Rebschere

Rebschere Weinreben werden fachgerecht mit einer Rebschere geschnittenDas Prinzip, durch die gebogenen Klingen die Äste besser schneiden zu können, brachte die Rebschere in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Deutschland. Der Weinbau nutzte daraufhin diese Schere um effizienter zu arbeiten. Heute benutzen alle Gärtner die Scheren.

Rebschere - ohne Probleme Äste schneiden

Eine Rebschere nutzt zwei verschiedene Schneideprinzipien, die den schnellen Schnitt ermöglichen:
  • Bei der Amboss-Variante ist die Schere so gestaltet, dass die beiden Klingen aufeinander laufen und somit der Kraftaufwand

    sehr gering ist. Dabei werden die Äste gequetscht und der Schnitt wirkt nicht sauber.
  • Der Bypass nutzt zwei aneinander vorbeilaufende Klingen, die einen sehr sauberen Schnitt ermöglichen, doch mehr Kraft durch den Anwender verlangen. Die unterstützenden Varianten sind durch Federn ausgestattet, die den Kraftaufwand zusätzlich verringern und somit ein langes Arbeiten möglich machen.
  • Ebenfalls gibt es Rebscheren, die mit einem Motor ausgestattet sind und gerade älteren Menschen bei der Arbeit im Garten behilflich sind. Diese können im Privatgebrauch bis zu 1,5 cm dicke Äste durchschneiden. Sie besitzen einen Feststeller, mit dem die Schere arretiert werden kann und es findet sich auch oft eine Kerbe zum Drahtschneiden.
Mit einer Rebenschere können folgende Pflanzen beschnitten werden:
  • Weinreben sind durch die dünnen Äste die perfekten Bäume zum Beschneiden. Effizientes, schnelles und präzises Arbeiten ist durch eine Rebschere dabei garantiert.
  • Rosengewächse, können schnell und effektiv mithilfe der Rebschere beschnitten werden.
  • Stauden
  • Sträucher
  • Hecken
  • Obstbäume, darunter jede Form von Buschbäumen oder auch Spindelbüschen.
  • Durch die Drahtkerbe kann Draht zugeschnitten
    werden.
Die Klingen einer Rebschere bestehen aus gehärtetem Stahl und sind so für eine lange und sorgenfreie Nutzung gedacht. Die Griffe sind aus Kunststoffen, seltener aus Metall, denn das lässt die Schere schwer in der Hand liegen. Damit die Rebschere gut arbeiten kann, ist das Material der Griffe rutschfest und auch in glasfaserverstärkt, damit mehr Druck ausgeübt werden kann. Die obere Klinge wird mit einer Antihaftbeschichtung versehen, dadurch wird die Reibung reduziert und die Schere gleitet somit durch den Ast.

Der Weinanbau setzt nicht nur viele Kenntnisse, sondern auch ein geschicktes Händchen vorausHersteller von Rebscheren

Zu den größten Herstellern von Rebscheren gehören Fiskars, Felco, Wolf-Garten und Gardena angeboten. Die Qualität dieses Scheren ist sehr gut und die verwendeten Materialien werden sorgfältig verarbeitet. Fiskars bietet immer wieder Innovationen an, die das Arbeiten mit den Scheren erleichtern, zum Beispiel die Power Step-Technik, die einen Ast in drei Schritten mit minimalsten Kraftaufwand schneidet.

Elektronische Rebscheren werden von Wolf-Garten oder Bosch angeboten und sind mit einem Akku ausgestattet. Somit sind keine Kabel im Weg, die ausversehen erwischt werden könnten. Dabei bleibt das Gewicht sehr leicht und entspricht schweren Gartenscheren. Bei den Preisen liegen die elektrischen Gartenscheren in einem preiswertem Rahmen. Je nach Produktion und Leistung siedeln sich Rebscheren in einem Bereich von 8 bis 60 Euro an. Dabei sind sehr gute Rebscheren schon zu Preisen von 20 Euro zu erhalten. Die elektronischen schließen mit 60 Euro die Preisspannen bei den Rebscheren. Fiskars wird von Gärtnern am liebsten genutzt, da diese Scheren sehr leicht sind.

Vorteile der Rebschere
Eine Gartenschere ist die schnellste und

einfachste Möglichkeit, dünne Äste zu zerschneiden. Durch die Schnittprinzipien kann die beste Art genutzt werden um Äste zu schneiden. Männer mit viel Kraft können die Scheren nach dem Amboss-Prinzip nutzen, doch auch die Bypass-Version schneidet schnell, sicher und präzise. Selbst dickere Äste können durch eine Rosenschere gestutzt werden und die Möglichkeit, Draht zu schneiden, macht diese Scheren zu wahren Allroundern. Die Griffe sind zur heutigen Zeit sehr gut geformt und liegen dadurch angenehm in der Hand.

(Nur) Ein Nachteil
Die Effizienz der Rebscheren ist auf Dauer sehr anstrengend, selbst durch die heutigen Technologien. Viel Arbeit mit einer Gartenschere kann zu Handkrämpfen führen, deshalb sollte zwischendurch immer eine Pause eingelegt werden.

Wissenswertes zur Rebschere in Kürze
  • Die Rebschere (auch Rosenschere genannt) wird für die feinsten Schnitte an Weinreben genutzt. Sie wird meist im Obstanbau, für Weinreben und Rosengewächse verwendet.
  • Der Erfinder der modernen Rebschere ist der Franzose Antoine François Bertrand de Molleville, dessen Erfindung zum ersten Mal im Buch "Bon Jardinier" erwähnt wurde.
  • Die Schere kann für Rechtshänder sowie auch für Linkshänder gekauft werden.
  • Einer guten Ernte geht eine gute Pflege voraus. Also investiert ein Winzer in wertiges Arbeitsmaterial wie die Rebschere.
  • Da der Wein auch eine phantastische Rankpflanze ist, gibt es viele Hobbygärtner mit wild wachsenden Wein am Haus oder im Grundstück. Auch hierfür sind Rebscheren das richtige Schnittwerkzeug.