Balkenmäher

Balkenmäher Ein Balkenmäher im Privaten Bereich lohnt sich immer dann, wenn ein etwas unwegsameres Gelände gemäht werden muss, bzw. wenn größere Flächen, große Weiden oder Wiesen gemäht werden sollen.
Wobei Mähbalken auch heute noch in der Landwirtschaft in den Einsatz kommen. Insbesondere in Hanglagen und unwegsameren Gegenden, jedoch ist der Einsatz auf Ältere Traktoren und Einfachschleppern eingeschränkt.

Ein Balkenmäher funktioniert etwas anders als ein Rasenmäher, denn hier schneiden die am Mähbalken angebrachten Schneidfinger das Gras. Genauer ausgedrückt handelt es sich dabei um dreieckförmige Messer, die sich schnell an dem starr konstruierten Mähbalken hin und her bewegen. Sie sind

im Durchschnitt zwischen ein bis zwei Zentimeter dick und um die fünfzehn Zentimeter lang.

Für den Gartenliebhaber, der sich nun mit dem Gedanken trägt sich einen Balkenmäher zuzulegen, der sollte sich die Arbeitsleistung der verschiedenen Modelle gut anschauen. Da der Balkenmäher über einen eigenen Verbrennungsmotor verfügt kann man den Antrieb mit dem des Rasenmähers vergleichen. Bei einem Balkenmäher, der als Anbaugerät bei Traktoren Verwendung findet, kann der Antrieb durchaus auch hydraulisch sein. Die Arbeit mit einem Balkenmäher kann man sich in etwa so vorstellen, dass man keinen Rasenmäher schiebt (gebogener Haltegriff) sondern zwei freistehende Arme (Griffe) in der Hand hat, vergleichbar mit der Schubkarre. Auf großen, geländegängigen Rädern, die über ausreichend Profil verfügen, sitz ein starker Motor, dann geht das Gerät nach vorne über in den Namensgebenden Balkenmäher. Der
Messerbalken sitzt vorne quer, bestückt mit den messerscharfen Schneidfingern.

Da Balkenmäher über eine höhere Reibung verfügen als zum Beispiel Sichelmäher sind sie auch schneller stumpf. Als Nachteil wird jedoch die Tatsache empfunden, dass Balkenmäher, wenn man mit ihnen in Maulwurfshügel oder ähnliches fährt, schnell stumpf werden. Och dies kann mit einem herkömmlichen Rasenmäher auch geschehen. Herkömmliche Rasenmäher schaffen es aber nicht in schwer zugänglichem Gelände meterhohes und gleichzeitig nasses Gras zu schneiden. Sie schonen auch die Natur durch diese besondere Schneidetechnik und das geschnittene Gras fällt schonen zu Boden und kann schnell gut gut trocknen. Weiter ist positiv hervorzuheben, dass Kleintiere eine viel größere Überlebenschance hat als wenn mit einem herkömmlichen System gemäht wird.

Ein Balkenmäher lohnt sich immer, wenn eine große Fläche gemährt werden muss, und man dies nur wenige Male im Jahr erledigen kann. Jedoch sind die Kosten für die Anschaffung nicht unerheblich. Günstige Balkenmäher mit schwächerer Leistung sind für etwas über siebenhundert Euro zu erhalten, wirklich gute Geräte liegen so um die eintausendfünfhundert. Folgekosten entstehen, wenn sich der Balken verbogen hat oder die Schneidfinger stumpf geworden sind. Eine spezielle Schleifmaschine muss nun her oder man schickt den Mähbalken zum Schleifen zurück ins Werk. Hin und wieder müssen auch, meist bei unsachgemäßem Gebrauch die Schneidzähne erneuert werden. Zubehör wie neue Räder, Kufen bei Schnee oder Schneeketten müssen ja nur gekauft werden, wen man diese Ersatzteile auch wirklich benötigt.

von Gabriele Sinzig-Freese