Heckenschere - Benzinheckenschere oder Akkuheckenschere?

Heckenschere – Worauf kommt es an?

Benzin oder Akku?

Gartenbesitzer und Hausbauer stecken viel Geld und viel Zeit in ihre Anschaffungen. Sie erfreuen sich an den bunten Blumenrabatten und am Gartenteich. Meistens wird das eigene „Revier“ auch gern abgegrenzt. Es werden Zäune gezogen, Lamellen-Holzfelder aufgestellt oder Hecken angepflanzt. Womit wir auch schon beim Thema wären: die Hecke und deren Pflege.

Hecke Eine Hecke kann auch verschiedenen Pflanzen bestehen, verschieden hoch und breit sein, an der Grundstücksgrenze zum ungeliebten Nachbarn stehen oder einfach nur ein Blickfang sein.

Aber eines haben alle Hecken gemeinsam: sie brauchen viel Zeit und Pflege bis sie so aussehen, wie wir es wollen. Zuerst werden kleine Pflanzen gesteckt, regelmäßig gegossen und gedüngt und dann immer wieder geschnitten. Hecken müssen geschnitten werden, denn sie sollen ja im kommenden Jahr wieder kräftig wachsen und natürlich auch gepflegt aussehen. Aber womit schneidet man am besten eine Hecke?
Wenn die Stecklinge noch klein sind, dann kann man ganz schnell das Heckeschneiden mit einer kleinen Gartenschere erledigen, denn der Kraftaufwand ist noch sehr gering und man schneidet außerdem viel genauer. Aber wenn die Hecke wächst und wächst und in alle Richtungen gestutzt werden muss, dann empfiehlt sich schon eine Heckenschere, denn Heckenscheren sind für diesen Zweck entwickelt und hergestellt worden.

Bei Heckenscheren gibt es natürlich verschiedene Ausführungen. Da haben wir zum Beispiel die manuelle Variante. Sie sieht aus wie eine Haushaltsschere, ist nur viel größer. Die Griffe sind wegen der besseren Hebelwirkung viel länger und auch die Klingen sind lang, denn dann können viel mehr Triebe mit einem Mal abgeschnitten werden. Auf diese Weise wird auch ein gerader Schnitt der Hecke insgesamt garantiert. Natürlich ist es sehr anstrengend, auf diese Art die Hecke zu schneiden, aber das Ergebnis spricht für sich. Man kann mit einer manuellen Heckenschere nicht viel falsch machen. Beim Kauf sollte man allerdings nicht das billigste Modell vorziehen, auch wenn es nur 10Euro kostet, denn
meistens ist die Schere dann sehr schwer oder die Klingen sind nicht scharf genug. Eine leichte Heckenschere macht das Schneiden leichter, denn man sollte auch bedenken, dass man mitunter die Arme sehr hoch halten muss, um die Hecke zu schneiden. Auch bei den Klingen gibt es Qualitätsunterschiede, so sollte man durchaus einen Fachmann zu Rate ziehen. Manuelle Heckenscheren kann man empfehlen, wenn kein Strom zur Verfügung steht oder die Hecke nicht besonders lang ist. Hierfür ist diese Art Heckenschere die beste Variante. Für ein gutes Exemplar kann man schon zwischen 30 und 40 Euro einplanen, denn diese Anschaffung soll ja ein paar mehr Jahre Nutzen bringen.

Die andere Möglichkeit, die Hecke zu schneiden ist das Benutzen einer elektrischen Heckenschere. Der Vorteil liegt hier ganz klar in der Schnelligkeit. Wenn man sich gut mit auf sein Gerät eingespielt hat, dann geht es richtig gut und schnell. Elektrische Heckenscheren haben auch den Vorteil, dass sie viel mehr Triebe mit einem Mal abschneiden, aber Vorsicht: einen Schnitt kann man nicht rückgängig machen und es kommt schon mal vor, dass man die Schere falsch ansetzt. Leider sind elektrische Heckenscheren nicht so leicht wie manuelle, es kann also schon vorkommen, dass einem

die Arme schnell lahm werden und man eine Pause einlegen muss. Daher ist es wichtig, beim Kauf auf ein möglichst geringes Gewicht zu achten. Bei elektrischen Scheren ist man auch vom Strom oder zumindest von langen Verlängerungskabeln abhängig. Dennoch empfiehlt sich die elektrische Schere vor allem bei langen und breiten Hecken, damit man auch gerade Schnitte hinbekommt. Auch eine fachmännische Beratung ist durchaus empfehlenswert, damit man diese Anschaffung nicht bereut. Die Preise sind auch sehr unterschiedlich. Sie liegen zwischen 30 und 200 Euro, je nach Hersteller, Gewicht und Leistung.
Eine weitere Variante ist die Akku-Heckenschere, also die elektrische, aber stromunabhängige. Der Nachteil liegt hier wieder im Gewicht, denn jetzt muss zusätzlich der Akku mit angehoben werden. Außerdem kann man höchstens 45  bis 55 Minuten am Stück schneiden, denn dann muss der Akku aufgeladen werden, und das dauert meist zwischen 4 und 6 Stunden. Also für kurze Hecken, die schnell fertig sind, kann man das Gerät schon benutzen, aber für viel Arbeit ist es sicherlich ungeeignet. Eine Akkuheckenschere bekommt man im Baumarkt schon für ungefähr 90Euro. Nicht zuletzt der hohe Preis sollte ein Hinweis sein, den Kauf noch einmal zu überdenken.
Jeder muss selbst entscheiden, welche Variante die beste ist. Es sollte immer von der Größe der Hecke und dem Arbeitsaufwand abhängig gemacht werden.     

von Annett Biermann