Vertikutierer - problemlos vertikutieren

Vertikutierer - welche Vorteile gegenüber herkömmlichen vertikutieren?

Ein weiteres elektrisch betriebenes oder auch mit Benzin betriebenes Gartengerät ist der Vertikutierer. Dieser funktioniert nach einem recht einfachen Prinzip, ist jedoch in der Wirkungsweise dem herkömmlichen Vertikutieren gleichzusetzen, denn auch hier werden „schädliche“ Pflanzen und abgestorbene Pflanzenteile entfernt. Schädlich in diesem Zusammenhang das Moos im Rasen. Während des Betriebes eines Vertikutierens schneiden Federn oder rotierende Messer senkrecht in den Boden und entfernen die schon genannten Pflanzen bzw. Pflanzenteile. So wird der Rasen vor Rasenfilz sicher geschützt, doch nicht dauerhaft, vertikutiert muss regelmäßig werden.

Die Ursache dass

sich der so genannte Rasenfilz bildet ist verschieden. Als Rasenfilz bezeichnet man im allgemeinen Moos, abgestorbene Pflanzenteile und auch Unkraut. All dies Zusammen wächst gerne, wenn der Boden nicht genügend durchlüftet ist, sich Staunässe bildet oder der Rasen im Schatten wächst. Wenn nun der Rasenfilz regelmäßig durch vertikutieren entfernt wird, so kann sich gar keine Staunässe mehr bilden und das Regenwasser gelangt wieder an die Wurzeln des Rasens. Dies ist nämlich das eigentliche Problem das durch den Rasenfilz entsteht, der Rasen verdorrt und der Rasenfilz, das Moos hat gewonnen.
Vergleicht man nun die Vorteile eines Vertikutierers mit dem des vertikutierens von Hand, vergleicht man fast Birnen mit Äpfeln. Denn die herkömmliche Art den Rasen zu vertikutieren ist sehr mühsam, insbesondere wenn man keinen ganz
kleinen Rasen hat. Hierzu „kämmt“ man den Rasen mit einem Rechen, der ganz eng zusammenstehende Zinken hat. Man kämmt Moos und abgestorbene Pflanzenteile und alles was größere Blätter besitzt einfach aus. Anschließend muss man noch die losgelösten Teile zusammenharken und vom Rasen nehmen, denn sonst bilden sich darunter auch wieder schnell kahle Stellen. Diese Arbeit ist mühsam und kostet Kraft und auch besonders viel Zeit.

Man sollte jedoch immer darauf achten, dass die Vertikutiertiefe zwischen drei bis fünf Millimeter liegt, denn sonst schadet man den Wurzeln des Grases und der Rasen leidet deutlich sichtbar. Diese Arbeitstiefe kann man leichter regulieren mit einem Vertikutierer als wenn man mit der Hand vertikutiert.
Ein Vertikutierer erledigt dies alles im Handumdrehen denn er ist einfach zu bedienen und braucht nur, wie ein Rasenmäher auch, über den rasen geschoben zu werden. In der Regel haben die Geräte, ob nun elektrisch betrieben oder mit einem Benzinmotor ausgestattet, einen Auffangkorb, sodass sogar das mühsame zusammenharken entfällt.

Neue Vertikutierer sind zusätzlich noch mit einem Lüfter ausgestattet. Dies bedeutet, dass der Rasen gleichzeitig vertikutiert und gelüftet werden kann. Ein weitere Arbeitsgang in einem Schritt und ein schnellerer Weg zu einem satten Grün des Rasens.
Ein Vertikutierer ist ein Gerät, den eigentlich jeder Gartenbesitzer, der einen Rasen hat, der größer als zehn Quadratmeter ist, benötigt. Vielleicht kann man sich so ein Gerät zusammen mit den Nachbarn anschaffen? Dann teilt man sich die Kosten und jeder hat einen großen Nutzen.

von Gabriele Sinzig-Freese