Drucksprühgerät

Drucksprühgerät Mithilfe eines Drucksprühgeräts können im Garten Flüssigkeiten auf begrenzte Flächen ausgebracht werdenDrucksprühgeräte eignen sich optimal für den Einsatz zur Pflanzenpflege, Flüssigkeitsdüngung, Bewässerung von Neuaussaaten und zur Unkrautbekämpfung.Die Geräte sind mit Trageriemen ausgestattet und somit einfach über der Schulter zu tragen. Das schafft den notwendigen Handlungsfreiraum, um das Sprührohr zu führen.

Drucksprühgerät - Gartenspritze für den Pflanzenschutz

Ein Thema, an dem sich die Geister vieler Gartenfreunde scheiden, ist das Vorgehen bei Pflanzenkrankheiten oder das Thema Pflanzenschutz. Viele Kleingärtner sehen im Sprühen von Pflanzenschutzmitteln

die einzige Möglichkeit, um schadhafte und kranke Früchte zu verhindern. Die Gegner solcher Aktionen halten entgegen, dass mit der großflächigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit einem Drucksprühgerät auch immer Unbeteiligte, wie z. B. Kleinstlebewesen betroffen sind. Es gibt aber auch biologische Alternativen aus dem Bereich Pflanzenschutz. Generell gehört ein Drucksprühgerät zur Grundausstattung eines gutsortierten Kleingartens.

Welche unterschiedlichen Gartenspritzen gibt es?

Da die Spritze für den Gebrauch im Kleingarten konzipiert wurde, hat sie ein Fassungsvermögen von wenigen Litern. Grundlegendes Unterscheidungsmerkmal ist, ob sie auf dem Rücken getragen werden kann, oder ob es sich um eine einfache Handspritze handelt. Neben dem leichteren Transport und rückenschonenderem Arbeiten bei einer tragbaren Gartenspritze ergibt sich ein weiterer entscheidender Unterschied. Die Rückenspritze kann während des Betriebes regelmäßig "aufgepumpt" werden, während die Arbeit beim Gebrauch einer Handspritze regelmäßig unterbrochen wird. Vor dem Erwerb sollte also gut überlegt werden, wie oft ein Drucksprühgerät zum Einsatz kommen soll.

Alle Hersteller von Gartenspritzen zu nennen, ist schier unmögliche. Vor allem Baumärkte haben in der Regel günstige Eigenmarken im Angebot. Relativ bekannt sind aber vor allem Drucksprühgeräte von Mesto und Gloria.

Worauf sollte man beim Kauf vor allem achten?

Die einzeln angebotenen Geräte unterscheiden sich bautechnisch kaum. Neben kleinen Feinzerstäubern, die nur kleinflächig zerstäuben, gibt es ja nach Bedarf auch größere Geräte, die für den regelmäßigen Einsatz sinnvoll wären. Darüberhinaus werden Sprühgeräte angeboten, die mittels einer Elektropumpe automatisch den erforderlichen Druck
erzeugen. Vor dem Erwerb sollte man aber anhand des eigenen Bedarfs festlegen, für welche Art Drucksprühgerät man sich entscheidet.

Die Behälter von Drucksprühgeräten sind nicht für alle Flüssigkeiten geeignet!Drucksprüher / Handzerstäuber
  • Fassungsvermögen max. 2 Liter
  • einsetzbar für Gartenflächen von 10 - 40 Quadratmetern
  • Reichweite 1,5 Meter, daher auf Pflanzenhöhen unter 1,5 Metern begrenzt
Drucksprühgerät ( 3 bar )
  • Fassungsvermögen 5 - 10 Liter
  • einsetzbar für Gartenflächen 10 - 200 Quadratmetern
  • Reichweite je nach Gerät 3 - 5 Meter
Drucksprühgerät ( 6 bar)
  • Fassungsvermögen 5 - 10 Liter
  • einsetzbar in großen Hausgärten
  • besonders geeignet für die Behandlung von hohen Bäumen und Sträuchern
  • Reichweite je nach Modell bis zu 6 Meter
Rückenspritzen
  • Fassungsvermögen 10 - 20 Liter
  • besonders geeignet für großflächige Bearbeitung (Streifen) von niedrigen bis halbhohen Gewächsen
  • vorteilhaft durch gleichbleibenden Sprühdruck
  • Reichweite 3 Meter
Anhand der obigen Aufzählung kann man bereits gut festlegen, in welche Richtung der eigene Kauf gehen soll. Alternativ zum ursprünglichen Anwendungsgebiet kann das Drucksprühgerät auch zum Bewässern von schwer zugänglichen Ecken des Gartens genutzt werden. Mit einer entsprechenden Düse ist zum Beispiel auch das Sprühbewässern von frisch angelegten Rasenflächen denkbar. Darüberhinaus können Gartenspritzen theoretisch auch für das Aufbringen von Lasuren und ähnlichen

