Hab meine Mondwindensamen tatsächlich erst vor gut einer Woche gesät. 5 von 6 sind gekeimt (und wie schnell!) und sehen aus wie auf Katekits Foto. Gestern hab ich sie aus dem Anzuchtkasten auf der Fensterbank genommen und in größere Anzuchttöpfe versetzt; jetzt wohnen sie in der großen Anzuchtbox draußen an der Hauswand. Der Umzug ist ihnen gut bekommen, war ja auch warm gestern und heute, und jetzt denke ich über den endgültigen Standort nach.
Von meinen blauen Königswinden sind ebenfalls 5 gekeimt. Meinem Plan von durcheinanderwachsenden blauen und weißen Winden bin ich also ein winziges Stück näher gekommen. Will aber gern ein Spektakel haben, die Überlegung ist: ich pflanze sie abwechselnd in Töpfe und lasse sie um den Birnbaum ranken.
Dieser Birnbaum ist schon lange vergreist, bringt außer Laub wenig zustande und steht mitten auf der Wiese. Anstatt ihn zu fällen, wie geplant, könnte er als Windenstütze nochmal zu neuen Ehren kommen. Ich stelle mir das so vor, dass ich grünen Draht spiralig um den Stamm wickle und die Winden sich daran hochziehen.
Einziges Problem: der Birnbaum steht frei und vollsonnig. Die Winden hätten also Sonne von ca. 11 Uhr bis Sonnenuntergang und nur sparsamen Schatten durch das schüttere Birnbaumlaub. Würden sie das ertragen?
Jetzt stehen in einem 60-cm-Kübel auf der Terrasse 15 Pflänzchen, 8 Königs- und 7 Mondwinden. Könnten das eventuell zu viele sein?
Die Mondwinden wachsen übrigens recht langsam, mir scheint, beide Arten befinden sich nicht allzu wohl, die Blätter sind in den letzten drei Tagen etwas gelblich geworden. Woran könnte das liegen?
Meine Mondwinden mickern auch. Das liegt anscheinend an der Blumenerde. Jetzt habe ich gedüngt und die neuen Austriebe werden wieder wesentlich grüner. Viele der ersten Blätter sind ganz blass.
Mein Blumenkübel hat einen Durchmesser von 30cm und ist 45cm hoch. Ich habe 6 Winden gepflanzt und das hat letztes Jahr gut funktioniert.
Dann will ich mal sehr hoffen, dass deine Mondwinden sich wieder ordentlich begrünen, Maria. Genug Arbeit hast du dir mit ihnen doch wirklich gemacht und ein bisschen Erfolg verdient.
Wenn ich nur wüsste, was für Bodenansprüche diese Winden haben. Ich hab schon vermutet, dass sie bei mir etwas zu fett leben könnten ... Gemisch aus frischer Blumenerde und Kokoserde mit Kuhdung-Pellets könnte auch vielleicht zuviel des Guten sein? (Die beiden ersten arbeiten sich aber, trotz gelblicher Ranken, tapfer an den Stäben hoch.)
Da die Anzahl der Pflanzen in meinem Topf etwas übertrieben zu sein scheint, werde ich mal drei oder vier umsetzen, in magereren Boden. Blöd, dass wir ausgerechnet jetzt eine kühle Regenperiode kriegen, wo die Winden doch Sonne bräuchten ... werde aber berichten, wie die Umsetzlinge zurechtkommen werden.