Akkurasenmäher - ohne Kabel bis zu 250 Quadratmeter mähen

Akkurasenmäher - kabellos bis zu 250 Quadratmeter mähen

Geräuscharm und ohne Benzingestank: Akkurasenmäher erobern deutsche Gärten - Überwiegen die Vorteile?Fast in jedem Hausgarten gibt es ein Stück Rasen, mehr oder weniger groß. Rasen muss geschnitten werden. Da heute kaum noch einer mit der Sense loslegen möchte, muss ein Rasenmäher her. Es gibt zahlreiche verschiedene Modelle. Drei Grundtypen stehen zur Auswahl, Benzin-Rasenmäher, Elektro-Rasenmäher und Akku-Rasenmäher. Sehr nützlich ist auch die Gartenfräse, welche allerdings wie eine Hacke

funktioniert.

 

Wem der altbekannte Benzinrasenmäher aus Kostengründen nicht zusagt, dem bleibt oft der Griff zum Elektrorasenmäher. Doch auch dieser gerät nun in Konkurrenz, denn mit den neuen Akkurasenmähern öffnen sich neue Möglichkeiten für Gartenfreunde - keine Schadstoffe, geringe Lautstärke und kein lästiges Elektrokabel.

 

Stärken und Schwächen von Akkurasenmähern

 

Die Akkurasenmäher schaffen mit einem vollen Akku bis zu 250 Quadratmeter ohne Probleme, so die Werbung der Hersteller. Die Schnittbreite ist im Vergleich zum Elektrorasenmäher nur ein wenig geringer. Die Geräte sind sehr leise und stoßen keine schädlichen Abgase aus, wie es beim Benzinmäher der Fall ist. Allerdings treten im alltäglichen Gebrauch einige Probleme auf:

  • Der Elektromotor ist nur bedingt leistungsstark und kann daher keinen hohen und dichten Rasen bezwingen.
  • Zudem sollte man mit etwa 140 Quadratmetern rechnen, die ein Akkurasenmäher in voller Leistung schafft, bevor er wieder an die Steckdose muss. 

Laut verschiedener Hersteller beträgt die Reichweite sogar bis zu 250 Quadratmeter. Erfahrungen ergeben jedoch, dass ab etwa 140 Quadratmetern die Leistung (stark) abnimmt und ein Mähen nur bedingt möglich ist.

  • Akkurasenmäher eignen sich für kleine Garten, sowie Vorgärten und Schrebergärten.
  • Die Anschaffung ist kostengünstig, die Wartungskosten nahezu nicht vorhanden ...
  • ... und als Antriebskraft dient der (an sich) emissionsarme Akku, der vor jedem Einsatz geladen werden muss.

Genauer Blick auf die Vorteile

  • je nach Gerät beträgt die Akkuladezeit 1 bis 24 Stunden
  • Laufzeit des Akkus stimmt nicht immer mit der beim Kauf angegebenen überein!
  • bei längerem Gras nicht gut geeignet, aber ideal für regelmäßig gemähtes kurzes Gras
  • meist teurer als
    Elektro-Rasenmäher bzw. wirklich teuer (gute Akkus sind teuer)
  • bei größeren Rasenflächen besser einen Ersatzakku zulegen! (Kostenpunkt meist über 100 Euro)
  • bei feuchtem Gras kommt ein Akkurasenmäher schnell an seine Grenzen

Genauer Blick auf die Nachteile

  • kein Kabel, man kann überall bequem arbeiten
  • schnell einsatzbereit
  • kein zufälliges Zerschneiden des Elektrokabels mehr möglich
  • mit einem leistungsfähigem Gerät lassen sich auch größere Flächen mähen (1000 m²)
  • sehr wendig
  • abgasfreier Betrieb
  • relativ geräuscharm
  • wenig Wartung nötig
  • leicht, wenig Gewicht
  • Start auf Knopfdruck, gut geeignet für Menschen mit weniger Kraft

Akkurasenmäher werden immer leistungsfähiger - die Akkuqualität entscheidetHersteller von Akkurasenmähern


Kaufen kann man Akkurasenmäher im Bau- und Gartenmarkt, beim Fachhändler und im Internet. Oft werden sie auch auf Gartenausstellungen- und Messen angeboten. Da kann man sie auch gleich ausprobieren.

