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15.01.2012 23:00 #1
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16.01.2012 00:13 #2AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.
Die abgebildete Pflanze könnte Polygonum orientale (Orient-Knöterich) sein.
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16.01.2012 00:17 #3AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Sind die Stängel hohl?
Es gibt auch rosa blühenden Knöterich. Vielleicht findest du sogar deine Pflanze hier:
http://blumeninschwaben.de/Zweikeimb...hgewaechse.htm
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16.01.2012 00:17 #4AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Calliandra, du warst schneller.
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16.01.2012 08:56 #5AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Hallo ihr drei,
leider konnte ich in dem Link von Lieschen, Polygonum orientale nicht finden. Läuft der auch noch unter einem anderen Namen? Oder ist er dort tatsächlich nicht dabei?
Ich find ihn wunderschön und würde ihn behalten. (Knöterich ist Pflanze des Jahres 2012)
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25.01.2012 03:30 #6AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Hallo

Ich finde die Pflanze einfach nur wunderschön! Allein die Farbe der Blüten!
Es sieht schon so aus als ob es der Orient-Knöterich wäre:
http://de.wikipedia.org/wiki/Orient-Kn%C3%B6terich
Ich würde ihn definitiv behalten - so schöne Pflanzen siedeln sich selten von allleine im Garten an... (Gut, je nachdem wo man wohnt
- aber trotzdem!)
Liebe Grüße
LaurenGeändert von Lauren_ (26.01.2012 um 22:43 Uhr)
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26.01.2012 02:17 #7AW: Diese Pflanze kenne ich nicht...
Informiert euch bitte erst einmal über Knöterich. Ich kenne Kleingärtner, die ihn liebend gerne wieder aus ihrem Garten verbannt bekämen.
Und warum eine Pflanzengattung, die Millionenschäden anrichtet nun zur Pflanze eines Jahre gewählt wird, erschließt sich mir nicht wirklich.
Ob diese Sorte auch zu den dominanten Neophyten gehört, weiß ich allerdings nicht. Ich habe Wiesenknöterich im Garten und bin glücklich mit ihm. Allerdings wuchert er auch nicht alles tot.
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26.01.2012 22:21 #8
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AW: KnöterichKnöterich ist ja nicht gerade EINE Pflanze sondern eine ganze Gattung oder sogar Familie (Knöterichgewächse). Da gehören einheimische Wildpflanzen, die gewiss kein Problem darstellen genauso dazu wie so nette Vertreter wie der Japanische Staudenknöterich, bei dem man nur froh sein kann, wenn man ihn nicht im Garten hat.
Man sollte da sehr genau schauen, um welche Pflanze es sich handelt, aber ein einheimischer Knöterich ist es wohl nicht (insofern kann man ihn eigentlich auch nicht so recht als Wildpflanze bezeichnen), und die Tatsache, dass er von alleine gekommen ist, sollte einem zu denken geben.
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26.01.2012 22:43 #9AW: Knöterich
Mag sein, aber er sieht schön aus, ist seit 1700 eine Kulturpflanze - und wird laut Wiki auch als Zierpflanze für Beete genutzt.
Klar, wenn es etwas ist, das irgendwann den ganzen Garten totwuchert ist es nicht so der Hit, aber muss man immer so extrem negativ an alles herangehen..?
Also einfach präventiv alles ausreißen, was man nicht kennt..?
Liebe Grüße
Lauren
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27.01.2012 01:07 #10AW: Knöterich
Davon war nicht die Rede. Warum muß man immer gleich alles so überspitzen?
Knöterich, die unbekannte Pflanze? Ich denke eher nicht:
Der Japanische Stauden-Knöterich wurde 1823 als Zier- und Futterpflanze aus Ostasien nach Europa
eingeführt, der Sachalin Stauden-Knöterich 1863. Beide Arten sowie deren Hybride verwildern leicht, sind
konkurrenzfähig und bilden dichte Bestände, welche die einheimische Vegetation verdrängen. Trotz breiter
ökologischer Amplitude, bevorzugen alle drei Stauden-Knöteriche die Uferbereiche von Fliessgewässern. Die
oberirdischen Teile sterben im Winter ab, hinterlassen kahle Böschungen, welche der Erosion ausgesetzt sind.
http://www.cps-skew.ch/deutsch/inva_reyn_jap_d.pdf
http://www.nabu-sachsen.de/index.php...186&Itemid=961Die beiden Fallopia-Arten stammen ursprünglich aus Nordost-Asien und breiten sich seit ihrer Einschleppung im 19. Jahrhundert überall in Europa aus. Vor allem der Japanische Staudenknöterich setzte sich dabei aufgrund seiner außergewöhnlichen Wuchskraft und Robustheit erfolgreich gegen die heimische Pflanzenwelt durch. Diese oft großflächige Verdrängung der natürlichen Flora, teilweise sogar die fast vollständige Überwucherung ganzer Uferabschnitte entlang nahezu aller sächsischen Fließgewässer, ist aus Sicht des Naturschutzes als sehr problematisch anzusehen.