Stoffen verwendet werden.

Für die verschiedenen Anwendungsgebiete werden zahlreiche Zusatzteile angeboten: Zum Beispiel lässt sich die Gartenspritze fast beliebig verlängern. Darüberhinaus werden auch verschiedene Düsenaufsätze geliefert, also je nach geplanter Anwendung ist der entsprechende Ausatz wählbar. Allerdings sollte hier vor Gebrauch unbedingt fachmännischer Rat gesucht werden. Es gilt zu erfragen, inwieweit die vorhandenen Düsen geeignet sind. Auch der erzeugte Druck und vor allem die spätere Reinigung stellen unter Umständen ein Problem dar. Generell sollte man speziell das Thema Reinigung gut hinterfragen. Da vor allem die Düsen sehr kleinteilig sind, stellen sie ein großes Risiko für die spätere Benutzbarkeit dar.

Für Marken-Drucksprühgeräte gibt es zahlreiche ZubehöreDaher sollte das Drucksprühgerät nach dem Gebrauch grundsätzlich entleert werden. Eine gute Reinigung ist gewährleistet, wenn man die Spritze nach der Verwendung gründlich mit klarem Wasser durchspült und die Restmenge dann wieder versprüht. Die Funktion des Gerätes und der Düsen sollte auch in der anwendungsfreien Zeit regelmäßig geprüft werden. Gegebenenfalls sollten die enthaltenen Siebe gereinigt und bewegliche Teil geschmiert werden. Zur Aufbewahrung sollte die eigentliche Pumpe ausgebaut werden. Bei trockener und frostfreier Lagerung ohne direkte Sonneneinstrahlung ist eine gewisse Langlebigkeit gewährleistet.

Preislich gibt es starke Unterschiede. Einsteigermodelle sind schon für unter 20 Euro erhältlich. Ein großes Profi-Drucksprühgerät kann jedoch 150 Euro und mehr kosten.

Wissenswertes zum Aufbau von Drucksprühgeräten
  • Der formstabile, druckbeständige und standfeste Behälter verfügt über eine Füllmengenanzeige.
  • Die Sprühdüse ist stufenlos verstellbar, vom Vollstrahl bis zum feinen Sprühnebel.
  • Das abgewinkelte Sprührohr ermöglicht eine einfache Unterblattbesprühung. Es ist in der Regel um 40 cm lang.

  • Der robuste Füllbehälter besteht aus wetterbeständigem Polyethylen. Ein verstärkter Fußreif sorgt für eine hohe Standfestigkeit.
  • Das Kolbenmanometer besitzt ein Sicherheitsventil gegen Überdruck.
  • Die Flachstrahldüse besteht aus Kunststoff. Die maximale Flüssigkeitstemperatur sollte 30 Grad Celsius nicht überschreiten.
In den Behälter dürfen keine entzündlichen Flüssigkeiten eingefüllt werden. Außerdem eignet sich das Feinsprühgerät nicht für Säuren, Laugen oder Tenside. Die Füllmittel müssen vom Hersteller zur Ausbringung in Sprühgeräten freigegeben sein: Salpeter, Essig und Propinsäure dürfen in einer Konzentration von 10 Prozent verwendet werden. Phosphor- und Schwefelsäure bis zu 30 Prozent und Kali- und Natronlauge bis zu 20 Prozent.