AW: Tillandsien sind "hohl" Es gibt derart viele verschiedene Tillandsien, die alle ihre spezifischen Eigenarten haben, daß es kaum möglich ist, gute generelle Pflegeanweisungen zu geben.
Ich hatte ca. 30 verschiedene, aber jede brauchte ganz spezifische Bedingungen.
Was man generell sagen könnte: nur mit weichem Wasser (Regenwasser) befeuchten. Wenn sie getaucht wurden (ca. eine Stunde), muß man sie trocknen lassen, bevor sie Tage später wieder befeuchtet werden. Von stehendem Wasser faulen sie.
Tillandsien in Blüte haben es gerne trocken - also NICHT tauchen in dieser Zeit.
Allgemein mögen sie hohe Luftfeuchtigkeit. Je wärmer der Standort, umso höher muß die Luftfeuchtigkeit sein. Sommersonne kann sie verbrennen. Frischluft oder "bewegte Luft" (aber kein Zug!) tut ihnen sehr gut - nur ist die hier in Deutschland leider meist dann trocken.
Die meisten mögen es nicht kälter als 10°C.
Nach der Blüte stirbt die Mutterpflanze bei vielen Tillandsien ab, hinterlässt aber normalerweise Ableger, die man am besten vor Ort belässt, damit sich Kolonien bilden können.
Ein "Hohlsein" an sich ist noch kein schlechtes Zeichen. Es könnte bedeuten, daß die Pflanze nicht genug Feuchtigkeit bekommen hat. Fühlt sich das "Herz" allerdings strohig an, könnte das ein Anzeichen eines Absterbens sein (wahrscheinlich von zu hartem Wasser, das die Poren verstopft hat, oder zu wenig Feuchtigkeit der Blätter). Dann sollte man schauen, ob sich Ableger gebildet haben ...
"Hohlraum" haben die meisten Tillandsien, sie gehören ja zur Familie der Bromelien. Aber ob das der naturgegebene oder ein "kranker" ist, ist so leicht nicht zu sagen.
Dünger darf nur - wenn überhaupt angewandt - stark verdünnt benutzt werden (mindestens 4x verdünnt). Sonst bringt er die Pflanze genauso leicht um wie hartes (kalkhaltiges) Wasser. |