Mähwerk (Scheibenmähwerk, Heckmähwerk)

Mähwerk

Vor nicht einmal so allzu langer Zeit war es so, dass ein Mähwerk von Arbeitspferden gezogen wurde. Aufgrund der Tatsache, dass die Mähwerke groß waren, waren in der Regel zwei Arbeitspferde erforderlich. Später erfolgte der Antrieb des Mähwerks über die Räder.

In den 1920er Jahren wurden Mähwerke mit kleinen Benzinmotoren entwickelt. Damit einhergehend wurde auch eine weitere Modifizierung der Mähmaschine an sich möglich. Die Zugpferde wurden durch Traktoren ersetzt.

Bei einem Mähwerk unterscheidet man verschiedene Bauarten. So gibt es zum Beispiel das Anbaumähwerk - auch Anbaumähbalken genannt - oder aber das Balkenmähwerk für einen

Traktor. Zum Betreiben von einem Anbaumähwerk ist es erforderlich, dass der Traktor mit Nebenantrieben ausgestattet ist, wie zum Beispiel einer Zapfwelle oder aber einer Mähwerkkurbel.

Aufgrund des stetigen Einsatzes von Mähwerken an Traktoren, wurde bei den Traktoren dann der so genannte Zwischenachsanbau vorgesehen. Bei dem Zwischenachsanbau wird das Mähwerk seitlich rechts, zwischen den Achsen angebaut. Eine weitere Erleichterung brachte im Bezug auf das Mähen die Erfindung des Ladewagens im Jahr 1961. Der Ladewagen verfügt über ein Mähwerk, ist
schwenkbar, wodurch das Mähen von Gras und das Auflagen in einem Arbeitgang von statten ging. Auf diese Weise wurde in der Landwirtschaft das tägliche Holen von Futter erleichtert.

Mähwerke, die für größere Arbeitsbreiten ausgelegt sind, wurden von vorne herein als Heckanbau für einen Traktor konzipiert. Es gab auch Mähwerke für den Frontanbau an einem Traktor. Sie haben sich aber nicht durchgesetzt, weil der Traktorfahrer beim Mähen mit einem Mähwerk als Frontanbau keinen guten Überblick hatte.

Die heute erhältlichen Mähwerke kann man auch auf Doppelmessermähwerke umrüsten. Die Preise für ein Mähwerk erstrecken sich von ca. 3000 Euro bis ca. 6000 Euro. Es gibt dabei Mähwerke, die einachsig oder zweiachsig sind. Darüber hinaus kann man von der Antriebsart der Messer her wählen, ob Boden- oder Motorantrieb.

Die Arbeitsbreiten der Mähbalken liegen zwischen 1,2 m und 2 m. Da sich aufgrund der hohen Preise für ein Mähwerk nicht jeder Landwirt ein derartiges Gerät leisten kann, gibt es so genannte Mähgemeinschaften. Diese bieten ihre Dienste den Landwirten an. Problem hier ist jedoch meist, dass wegen der unsicheren Wetterlage der Schnittzeitpunkt richtig gewählt sein muss. Zu diesem Termin wollen jedoch in der Regel alle anfragenden Landwirte diesen Service in Anspruch nehmen.