Teichfilter für die feuchte Oase - selber bauenGartenteichbesitzer wünschen sich möglichst klares Wasser � zu diesem Zweck werden Teichfiltersysteme eingebaut. Abhängig von der Größe und der Fischkapazität der Teiche, müssen auch verschiedene Teichfilter verwendet werden. Grundsätzlich gilt: der Filter sollte immer mindestens 10% des tatsächlichen Teichvolumens fassen können. Doch nur bei ausreichender Bepflanzung � circa 1/3 des Teiches sollten bedeckt sein, funktioniert so ein Filtersystem, denn überschüssige Nährstoffe, die nicht mehr gefiltert werden, werden von den Wasserpflanzen aufgenommen und verarbeitet. Im Filter an sich laufen zwei Prozesse ab: Wasserunreinheiten werden mechanisch zurückgehalten, gleichzeitig bauen Mikroorganismen überschüssigen
Stickstoff biologisch ab. Zur biologischen Filterung befinden sich in besagtem Gerät optimalerweise drei Schwammarten: blaue, rote und grüne Schwämme, wobei die Schwammporen von blau zu grün immer enger und feiner werden. In den relativ großmaschigen blauen und roten Filterschwämmen herrschen sauerstoffhaltige Bedingungen vor. Mikroorganismen finden hier ideale Lebensbedingungen vor und leiten den Abbau überflüssigen Stickstoffes ein. Die feinporigen grünen Schwämme erzeugen ein sauerstoffarmes Milieu für spezielle Mikroorganismen, welche den Abbau vollenden. Dem Teichwasser entweicht gasförmiger Stickstoff.
Natürlich können auch andere Filtermaterialen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Tonröhrchen. Weniger bewährt hat sich hingegen die Teichfilterwatte. Sie verschmutzt sehr stark und muss daher oft gewechselt werden � für stark beanspruchtes Wasser eignet sie sich überhaupt nicht. Auch die anderen Filtermaterialien müssen natürlich gereinigt werden � genaue Kontrolle mit anschließender Säuberung der Teile ist regelmäßig notwendig. Die Preise für Teichfiltersysteme sind sehr unterschiedlich. So ist es möglich eines im Internet billig zu ersteigern (im Schnitt so 15 �), im Fachgeschäft hingegen verkauft man Teichfilter ab circa 50 Euro. Leider gilt jedoch: Billige Geräte sind oft laut, außerdem ist aus Gründen des Qualitätsunterschiedes der Materialverschleiß deutlich höher.
von Katharina Balser Bauanleitung
|