sie wissen, wie weh dir diese situation tut...
vielleicht wartet sie darauf...
liebe grüsse
phila
__________________ ach du lieber gott, sagte gott und löste sich prompt in ein logikwölkchen auf. |
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30.05.2007, 12:58
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#30 (permalink)
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Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 1.391
| AW: Meine Tochter hat gestern geheiratet Liebe Petra!
Es tut mir sehr leid für Dich, daß Du traurig bist. Und ich hoffe, daß es Dir bald besser geht. Wenn Du etwas Abstand gewonnen hast, bedenke aber eins: Wenn zwei Menschen sich aus was für Gründen auch immer nicht verstehen, liegt das IMMER an beiden! Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation, aber als Tochter. Ich bin als das Nesthäckchen das "scharze Schaf" - meine älteren Geschwister verstehen sich besser mit meiner Mutter. Als ich vor 15 Jahren meinen Mann kennenlernte und dann vor 10 Jahren heiratete, begann das Zerwürfnis. Mein Mann ist deutlich älter als ich und war damals noch mein Chef. (Jaja, das übliche Klischee halt ...) Meine Eltern konnten ihn nicht akzeptieren. Mittlerweile ist es so, daß mein Vater meinen Mann zumindest respektiert und mein Glück sieht. Meine Mutter jedoch lehnt ihn und - nach meinem Gefühl - auch mich bewußt ab. Meine Eltern waren auch nicht bei der Hochzeit. Wir hatten nur unsere engsten Freunde eingeladen, die in der schwierigen Zeit zu uns gehalten haben und nicht verbal und hinterrücks über uns hergefallen sind. Ich rede zwar noch mit meiner Mutter, aber nur sehr distanziert und meist nur alle paar Wochen am Telefon, obwohl meine Eltern nur 15 min Autofahrt von uns entfernt wohnen. Als ich vor gut 3 Jahren mein erstes Töchterchen bekam, dachte ich, jetzt habe ich im Verhältnis zu meiner Mutter eine Chance - es war das erste Enkelchen (meine älteren Geschwister sind und bleiben wohl unbepartnert). Genau das Gegenteil ist eingetroffen. Seit September 2006 hat meine Mutter meine nun mittlerweile zwei Töchter nicht mehr gesehen, da sie da eine Auseinanderstetzung mit mir und meinem Mann hatte und mit ihm spricht sie nun überhaupt nicht mehr.
Ich habe mich lange gefragt, warum mein Verhältnis zu meiner Mutter so schlecht ist. Seitdem ich Kiddies habe, merke ich immer mehr, das mein Mann vor 15 Jahren nicht die Ursache sondern nur der Auslöser war. Ich merke jetzt erst was bereits in frühen Kindertagen in der Beziehung zu meiner Mutter gefehlt hat. Viele Dinge sind mir so klar wieder ins Bewußtsein gekommen, die tief vergraben waren - Situationen, Worte, Demütigungen, Enttäuschungen etc., die in der Summe mein Urvertrauen zu meiner Mutter zerstört haben.
Aus meiner heutigen Sicht fällt mir die Lieblosigkeit auf, mit der wir Kinder von meiner Mutter erzogen worden sind. Sie meint sie hätte "alles für die Familie getan" und ist heute enttäuscht, daß es ihr "so gedankt wird". In Wahrheit hat sie íhr eigenes Interesse verfolgt, ein nach aussen perfekt erscheinendes Zuhause zu schaffen - was man "vorzeigen" kann. Aber Liebe hatte und hat nicht wirklich darin einen Platz - nur eine perfekt aufgräumte und saubere Wohnung hat sie kreiert, aber kein Heim. Das sieht mein Vater übrigens genauso, wie er mir gesagt hat.
Meine Mutter hat auch nie Widerspruch und Selbständigkeit bei Ihren Kindern ertragen. Und ich war von Anfang an ein Mensch, der selbständig sein wollte. Das brachte mir bereits als Kind jede Menge Ärger mit meiner Mutter ein: "Nimm Dir mal Deine älteren Geschwister als Vorbild wie brav und folgsam die sind...". Diese sind jedoch heute beziehungsunfähig und alleinstehend und in ihrem Leben nicht sehr glücklich - im Gegensatz zu mir. Sie verlieren sich heute noch in dem Sumpf von moralischen Vorwürfen, den meine Mutter schafft.
Da ich die Geschichte meiner Mutter kenne (Eltern früh verloren, lieblose Pflegefamilie, Kloster-Internat etc.) kann ich schon nachvollziehen, woher ihre Unfähigkeit zu lieben herrührt. Das ist der Grund, warum ich nicht im Zorn an sie denke. Aber trotzdem fällt es mir schwer, Kontakt zu ihr aufzunehmen, da jedes Gespräch und jeder Besuch Beschimpfungen, Kritik, Unterstellungen und Verdächtigungen mit sich bringt, bei denen ich oft zwei Fäuste in der Tasche machen muß - meinem Vater zuliebe - da er den Ärger meiner Mutter meistens ausbaden muß.
So, nach dieser langen Geschichte möchte ich Dir sagen - Du bist mit Sicherheit nicht mit meiner Mutter zu vergleichen. Aber ich weiß, daß meine Mutter denkt, sie hätte alles in ihrem Leben richtig gemacht und nur die anderen sind immer die Bösen. Deshalb solltest Du doch mal in aller Ruhe in Dich gehen, ob Du nicht doch auch irgendwann mal Fehler gemacht haben könntest - denn eine gute oder eine schlechte Beziehung zwischen Kindern und Eltern wird im Grundstock immer in den frühkindlichen Jahren gelegt und nicht erst im Erwachsenen-Alter. Babies kommen nur mit ihrer genetischen Veranlagung auf die Welt (weshalb sie ja charakterlich meist den Eltern ähneln und dadurch mit ihnen manchmal auch aneinander geraten) und ansonsten ungeprägt. Die Prägung erfolgt dann in den ersten Jahren ausschließlich durch das Vorleben der Eltern und durch die Erziehung. Und dafür sind allein die Eltern - und nicht das Kind verantwortlich! Ich sehe das jetzt sehr klar an meiner 3-jährigen Tochter, in deren Verhalten mir gegenüber ich ihren Charakter, ihre Gefühlswelt aber auch die Reaktion auf meine eigenen Fehler und Schwächen erkenne.
Nutze die Chance, dich selbst kritisch zu betrachten und dann suche das Gespräch mit Deiner Tochter und respektiere ihre Kritik an Dir, laß die Kritik zu, auch wenn sie weh tut. Nur dann habt ihr beide eine Chance für die Zukunft!
Ich wünsche Dir die nötige Kraft dafür! Und wenn Du Deine Tochter liebst, laß es sie wissen und spüren!
__________________ Das Geheimnis liegt in der Sauce ... |
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