Heckentrimmer zur Heckenpflege - Stabheckentrimmer

Heckentrimmer zur Heckenpflege Von Heckentrimmern sollte man nicht zu viel erwarten: Sie sind keine HeckenscherenEs gibt mechanische und elektrische Heckentrimmer. Mit ihrer Hilfe lassen sich Hecken einfach und präzise stutzen. Elektrische Trimmer arbeiten schneller als manuelle Trimmer, dafür haben sie ein höheres Gewicht. Heckenpflanzen erfordern viel Zeit und Pflege bis sie so wachsen, wie man es sich vorstellt.

Modelle und Varianten von Heckentrimmern

Kleine Heckenpflanzen lassen sich mühelos mit einer manuellen Schere schneiden, für sehr hohe Hecken eignen sich besonders elektrische Stabheckentrimmer

mit verlängertem Stiel. Mit einem Heckentrimmer-Aufsatz wird ein Akku-Bohrer durch einen einzigen Handgriff zu einem elektrischen Heckentrimmer. Der Aufsatz eignet sich für die Verwendung aller handelsüblichen Akku-Bohrer. Er verfügt über eine Aufsatzlänge von 27 Zentimetern, einer Schnittlänge von 13 Zentimetern und einem Messabstand von 14 Millimetern. Der Heckentrimmer-Aufsatz ist im Handel für 14,95 Euro erhältlich.

Ein elektrischer Multi Heckentrimmer ist sehr vielseitig und verfügt über ein geringes Gewicht. Die Messer sorgen für einen sauberen Schnitt, was sich wachstumsfördernd auf die Pflanzen auswirkt. Eine Verlängerung ermöglicht Schnittarbeiten bis zu einer Höhe von 3 Metern. Der Heckentrimmer verfügt über einen Multifunktionsgriff, an dem die Messer in verschiedene Arbeitswinkel eingestellt werden können. Die Schnittlänge beträgt 550 Millimeter, das Gewicht 3,2 Kilogramm und der Preis 129,00 Euro.

Beim Kauf eines elektrischen Heckentrimmers empfiehlt sich eine fachmännische Beratung, da es einiges zu beachten gibt. Das Gewicht sollte möglichst gering sein. Die Länge des Kabels und die Kapazität des Akkus sind wichtig und sollten an den Bedarf angepasst sein. Ein Akku hält höchstens bis zu 55 Minuten Arbeitszeit, benötigt dann wieder cirka 5 Stunden, um geladen zu werden.

Heckenschere vs. Heckentrimmer

Man unterscheidet elektrische Heckenscheren und Heckentrimmer. Die Scheren sind die Klassiker der Heckenschneidemittel und auch sehr praktisch. Sie sehen anders aus und funktionieren gänzlich anders als der Heckentrimmer. Dieser ist von der Arbeitsweise eher mit einem Rasenmäher verwandt.

Mit einer Heckenschere kann man ganz genau die Schnitthöhe bestimmen, indem man sie an die Stelle hält, an der geschnitten werden soll. Man kann genau sehen, wo der Schnitt erfolgt. Der Heckentrimmer hat eine ganz andere Arbeitsweise: Man setzt das Gerät auf die Fläche, die geschnitten werden soll. Das Schnittgut wird nach unten gedrückt, bis es den Schneidebereich, eine Öffnung im Trimmer erreicht. Dann kann es sich wieder aufrichten und wird dann abgeschnitten. Man kann nicht wirklich sehen, wo geschnitten wird. Die Schneidemesser sind unsichtbar
in dem Trimmer eingebaut. Man schneidet praktisch „blind“.

Das ist ungünstig und lässt sich schwer steuern. Für ungeübte Hobbygärtner ergeben sich einige Schwierigkeiten mit dem elektrischen Heckentrimmer. Einige Geräte sind gleich mit einem Häcksler ausgerüstet. So wird das Schnittgut gleich zerkleinert und das Schnittvolumen ist geringer. Allerdings bringt der zusätzliche Häcksler mehr Gewicht mit.