  • Marktführer ist Bosch (D)
  • Einhell (D)
  • Wolf-Garten (D)
  • AL-KO (D)
  • Gardena (D)
  • Viking (AU)
  • Güde (D)
  • RYOBI (Japan)

Empfehlenswerte Modelle


Im privaten Gebrauch haben sich einige Geräte besonders bewährt. Die möchten wir hier kurz vorstellen.

  • Bosch Rotak 32 Li – Lithium-Ionen Akku; Akkuladezeit: 0,75 h; Gewicht: 10,2 kg; Schnittbreite: 32 cm; Fangsackvolumen: 31 l; empfohlene Flächengröße: 150 m²; maximale Schnitthöhe: 60 mm; Preis: etwa 300 Euro. Es gibt mehrere Akku-Rasenmäher von Bosch. Dieser hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die anderen sind

    meist erheblich teurer, aber auch hochwertiger. Sie sind besser für größere Flächen geeignet.

  • Viking MA 339 C -  Lithium-Ionen-Akku; Akkuladezeit: 1 h; Gewicht: 12 kg; Schnittbreite: 37 cm; Fangsackvolumen: 40 l; maximale Schnitthöhe: 70 mm; maximaler Geräuschpegel: 90 dB; empfohlene Flächengröße: bis 250 m²; Preis: etwa 380 Euro ohne Akku

  • Das preiswerteste Produkt ist der Güde 320/24 Li ION – Lithium-Ionen-Akku; Akkuladezeit: 3 bis 5 h; Gewicht: 16 kg; Schnittbreite: 32 cm; Fangsackvolumen: 30 L; empfohlene Flächengröße: 150 bis 250 m²; Preis: zwischen 180 und 200 Euro.

Worauf man beim Kauf achten sollte!

  • Abziehbarer Sicherheitsschlüssel, damit das Gerät nicht einfach gestartet werden kann, z.B. von Kindern.
  • Lithium-Ionen-Akkus – sie bieten viele Vorteile (siehe Text unten)
  • Mäher muss stabil und handlich sein!
  • Er muss beim Vorwärtsgehen in der Bahn bleiben!
  • Er muss leicht zu schieben sein!
  • Der Grasfangkorb sollte leicht ein- und auszuhängen sein!
  • Günstig ist das GS-Zeichen für geprüfte Qualität.

Vorteile von Lithium-Ionen Akkus

  • relativ geringes Gewicht
  • hohe Energiedichte
  • relativ kurze Ladezeiten (etwa 1 h)
  • Ladeunterbrechung möglich
  • Selbstentladung ist sehr gering
  • mit einem 36 Volt Lithium-Ionen Akku ist auch höheres Gras kein Problem mehr

Fazit der Redaktion


Ein Akkurasenmäher ist meist besser als sein Ruf. Die Geräte wurden in den letzten Jahren sehr verbessert und haben gegenüber anderen Rasenmähern einige Vorteile. Sie sind deutlich leiser als Bezin-Rasenmäher und verpesten nicht die Umwelt (außer bei der Herstellung). Mähen ohne Kabel ist schon eine tolle Sache. Ein Nachteil der Akkurasenmäher ist ihr oft höherer Preis.

 

Dabei muss man wirklich nicht das teuerste Gerät kaufen: Die Mäher unter 400 Euro bieten meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Geräte vom Marktführer Bosch sind nicht schlecht, man kommt mit ihnen aber nicht schnell voran. Sie sind oft deutlich langsamer als andere und deutlich teurer. Am besten ist, man kann den Akku-Rasenmäher vor dem Kauf einmal ausprobieren. Ansonsten kann man immer noch bei Kundenmeinungen im Internet nachlesen, was andere Nutzer für Erfahrungen gemacht haben.

Beachten Sie jedoch auch beim Einsatz von Akkurasenmähern die Ruhezeiten:

  • Sonntage und Feiertage (ganztägig)
  • werktags von 13-15 Uhr und von 19-07 Uhr