Hauswasserautomat

Hauswasserautomat Unter einem Hauswasserautomaten ist eine elektronisch gesteuerte Pumpe zu verstehen, die sich immer nur dann einschaltet, wenn der Druck in der Wasser abführenden Leitung fällt, also der Wasserhahn aufgedreht wird. Die Pumpe schaltet sich automatisch aus, wenn der Wasserhahn wieder geschlossen wird.

Hauswasserautomaten eignen sich zur Förderung von klarem Wasser und finden ihren Einsatzbereich z.B. in der Wasserversorgung von Einfamilienhäusern, in landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben sowie bei der Beregnung im Gartenbaubereich und in der Landwirtschaft.

Generell sollte ein Vorfilter zum Einsatz kommen, um Schäden an dem Gerät oder der Steuerung durch Verschmutzungen zu vermeiden.



Bei einem Hauswasserautomaten ist das Hauptfunktionselement ein Sensor am Druckschalter, der magnetische Signale empfängt, wenn die Turbine rotiert. Ein weiteres Element ist ein Kontaktelement, das über den Wasserdruck geöffnet und geschlossen wird. Beim Einschalten des Gerätes wird über das Absinken des Wasserdrucks der Kontakt geöffnet und über die
rotierende Turbine die Pumpe in Betrieb genommen. Der Stillstand der Turbine beim Ausschalten erfolgt über das Kontaktelement, das der Elektronik die Abschaltung meldet und nach einer Zeitverzögerung von 20 Sekunden die Pumpe deaktiviert.

Die Pumpe läuft während der Wasserentnahme permanent und sorgt für einen konstanten Druck. Dieser ist von der Durchflussmenge abhängig. Der maximale Pumpendruck wird beim Ausschalten erreicht. Da sich der Pumpendruck selbständig reguliert, wird ein sinkender Druck, der durch Verschleiß der Pumpe entsteht, automatisch berücksichtig. Die sog. Trockenlaufsicherung verhindert hierbei eine Beschädigung der Pumpe wenn kein Wasser gefördert wird.

Die Hauswasserautomaten gewährleisten einen ununterbrochenen Betrieb wie bei der herkömmlichen Hauswasserleitung und sind daher besonders für den Einsatz mit Regenwasserreservoirs geeignet. Der Handel bietet kleine und leichte Bauweisen von Hauswasserautomaten an, die mobil verwendbar sind und einen sehr geringen Platzbedarf haben. Einige Modelle verfügen über einen integrierten Filter sowie ein Rückschlagventil. Andere Modelle verfügen über ein LCD Infodisplay, auf dem Funktionsstörungen angezeigt werden sowie Informationen über den Druck und den Durchfluss.

Wichtigstes Element für die
Förderung des Wassers ist die Saugleitung. Hierbei handelt es sich um eine Ansauggarnitur von vier oder sieben Metern Länge mit einem Schlauch mit einem Durchmesser von 22mm. Sie fördert das Wasser von der Wasserquelle zur Pumpe. In der Regel besteht die Saugleitung aus einer Schlauchtülle mit Außengewinde, einer Schlauchschelle, einem Spiral-Saugschlauch und einem Fußventil mit Filterkorb. Die Verbindung zur Saugleitung muss wie alle anderen Gewindeteile der Leitung untereinander und die Verbindung zur Pumpe mit Teflonband oder Hanf abgedichtet werden. Bestehen Undichtigkeiten in der Saugleitung, wird die Leistung beeinträchtigt oder das Ansaugen ist völlig unmöglich.

Zudem sollten Hauswasserautomaten generell ein Rückschlagventil direkt am Sauganschluss der Pumpe haben, da bei Stillstand der Pumpe die Saugleitung unter Druck steht und undicht werden kann. Die Förderung von Wasser durch die Pumpe zur Entnahmestelle erfolgt über die Druckleitung. Je größer der Durchmesser der Druckleitung, desto geringer sind die Rohrleistungsverluste und desto mehr Druck steht an der Entnahmestelle zur Verfügung. Das Verbindungsstück der Leitung am Druckanschluss der Pumpe wird verschraubt und sollte mit Hanf oder Teflonband abgedichtet werden.

Die Kosten für einen Marken-Hauswasserautomaten beginnen bei ungefähr 180 Euro, wobei für Saugschläuche und weiteres Zubehör wie Hähne und Rohre schnell nochmals 150 Euro hinzukommen. Die Preise variieren hierbei sehr, wobei darauf zu achten

ist, ob in Gerät und Preis bereits ein Filter enthalten ist oder nicht.

In Bezug auf die Sicherheit ist zu erwähnen, dass alle Entnahmestellen wie Waschbecken oder Wasserhähne, die durch einen Hauswasserautomaten gespeist werden, mit dem Hinweisschild -KEIN TRINKWASSER- zu kennzeichnen sind. Generell sind auch alle Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannte Regeln der Technik einzuhalten.

Soll der Hauswasserautomat transportiert werden, darf er nicht geworfen oder gestürzt werden und bei einer Einlagerung muss er gegen Feuchtigkeit, Wärme und Frost geschützt werden. Grundsätzlich muss der Hauswasserautomat über eine vorschriftsmäßige Steckdose mit Schutzkontakt angeschlossen werden. Die elektronischen Schutzmaßnahmen müssen vor Inbetriebnahme einer fachmännischen Prüfung unterzogen werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass Erdung, Nullung, Trenntrafo, Fehlerstrom- oder Fehlerspannungsschutzschalter den Vorschriften des zuständigen Elektrizitätswerkes entsprechen.