Kohlegrill: Grillen nach traditioneller Art

Kohlegrill: Grillen nach traditioneller Art

Inzwischen gibt es zahlreiche Produkte auf dem Markt, die die herkömmliche Methode, Holzkohle zum Grillen zu benutzen, durch andere Wärmequellen wie Gas, Lavasteine oder Strom ersetzen. Immer noch am beliebtesten und daher am weitesten verbreitet ist jedoch die traditionelle Art des Grillens mit einem Kohlegrill.

grillen-fisch flVorteile eines Kohlegrills

Grills, die mit Holzkohle betrieben werden, gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sie können wie eine Säule, ein Fass oder eine Schale geformt sein und sind in vielen Größen für

Single-Haushalte bis hin zu Modellen für große Gartenfeste erhältlich.
  • Als wichtigster Grund, Holzkohle allen anderen technischen Möglichkeiten vorzuziehen, wird von Benutzern eines Holzkohlegrills meist der gute Geschmack und das besondere Aroma des Fleischs genannt. Ursache hierfür ist der Rauch, der von der glühenden Holzkohle aufsteigt.

  • Ein Kohlegrill besteht im Prinzip nur aus einer Schale auf Füßen, in der die Kohle entzündet wird, und einem Grillrost. Da keine weitere Technik vorhanden ist, kann es auch nicht zu Störungen kommen und es fallen keine Reparaturkosten oder Ausgaben für die Wartung an.

  • Holzkohle gibt es sogar an Tankstellen zu kaufen, sodass auch ein spontanes Grillen am Wochenende und an Feiertagen möglich ist. Bei anderen Techniken muss dagegen rechtzeitig für den nötigen Nachschub an Brennmaterial gesorgt werden.

  • Viele Kohlegrills sind so leicht und kompakt, dass sie problemlos transportiert werden können und benötigen keinen Stromanschluss oder Ähnliches. Dadurch lassen sie sich auch mobil für ein Picknick im Grünen oder bei einem Campingurlaub verwenden.
Nachteile der traditionellen Art

Ein Kohlegrill kann nur dort eingesetzt werden, wo eine ausreichend große Freifläche zur Verfügung steht. Daneben gehört das Grillen mit Holzkohle aber auch nicht unbedingt zu den Arten der Essenszubereitung, die ganz ohne Schmutz möglich sind.
  • Ein großer Nachteile der Kohlegrills liegt in der starken Rauchentwicklung beim Anzünden des Grills. Daher ist die Benutzung eines solchen Grills auf Balkonen in der Regel verboten, doch auch in einem eigenen Garten kann es zu Beschwerden der Nachbarn kommen.

  • grillen-fleisch fl
6px; margin-left: 6px;" />Jedes offene Feuer verlangt immer besondere Sorgfalt und sollte nie unbeaufsichtigt bleiben. Besonders wenn kleine Kinder zum Haushalt gehören, ist ein Kohlegrill daher nicht ganz ungefährlich. Zu schweren Unfällen kommt es häufig, wenn Spiritus zum Entzünden der Kohle verwendet wird.
  • In Hinsicht auf die Sauberkeit sind andere Grills häufig im Vorteil, denn besonders beim Einfüllen der Kohle und bei der späteren Entsorgung werden der Staub und die Asche aufgewirbelt, sodass meist mit schmutzigen Händen, oft aber auch noch mit schmutziger Kleidung zu rechnen ist. Besonders problematisch ist dies an windigen Tagen.

  • Da die Asche nicht heiß in den Mülleimer geschüttet werden darf, sollte hiermit am besten bis zum nächsten Tag gewartet werden. Etwas schwierig ist dies allerdings, wenn der Grill nicht zu Hause benutzt wird.
  • Preise

    Kohlegrills gibt es schon ab zehn Euro zu kaufen, je nach Material und Ausführung steigen dann die Preise an. Die größte und aufwändigste Variante eines Kohlegrills besteht in einem Grillkamin, der meist auf einer Terrasse installiert wird. Er dient als Feuerstelle an kalten Abenden, kann aber meist durch einen passenden Rost zu einem Grill umfunktioniert werden. Solche Kamine gibt es für 1000 bis 2000 Euro, noch etwas teurer sind sie, wenn sie mit einer Haube aus Edelstahl verschönert wurden.

    Hersteller und Händler

    Kohlegrills werden in den Sommermonaten in zahlreichen Geschäften verkauft, eine gute Anlaufstelle sind jedoch die Baumärkte und Gartenfachmärkte, wo die Auswahl entsprechend groß ist. Natürlich können sie auch im Internet bestellt werden, je nach Größe und Gewicht kann es dann jedoch zu recht hohen Versandkosten kommen.
    • Grills verschiedener Hersteller können auf der Internetseite www.grillfuerst.de bestellt werden. Um die Suche etwas zu beschleunigen, kann dort nach der Bauweise des Grills gefiltert werden.

    • Eine große Anzahl Kohlegrills finden sich auch auf Seiten wie www.guenstiger.de, wo sämtliche Produkte mit den Internetseiten der Anbieter verlinkt sind, sodass sie dort direkt bestellt werden können.

    • Gartenkamine, die als Kohlegrill verwendet werden können, stellen die Firmen Buschbeck und Grillvertrieb her, daneben werden sie aber auch in vielen Baumärkten verkauft.
    Fazit

    Das Grillen mit Holzkohle ist eine sehr alte und traditionelle Art der Fleischzubereitung, die sich vermutlich auch von neueren Techniken nicht verdrängen lassen wird. Kohlegrills haben den Vorteil, dass sie sehr schlicht konstruiert und damit sehr günstig sind. Etwas nachteilig sind allerdings der Schmutz und der Rauch, die hierbei entstehen, daher kann ein solcher Grill nicht überall benutzt werden.

    Sondertipps

    Holzkohle, die ausschließlich aus Buchenholz hergestellt wurde, ist zwar teurer als die Grillkohle aus den Supermärkten, glüht aber dafür sehr viel länger. Diese Kohle ist besonders dann gut geeignet, wenn über einen Zeitraum von mehreren Stunden gegrillt werden soll.

    Auch Grillkohlebriketts sind für eine längere Grillparty gut geeignet. Sie brauchen allerdings recht lang, bis sie ausreichend durchgeglüht sind, deshalb sollte hierfür etwas mehr Zeit eingeplant werden.

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