Ein Gerät zur Präzisionsarbeit: Heckentrimmer sind fürs Feine zuständigNachteile von Heckentrimmern
  • Hecke lässt sich nicht gezielt schneiden.
  • Man muss schätzen, ob die gewünschte Höhe erreicht ist, denn man kann es nicht sehen.
  • Der erste Schnitt ergibt dann das Referenz-Niveau für die weiteren Schnitte.
  • Das Gerät muss immer mit dem gleichen Druck

    auf die Hecke gehalten werden. Bei mehr oder weniger Druck fällt die Schnitthöhe anders aus. Die Hecke wird ungleichmäßig.
  • Schwierig bei feuchter oder nasser Hecke.

  • Nur langsames Arbeiten möglich, wenn man gleichmäßig schneiden will.
  • Oft bleiben einzelne Zweige stehen, weil sie sich langsamer im Gerät aufrichten als andere.
  • Meist ist Nacharbeitung notwendig.
  • Schneidet nur dünne Zweige. Bei dicken Zweigen bleiben die leergeschnittenen Stummel übrig.
  • Nur für feinblättrige Hecken geeignet oder zum Nachschneiden!
Vorteile von Heckentrimmern
  • Gut geeignet, wenn man oft und regelmäßig die Hecke schneidet und immer nur zarte Triebe schneiden möchte.
  • Gut geeignet für den Buchsbaumschnitt, wenn viele geschnitten werden müssen. Ansonsten ist es sinnvoller, die Schere zu nutzen und die Blätter nicht zu beschädigen.
  • Geräte mit Zweihandbetrieb sind leicht in der Handhabung.
  • Die Heckentrimmer sind recht sicher. Das Verletzungsrisiko ist deutlich geringer als bei der elektrischen Heckenschere.
  • Geräte mit Häcksler zerkleinern das Schnittgut gleich. Allerdings bringt das mehr Gewicht im doppelten Sinn, durch den Häcksler und das gesammelte Schnittgut.
Gängige Produkte und Preise
  • Garden Groom Pro Heckenschere mit Motorbremse – schneidet, häckselt und sammelt das Schnittgut; 2-Hand-Betrieb; incl. großem Auffangschlauch mit Auffangsystem für bis zu 60 Liter Heckenschnitt; Power-Motor mit 500 Watt Leistung; Gewicht 3,5 kg; schneidet Äste bis 2 cm Durchmesser; mit automatischem Sicherheitsstopp – Preis 160 bis 200 Euro

  • Garden Groom MIDI – 300 Watt Leistung; Schnittbreite 19,2 cm; Gewicht 2,7 kg; incl. großem Auffangbeutel für 60 Liter Heckenschnitt; 2-Hand-Betrieb; Preis 90 Euro. Nur für kleinen Buchshecken oder kleine Buchspflanzen geeignet. Schnittgut gelangt oft nicht in den Auffangbehälter, da die Leistung mit 300 Watt einfach zu gering zum Ansaugen ist (Staubsauger haben deutlich mehr Leistung und müssen meist weniger große Teile ansaugen)
Fazit der Redaktion

Der elektrische Heckentrimmer wird in der Fernsehwerbung gern als ultimatives Heckenschneidewerkzeug angepriesen. Wie das oft so ist mit der Werbung, entspricht vieles nicht den Tatsachen. Die Heckentrimmer sind nur bedingt für den Heckenschnitt zu empfehlen. Sie sind eher für den Feinschliff geeignet, zum Nacharbeiten des groben Schnittes mit einer elektrischen Heckenschere. Günstig sind sie, will man monatlich das nachgewachsene frische Grün von der Hecke schneiden. Das lastet die Geräte nicht aus. Allerdings haben die Trimmer selbst ein ziemliches Eigengewicht und da man zweihändig arbeiten muss, wird allerhand Kraft benötigt.

Geworben wird unter anderem auch damit, dass kein Schnittgut aufgekehrt werden muss, weil alles gehäckselt und in den Auffangbehälter geleitet wird. Das entspricht aber nicht den Tatsachen. Es fällt Vieles daneben, der Effekt geht also verloren. Es muss geputzt werden. Wer wissen möchte, ob so ein elektrischer Heckentrimmer das passende Gerät für seine Bedürfnisse ist, sollte sich vor dem Kauf unbedingt eines ausleihen. Vielleicht hat ein Nachbar, Freund oder Kollege eines. Viele sind mit diesen Heckenschneidern nicht glücklich. Vermeiden Sie Fehlkäufe und testen Sie erst!