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Alt 03.07.2007, 07:34   #16 (permalink)
Ela
 
Registriert seit: 17.04.2007
Beiträge: 29
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo Tomatero *wink*,

danke für deine Antwort und sorry, dass ich so ungeduldig war. (Ich wollte unbedingt erst deine Antwort lesen, bevor ich ... )

Die Tomis hatten eine Fläche von ca. 6 qm. 4 Pflanzen standen dort. Die kleinen Tomi-Pflanzen habe ich im Blumenladen gekauft, welcher diese "irgendwo" (Großhändler) bestellt hat. Ich weiß leider nicht, wie sie heißen.

Einige Seitentriebe hatte ich entfernt, wie ich es im Internet gelesen hatte. Ebenso haben sie immer gut frische Luft bekommen. Ich hatte ebenfalls gelesen, dass sie es gerne mögen, wenn es etwas weht. Daher habe ich morgens immer die Tür ganz geöffnet sowie hinten das Fenster auf Kipp gemacht. Eigentlich dachte ich, alles getan zu haben, was die Tomis wünschen.

Ist da jetzt auch etwas im Boden "drin"? Muss ich die (obere) Erde abtragen?? Oder regeneriert sich das alles alleine über den Herbst/Winter?

Wie viele bzw. wenige Pflanzen sollte ich höchstens auf 6 qm stellen?

Im nächsten Jahr möchte ich übrigens die Tomaten selber ziehen. Die Einlege-Gurken hatte ich selber vorgezogen und die sind so toll gekommen. Ich bin begeistert. Daher dachte ich schon (vor dieser Katastrophe), im nächsten Jahr auch die Tomis selber zu säen.

Gibt es eine Sorte, die du empfehlen kannst? Oder welche lieber nicht? Ich möchte auf jeden Fall KLEINE Tomis haben.

Liebe Grüße und einen schönen Tag,
Ela

PS: Ich habe auch noch eine Frage zu meinen Wassermelonen. Weißt du da auch Rat oder soll ich die Frage woanders im Forum stellen? Und zwar ist dies bereits mein dritter Versuch. Ich hatte gehofft, dass es dieses Jahr was wird, aber es sieht wieder nicht danach aus. Die Pflanze wächst wunderbar, bekommt ganz viele Blüten ... aber das war es dann. Wenn da wirklich mal *ohwunder* eine kleine Melone zu sehen ist, dann wird die spätestens nach 2 Wochen braun -- Vorletztes Jahr hatte ich gar keine Melone und im letzten Jahr EINE von der Größe einer Apfelsine.
Ela ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 07:43   #17 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Zitat:
Zitat von tomatero Beitrag anzeigen

du schreibst vor 5 tagen.....zudem jetzt eben leider bereits der "stamm" betroffen...
zudem bereits alle 4 erwischt....es hätte schon noch "rettungsversuchsmassnahmen" gegeben....doch so....
wenn das mal soweit fortgeschritten ist, wie deiner schilderung zur folge....
die pflanzen sind wohl verloren.....pflanzen keinesfalls kompostieren, sondern "entsorgen"
Hallo,

ich klink mich hier mal ein, weil ich ähnliche Probleme mit meinen beiden Terrassentomaten habe (ausgerechnet die Sweet Million oder 100 ist dabei). Beide sind sehr kräftige Pflanzen, eigentlich richtige "Bilderbuchtomaten" und die Sweet 100 hängt derart voller Früchte, dass ich sie schon abstützen muss.

Gestern habe ich die braunen Stellen entdeckt, leider auch teilweise schon an den Blattachseln.

Wie wäre denn ein "Rettungsversuch"???? Befallene Blätter abschneiden und was noch?

Liebe Grüße
Petra, die leider frühestens Donnerstag abend ein Bild einstellen kann
__________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.
Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 10:16   #18 (permalink)
 
Benutzerbild von tomatero
 
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Ort: region bern
Beiträge: 580
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Zitat:
Zitat von Ela Beitrag anzeigen
Die Tomis hatten eine Fläche von ca. 6 qm. 4 Pflanzen standen dort..
hi ela
das kann ich fast nicht glauben (natürlich werden es 4 sein, wenn du sagst es sind 4)...wenn ich so die anzahl triebe sehe, denke ich an mindestens ein dutzend tomaten.....

hier 2 auszüge von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zu den pflanzabständen...