Durch die bevorzugte Besiedlung von Bahndämmen und Uferböschungen, die vom Wurzelwerk des Staudenknöterichs eher zerstört als gesichert werden, richten die Staudenknöterich-Arten aber auch volkswirtschaftlichen Schaden an. Die Verbreitung des Staudenknöterichs erfolgt vor allem durch Erdarbeiten und Kompostierung von Gartenabfällen, bei denen Bruchstücke von oberirdisch und unterirdisch wachsenden Trieben meist unwissend auf neue Standorte oder Deponien verbracht werden. Auch kleinste Teilstücke bewurzeln sich und können binnen weniger Jahre Dauer wieder große Bestände bilden.
Eine Bekämpfung stellt sich als sehr aufwändig dar. Da der Energievorrat der Pflanze vor allem in den Rhizomen steckt, wachsen die Pflanzen über Jahre immer wieder nach, wenn im Boden Triebstücke zurückbleiben. Daher kann nur eine konsequente und langjährige Bearbeitung der Fallopia-Standorte zu einer Zurückdrängung führen. Zu beachten ist außerdem unbedingt, dass Rhizomteile nicht etwa durch Geräte oder mit Erdaushub weiter verbreitet werden.
http://www.nawit.de/natur/html/nat22c.htmlDurch das starke Rhizomwachstum können selbst große Pflastersteine aus dem Boden gelöst werden. Uferbereiche an Bächen und Flüssen werden ausgekolkt. In den anderen Bereichen wachsen die Rhizome unter das Wurzelsystem der umgebenden Pflanzenwelt. Diese wird mit der Zeit überwuchert. Der Japan-Knöterich bildet ein geschlossenes Blätterdach, das einen starken Schattenwurf erzeugt. So sterben die krautigen Pflanzen in kurzer Zeit wegen Lichtmangels ab.
http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/...ten/12094.htmlDer Feind meines Feindes ist mein Freund. Diesem alten Motto folgend, soll in den nächsten Wochen zum ersten Mal in der EU ein nicht einheimisches Insekt zur Bekämpfung einer unerwünschten Pflanzenart ausgesetzt werden. Ziel ist es, die Ausbreitung des Japanischen Staudenknöterichs in Großbritannien zu stoppen, da dieser nach offiziellen Angaben Schäden von jährlich bis zu 180 Millionen Euro anrichtet.
Japanischer Blattfloh
Der Staudenknöterich gilt als eine der weltweit problematischsten invasiven Arten. Ursprünglich wurde die Art im 19. Jahrhundert als Zierpflanze für Gärten und Parkanlagen aus Japan und China nach Europa und Nordamerika eingeführt. Später entdeckten ihn Imker als ergiebige, spätblühende Bienennährpflanze und heute ist der schnellwüchsige und bis zu drei Meter hoch werdende Staudenknöterich bei uns in freier Natur weit verbreitet.
Einige Bundesländer haben bereits mehrere Millionen Euros ausgegeben, um Japanischen Knöterich und seine Einkreuzungen zu bekämpfen.
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27.01.2012 10:22 #11AW: Knöterich
Hi Lieschen,
klar, alles kann man glatt unterschreiben.
Lauren meinte wohl, dass jolalaser Orient-Knöterich (Persicaria orientalis) und nicht den Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) oder die Sachalin-Variante hat. Ich fände seine Einwanderung auch – wie Alcea – bedenklich und wäre daher weniger über die Blüte erfreut. Von den anderen Fremden war man auch immer so begeistert, dass man sie sogar bewusst einführte.
Warum jetzt die ganze Gattung zu Staude der Jahres gewählt worden ist, verstehe ich auch nicht.
Und wenn es schon sein musste, dann:
Eine zweite, noch wichtigere Frage ist für mich, warum man für die Auszeichnung den deutschen Gattungsname Knöterich nahm, obwohl all die Pflanzen nicht mehr – und wohl aus guten Gründen – als "Polygonum ... was-auch-immer" bezeichnet werden. Man könnte doch eine konkrete, heimische Variante wählen. Falls der Entscheidung die Hoffnung auf Neugier und Selbstbildung der Gärtner zu Grunde lag, dann finde ich es viel zu optimistisch. Es wird für die Mehrheit mehr als verwirrend!
Bei Gaissmayer findet man einen netten Artikel Staude des Jahres 2012: Knöterich
Die Hoffnung habe ich nicht. Eher die Befürchtung, dass die Invasiven jetzt zu schnell und bei zu vielen einen Freibrief bekommen.In der Vergangenheit haben einige schwer zu bändigende Vertreter die Gattung ziemlich in Verruf gebracht. Und es bleibt zu hoffen, dass die Wahl zur Staude des Jahres mit so manchem Vorurteil aufräumen kann und der vielgestaltige Knöterich in der Gunst der Gartenbesitzer höher klettert - er hat es verdient.
Grüßt De.
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27.01.2012 10:37 #12
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