Holzspalter

Holzspalter - für wen lohnt und was kostet die Anschaffung?
Jeder der einmal mit einem Holzspalter gearbeitet hat, möchte ihn nicht mehr missen. Dieses gerät arbeitet leise, macht keinen Höllenlärm wie eine Kettensäge, ist nicht so kräfteaufreibend wie Holzhacken und bietet trotzdem den Duft frisch gespaltenen Holzes. Dies Vergnügen kann man beim Kauf von fertigem Kaminholz ja leider nicht genießen. Eigentlich lohnt sich ein Holzspalter für jeden der sein Kaminholz selbst spalten muss. Sicherlich ist die Anschaffung etwas teurer als eine Axt oder eine Motorsäge, jedoch spart sie eine Menge Muskelkraft und jede Menge Zeit.

Gerade bei

den steigenden Heizölpreisen finden diese Maschinen einen größeren Absatz. Sicher, mit nachwachsenden Rohstoffen zu heizen ist nicht so bequem wie mit Heizöl. Heizöl wird angeliefert und die Heizung läuft dann, Zeitschaltuhren du kleinen Computern sei dank, eigentlich automatisch. Bei der Verwendung von Holz fallen viele weitere Arbeitsgänge an. Das Holz muss gekauft werden, es muss gespaltet werden, gelagert und sogar nach der Energiegewinnung fällt noch jede Menge Arbeit an. Die Asche muss entfernt werden, der Kamin, der Kachelofen usw. müssen gereinigt werden.
Bleiben wir doch bei dem Punkt, das angelieferte Holz muss gespalten werden. Für jemand, der mit Holz heizt, lohnt sich die Anschaffung dieser Maschine immer. Holz hacken und sägen, also auf eine herkömmliche Art und Weise zu zerkleinern ist eine Schweißtreibende Angelegenheit.
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Wie arbeitet denn eigentlich ein Holzspalter? Nun die Technik ist recht einfach. Man legt ein in der richtigen Größe zurechtgesägtes Stück eines Baumes auf den Holzspalter. Genau in der Größe, die in einem Kamin passt. Das entspricht auch der Größe, die von einem Holzspalter verarbeitet werden kann. Drückt, je nach Modell ein Fußpedal, einen Knopf oder legt einen Hebel um und schon schiebt eine Platte das Holz auf einer Art Liegefläche nach Vorne und drückt es mit viel kraft gegen eine scharfe, keilförmige Kante. Diese keilförmige Kante wird mit großer Kraft in das Holzstück hineingetrieben und spaltet in Holzscheite. Die nun daraus entstandenen 2 Teile lassen sich wiederum zweiteilen. Knopf wieder gedrückt, das Schiebeelement fährt nach hinten und schon kann wieder angelegt werden.
Der Zeitgewinn ist enorm. Für eine Menge Holz, für die man sonst einen halben Tag benötigt hat, reichen nun dreißig Minuten. Lediglich bücken muss man sich noch um die Holzscheite wieder aufzunehmen und zu stapeln.

Interessant ist vielleicht noch, dass erst als die Heizkosten jetzt so rapide gestiegen sind, die Holzspalter eher im Süden Deutschlands verbreitet waren und im Norden Deutschlands in der Regel unbekannt waren. Doch nun hat sich für die Hersteller auch dieser Markt erschlossen.
Die Anschaffungspreise der Holzspalter liegen bei einfachen Geräten um die zweihundert Euro. Leistungsfähigere Geräte sind ab ca. fünfhundert Euro bereits zu haben. Profigeräte kosten entsprechend mehr.

von Gabriele Sinzig-Freese