Standweite und Fruchtanzahl: Bei größerem Pflanzabstand stehen den einzelnen
Pflanzen mehr Assimilate zur Verfügung, wodurch der Zuckergehalt zunimmt (guter
Geschmack steigt parallel zum Zuckergehalt). Optimal sind etwa 2,5 Pflanzen je m².
Die Tomaten am Ende eines Fruchtstandes sind weniger süß als die ersten Früchte, da
sie schlechter mit Assimilaten versorgt werden.

Pflanzung
Tomaten können als Einzelreihe oder als Beet gepflanzt werden. Um Krankheiten vorzubeugen,
sollten sie nicht zu dicht gesetzt werden. Optimal sind 2,5 Pflanzen je m².
Abstand im Beet Weg Abstand in der Reihe Anzahl Pflanzen je m²
100 cm 90 cm - 40 cm 2,5

Zu lang gewordene Jungpflanzen können tief gesetzt werden, da Tomaten sehr gut Adventivwurzeln
bilden und damit zusätzlich Nährstoffe aufnehmen. Allerdings wird aus
Gründen der Vorbeugung der Stängelkrankheit empfohlen, die Pflanzen hoch zu setzen,
damit der empfindliche Stängelgrund trocken bleibt.
Als sehr positiv hat sich ein Bedecken (=Mulchen) der Pflanzreihen mit schwarzer Mulchfolie
und der Wege mit Stroh gezeigt.

meine empfehlung sind einzelreihen, mit mindest abständen von 60 cm.....(sortenbedingt) wer mehr platz hat, soll grössere abstände wählen bis zu 80 cm (einzelreihen sind einfacher in der pflege)

Zitat:
Zitat von Ela Beitrag anzeigen
Die kleinen Tomi-Pflanzen habe ich im Blumenladen gekauft, welcher diese "irgendwo" (Großhändler) bestellt hat. Ich weiß leider nicht, wie sie heißen.
wenn man keine ahnung hat um welche sorte es sich handelt, und auch die form unbekannt ist (stab,busch etc.) empfehle ich die tomi wie ne stabtom zu ziehen...also eintriebig (es ist jedoch schon ratsam, sich beim kauf zu informieren...

Zitat:
Zitat von Ela Beitrag anzeigen
Einige Seitentriebe hatte ich entfernt
einige reichen nicht, es sollten alle sein...ich mache dies so bald als möglich....einige empfehlungen besagen ausgeizen, sobald der 3te blütenstand entwickelt ist...

luftzirkulation ist gut....das hast du sicherlich sehr gut gemacht...

Zitat:
Zitat von Ela Beitrag anzeigen

Ist da jetzt auch etwas im Boden "drin"? Muss ich die (obere) Erde abtragen?? Oder regeneriert sich das alles alleine über den Herbst/Winter?
schwierige frage...
phytophtora "überlebt" (angaben sind unterschiedlich und eigene laboruntersuchungen habe ich nicht) 3-7 jahre...

hierzu nochmals auszüge von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen


In
hiesigen „normalen“ Sommern sind Tomaten, die im
Freiland wachsen, sehr durch Pilzkrankheiten, besonders
durch die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora) gefährdet
(graubraune Flecken zuerst auf den Blättern, später
auch auf den Früchten). Dieser Pilz, dessen Name aus
dem Griechischen stammt und soviel wie „Pflanzenzerstörer“
bedeutet, erlangte traurige Berühmtheit.
Durch die grassierende Kartoffelfäuleepidemie in Irland im
Jahr 1845 verhungerten etwa 2 Mio. Menschen. Da dieser Pilz verschiedene Giftstoffe
produziert, sind befallene Früchte für Mensch
und Tier nicht mehr genießbar.
Der Wirtspflanzenkreis beschränkt sich
weitgehend auf Kartoffel und Tomate. Mit Ausnahme
der Tomatenwurzel können alle
Pflanzenteile befallen werden. Meist bilden sich
zuerst auf den Blätter und Stängeln graugrüne
bis braunschwarze Flecken, später auch auf
den Früchten, die dann braun und runzelig
werden und verhärten.
Gefährdet sind in erster Linie Freilandtomaten.
Da allgemein die Infektion mit Pilzkrankheiten
durch Feuchtigkeit gefördert wird, muss der
Tomatenbestand zwar ausreichend von unten
gewässert werden, die Pflanzen selbst sollten
aber möglichst trocken gehalten werden. Zu
einer Infektion mit Phytophthora kommt es bei
„tropfbarem Wasser“ (Wasserbelag) über mehrere Stunden auf den Blättern. Unter für

