Häcksler und Gartenhäcksler

Häcksler & Gartenhäcksler
Der Häcksler wird auch oft Schredder genannt und ist ein mechanisch funktionierendes Gerät, mit dem die unterschiedlichsten Materialien zerkleinert werden können. Die meisten Geräte verfügen über ein Mahlwerk, das durch einen starken Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben wird. Das Mahlwerk besteht aus versetzt angebrachten Walzen, die das zu zerkleinernden Objekt entweder zerreiben, zermahlen oder auch zerreißen sowie zerschneiden.

Häcksler werden häufig zur Zerkleinerung von Gartenabfällen verwendet. Ihren Einsatz finden sie bei der Zerkleinerung von Holzabfällen und beim Heckenschnitt. Vorteil eines Häckslers ist, dass die Gartenabfälle nicht mehr anderweitig evtl. sogar kostenintensiv entsorgt

werden müssen, sondern dass die Endprodukte des Häckselns als Rindenmulch, Dünger oder Strukturmaterial für den Kompost verwendet werden können.

Die Angebotpalette an Häckslern ist sehr groß. So gibt es Ausführungen in den unterschiedlichsten Leistungsstufen, die sich an der Art und Menge des Schnittgutes orientieren. Die älteste Technologie ist das Messerschneidwerk. Bei einer ausreichenden Motorleistung ist ein Häcksler mit dieser Funktion sehr schnell, jedoch auch laut, für Verstopfungen anfällig, dafür aber kostengünstig.

Zunehmend etabliert sich jedoch das Walzenschneidwerk. Es zeichnet sich durch sein kraftvolles Häckseln aus und ist gegen Verstopfungen resistent. Zudem sind diese Geräte sehr leise, so dass sie auch Leisehäcksler genannt werden. Walzenschneidwerk-Häcksler sind zwar etwas langsamer und teurer gegenüber dem Messerschneidwerk, dafür sind sie sehr robust.

Für den Bereich des Garten- und Landschaftsbaus bieten sich sog. Buschhacker an, die vorwiegend zum Zerhäckseln von Zweigen und Ästen verwendet werden. Die Äste werden hierbei von einem Zahnrad in einen Mettaltrichter gezogen. Im Gerät befindet sich ein rotierendes Messer, welches die Äste zerkleinert. Diese elektrisch betriebenen Buschhacker gibt es auch in einer kleineren Ausführung, die für den Hobbygärtner konstruiert wurde. Die Schneidwerke bestehen meist aus speziell gehärtetem Stahl.

Neben der Unterscheidung nach den Schneidesystemen werden Häcksler auch nach ihren Antrieben klassifiziert. In die untere Preis- und Leistungsklasse fallen die sog. Hobbyhäcksler, die über einen eingebauten 230 V-Elektromotor verfügen und eine maximale Leistung bis 2.000 Watt erreichen. Sie verarbeiten Aststärken zwischen 35 und 49 mm und leiden neben der geringen Motorenleistung an einer Anfälligkeit für Verstopfungen.

Die meisten Gartenhäcksler werden heute jedoch im Bereich zwischen 2.000 und 2.500 Watt angeboten. Für einen leistungsstarken Gartenhäcksler muss man mit
einem Preis um die 500 Euro rechnen. Jedoch bieten viele Motorengerätefachhändler oder Heimwerkermärkte Häcksler zum Mieten an.

Geräte, die über einen Starkstrommotor verfügen, bringen eine Leistung ab 3 kW und die Schneiden schaffen Aststärken bis 80 Millimeter. Eine weitere Antriebsart sind die Benzin- oder Dieselmotoren. Je stärker der Motor, desto höher steigen natürlich auch die zu verarbeitenden Aststärken.

Zum Thema Pflege ist zu bemerken, dass Häcksler auf keinen Fall mit Wasser abgespritzt werden sollten, da die Gefahr des Verrostens des Schneidwerkes sehr hoch ist. Die Wartung sollte sich unbedingt an der Gebrauchsanleitung orientieren. Hochwertige Geräte sollten grundsätzlich zur Wartung in einen Fachbetrieb gegeben werden. Die Schneidmesser müssen auch in regelmäßigen Abständen geschliffen werden und die Pflege mit ein wenig Öl oder speziellen Pflegesprays ist zu empfehlen.

Sicherheit muss bei einem Gartenhäcksler an erster Stelle stehen. Für den sicheren Umgang sollten daher immer feste Arbeitshandschuhe getragen werden und auf Schmuck wie lange Ketten

oder Schals sowie auf wallende Textilien verzichtet werden. Zudem schützt eine Schutzbrille die Augen vor evtl. herumfliegenden Schredderteilen. Sind die Geräte besonders geräuschintensiv, bietet es sich zudem an, einen Gehörschutz zu verwenden. Befindet sich der Häcksler in Betrieb, sollten sich keine weiteren Personen in unmittelbarere Nähe des Häckslers befinden, da sie von herumfliegenden Teilen schnell getroffen werden können.

Um ein möglichst gutes Schredderergebnis zu erhalten und sowenig Arbeit wie möglich zu haben, sollte man wissen, dass sich frische Zweige besser zerkleinern lassen als trockenes Holz. Zudem sollten stark verzweigte Äste vor dem Häckseln in handliche Stücke geschnitten werden, so sind Verstopfungen des Häckslers ausgeschlossen.

Auch in punkto Transport sind einige Sicherheitsbestimmungen zu beachten. So sollte das Gerät über ausreichend große, leicht laufende und gut gelagerte Räder verfügen. Zudem sollte es nicht zu schwer sein. Ist dies jedoch trotzdem der Fall, bietet sich ein Fahrgestell an, welches z.B. durch eine Bremse auch den Sicherheitsvorschriften gerecht werden muss.

Bei dem Kauf eines Häckslers sollte sich der Nutzer Gedanken machen, welches Material er zerkleinern möchte. Hierbei sollten nicht nur die Aststärken bedacht werden sondern auch weiche Materialien wie Wurzeln und sperriges Material. Empfehlenswert ist hier eine Beratung in einem Motorgerätefachbetrieb mit Werkstatt. Hier kann sich der Verbraucher sicher sein, eine kompetente Beratung zu den einzelnen Modellen zu erhalten.

Im Idealfall kann man den Gartehäcksler ausprobieren und ihn sich während der Vorführung detailliert erklären lassen. Interessant sind auch Vorrichtungen zur vor- und rückwärtigen Laufrichtung der Schneiden. So sind Verstopfungen sehr einfach zu beseitigen.