Handrasenmäher: leise und umweltschonend - aber praktisch genug?

Handrasenmäher: leise und umweltschonend - aber praktisch genug?

Wer denkt, dass Handrasenmäher langsam zu den Antiquitäten der Gartentechnik gehören, irrt gründlich.

rasenmaeher caSchön für alle Menschen, die sich weder mit den stromfressenden Elektromähern noch mit den geruchlich nicht angenehmen Motorrasenmähern richtig wohl fühlen: Es gibt ihn noch, den guten alten Handrasenmäher.

Vorteile eines Handrasenmähers

Er hat aus gutem Grund noch nicht ausgedient, denn er hat gleich mehrere Vorteile:
  • Handrasenmäher mähen den Rasen mit einem sehr glatten Schnitt, an den

    der Elektrorasenmäher oder Motorrasenmäher kaum herankommt. Der herkömmliche Handrasenmäher ist ein Spindelmäher, bei dem an einer rotierenden Spindel mehrere Schnittblätter angebracht sind. Diese Schnittblätter laufen an einem feststehenden Gegenmesser vorbei, der Grashalm wird also wie mit einer Schere abgeschnitten und nicht am Ende ausgefranst.
  • Durch diese Technik schleift ein gut eingestellter Handrasenmäher sich selbst, indem die Spindelmesser beim Mähen bei jeder Umdrehung das Gegenmesser ganz leicht berühren.

  • Ein Handrasenmäher ist sehr leise, er hat ja keinen Motor. Er kann deshalb überall eingesetzt werden und auch gerne am Sonntag, an dem nun einmal die meisten arbeitenden Menschen Zeit zum Rasenmähen haben.
  • Damit ist er eigentlich der optimale Mäher für kleine Gärten, die in Ortschaften liegen: Sie können mähen, wann Sie wollen, die Rasenfläche vor dem Haus ist auch häufig nicht so groß, dass ein Motorrasenmäher wirklich gebraucht wird. Das Rasenmähen geht schnell und ohne großen Aufwand, Sie brauchen ja weder Strom noch ein Kabel bereitlegen, auch keinen Kraftstoff nachfüllen oder einen Akku laden.
  • Dadurch ist der Handrasenmäher auch der umweltfreundlichste Rasenmäher, weil er ohne Kraftstoff oder Strom betrieben wird (was auch Geld spart).

  • Die Schnitthöhe kann variiert werden. Sie wird vom Abstand des Gegenmessers zum Boden bestimmt, den Sie verändern können.
  • Wer sich gerne auch ein wenig anstrengt im Garten, kann den Handrasenmäher durchaus für große Flächen einsetzen. Die Zahl der Messer an der Spindel bestimmt die Schnittqualität. Es gibt Mäher mit vielen Messern, die auch über eine große Schnittbreite verfügen.
  • Der Wartungsaufwand ist gering, da das Messer sich ja selbst nachschleift, muss der Handrasenmäher nur gesäubert und gelegentlich geölt werden.
Als Nachteil des Handrasenmähers könnte zunächst der nicht unerhebliche Krafteinsatz
aufgeführt werden, den auf ihre Gesundheit bedachte Menschen allerdings eher als Vorteil sehen. Außerdem stellt er sich gerne störrisch, wenn der Rasen zu hoch geworden ist. Dann kostet er noch mehr Kraft. Zu feuchter Rasen kann die Räder auch rutschen lassen, da die Spindel über die Räder angetrieben wird, setzt sie dann gerne aus. In solchen Fällen darf man die gleiche Stelle nochmals mähen.

Preise für Handrasenmäher

Handrasenmäher für die kleine Rasenfläche sind ab etwas über 20,- € erhältlich. Bei ausgesuchter Qualität, wie zum Beispiel rutschfesten Gummirädern und mit enthaltenem Zubehör wie einem Grasfangsack, geht der Preis dann etwas höher. Auch Handrasenmäher mit größerer Schnittbreite, die beachtliche Rasenflächen bewältigen, werden erst ab etwa 40,- € angeboten. Auf jeden Fall bleibt der Handrasenmäher gegenüber einem Elektromodell oder einem Motormäher immer ein bezahlbarer Helfer.rasenmaeher6 fl

Hersteller und Händler

Handrasenmäher werden immer noch von den Herstellern gefertigt, die sich in der Gartentechnik einen Namen gemacht

haben. Wolf (www.wolf-garten) und Einhell (www.einhell.com), Bosch (www.bosch-home.com), Husqvarna (www.husqvarna.com) und Fiskars (www.fiskars.de) stellen alle noch Handrasenmäher her. Den Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website, manchmal hilft auch eine Nachfrage im nächsten Gartencenter, wo die Handrasenmäher versteckt in einer Ecke stehen.

Fazit

Der Handrasenmäher ist ideal für alle kleinen Gärten, im Allgemeinen geht man davon aus, dass Flächen bis 150 qm gut mit einem Handrasenmäher zu bewältigen sind. Wenn Sie über genügend Zeit verfügen und der Meinung sind, dass es dem menschlichen Körper nicht schadet, wenn er gelegentlich etwas beansprucht wird, können Sie natürlich den Handrasenmäher auch für größere Flächen einsetzen. Der Rasen und die Umwelt werden es Ihnen danken. Wer allerdings beruflich stark eingespannt ist und eine beeindruckende Rasenfläche sein eigen nennt, wird wahrscheinlich besser mit einem Elektrorasenmäher oder Motorrasenmäher zurechtkommen.

Tipps der Redaktion

  1. Viele Benutzer sind der Meinung, dass der Rasen bei Pflege mit dem Handrasenmäher schöner und dichter aussieht. Dafür spricht, dass die einzelne Pflanze bei jedem Schnitt deutlich weniger verletzt wird als bei Benutzung eines schnell drehenden Messers, das viele Halme nicht schneidet, sondern abreißt.
  2. Wenn die Messer der Spindel des Handrasenmähers nicht mehr gleichmäßig am Gegenmesser anliegen, wird an einigen Stellen das Gras nicht mehr abgeschnitten und der Mäher schleift sich auch nicht mehr selbst nach. Dann sollte die gesamte Spindel zur Überholung ausgebaut werden und auf einer Drehbank begradigt werden. Beim Einbau wird dann das Gegenmesser genau eingestellt, bis wieder die leichte Berührung gegeben ist.
  3. Wenn Sie ökologisch handeln möchten und trotzdem keinen Zeitverlust und keine Mühe haben möchten, könnten Sie daran denken, mit mehreren Nachbarn gemeinsam einen Elektromäher anzuschaffen. Der macht dann im Zweifel den Grundschnitt. Für den täglichen Einsatz ist der Spindelmäher immer griffbereit.