den Pilz günstigen Bedingungen kann es innerhalb von 1-2 Wochen zum Totalausfall der
Pflanzen kommen. Beste Vorbeugemaßnahme ist der Anbau in einem (einfachen) Gewächshaus,
oder, man baut ein „Dach“ als Regenschutz (z.B. Frühbeetfenster hochlegen
oder spezielles Plastikdach drüberbauen). Derzeit hat man an der Universität Göttingen
zusammen mit der Firma Dreschflegel begonnen wohl schmeckende, krautfäuletolerante
Freilandtomaten zu züchten.

Tomatenhauben bieten keinen
Schutz vor der Krautund
Braunfäule

Der Phytophthora-Pilz überwintert in erster Linie in befallenen Kartoffelknollen. Der austreibende
Kartoffelkeim wird infiziert, und der Pilz bildet auf den Kartoffelblättern seine
Verbreitungsorgane (Sporangien) aus. So sind die Kartoffeln oft schon früh im Jahr von
der Krautfäule befallen, und die Sporen gelangen durch den Wind auf die Tomaten. Deshalb
sollten beide Arten so weit wie möglich voneinander entfernt stehen. Am besten aber
keine Kartoffeln und Tomaten zusammen im Garten bzw. der Kleingartenanlage anbauen!
Achtung vor „Unkrautkartoffeln“ auf dem Komposthaufen. Auch diese entfernen!
Durch den Regen von den Pflanzen abgewaschene Sporangien gelangen in den Boden
und infizieren die jungen Kartoffelknollen. Am Boden anhaftende Pilzsporen werden durch
hochspritzendes Wasser auf die Pflanzen übertragen. Um dies zu verhindern, sollte der
Boden unbedingt mit Mulchmaterial bedeckt sein. Durch eine Bodenbedeckung wird auch
die Wasserverdunstung des Bodens gesenkt und dadurch der Wasserverbrauch geringer.
Wann wieder gegossen werden muss, sollte man per „Fingerprobe“ nicht nur auf, sondern
auch einige Zentimeter tief im Boden feststellen. Zuviel Wasser geht zu Lasten des Geschmacks!
Wegen der Möglichkeit von bodenbürtigen Pilzkrankheiten (Fusarium, Verticillium, Korkwurzeln)
sollte auch bei Tomaten unbedingt ein Fruchtwechsel stattfinden (frühestens
nach 4 Jahren Tomaten wieder auf die gleiche Stelle setzen)! Auch die Krautfäule kann
Oosporen (=Dauersporen) ausbilden, die im Boden überwintern und im nächsten Jahr die
auf die gleiche Stelle gesetzten Tomaten infizieren.
Kommt es trotz aller Vorbeugemaßnahmen zu Pilzbefall, müssen alle befallenen Teile
sofort entfernt werden (sicherheitshalber nicht auf den Kompost, sondern in die Biomülltonne).
In Versuchen der Biologischen Bundesanstalt Darmstadt hat sich eine (rechtzeitige)
Spritzung mit dem biologischen Pflanzenstärkungspräparat „Myco-Sin“ als wirkungsvoll
gezeigt; weiterer Befall wird etwas gestoppt (zu beziehen in Kleinpackungen unter
„Pilzvorbeuge“ im Handel von der Firma Oscorna, Erbacher Str. 41, 89079 Ulm). Selbst
herstellen und vorbeugend spritzen kann man mit Kompostextrakt: Halbreifen Kompost
1:5 mit Regenwasser ansetzen, öfters umrühren, 7 Tage stehen lassen, abseihen, unverdünnt
wöchentlich spritzen. Material wie Schnüre, Mulchfolie oder ähnliches, welches mit
infizierten Pflanzen in Berührung gekommen ist, sollte nicht wieder verwendet oder mit
heißem Wasser desinfiziert werden.

