Hochentaster

Hochentaster Mit einem Hochentaster können Äste auch in Höhen von fünf Metern ohne Leiter, Steiger oder ähnlichem abgesägt werden. Hochentaster gibt es noch nicht allzu lange auf dem Markt, denn erst vor einigen Jahren kamen die Techniker auf die Idee, eine Motorsäge mit einem langen Stiel zu konstruieren. So ist es möglich, vom Boden aus, Entastungsarbeiten an Bäumen und Sträuchern durchführen zu können.

Die Entwicklung schritt immer weiter voran, sodass es schnell Kombinationsgeräte gab, an deren Motoreinheit eine Reihe von Zusatzgeräten wie Sägeketten oder Heckenscheren angeschlossen werden können.

Hauptsächlich werden Hochentaster in

der Forst- und Straßenbauverwaltung, von Kommunen, Obstbauern oder Landschaftsgärtnern eingesetzt, wobei der Hochentaster auch immer mehr von privaten Hobbygärtnern verwendet werden. Alle Geräte haben eines gemeinsam, mit ihnen kann gefahrlos und schnell in Höhen bis zu fünf Metern gearbeitet werden. Es entfällt ein zeitaufwendiges Aufstellen und Besteigen sowie Verschieben von Gerüsten oder Leitern. Hochentaster stellen somit eine echte Arbeitserleichterung dar. Angetrieben werden die Hochentaster von modernen Zwei- oder Viertaktmotoren, wobei es auch Geräte mit einem Elektromotorantrieb gibt. Nachteilig ist das Kabel zur Stromerzeugung, was teilweise erheblich bei der Arbeit stören kann. Jedoch sind die Geräte mit Elektromotor
insgesamt leichter, was bei längeren Arbeiten ein wesentlicher Vorteil ist.

Handelt es sich um Verbrennungsmotoren, stammen diese von Motorsensen, weshalb ihre Technik direkt vergleichbar ist. Die Motoren sind allesamt modern, abgasreduziert und zuverlässig und zudem leicht zu starten. Über eine Start- und Stoppfunktion am Griffteil erfolgt die Drehzahlregulierung.

Die Kraft, die der Motor erzeugt, wird über eine Welle an den Schneidkopf des Hochentasters übertragen. Der Schneidkopf trägt die Kette, die dann die Schneidearbeiten in den Bäumen und Sträuchern verrichtet. Die Kette sollte immer gut geschmiert sein, weshalb sich an einigen Geräten ein Ölbehälter befindet, bei dem die anzugebende Ölmenge an das jeweilige Modell angepasst werden kann. Bei Geräten ohne Behälter sollte bei jedem Tanken auch geölt werden. Ist zu wenig Kettenöl vorhanden, wird die Kette zu heiß und kann dann sehr schnell stumpf werden.

Wie bei allen anderen Kettensägen auch, muss die Kette regelmäßig geschärft werden. Bei benzinmotorbetriebenen Hochentastern beträgt die Schnittlänge der Ketten 25 bis 30 Zentimeter, bei Elektromotoren sind dies meist 20 Zentimeter. Wer längere Arbeitszeiten in Aussicht hat, ist mit einem Tragegurt gut beraten. Tragegurte sorgen für eine gleichmäßige Lastverteilung auf Schulter, Rücken, Hüfte und Oberschenkeln und vermeiden nicht nur eine vorzeitige Ermüdung sondern mindern auch die Unfallgefahr durch Ermüdungserscheinungen.

Zudem kann die Anschaffung von entsprechender Schutzkleidung nicht schaden. Diese besteht aus einem Helm, einer Schutzbrille, einem Gehörschutz sowie Schnittschutzbekleidung einschließlich der Arbeitshandschuhe. Hochentaster sind ab einem Preis von ca. 300 Euro im Gartenfachhandel erhältlich. Des Weiteren bieten das Internet sowie viele Baumärkte einen Mietservice an. Hierbei liegen die Kosten zwischen 35 und 50 Euro pro Tag.

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