soweit so gut
ich erachte die aussage dass auf das gleizeitige anbauen von tomis und kartoffeln verzichtet werden soll als übertrieben...

zu deinem entschluss tomis selber zu ziehen kann ich dich nur beglückwünschen...
zu den sorten....surf mal e bisserl rum und du wirst fündig...
wenn du keine kleinen tomis möchtest, so entscheide dich für ne grossfruchtige...

wassermelonen besser in einem anderen fred...
zudem habe ich da ebenso bescheidene kenntniss...mache erst zum 2ten mal wassermelone....hatte letztes jahr jedoch 3 "tönnders à ca 5 kilos " leider jedoch nicht süss...(der letzjährige august braucht wohl nich kommentiert zu werden) hab se zu cocktails, bowle und melonenkaltschale verarbeitet...

herzliche grüsse
el tomatero

ps: hier noch meine selbstzusammengestusterte abänderung einer wohl bekannten binsenweisheit : doktere nicht mit deinen tomili, es hilft selten meistens nie...
__________________
information schadet nur demjenigen, der sie nicht hat
tomatero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 10:55   #19 (permalink)
 
Benutzerbild von tomatero
 
Registriert seit: 07.03.2007
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Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

hallo pere
das tut mir jetzt aufrichtig leid, dies hören zu müssen, dass es deiner sweet "irgendwas....100(0000)" nicht gut zu gehen scheint....

krank aussehende blätter entfernen und vernichten ist sicherlich der erste und einfachste schritt...leider sind die aussichten auf gute ergebnisse dennoch eher als bescheiden zu bezeichnen...

es gibt diverse "wundermitteli"......aus meiner sicht jedoch alles sehr aufwendig und kompliziert in der anwendung und mit wenig aussicht auf erfolg...

meiner ansicht nach lohnt es sich nur mit einer tomi rum zu doktern, bei ernährungsstörungen/mangelerscheinungen....

hier noch ein auszug aus "bio-saatgut by ulla grall"

Tomatenkrankheiten
Die am häufigsten auftretende und von allen Tomatenliebhabern am meisten gefürchtete Tomatenkrankheit ist die Phytophthora (lat.
Phytophthora infestans), auf deutsch Kraut- und Braunfäule.
Diese Pilzerkrankung ist leider immer mehr auf dem Vormarsch, begünstigt durch den verstärkten Anbau von Frühkartoffeln, die sich
als wahre „Pilzschleudern“ erweisen. Diese Kartoffelpflanzen werden zwar auch befallen, aber durch die frühe Ernte kann der Pilz die
Pflanzen noch nicht ernsthaft schädigen. Durch den Wind werden aber die Sporen meilenweit verteilt und leider könne sie sich auch
im Boden mehrere Jahre halten. Wenn nun die Bedingungen für die Entwicklung der Pilze günstig sind kann man fast zusehen, wie der
Befall die Tomatenpflanzen dahinrafft.
Zuerst bilden sich meistens an den untersten Blättern Flecke, dann entstehen diese braunen, scharf abgegrenzten Stellen auch an den
Stängeln und Blattstielen. Wenn dann die noch unreifen Früchte ebenfalls die braungrünen, verhärtenden Flecke bekommen ist es meistens
zu spät um noch eine Ernte zu retten.
12 bis 15 ° C brauchen die Pilzsporen zum keimen, sie siedeln sich im Gewebe der Wirtspflanze an und benötigen dann Feuchtigkeit
und Temperaturen zwischen 15 und 23 °C um sich innerhalb weniger Tage weiter zu vermehren. Diese Bedingungen sind bei uns im
Sommer natürlich oft gegeben, darum ist es so wichtig, daß Tomatenpflanzen, die feucht geworden sind möglichst rasch abtrocknen
(siehe unter „Gießen“). Bei warmem und dabei trockenem Klima verbreitet sich der Pilz nämlich nicht. Die Sporen halten sich aber in
den befallenen Pflanzen wochenlang und warten nur auf „das Startsignal“.

Was also kann man tun um trotzdem seine leckeren Tomaten zu ernten!?
Folgende Tipps habe ich selbst ausprobiert, bzw. wende sie
regelmäßig an:

Spritzung mit Schachtelhalm-Tee, vorbeugend:
Sobald der Boden offen ist, einmal wöchentlich die Fläche besprengen. Dazu übergießt man 100 g getrockenetes Schachtelhalm-Kraut
mit kochendem 1 Liter Wasser und läßt den Tee einen Tag ziehen. Zum Ausbringen verdünnt man auf ca. 10 Liter. Man spritzt auf die
Beete, auf denen die Pflanzung von Tomaten geplant ist. Ich bringe den Tee aus, indem ich ihn aus einem Eimer mit einem Reisigbesen
grob über den Boden sprenge. Schachtelhalm soll die Eigenschaft haben, den Pilz im Boden zurückzuhalten. Darum kann er auch bei
anderen Pflanzen bodenbürtige Krankheiten zu verhindern helfen. Ergebnis: soweit zufriedenstellend. Erst bei starkem Befallsdruck
werden die Pflanzen geschädigt.
Das restliche Kraut gebe ich in den Kompost und hoffe, daß es auch dort noch seine gute Wirkung verbreitet.
Auch Präparate mit Meeresalgen dienen als Pflanzenstärkungsmittel dazu die Tomatenpflanzen zu kräftigen und gegenüber Krankheiten
allgemein widerstandsfähiger zu machen.

Spritzung mit Schachtelhalm-Extrakt bei Befall:
Beim allerersten Anzeichen (untere Blätter werden als erste befallen - Blattunterseite beobachten!) die befallenen Blätter sofort entfernen.
Spritzen mit 2 - 5 %iger Verdünnung; dabei die ganze Pflanze gut benetzten. Auch mit dem Schachtelhalm-Extrakt kann man vorbeugende
Bodenspritzungen vornehmen (ist aber etwas teuer als mit Tee). Schachtelhalm-Extrakt - und auch andere Pflanzenschutzpräparate -
liefert die Firma -naturprodukte. (Den Katalog können Sie von deren website herunterladen: SNOEK Naturprodukte!)

Spritzung mit Lebermooser-Extrakt:
Der Extrakt aus dem Lebermoos ist ein universelles Mittel gegen Pilzbefall (und wirkt auch gegen "humanpathogene Pilze" sprich Fußund
Nagelpilze).VORBEUGEND spritzt man in einer Verdünnung von 1:200 (5 ml Extrakt auf 5 Liter Spritzbrühe) alle 14 Tage tropfnass.
BEI BEFALL wird die Konzentration auf 1:50 erhöht. ACHTUNG: Vorbeugen ist besser - ist der Pilz erst mal auf der Pflanze, ist die
Wirkung nur noch halb so gut. Lebermoos-Extrakt erhalten Sie ebenfalls bei der Firma Snoek.

Wenn alle Stricke reißen - Kupferpräparate:
Nur im „Falle des Befalles“ einsetzten sollte man die chemischen Präparate mit Kupferoxychlorid. Die Fa. Neudorff führt das Präparat
"" das auch für den ökologischen Gartenbau und im Kleingartenbereich zugelassen ist.
Anwendung bitte immer streng nach Vorschrift, nie nach dem Motto "Viel hilft Viel". Wenn die dritte Spritzung keine durchschlagende
Wirkung gezeigt hat, kann man die Tomaten für das betreffende Gartenjahr sowieso abhaken. Im darauffolgenden Jahr sollten die Tomaten
dann unbedingt den Standort wechseln!

Versuche mit EM (Effektive Mikroorganismen) habe ich erst begonnen und kann dazu noch keine persönlichen Erfahrungen beisteuern.
Zumindest einen Tipp, wie sich vielleicht das Streuen der Sporen durch Kartoffelkraut verhindern lässt, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
Die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora)läßt sich eventuell mit dem selbst herzustellenden "EM-5" regulieren. Hier ist das Rezept:
1 Liter EM-1 + 1 Liter Zuckerrohrmelasse (erwärmen auf ca. 60 Grad Celsius und dann bis auf Handwärme abkühlen lassen)+ 1 Liter
Obstessig + 1 Liter Alkohol (einfachster "Kornbrand")+ 6 Liter etwa 2 Tage abgestandenes Leitungswasser. Alles gut mischen und dann
gut naß auf das Kraut gießen. (Aus: EM-Forum).
Mehr Info über EM bei: Willkommen bei EMIKO - Effektive Mikroorganismen - EM und MikroVeda - Effektive Mikroorganismen und mehr ...*-*Home

diese ausführungen stellen keine empfehlung meinerseits dar....sie sollen jedoch helfen zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen...

nochmals meine binsenweisheit: doktere nicht mit deinen tomili, es hilft selten meistens nie...

ich wünsche allen warmes wetter und eine reiche ernte
el tomatero

nachtrag: die links sind kommerziell....ich habe mit dem inhalt oder mit den gemachten angeboten nichts zu tun, sie sollten lediglich der information dienen und keinesfalls als werbung oder gar als empfehlung verstanden werden...
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Geändert von tomatero (03.07.2007 um 12:56 Uhr). Grund: nachtrag
tomatero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 11:07   #20 (permalink)
Ela
 
Registriert seit: 17.04.2007
Beiträge: 29
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

VIELEN DANK Tomatero

Ich werde versuchen, alles neu Gelernte im nächsten Jahr bestmöglichst umzusetzen.

Ich werde dann wieder berichten.

Liebe Grüße,
Ela
Ela ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2007, 15:24   #21 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Zitat:
Zitat von tomatero Beitrag anzeigen
hallo pere
das tut mir jetzt aufrichtig leid, dies hören zu müssen, dass es deiner sweet "irgendwas....100(0000)" nicht gut zu gehen scheint....

krank aussehende blätter entfernen und vernichten ist sicherlich der erste und einfachste schritt...leider sind die aussichten auf gute ergebnisse dennoch eher als bescheiden zu bezeichnen...
Danke für dein Mitgefühl und auch für deinen ausführlichen Bericht!

So, nun hab ich alles an schadhaften Blättern entfernt. Mit ihrem "Kurzhaarschnitt" sehen die beiden ja recht witzig aus und ich hoffe, dass sie sich nicht schlapp lachen.

Liebe Grüße
Petra, la peluquera
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Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.
Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2007, 11:38   #22 (permalink)
 
Registriert seit: 25.07.2007
Beiträge: 1
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo,

ich habe auch eine Frage zur Tomatenfäule: meine Tomaten sind seit kurzem davon befallen (so schade) muss ich nun alle Tomaten wegschmeißen? Oder kann ich die, die gesund aussehen essen? Und wie erkenne ich, ob eine Tomate, also die Frucht, davon befallen ist: wenn z.Bl eine Tomate gesund aussieht, ich pflücke sie, kann ich dann davon ausgehen, dass sie pilzfrei ist, oder kann die Tomate den Pilz in sich haben und ich sehe ihn nur nicht?

Ich wäre um Antworten sehr, sehr froh!
Danke
Felicia
Felicia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.07.2007, 13:20   #23 (permalink)
 
Benutzerbild von tomatero
 
Registriert seit: 07.03.2007
Ort: region bern
Beiträge: 580
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

hi felicia und herzlich willkommen im forum

mach dich nicht verrückt....
ganz simpel gesagt: was okey aussieht, ist auch okey
herzliche grüsse
el tomatero
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tomatero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2007, 19:24   #24 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

aber nun bitte nicht so laut lachen......

meine beiden Tomis auf der Terrasse



ja, das Gestrakel rechts neben dem Weinstock sind die Tomis, halbtot, aber tragen Tomaten!

Liebe Grüße
Petra, die niemals nie so früh aufgibt
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Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2007, 22:20   #25 (permalink)
 
Registriert seit: 20.08.2007
Beiträge: 2
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

hallo zusammen
habe sehr interessiert hier diesen thread gelesen.
mein mann und ich haben dieses jahr zum ersten mal ein hochbeet mit tomaten angepflanzt.
alles war super, bis die blätter sich einrollten und die tomaten flecken bekamen.
ich denke wohl, nach euren aussagen nach, es war dieser pilz.
da ich extra noch fotos davon gemacht habe, würde ich sie gern noch einstellen um eure meinungen zu hören!
die tomaten sind alle schon entsorgt. die übrigen tomaten liegen jetzt auf dem kompost. (dachte die werden noch rot, aber einen tag später waren sie fleckig und schwarz )
ich freu mich über eure antworten
liebe grüße
die junggärtnerin76
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg tomate nah1.jpg (143,0 KB, 12x aufgerufen)
Dateityp: jpg tomaten stängel.jpg (171,8 KB, 11x aufgerufen)
Dateityp: jpg tomaten-früchte.jpg (185,4 KB, 15x aufgerufen)
Dateityp: jpg blätter.jpg (172,5 KB, 8x aufgerufen)
junggärtnerin76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2007, 22:55   #26 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo Junggärtnerin,

das sieht verdammt nach Kraut- und Braunfäule aus!

Bei den ersten Anzeichen oder besser schon vorher mit Zwiebeltee spritzen, dann kannst du die Tomaten retten, siehe meine beiden auf dem Bild.

Liebe Grüße
Petra, die das im nächsten Jahr zur Stärkung und Abwehr von Anfang an machen wird
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Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2007, 11:45   #27 (permalink)
 
Benutzerbild von O.v.F.
 
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Beiträge: 3.667
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo Zusammen,

habe mal den Thread durchgelesen,

nun meine Frage:
Wie setze ich den Zwiebeltee an?

Werde später mal einige Bilder von meinen Tomis reinstellen.

Vorallem, wie meine Tomis so unterschiedlich gewachsen sind.
Die einen stehen voll "Kraut", die anderen sind nicht so voll "Kraut".

Tomi, Basilikum, Rose 002 Bilder und Fotos im Fotoalbum auf Bilder-Speicher.de

Tomi, Basilikum, Rose 003 Bilder und Fotos im Fotoalbum auf Bilder-Speicher.de

Tomi, Basilikum, Rose 004 Bilder und Fotos im Fotoalbum auf Bilder-Speicher.de

So, nun habe ich einige Bilder von den Tomis reingestellt

Stört Euch bitte nicht an dem Bildtitel, habe einige Bilder gemacht und mit diesen Titel in meiner Datei gespeichert

Danke für Eure Antwort

LG
Dieter
__________________
Lieben Gruß

Dieter, der Opa


Politiker denken nur an die nächste Wahl

Staatsmänner an die nächste Generation

Geändert von O.v.F. (21.08.2007 um 12:43 Uhr). Grund: Bilder und Zusatz Einstellung
O.v.F. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2007, 12:38   #28 (permalink)
Moderator
 
Benutzerbild von pere
 
Registriert seit: 01.05.2006
Beiträge: 9.300
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo Dieter,

Zwiebel- und Knoblauchschalen mit kochendem Wasser übergießen, am nächsten Tag durchseihen und in die Sprühflasche füllen und los gehts...

Liebe Grüße
Petra, die irgendwo einen Link zu der Seite eingestellt hat
__________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.
Johann Wolfgang von Goethe
pere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2007, 13:01   #29 (permalink)
 
Benutzerbild von O.v.F.
 
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Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Zitat:
Zitat von pere Beitrag anzeigen
Hallo Dieter,

Zwiebel- und Knoblauchschalen mit kochendem Wasser übergießen, am nächsten Tag durchseihen und in die Sprühflasche füllen und los gehts...

Liebe Grüße
Petra, die irgendwo einen Link zu der Seite eingestellt hat
Danke Petra,

werde Knobi- und Zwiebelschalen mal sammeln

LG
Dieter
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Lieben Gruß

Dieter, der Opa


Politiker denken nur an die nächste Wahl

Staatsmänner an die nächste Generation
O.v.F. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2007, 09:18   #30 (permalink)
Ela
 
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Beiträge: 29
Standard AW: Tomatenfäule (oder was sonst) ???

Hallo ... ich bin es mal wieder.

Ich habe von meiner Freundin vor knapp vier Wochen etwa einige Tomi-Pflanzenableger bekommen, die bei ihr draußen nicht mehr so richtig weiterwuchsen. Die habe ich dann in mein Gewächshaus gepflanzt. Sie sind super gewachsen und mittlerweile schon etwa 50 cm hoch. An zweien sind sogar schon Ansätze von Blüten zu sehen.

Meint ihr, dass da noch Tomaten wachsen werden?? Oder ist es zu spät für dieses Jahr?

Danke schön im voraus für eure Antworten ....

Ela
Ela ist offline   Mit Zitat antworten


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